Journal Samstag, 17. August 2013 – Freibadstunden

Sonntag, 18. August 2013 um 8:30

Früh aufgestanden und in der Morgensonne zum Büro geradelt, um die Maler reinzulassen. Denn:
Die Agenturräume sollen frisch geweißelt werden, eine Wand im Besprechungszimmer wird agenturblau. Ich hatte den Auftrag bekommen, Malerangebote dafür einzuholen. Klingt erst mal einfach, aber wo anfangen? Ich erinnerte mich an die guten Erfahrungen von Freunden mit Handwerker-Auftragsplattformen im Web – zwar mit Umzügen, aber Maler sind ja sowas Ähnliches. Myhammer.de schien mir das umschlagreichste Angebot, dort stellte ich den Auftrag möglichst detailliert ein. Angebote von Handwerkern kamen umgehend, in den ersten 24 Stunden etwa zehn Stück. Schon das zweite Angebot machte einen ausgezeichneten Eindruck: Wunderbar strukturiert, bis in den kleinsten Schritt durchdacht (u.a. Malermüllbeseitigung inklusive / Angebot gilt nur, wenn die Wände bereits weiß sind), guter Preis. Einen Moment lang hatte ich überlegt, ob ich bei der Auswahl falsche Prioritäten setze, kam dann aber zu dem Ergebnis, dass ein so strukturiertes Angebot wohl kaum von einem Handwerker kommt, der schlampig malt. Andere Angebote lagen in der Spanne von doppelt so teurer Pauschalpreis ohne jedes Detail bis “kann ich nicht sagen, bevor ich die Räume nicht gesehen habe” sowie alles dazwischen.

Der strukturierte Herr kam auf meine E-Mail und ein Telefonat hin im Büro vorbei, wir besprachen das Blau der einen Wand und wie weit aufgeräumt sein muss. Und dann schlug er vor, ob die Malerei nicht am Wochenende stattfinden könne, dann würde niemand gestört. Da ich nur zehn Minuten mit den Rad entfernt wohne, schlug ich ein.

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Zurück daheim trank ich auf dem Balkon meinen Morgenmilchkaffee, es roch so nach Sommerferien und Tag am See, dass ich ganz nostalgisch wurde – wissend, das ich einen solchen Tag am See nie wieder so genießen können werde wie als Kind und Jugendliche. Vielleicht sogar gar nicht.

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Statt dessen ließ ich mir vom Mitbewohner den Rücken mit Sonnenmilch eincremen und radelte zum Schwimmen im Schyrenbad. Auch gestern konnte ich auf einer der beiden abgeteilten Schwimmerbahnen zügig und nahezu ungehindert meine 3.000 Meter durchziehen. Anschließend Dösen und Sonnenbaden mit Musik auf den Ohren. Bei einem Gang zu Klo und Trinkwasserstelle begegnete ich dem Herrn Mittagesser, der mich so nahezu kleidungsfrei nicht erkannte; ich musste ihn anstupsen und amüsierte mich.

130817_Schyrenbad

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Auf dem Heimweg ein paar Lebensmitteleinkäufe, daheim Resteessen, Zeitunglesen, ausführliche Dusche.

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Abends die dritte Staffel The God Wife geschaut (wieder aus der Münchner Stadtbibliothek – so lange hatte ich noch nie auf eine Bestellung warten müssen, nämlich vier Wochen). In dieser Phase schwächelt die Serie ein wenig, doch ich freue mich weiterhin unter anderem am Umstand, dass Hauptdarstellerin Julianna Margulies in 10-cm-Absätzen denselben Matrosengang hat wie als Nurse Hathaway in Clogs. (An das Zentimeter-dicke Make-up und die entkrausten Haare habe ich mich immer noch nicht gewöhnt, auch wenn sie erkennbar zur Rolle gehören.)

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Und nun zum Sonntag: Lustige Werbung.

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http://youtu.be/ZUG9qYTJMsI

via @stephenfry

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Samstag, 17. August 2013 – Freibadstunden“

  1. Sebastian (hier grad: Der Mittagesser) meint:

    Hallo, es war nicht die mangelnde Kleidung, sondern die zusätzliche Pilotenbrille, die mich Dich eine Sekunde später erkennen ließ als Du mich (oder waren es doch Minuten, man selber weiß das ja nicht, weil…) Anyway, nice to saw you.

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