Sonntag: Gedehnt, gegessen, gelesen

Montag, 30. September 2013 um 8:01

Gestern radelte ich (wieder unter kühlem, bedeckten Himmel) zum zweiten Mal zum Hatha Yoga; nach der Verausgabung am Vortag sollte das gut tun. Auch diesmal fand ich alles anregend und interessant, fast keine Übung hatte ich am Vorsonntag schon kennengelernt, und anstrengend war es durchaus auch – auf eine für mich unbekannte Art, denn mit wenigen Ausnahmen war es keine Kraftanstrengung. Dass ich deshalb nicht ins Schwitzen komme und kein Duschzeug mitnehmen muss, sehe ich durchaus als großen Pluspunkt. Einige Übungen (die alle ganz bezaubernde Namen haben, die Vorturnerin murmelt sie meist nur in sich hinein) sollte auslassen, wer gerade menstruiere – ich habe trotzdem mitgemacht, mal sehen, was passiert.

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Der Zauberkuchen bei Ilse hatte mich sehr fasziniert: Ein Teig, der beim Backen zur Schichttorte wird – toll.

130929_Zauberkuchen

Der Kuchen fiel bei mir trotz Abkühlens im Ofen sehr zusammen, und er schmeckte genau so, wie Ilse ihn beschreibt: Schokoladenpudding mit ein wenig Teig. War ein aufregendes Experiment, aber für eine Wiederholung hätte er geschmacklich ein wenig mehr bieten müssen.

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Letzte Woche hatte ich meine letzte Flasche Roten Bodenschatz 2011 von St. Antony geöffnet – vielleicht hatten die zusätzlichen Monate Lagerung ihm ja gut getan. Nein, hatten sie nicht: Immer noch moussierte er leicht (was ich bei Rotwein nicht ausstehen kann), er duftete zwar verlockend, doch im Mund waren Süße, Säure und Bitteres völlig disparate Geschmäcker, die ihn insgesamt einfach scheußlich machten. Und so beschloss ich, am Wochenende nach Langem mal wieder Coq au vin zu kochen, schüttete den Wein im Glas zurück in die Flasche und vakuumierte sie.

Mein Standardrezept ist das von Großmeisterin Delia Smithhier meine übersetzte Version.

130929_Coq_au_vin_Insta

Es schmeckte köstlich.

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Beifang aus dem Internetz:

Naekubi hat Portraitfotos gefunden, die bunte Menschen zeigen, „die Anfänge einer Gesellschaft, die das Konzept Rasse allmählich hinter sich lässt“.

„Living as the default“: Ariane macht sich kluge Gedanken, woher der wiederkehrende Protest der beherrschenden Mehrheit kommt, nur die anderen würden thematisiert und sie selbst gingen unter: Sie sind die default-Haltung und dominieren ohnehin die Diskurse.

The strange result is that people whose voices are heard the most feel like they are not heard at all.

Auch Lamiacucina war im Draußen, und zwar im Schweizerischen. So kann er schildern, wie ein Alpabtrieb aussieht, in dem es wirklich in erster Linie darumgeht, die Kühe von der Alm sicher in ihre Ställe im Tal zu bekommen. „CH-7537 Müstair: Alpabtrieb“.

die Kaltmamsell

4 Kommentare zu „Sonntag: Gedehnt, gegessen, gelesen“

  1. lihabiboun meint:

    Darf ich fragen, wo Sie Yoga machen?

  2. die Kaltmamsell meint:

    In meiner Fitnessstudiokette Body up Diva, lihabiboun, die beiden Stunden fanden im Studio am Ostbahnhof statt.

  3. Susann meint:

    Also, in meiner mehrjährigen Yogakarriere habe ich (und haben die Mit-Yogierenden meines Wissens nach) nix wegen Menstruation ausgelassen und leben durchaus gesund und munter weiter.
    Viel Spaß weiterhin!

  4. Petra_s meint:

    Es freut mich, dass sie dem Hatha Yoga nicht abgeneigt sind.

    Mich hat diese Form des Yoga (ich schwitze durchaus) vom Status absolute Nicht-Sportlerin zur Bewegungsfreundin bekehrt.
    Wenn ich allerdings gefragt werde, ob ich Sport mache und ich Yoga sage, verdrehen die meisten die Augen. Nach dem Motto auf der Matte liegen und ausruhen.
    Meine Lieblingsphrasen sind „die Stirn lächelt“ „Schaue in die Unendlichkeit voller Freude und Zuversicht auf das was vor dir liegt“ (höhö).
    Bei den Asanas wird das Tierreich bemüht, den dieses Sanskrit klingt zwar toll, ist aber schwer zu merken.
    Und so gíbt es schnell Lieblingstiere – Hund, Fisch, Krokodil, Kobra und Nicht-Lieblinge wie die Taube und die Heuschrecke.
    Aber es gilt die Devise lasset die Tierlein zu uns kommen.


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