Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Dienstag, 12. Oktober 2010 um 6:03

Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz.

Meine tiefe Aversion habe ich bereits vor Jahren beschrieben. Doch im Jungmädchenalter waren mir die schlichten Sentenzen, die ich heute als Kellnerpunkt beschreiben würde, tiefe Erkenntnisse. Das war das Alter, in dem ich für die religiöse Romantik katholischer Besinnungstage empfänglich war, in der ich noch überzeugt war, dass man Wahrheit spüren könne. Auf diese Gefühle zahlt Der kleine Prinz ein, damit ist er für die Pubertät wahrscheinlich ganz nützlich. Ich habe mir sagen lassen, dass Menschen, die das Buch auch als Erwachsene noch lieben, gerne Paulo Coelho lesen.

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die Kaltmamsell

12 Kommentare zu “Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst”

  1. Helga meint:

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    Genau!

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  2. pia meint:

    Jemand bezeichnete Herrn Coelho einst als Esoterikzwerg, ein Bild, das mich nicht mehr losließ, und im Zweifelsfall habe ich mir nicht einmal die drastische Variante gemerkt.

  3. kid37 meint:

    Holden Caulfield als literarischer Nervzwerg möchte ich noch dazuzählen. Für die Pubertät ein unbedingter Gewinn, danach möchte man dem Typen doch eigentlich nur stundenlang in die… Augen gucken und sehr, sehr gut zureden.

  4. Thea meint:

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    Made my day

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  5. mark793 meint:

    @Kid37: Geht mir mit Edgar Wibeau ähnlich. Aber zu sagen, dass ich den „Fänger im Roggen“ oder „Die neuen Leiden des jungen W.“ heute hasste, wäre stark übertrieben.

  6. barbara meint:

    Es gibt ein Buch welches ich hasse ohne es vorher geliebt zu haben: Susanna Tamaro: Geh wohin dein Herz dich trägt. Da tut schon der Titel weh.

  7. isabo meint:

    Menno, das wollte ich doch bei der Frage schreiben! Jetzt fällt mir da wieder nix ein, wie zu den anderen 30 Fragen auch! *schmoll*

  8. sturmwarnung meint:

    Ich liebe den kleinen Prinzen (immer noch), und ich hasse Coelho-Schmus zutiefst. Also zumindest hasse ich „Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte“, das mir meine Tante als Jahrhundertwerk aufdrängen wollte, ich hab danach kein zweites Werk probiert.

    Das Faszinierende am kleinen Prinzen ist in meiner Lese, dass er den „anderen Blick“ kultiviert – die elefantenfressende Schlange statt Hut, die Szene an der Eisenbahn – und damit ermuntert, den Blickwinkel zu wechseln, die Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. An sehenden Herzen kann ich so „nachsichtig“ vorbeilesen.

  9. fille meint:

    Tja, den „kleinen Prinzen“ habe ich als Jugendliche etwas eigenartig, um nicht zu sagen dumm gefunden (warum stellt der immer so blöde Fragen?). Besonders dumm fand ich den König, der immer befiehlt, was sowieso passiert.

    …aber jetzt finde ich ihn eigentlich ganz herzig.

    ..und in andere Saint Exupérys, wie etwa „Citadelle“ bin ich geradezu verliebt…

  10. philine meint:

    Tja, Der Kleine Prinz, das ist so eine Sache. Im Buchhandel kursiert er gerne als Kinderbuch, was aber wahrscheinlich weniger mit dem Text zu tun hat, als mit den Zeichnungen. Ich habe das Buch als Jugendliche geliebt, sodass ich es ausser in Deutsch auch noch in Französisch, Englisch und Portugiesisch besitze.
    Was den guten Magier aus Brasilien angeht, Herrn Coelho, so schrieb die SZ vor einigen Jahren eine wunderbare Glosse über ihn, in der unter anderem sein kleines Pferdeschwänzchen erwähnt wurde, was sinngemäss meinerseits erinnernd, sendungsbewusst esoterische Verquastheiten in den Äther schickt….
    diese Lektüre ist für mich unerträglich.

  11. Ms K meint:

    Ah wie schoen, so viele Coelho-Hasser!!!!
    Den kleinen Prinzen mag ich aber irgendwie immer noch, zumindest manche Weisheiten daraus

  12. pia meint:

    es war „esoterikschlumpf“. wusste ich es doch.

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