Auszeitjournal Freitag, 24. August 2012 – Aufstand der Maschinen

Samstag, 25. August 2012 um 9:46

Nach dem Morgenkaffee ins Hüpfstudio geradelt, zur Lieblingsstunde Stepaerobic. Der Vorturner nahm uns mit einer anspruchsvollen Choreografie richtig ran – ein Heidenspaß.

Ein wenig Strampeln auf dem Crosstrainer, nach dem Duschen ein medizinischer Termin, zu Hause Frühstück.

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Am Vortag war ich benachrichtigt worden, mein Rechner sei repariert. Ich holte ihn ab und freute mich ganz arg. Wieder bestätigte mich das Personal übrigens darin, meinen alten Rechner zu behalten: „Wenn er Ihnen reicht, ist das doch wunderbar!“ So hatte ich bei den kühlen Temperaturen das Haus verlassen:

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Nur hatte ich vergessen, dass ein Maschinenschaden selten allein kommt. Ich ließ gerade mal wieder die Spülmaschinenreinigung durchlaufen, als ich in der Küche einen hübschen Wasserteppisch mit Schaumbelag entdeckte, der eindeutig aus der rumpelnden Spülmaschine kam. (Der Spülvorgang direkt davor war problemlos gewesen.)

In Panik vor einem Wasserschaden nahmen der Mitbewohner und ich die Einbauküchenzeile so weit wie möglich auseinander. Wir hatten sie vor 13 Jahren von den Vormietern übernommen, und einiges weist darauf hin, dass diese sie selbst gebastelt hatten. Dennoch fanden wir verhältnismäßig schnell heraus, wie die 15 cm hohen Bodenleisten zu entfernen waren. Zum Glück blieb die Wassermenge überschaubar und war gut aufzuwischen – zusammen mit dem Dreck von mindestens 13 Jahren, in dem die größte Überraschung eine Müslischüssel mit Loch im Boden war, die ich zuletzt vor etwa zehn Jahren vermisst hatte, damals noch ohne Loch im Boden. Mangels anderer Möglichkeiten nehme ich an, die Schüssel hat es auf demselben Weg dorthin geschafft, wie das Sofa in Douglas Adams‘ Dirk Gently’s Holistic Detective Agency um die Ecke im Treppenhaus zu tragen war.

Ein erneutes Anschalten der Spülmaschine unter unseren beobachtenden vier Augen machte nirgendwo Lecks sichtbar. Ich nehme an, wir werden damit noch eine Weile Spaß haben.

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Erholung von diesem Schrecken war der Abend, den ich mit dem Mitbewohner im Broeding verbrachte. Diesmal sah ich mir den Innenhof wenigstens an, in dem man bei schönem Wetter auch draußen essen kann. Nur dass bei unserer Ankunft die ersten Regentropfen fielen.

Weinentdeckung zum Menü: Ein frischer Chardonnay von Ebner-Ebenauer aus dem Weinviertel, Black Edition (leider nicht direkt verlinkbar, die eigentlich hübsche Website ist eine einzige Flash-Krankheit).

die Kaltmamsell

8 Kommentare zu “Auszeitjournal Freitag, 24. August 2012 – Aufstand der Maschinen”

  1. Ulla meint:

    Alle guten Dinge sind 3! Bei mir waren es innerhalb der letzten Woche mein Festnetzanschluß (Telekom), die Waschmaschine und gestern ein platter Hinterreifen :-(.
    LG

  2. barbara meint:

