Journal Donnerstag, 23. August 2018 – Kleine Abschiede

Freitag, 24. August 2018 um 6:57

Diesmal absichtlich bis sechs geschlafen: Ich war nachts so oft wach geworden, hatte so schlimm geträumt (aber keine Migräne!), dass ich die Sportpläne verworfen und die Weckzeit vorgestellt hatte.

Die Wetterprognosen blieben hartnäckig dabei: Abends sollte der Sommer enden. Ich nahm ein wenig Abschied.

Zum Beispiel vom Arbeitsweg in goldenem Morgenlicht.

Nach Feierabend war ich in Neuhausen verabredet. Ich ging zu Fuß unter böse dräuenden Wolken.

Von der Donnersbergerbrücke aus bot die Innenstadtsilhouette einen apokalyptischen Anblick. Es regnete allerdings nur wenige Tropfen.

Abendessen im Ruffini, das ich viel öfter besuchen sollte. Auch hier ließ ich den Sommer los und bestellte die herbstliche Kombination aus Polenta, Radicchio, Kürbis.

Nach Hause ging ich noch ein großes Stück zu Fuß, um die laue Nachtluft auszukosten.

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Noch ein bisschen Hausnummernschildliebe von gestern:

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Die Geschichte des weltweit bisher verheerendsten Hacks – sehr detailliert, spannend wie ein Krimi und durchaus beunruhigend. (Vor KI, maschinellem Lernen und autonomen Systemen habe ich weiterhin deutlich weniger Angst als vor bösen Menschen.)
„The Untold Story of NotPetya, the Most Devastating Cyberattack in History“.

via @hatr

Maersk’s 150 or so domain controllers were programmed to sync their data with one another, so that, in theory, any of them could function as a backup for all the others. But that decentralized backup strategy hadn’t accounted for one scenario: where every domain controller is wiped simultaneously. “If we can’t recover our domain controllers,” a Maersk IT staffer remembers thinking, “we can’t recover anything.”

After a frantic search that entailed calling hundreds of IT admins in data centers around the world, Maersk’s desperate administrators finally found one lone surviving domain controller in a remote office—in Ghana. At some point before NotPetya struck, a blackout had knocked the Ghanaian machine offline, and the computer remained disconnected from the network. It thus contained the singular known copy of the company’s domain controller data left untouched by the malware—all thanks to a power outage. “There were a lot of joyous whoops in the office when we found it,” a Maersk administrator says.

die Kaltmamsell

9 Kommentare zu „Journal Donnerstag, 23. August 2018 – Kleine Abschiede“

  1. Anke meint:

    Als ich nach München zog, lernte ich als erstes, was die Pfeile auf den Hausnummern bedeuten (in diese Richtung gehen die Zahlen nach oben). Das kannte ich aus dem Norden nämlich nicht und ich hoffe, dass das da oben auch irgendwann ankommt. Weil praktisch.

  2. die Kaltmamsell meint:

    Interessante Beobachtung, Anke – mir war gar nicht aufgefallen, dass das nicht überall in Deutschland so funktioniert. (Außer in Städten, die nicht mal auf einer Straßenseite gerade, auf der anderen ungerade Hausmummern haben – Albtraum.)

  3. Nina meint:

    In Berlin ist es mal so, mal so, mal sortiert nach geraden und ungeraden Nummern per Straßenseite, mal fortlaufend hin und her. Man muss sich also immer erstmal orientieren, nach welchem System es gerade geht. Dafür ist in den U-Bahnhöfen mit einem Pfeil markiert, in welche Richtung die U-Bahn einfährt. Das fehlt mir ja in München immer.

  4. adelhaid meint:

    was für krasse wolken!! und da kam nix raus? die haben aber kontrolle über sich!!

  5. die Kaltmamsell meint:

    Bei uns nicht, adelhaid, ein bissl östlich sehr wohl:
    https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/aying-ort28266/80-unwetter-einsaetze-fuer-feuerwehren-von-haar-bis-aying-10150502.html

  6. Trulla meint:

    In Hamburg ist Ausgangspunkt für Hausnummern das Rathaus. Von da aus immer Richtung stadtauswärts und im Straßenseitenwechsel gerade und ungerade Zahlen. Auf jeden Fall gilt ein nachvollziehbares System.
    Aber die Pfeile sind schon besonders atmosphärisch!

    Vom Sommer verabschiede ich mich von Jahr zu Jahr schwerer, die dunkle Jahreszeit schlägt mir aufs Gemüt. Ein guter Grund, dem Ruhestand viel Positives abzugewinnen, er erlaubt Monate der Klimaflucht (geht leider nur per Flieger, ich weiß, ich lade Schuld auf mich).

  7. Hauptschulblues meint:

    In das Café Ruffini kann man nicht oft genug gehen. Seit 1978 steht es als Vorzeigemodell für einen Betrieb ohne Chef. Und die jungen Gesellschafter der beiden letzten Jahre haben richtigen Schwung mit- und eingebracht.
    So dass auch jetzt die Renovierung von Küche und Technik für 200.000.-€ gestemmt werden konnte, auch mit Hilfe von Netzwerk München.

  8. Angela meint:

    Ja alles sehr lecker im Ruffini und entspricht meiner eigenen Kochweise.

    Genau darum les ich die Vorspeisenplatte so gerne. Immer wieder erzälen Sie mir Bekanntes und Unbekanntes aus und von meiner Heimat.

    Als ich von der Orffstrasse weg in die Niederlande zog frug ich beim Abschiednehmen im Ruffini, ob sie mir nicht einige der Kuchenrezepte mitgeben mögen. Nur wenn ich dort eine Filiale aufmachen würden war die Antwort. So geh ich halt bei meinen Besuchen an München in alten Zeiten schwelgen. Hach!

  9. Ulrike meint:

    Die Schilder finde ich sehr schön in ihrer Schnörkeligkeit, auch dass sie nicht alle nur blau sind.

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