Journal Freitag/Samstag, 24./25. April 2015 – Avengers 2 und erste Wanderung

Sonntag, 26. April 2015 um 15:35

Am Freitag nach der Arbeit schnell heimgeradelt, von Herrn Kaltmamsell bereitetes Abendbrot gegessen (Tortellini in Brodo und Asiasalate aus Ernteanteil), mit ihm ins Kino geradelt: Avengers 2: Age of Ultron.

Der Film gefiel mir sehr gut (im Rahmen des Genres): Er schaffte es, die große Zahl von Protagonisten in einer dichten Handlung beisammen zu halten (Drehbuch, Schnitt), jeder und jede bekam durch Details eine schöne back story, die Charaktere rundeten sich trotz des genre-typischen regelmäßigen Krawumm mit Materialschlacht, Thor bekam sogar ein wenig Humor auf den Leib geschrieben (halleluja), die Interaktion der Figuren machte sie zum glaubwürdigen Team. Vorbildlich auch die Erzählökonomie, die mit kurzen Informationen per Bild oder Text weitreichenden Hintergrund erklärte (einmal sehen wir kurz, wie Hawkeye in sein Pfeilspitzenarsenal greift – und schon ist klar, warum das Ziel seiner Pfeile manchmal explodiert, manchmal nach hinten fliegt etc.). Der Film schaffte es auch, gleichzeitig ganz klar im Genre Superheldenfilm zu bleiben und doch überraschend links und rechts aus dem Erwartbaren auszuscheren. Viele bezaubernde Kleinigkeiten am Rand: Wie Agent Hill nach dem Party-Krawumm im Hintergrund mit den anderen zusammensitzt und sich einen Splitter aus der Fußsohle prokelt, wie die Nexus-Angestellten heimlich schnell ein Selfie mit Tony Stark schießen, Bügelbrett und Bügeleisen bei Hawkeye daheim im Schlafzimmer – und natürlich Stan Lee als großmäuliger Veteran auf der Avengersparty.
Fall Sie nicht grundsätzlich ein Problem mit Superheldenfilmen haben: Empfehlung.

Danach Heimradeln in milder Nacht – ich bin SO froh, dass der Winter vorbei ist.

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Samstagvormittag in fast sommerlicher Wärme Einkäufe getätigt, mittags eine S-Bahn nach Kirchseeon genommen, um diese Wanderung zu wandern. Die Sohlen blieben dran (sind ja fast neu), doch ich hatte mich schon daheim gewundert, dass die Wanderschuhe über Winter ziemlich klein geworden waren: Ich war doch früher nie mit der großen Zehe vorne angestoßen! Nach zwei Stunden bat ich um Unterbrechung, damit ich die Schuhe neu schnüren konnte; inzwischen rieben nämlich weitere Zehen unangenehm an der Innenseite. Das Neuschnüren half nicht. Da hatte ich plötzlich einen Verdacht und stieg nochmal aus den Stiefeln: Richtig, ich hatte zwei Paar Einlagen eingesteckt. Ich hatte vergessen, dass ich vor dem Einwintern die Stiefel mit Einlagen ausgestattet hatte und vorm Loswandern meine üblichen Einlagen hineingesteckt. Nachdem ich ein Paar entfernt hatte, waren die Wanderschuhe schlagartig bequem wie bisher.

Auch hier wie schon in den Isarauen: Erschreckend große Sturmschäden im Baumbestand, auch hier waren die Wanderwege aber bereits freigeräumt.

150425_02_Schlacht

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150425_04_Sturmschaden

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Für die erste Wanderung der Saison hatten wir uns mit 24 Kilometern möglicherweise ein wenig übernommen, das Waldstück am Ende wollte gar nicht mehr aufhören. Wenn die Maßgabe dieselbe wie beim Bergsteigen ist, nämlich dass man am Ende noch genug Energie für locker eine weitere Stunde Wandern haben sollte, dann war’s zu viel. Aber! Ich habe meine ersten Schwalben der Saison gesehen, nämlich in Lindach.

Das Wetter hielt bis auf die letzte Stunde, als es ein wenig tröpfelte. Doch brotzeiten konnten wir im Bräustüberl der Brauerei Aying bereits wieder draußen.

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Habe übrigens noch am Osterwochenende wieder mit dem Nagelhautfieseln angefangen. Muss ich mir halt für Anlässe, an denen das Resultat unangenehm auffallen könnte, edle Handschuhe angewöhnen.

