Journal Mittwoch, 12. November 2014 – Wessen Toleranz?

Donnerstag, 13. November 2014 um 13:28

Das Morgenlicht war ganz klar, schuf schon in der Dämmerung viel Farbe und Kontraste – alte niederländische Malerei.

141112_Morgenlicht_1

Gemütlicher Morgenkaffee mit Internet.
Arbeitsweg zu Fuß.

141112_Arbeitsweg

Arbeitsgefüllter Tag, ich nahm mir aber Zeit für eine Mittagspause mit Zeitungslesen.

Abends ins Theater geradelt (es ist zum Glück immer noch nicht richtig kalt): Schande nach J. M. Coetzee.

141112_Kammerspiele_Schande

Eine sehr verstörende Geschichte. Ich sah, wie ein menschverachtendes System durch ein anderes menschenverachtendes System ersetzt wird. Am untersten Ende der Hackordnung dabei die Frauen, die vorher so wenig selbstbestimmt waren wie sie nachher sind. Bedrückend.
So sehr, dass ich mehr die Geschichte sah als die Inszenierung – ging mir im Theater schon lange nicht mehr so.

Gleichzeitig aber Freude über den überragenden Hauptdarsteller. Stephan Bissmeier als zynischer Uni-Dozent David war bedrückend gut (ich bin ja immer auch beeindruckt von schauspielhandwerklichen Details wie Nuscheln, das gleichzeitig glasklar verständlich ist). Interessant und vielversprechend: Zwei Schauspielschülerinnen auf der Bühne, Lorna Ishema und Barbara Dussler.

§

Die Werbemotive für die ARD-Themenwoche Toleranz sorgen weiter für Aufruhr in meiner Ecke des Internets.

Auch ich habe erstmal scharf eingeatmet bei dem Anblick. Da braucht man wirklich nicht Theorie-gestählt sein, es reicht eine einfach Übung: Stellen Sie sich vor, Sie gehörten zu der abgebildeten Bevölkerungsgruppe. Und über Sie würde unter diesen Slogans verhandelt.
Jedes Motiv eine Ohrfeige.

Mir gefällt der Kommentar auf der NDR-Website (so viel übrigens dazu, die Öffentlich-Rechtlichen seien gleichgeschaltet):
„Zwischen gut gemeint und gut gemacht“.

Dass Angehörige der stigmatisierten Gruppen eben nicht die Wahl haben, welches Maß an Ausgrenzung oder „Toleranz“ der Mehrheitsgesellschaft sie erdulden wollen – diese Erkenntnis scheint den Programmverantwortlichen der beworbenen Sendung noch nie gekommen zu sein.
(…)
Dass Stigmatisierung und Ausgrenzung dennoch stattfinden, ist das eigentliche Problem – und nicht die Existenz von Schwulen, Schwarzen, Behinderten oder anderen „Randgruppen“ nach Wahl, die vermeintlich „unsere“ Toleranz strapazieren.

Ich bin ganz sicher, dass die Absichten hinter den Motiven gute waren. Doch Schaden wird durch andere Absicht nicht geringer. Es muss eine bessere Form für die Bewerbung dieses Themas geben. Zum Beispiel ist mir eingefallen: Den Spieß umdrehen (genau: den Spieß – denn ein Spießrutenlaufen ist es, was diese Mitmenschen mit Alltag erleben). Toleranz aus der Perspektive der ausgegrenzten Gruppen zeigen:
– Das Frauenpaar Arm in Arm, das gefragt wird: „Und wer ist bei euch der Mann?“ (Dazu passt wunderbar „normal oder nicht normal?“)
– Menschen, die nicht nach Vorfahren in Bayern aussehen, und Englisch angesprochen werden. (An „Belastung oder Bereicherung?“ müsste man hier vielleicht noch arbeiten.)
usw.

Im Fernsehen dazu Talkshows, in denen ausschließlich diese Menschen zu Wort kommen und erzählen, wie viel Toleranz sie jeden Tag aufbringen.

Hintergrundlektüre aus eben dieser Perspektive:

„Wer muss sich was gefallen lassen?“

„Woher kommst Du? Ich meine wirklich?“

die Kaltmamsell

29 Kommentare zu “Journal Mittwoch, 12. November 2014 – Wessen Toleranz?”

  1. Maria Hofbauer meint:

    Ich hatte ja augenblicklich den Verdacht, man wollte bei „Belastung oder Bereicherung“ eigentlich alte Menschen abbilden, hat sich dann doch nicht getraut, aber halt eben den Slogan belassen.