    So richtig Gedanken macht man sich erst, wenn so ein gutes Stück nicht mehr funzt.
    Folgendes geklugscheissertes möchte ich erzählen: Die modernen Spülmaschinen sind auf minimalen Wasser-und Stromverbrauch ausgelegt. Fährt man diese regelmäßig nur mit dem Sparprogramm von 55-65 Grad dann verstopft da ein Teil (Name vergessen). Der Mechaniker des Vertrauens empfahl zum einen die regelmäßige Reinigung der leeren Maschine mit diesem von Ihnen erwähnten Spülmaschinenreiniger, zum anderen ebenso regelmäßig eine 70 Grad Maschine abzufahren.
    Ein noch dramatischeres Erlebnis möchte ich von meiner erst kürzlich gekauften Miele Waschmaschine berichten. Diese leckte innerhalb kürzester Zeit und es rückten zwei schnuckelige Monteure in roten Overalls mit modernster Hightec-Ausstattung im Gepäck an um den Fehler zu finden. Es gelang nicht wirklich, ich muß noch weitere „Feldforschung“ (O-Ton) betreiben. Die Maschine verträgt eigentlich nur Miele’s hauseigene Waschpulvermarke (ich denke gar nicht dran) und sie mag auch kein Flüssigwaschmittel so richtig leiden.
    Aber: wußten Sie die Sie bis hierher noch mitgelesen haben, daß in Waschmaschinen Fettläuse ihr Unwesen treiben?
    So ist es aber, und im Handbuch findet sich ein ganzer Absatz über die Fettläuse und man kann diese Armada nur durch einen Waschgang mit 95 Grad (ohne Wäsche) bekämpfen.
    Ansonsten können Sie die Maschine alsbald in die Tonne treten.
    Biowaschmittel sind übrigens der TOD für sämtliche Gummidichtungen!!!

  3. Allabouteve1950 meint:

    Schöne Tunika! Verraten Sie, wo man die kaufen kann?

  4. die Kaltmamsell meint:

    Argh, Ulla, der Hinterreifen am Fahrrad schmiert in letzter Zeit so seltsam ab – der könnte durchaus als nächstes dran sein.

    Wegen Ihnen, barbara, werde ich von Fettflöhen alpträumen.

    Die Tunika, Allabouteve1950, hat mir vor zehn Jahren H&M verkauft, und ich liebe sie sehr. Doch wir befinden uns in der Abschiedsphase: Ein weiteres Flicken des eingerissenen Ausschnitts und der Scheuerlöcher unterm Arm (letztes Jahr von Mutters fachkundiger Hand unterlegt) ist unmöglich.

  5. ilse meint:

    Aha Bröding – meine heiß geliebten Ex-Nachbarn, gute Wahl. Ihr verfresst jetzt also den Golden Handshake, wie ich sehe. An Guadn!

  6. kid37 meint:

    Fettläuse! Wie hochinteressant. Gerade mal bei Wikipedia nachgeschaut, dortselbst auf den Begriff „Waschflotte“ gestoßen, das scheint mir alles ein höchst laugiges, öh, launiges Feld zu sein.

  7. die Kaltmamsell meint:

    Na ja, ilse, so froh war die Firma nun doch nicht über meine Kündigung, dass sie mich auch noch dafür gezahlt hätte.

    Irgendwann, kid37, erzähle ich Ihnen von den „Waschpartys“, von denen ein früherer Henkel-Praktikant zu berichten wusste.

  8. montez meint:

    Es begann mit der Grafikkarte, am selben Tag, auf dem Weg zu Mäkmann war das Fahrrad platt, die Kette ging nicht mehr drauf wegen absurden Wuhlings, kurz darauf wurde der Keller überschwemmt, der Kühlschrank leckte, die Waschmaschine machte die Grätsche, danach der Miniofen, dann wurde die Katze überfahren, der Hund starb an Altersschwäche und das alles endete dann in einer absolut überfälligen Trennung.

    In Ihrem Fall wird das natürlich nicht so kommen (in meinem Fall war letzteres das einzig Gute an dieser Verkettung).

    Soll heissen, das deutet auf einen schwungvollen Neuanfang hin, halten Sie durch!

    Tolle Tunika, tolles Outfit, hat mich an ein nach ganz hinten geschobenes Kleidungsstück in meinem Schrak erinnert. Dankeschön.

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