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„The wonderful, terrible Gone With The Wind
Revisiting the complicated legacy of the Civil War’s most famous story“

Gone With The Wind, Margaret Mitchell’s sweeping tale of the South between the antebellum and Reconstruction eras, is a work divided against itself. Its treatment of race is nauseating, a dismaying reminder of how recently blacks could be presented as inferior with essentially no controversy. At the same time, in Scarlett O’Hara’s vicious maturation from pre-war naivety to a ruthless titan of industry, it features the strongest and most complex woman in American entertainment, along with a view of gender politics without many equals today.

via @DonnerBella

die Kaltmamsell

12 Kommentare zu „Journal Freitag/Samstag, 24./25. April 2015 – Avengers 2 und erste Wanderung“

  1. juniwelt meint:

    Hilft bei mir gegen das Fieseln: Nagelöl von Anny

  2. Joël meint:

    Danke für den Filmtipp Avengers 2, denn ich hatte Bedenken, nachdem ihn bei uns ein Kritiker völlig verrissen hat. Ich mochte den ersten nämlich Teil sehr.

  3. die Kaltmamsell meint:

    Was tut denn das Nagelöl, juniwelt, das das Fieseln verhindert? Wird die Haut zu glitschig zum Knibbeln?

  4. juniwelt meint:

    Das Nagelöl macht die Haut weich und glatt. Daher kaum noch ein Ansatz zum Fieseln.

  5. die Kaltmamsell meint:

    Ah, verstehe, juniwelt, danke für den Tipp!

  6. Trippmadam meint:

    Ich hoffe, Sie und Herr Kaltmamsell haben sich an das Schild gehalten und regional getrunken.

  7. die Kaltmamsell meint:

    Aber sicher, Trippmadam, allerdings in Aying – das Schild in Schlacht zählt das möglicherweise bereits als „weit“.

  8. adelhaid meint:

    erschreckend groß würde ich die sturmschäden nicht nennen wollen. das sieht halt immer beeindruckend aus, wenn man sie überhaupt sieht. ich habe eher die vermutung, dass sowas immer länger liegen gelassen wird – auch und gerade zu dieser zeit, wo man andere dinge dringlicher erledigen muss.
    ich bin immer sehr beeindruckt, wenn inmitten anderer bäume einer umgefallen ist. warum gerade der? warum stehen die anderen noch? muss immer einer, um die anderen zu retten?

  9. die Kaltmamsell meint:

    Du hast recht, adelhaid: Kein Vergleich mit dem, was zum Beispiel der Orkan Wiebke 1990 anrichtete. Damals waren ganze Hektar Wald einfach platt – was in vielen bayerischen Wäldern zum Ende der Fichtenmonokultur und meines Wissens zu einem grundsätzlichen Umdenken in der Forstwirtschaft führte.
    Aber bei Anblicken wie den fotografierten habe ich immer den Impuls, wie Idefix in „Die Trabantenstadt“ loszujaulen.

  10. Evi meint:

    Zur Nagelhautfieselei wollte ich noch die Weleda Zitronenhand- und Nagelhautcreme anmerken. Vor dem Schlafen auftragen und gut einmassieren, angenehm unglipschig, hilft bei mir auch gegen Fieseln. (Und wasserpantschbedingt aufgerissene Hände.)

  11. Sigourney meint:

    Gestern seit langem mal wieder die Wanderstiefel getragen. Beim Laufen fiel mir nichts auf, aber da ich ihre Story von den abfallenden Sohlen kannte, mal genauer hingeguckt, da war ein Spalt, gezogen und zack, hatte ich die gesamte Sohle in der Hand. Total zerbröselt!
    Ich finde den Originalartikel nicht, konnten Sie das reparieren lassen?
    Die Stiefel sind sicher 10 Jahre alt, aber wenig getragen und sehen obenrum noch top aus und waren echt teuer, ich bin ganz schön sauer.

  12. die Kaltmamsell meint:

    Oh je, Sigourney, wie unangenehm! Das Web ist voll von diesen Geschichten, abfallende Sohlen scheinen die Hersteller nicht als Problem anzusehen, das es wegzuentwickeln gilt. Ja, Hersteller Lowa hat mir damals gegen 60 Euro neue Sohlen drangemacht (ohne die zerbröselnde Schaumstoffschicht, auffallenderweise), ich hatte an die Serviceadresse geschrieben.

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