  2. Lempel meint:

    Na ja, so vorgestrig sind die Plakate dann doch nicht. Ich kenne da eine Bloggerin, die sich selbst als „Kinderhasserin“ bezeichnet und deren Aussagen darauf schließen lassen, dass sie Kleinkinder wohl doch nur leidlich toleriert denn akzeptiert. Das bockende Kleinkind: „Nervensäge oder Zukunft“, Frau Kaltmamsell?

  3. die Kaltmamsell meint:

    Sie ahnen aber, Lempel, dass ich mir der extremen Seltenheit meiner Haltung bewusst bin?
    Oder machen Sie sich um mich als ausgegrenzte Minderheit Sorgen?

  4. antje meint:

    ich hätte mir das Umdrehen noch deutlicher vorstellen können: die „angebliche“ Normalität (wie die längst nicht mehr majoritäte Kleinfamilie M-V-2K, oder das klassische Ehepaar) rstellen und mit den Slogans kombiniert – hätte ein bisschen Denkarbeit beim Betrachter gefordert…
    antje

  5. Lempel meint:

    Sie haben mir die Frage nicht beantwortet: Kleinkind – Nervensäge oder Zukunft?

    So selten ist Kinderhasserei wohl nicht. Sonst hätten die von der ARD – wenn auch wirklich etwas platt – neben den „klassischen“ ausgegrenzten Gruppen wie Schwulen, Behinderten und Farbigen nicht auch noch ein Plakat mit Kind abgebildet. Ich frage mich schon länger, wie jemand stets Stellung gegen homophob Denkende einnehmen kann, sich aber in der U-Bahn abwendet, nur weil mal ein Kleinkind plärrt.

  6. Maria Hofbauer meint:

    Der Ausdruck „plärrt“ im Kontext mit Kleinkindern zeugt aber auch nicht unbedingt von Kinderliebe.

  7. Micha meint:

    Man fragt sich bei Ihnen, Frau/ Herr Lempel, ja schon, ob Ihre eigenen Kinder zu der Gruppe mit dem hohen Lärmpegel zählen. So getroffen wie Sie bellen. Und wenn Sie mich um meine Meinung über Kinder bitten, voilà, auch ungefragt: Kinder sind für mich Menschen. Manche mag ich, andere nicht. Und dann kommt es zudem auf die Situation an… Wie sieht es eigentlich mit Ihrer Tolleranzfähigkeit gegenüber kinderlosen Pärchen aus?

    Ihr Herbstbaumfoto ist ein Augenschmeichler, Mme Kaltmamsell…

  8. crazycook meint:

    wenn man sich auf diese Erklärung bezieht , (http://www.unesco.de/erklaerung_toleranz.html) dann ist doch eine aufgeregte zusätzliche Diskussion kontraproduktiv und spitzfindig.

  9. mariong meint:

    Neulich, unter uns Eltern, die wir unsere Kinder in eine integrative Ferienbetreuung gebracht hatten, also „Behinderte und Nicht-Behinderte“ kamen wir zur ÷Erkenntnis, dass echte Normalität erst dann hergestellt ist, wenn man über einen Behinderten (ersetzen Sie dieses Wort durch ein beliebiges wie Schwuler/Asylant/Kind/Neger/Menschenfresser…) sagen kann „der ist ein Arsch“.
    Solange wir diese Kategorien bemühen, um Menschen zu umschreiben, nicht.

    Wie ärgerlich, dass Anstalten des öffentlichen Rechts unsere Gebühren für solch peinliche Aktionen zweckentfremden.

  10. Lempel meint:

    Woher schließen Sie denn, ich hätte Kinder? Ich habe doch nur darauf hingewiesen, dass es in diesem Blog mit der eingeforderten Toleranz nicht weit her ist.
    Noch einmal: Wer sich als „Kinderhasserin“ bezeichnet und das beschriebene Verhalten an den Tag legt, ist kein toleranter Mensch. Ich möchte nicht wissen, was hier (berechtigterweise!) los wäre, wenn ich mich als Schwulenhasser bezeichnen würde und die U-Bahn-Episode folgendermaßen erzählen würde: „In der U-Bahn dorthin neben einem der Lesbenpaare gelandet, die nicht mal in der U-Bahn die Finger voneinander lassen können. Mir so dezent wie möglich die Augen zugehalten.“

  11. mariong meint:

    .

