Rom im Dezember 2014 – 4 – Trinken und essen

Montag, 22. Dezember 2014 um 17:43

Glanzlichter meines Romurlaubs waren Speisen und Getränke – mit deutlichem Vorsprung für die Getränke, nämlich Weine.

An einem Abend kehrte ich nochmal bei Pianostrada ein und bestellte den berühmten Baccaburger: Einen Hamburger in schwarzer Semmel mit einem Pattie aus Stockfisch, also Baccalà, drumrum eingelegte frische Tomaten, Zucchiniblüte, Ruccola, Majo – schmeckte großartig. Mein eigenes Foto tut dem Gericht Unrecht, ich verweise auf diese viel treffendere Abbildung.

Zur Stärkung nach der Führung durchs antike Rom war ich der Empfehlung meiner Lieblingsrömerin in die Enoteca Provincia Romana gefolgt und aß Amatriciana (ich hatte fast schon wieder vergessen, dass al dente in Rom bedeutet: noch so kernig, dass sie in den Zähnen kleben) sowie Agnello al cacciatore.

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An einem Abend hatte ich die Gelegenheit, mich von Hande systematisch in die Welt der orange wines / natural wines einführen zu lassen – als einzige Total-Laie unter lauter Weinexpertinnen und -profis. Ich lernte eine riesige Menge, angefangen vom Umstand, dass es für diese neuen/alten Weine kaum Standards und Regeln gibt. Es verbindet sie „minimal intervention“ in der Herstellung (u.a. Spontanvergärung auf der Schale) und Ablehnung der Dutzende Hilfssubstanzen, die selbst für die Herstellung von Bioweinen legal sind.1 Das war Handes Auswahl, die wir thematisch gruppiert verkosteten:

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Und so sahen sie aus (die letzten beiden Rotweine habe ich zu fotografieren vergessen):

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Und so weiß ich jetzt, dass keineswegs alle orange wines durch einen dominante Note verbunden sind (wie drei der vier, die ich davor schon mal getrunken hatte). Es ist sensationell, wie mineralisch frisch ein Montemarino Cortese von 2004 schmeckte – einer meiner Favoriten. Auch den Fontanasanta Nosiola mochte ich sehr gerne, den CGN aus Sardinien und die beiden Schaumweine aus der Emilia Romagna. Bei nächster Gelegenheit mache ich mich in München auf die Suche danach, fange in der Tantris Natural Winebar an.

Zu Abend aß ich bei Da Cesare wunderbare römische Küche, u.a. Frittura, Kaisergranate (für die mir immer als Erstes die spanische Bezeichnung cigalas einfällt), Polpette, ein wenig Pasta, sensationelle Creme Caramel.

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Am letzten Abend wurde ich noch zu Litro mitgenommen: Klasse Weine, kalte Platten, Salate (es gibt dort keine richtige Küche), alles von höchster Qualität.

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Arrivederci Roma! (Wann soll ich noch neue Orte entdecken, wenn es schon wieder einen gibt, zu dem ich so gerne zurückkehre?)

  1. Fehler in diesen Erläuterungen gehen bitte alle auf meine Kappe, nicht auf die unserer Lehrmeisterin. []
die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Rom im Dezember 2014 – 4 – Trinken und essen“

  1. Maria Hofbauer meint:

    Faszinierend: Litro ist offensichtlich nach dem Prinzip der echten österreichischen Landheurigen konzipiert, die auch nur kalte Küche anbieten. Was die Speisen angeht, musste ich sofort an Tafis Heurigen in Göttlesbrunn denken.

    http://www.tafis-heuriger.at/

    (Bei „Galerie“ einfach auf das jeweilige Bild klicken)

    PS:Und morgen geh ich mir einen Orange Wine kaufen, nur damit Sies wissen. Das haben Sie nun davon, dass Sie mir den Mund wässrig gemacht haben!

  2. ilse meint:

    Schön dass du Rom in vollen Zügen genossen hast – ich habe deine Reiseberichte mit Genuss gelesen.

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