  12. Lempel meint:

    Mariong, wer hier keine Kinderstube hat, ist ja wohl eindeutig. Ich habe mich jedenfalls nicht auf Fäkalniveau begeben.

  13. die Kaltmamsell meint:

    Die Sendung quer hat gestern sehr schön darauf hingewiesen, wie absurd es ist, Kinder auf dieselbe Stufe der Diskriminierung zu stellen wie People of Color oder Nicht-Heterosexuelle: „Sind Kinder die neuen schwulen Ausländer?“

  14. New Number 2 meint:

    „People of Colour?“ Ist das der neuest „heiße Scheiß“-Hipster-Name für… ja, für was denn? Ich darf ja andere Worte nicht mehr in den Mund nehmen, weil ich ja sonst als rassistischer, intollereanter Kinderversteher bezeichnet werde. Aber verwenden wir eine saublöde Bezeichnung aus der Englischer Sprache, dann klingt es doch gleich „supi“, denn obige Bezeichnung heißt übersetzt nichts anderes als „Farbige“ – oh Gott (Allah, Buddah, Wesen höherer spiritueller Ebene, etc.), jetzt habe ich ein „Bäh“-Wort benutzt und werde wohl in den nächsten 20 Post niedergemacht.
    @Lempel: Wir verstehen uns: Wer Kinder in der heutigen Zeit hasst, ist elitär intellektuell. Wenn man, theoretisch, das ganze auf andere Bevölkerungsgruppen bezieht wird man ausgiebig beschimpft. Traurig.

    P.S.: Ja, ich habe über Homosexuelle kein Wort verloren, weil diese Gruppe in meinem Umfeld absolut nichts ungewöhnliches ist und ich ja auch nicht dauernd Männer, Frauen, Heteros oder Menschen mit hinzufüge, wenn ich argumentiere.

    @Maria Hofbauer: Ich habe selbst zwei Kinder und liebe diese innig, muss aber auch sagen, dass sie manchmal nervenzerfetzend „plärren“. Dieser Ausdruck beschreibt einfach die Situation am passensten.

  15. die Kaltmamsell meint:

    Sind Sie sicher, Lempel, New Number 2, dass Sie nicht lieber woanders lesen wollen? Es gibt zum Beispiel eine ganze Menge hervorragender Mutter-, Vater-, Elternblogs.

  16. Pippilotta meint:

    @Lempel: Kleinkind – Nervensäge oder Zukunft?

    Beides, natürlich. Das eine schließt ja das andere nicht aus.
    Oder würden Sie bestreiten, dass Kleinkinder manchmal ziemliche Nervensägen sind?

  17. Annett meint:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Gerne gelesen

    *******************************************************

  18. New Number 2 meint:

    Werte Madame Kaltmamsell: Mißstände verschwinden nicht durch Wegsehen sondern durch Reaktion und damit einhergehender Kritik. Sich ein eingeschränktes Bloguniversum mit Ja-Sagern und Claqueuren zu schaffen ist doch nicht wirklich Ihre Intention, oder? Etwas Kritik schadet auch der eigenen Horizonterweiterung nicht.
    Würden Sie einem Homophoben auch raten sich lieber in einem rechtsradikalen Netzwerk zu vergnügen?

  19. die Kaltmamsell meint:

    Das beantwortet meine Frage nicht, New Number 2. Sind Sie sicher, dass Sie hier lesen wollen und nicht lieber woanders?

  20. Trulla meint:

    Sie haben sicher gemerkt, liebe Frau Kaltmamsell, dass ich Ihre Person sehr hoch schätze. Ihr Blog bietet so viel anregenden Stoff und gibt keinerlei Anlass, an Ihrem guten, wenn auch speziellen, außergewöhnlichem Charakter zu zweifeln. Deshalb folge ich Ihnen so gern.
    Doch bin ich jetzt irritiert, warum es Ihnen offenbar so schwer fällt, sich von dem erschreckenden Wort „Kinderhasserin“ zu distanzieren. Ich schrieb es damals bereits, wie mich Ihr Gedicht (zweifellos gut gearbeitet) vom „Parasitenbefall“ verstörte, weil ich es mit der sonstigen Feinfühligkeit der Kaltmamsell nicht in Übereinstimmung bringen konnte.
    Ich muss wohl nicht betonen, dass für mich das Selbstbestimmungsrecht des/der Einzelnen, wie er/sie sein/ihr Leben lebt, mit Kind oder ohne, ledig oder verheiratet, schwul oder lesbisch, bunt oder einfarbig usw. usw. oberstes Gebot ist.

  21. New Number 2 meint:

    Zu Ihrer Frage, Madame Kaltmamsell:
    Ich lese auch woanders, jedoch lese ich hier besonders gerne (bin ebenfalls mittleren Alters, aus dem Raum München, stamme aus einer Arbeiterfamilie mit 50% „Ausländeranteil“ und besitze, man mag es manchmal kaum für möglich halten, seit fast 20 Jahren einen akademischen Titel, gehöre also auch zum „Bildungsbürgertum“) und freue mich über abwechslungsreiche, nicht-mainstream und teilweise kontroverse Themen, frage mich aber, ob Sie es goutieren, dass ich mich auch zu einzelnen Themen kritisch melde.

    Sollte ich Ihnen nämlich störend auffallen, bzw. nicht in Ihr Weltbild passen, so sagen Sie mir das bitte unverblümt, so dass ich mich aus diesem Blog vollständig zurückziehen könnte und Sie auf Ihrer dadurch selbsterrichteten Insel der Glückseeligen mit den, von mir in einem früheren Post beschriebenen Mitlesern, zurück lasse.

  22. Ulrike meint:

    Na supi. Jetzt habe ich statt „Nervensäge oder Zukunft“ Nervensäge der Zukunft gelesen.

    :-(

  23. die Kaltmamsell meint:

    Also gut, verhandeln wir meine Gefühle gegenüber Kindern. Verhandeln wir, dass ich mit Säuglingen Mehlwürmer assoziiere (ja, auch mit Ihrem). Dass ich von ihrem Geruch angewidert bin. Dass mir für Kinder jeglicher Niedlichkeitsreflex fehlt, und ich in dem für alle anderen entzückenden Kleinkindgesicht nur Dämlichkeit sehe. Dass eine Martinshorn-laute Kinderstimme bei mir dieselbe Übelkeit verursacht wie ein Martinshorn. Dass ich Babygebrüll im Supermarkt manchmal gar nicht zuerst übers Hören wahrnehme, sondern anhand der Welle von Aggression, die ich aufsteigen spüre.

    Das sind allesamt unangenehme Gefühle, doch ich halte sie für mein Problem. Es sind emotionale Reaktionen, die nicht der Norm entsprechen und mich zudem unsympathisch machen – ebenfalls mein Problem.

    Und nun sehen wir uns die Auswirkungen dieses meines Kinderhasses auf Kinder und Gesellschaft an.

    Kinder: Ich setze viel daran, Kinder nicht meinem Kinderhass auszusetzen. Meide sie soweit möglich. Dabei sehe ich das Meiden völlig als meine Sache: Ich schicke kein Kind fort, verweigere keinem Kind den Aufenthalt wo auch immer.
    So kann ich Ihnen versichern, dass seit 35 Jahren keinem Kind mehr etwas angetan habe (zuletzt habe ich der Gitti damals in der 6. Klasse die Lateingrammatik über den Kopf gehauen, aber da war sie schon fast 13 und zählte nicht mehr richtig als Kind).
    Im tatsächlichen Kontakt gehe ich mit Kindern wie mit allen anderen Mitmenschen um und behandle sie reflexartig als selbstbestimmte Wesen: Ich nehme sie nicht als Fortsetzung ihrer Eltern oder ihrer erwachsenen Begleitperson wahr, spreche also nicht statt ihrer die Begleitung an. So sind es immer erst die Kommentare hier im Blog, die mich auf die Möglichkeit hinweisen, zum Beispiel ein schreiend sprechendes Kind durch Ermahnung der erwachsenen Begleitperson zum Leisersprechen zu bringen. Doch ebenso biete ich einem Kind Hilfe an, wenn ich sehe, dass es Hilfe braucht und nehme nicht einfach an, dass Eltern/erwachsene Begleitperson dafür zuständig sind.
    Ohne das wissenschaftlich absichern zu können: Kein Kind hat an meinen Gefühlen Kindern gegenüber Schaden genommen.

    Gesellschaft: Ich trage die Kosten für Kinder bereitwillig mit, ebenso jede Verbesserung ihrer Lebensumstände in der Stadt, in der Bildung, über die Arbeitswelt ihrer Eltern. Nicht im Traum käme ich auf die Idee, gegen kinderfreundliche/kinderförderliche Projekte vorzugehen, jemanden davon abzuhalten, sich für Kinder einzusetzen. Doch ich sehe mich nicht in der Pflicht, für sie aktiv zu werden. Es gibt andere Bevölkerungsgruppen, die mir mehr am Herzen liegen (da sind wir wieder bei Gefühlen), und für die ich mich einsetze. Auch hier fällt mir eine wissenschaftliche Absicherung schwer, aber ich sehe nicht, in welcher Weise die Gesellschaft unter meinem Kinderhass leiden könnte.

  24. stedtenhopp meint:

    Wohl gesprochen, liebe Kaltmamsell. Danke für die Erklärung.

  25. Sigourney meint:

    Ich hasse Kinder nicht, aber ich mag sie auch nicht mehr oder weniger als Erwachsene. Manche sind ganz süß und sympathisch (wir hatten eine „Jugend forscht“ Ausstellung in der Firma und es war so beeindruckend, was einige (ganz Kleine) auf die Beine gestellt hatten) und manche sind einfach nur doof (Böller nach einem Hund werfen, da hört es sowas von auf.)
    Aber ich habe kein Interesse an Kindern und treffe daher praktisch auch keine. Und wenn, dann finde ich sie meist schlichtweg langweilig (wie viele Erwachsene halt auch), aber das schadet ja nun keinem.
    Und ja, ich stehe voll dazu, dass ich mich für Tierschutz einsetze und nicht für Kinderschutz. War immer schon mein Interesse (schon als ich Kind war), sonst wäre ich nicht Biologin, sondern Erzieherin geworden. Und erst mal sollen bitte alle angegriffen werden, sie sich für gar nix engagieren als diejenigen, die sich engagieren, aber nicht für „das Richtige“. Das ist sonst ähnlich dämlich wie Veganer, die sich über Vegetarier aufregen, statt über diejenigen, die jeden Tag ein Schnitzel essen.

  26. Trulla meint:

    Was gibt es denn zu verhandeln? Es war nie meine Absicht, Ihre Gefühle in Frage zu stellen bzw. zu kritisieren. Das steht weder mir noch anderen zu. Deshalb können die gar nicht zur Debatte stehen. Sie sind einzig und allein – wenn überhaupt – Ihr Problem, liebe Frau Kaltmamsell.

    Nein, zur Debatte steht aus meiner Sicht nur die unangemessene Wortwahl gegen eine per se unschuldige Gruppe. In anderem Kontext, wie in vorigen Beiträgen schon erwähnt, würden Sie diesen Begriff sicher auch nicht tolerieren können.
    Deshalb ist es vielleicht nicht nur Wortklauberei, was wir hier betreiben.

  27. die Kaltmamsell meint:

    Dann verstehe ich Sie wirklich nicht, Trulla: Ich belege Kinder keineswegs mit diskrimierenden Wörtern (und die Alltagssprache hat da wirklich Einiges parat). Welche despektierlichen Bezeichnungen ich für mich selbst verwende, kann Ihnen doch egal sein. Das schadet weder Kindern noch Gesellschaft.

  28. Trulla meint:

    Aha, die selbst gewählte und blogöffentliche Bezeichnung für sich als Kinder“hasserin“, und einzig diese Wortwahl halte ich für überdenkenswert, sollte also so verstanden werden, dass sie sich despektierlich gegen die Kaltmamsell selbst richtet, oder? Da muss man drauf kommen, mir war es nicht gegeben. Sorry

  29. TineO meint:

    Hö? Was´n hier los? Ich lese einen blog, der mich unterhält, amüsiert, mir Anregungen gibt und mich so fesselt, daß ich immer mal wieder reinschau – und jetzt soll ich mir eine Diskussion darüber antun? Über die geäußerten Ansichten, die so – wie sie geäußert wurden – erst mal keinem weh tun, aber bestimmte Situationen sehr amüsant veranschaulichen. Ich bin übrigens selber Mutter. Allerdings schon eine ziemlich alte….mein Sohn ist 33. Er hat´s überlebt, die Tatsache, daß ich Leute mag, die deutlich sagen, was sie denken und fühlen, auch, wenn´s mal nicht ins deutsche und politisch korrekte Weltbild paßt. Es hat ihm sehr geholfen, seine eigene Selbstständigkeit im Denken und Handeln und Urteilen zu finden. (Übrigens liebe ich dieses Kind sehr – und geh – wie jedes Jahr – am Freitag mit ihm eine Woche wandern: nur wir zwei).

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