Journal Donnerstag, 7. Februar 2019 – Migränepause

Freitag, 8. Februar 2019 um 6:04

Hiermit hat mir die Migräne endgültig bewiesen, dass sie als Ausrede nicht den kleinsten Tropfen Alkohol braucht (der jüngste war ein Schluck Sekt zum Anstoßen auf den Geburtstag am Sonntag gewesen): Ich wachte gestern kurz vor sechs von brutalen Kopfschmerzen auf – die ich erst mal (u.a. wegen Alkoholverzicht) als reine Kopfschmerzen verbuchen wollte. Doch dafür hat der Mensch ja erfahrene Partner, die bald diagnostizieren: „Du hast Migräne.“ (Dabei hatte er nicht mal gesehen, wie ich mich neben Laptop und Kaffetasse halb auf den Tisch legte.)

Also Krankmeldung per E-Mail in der Arbeit, mit einer Dosis Triptan-Nasenspray zurück ins Bett – wo ich stückweise bis halb eins schlief. Der vertraute Zyklus der Arbeitstagsmigräne: Im Halbschlaf Listen gebastelt, was ich dann alles daheim erledigen würde, wenn ich schon nicht in die Arbeit könnte, wann ich dazwischen eine Runde an der frischen Luft machen würde – um nach dem Aufwachen schwach und siech über Kaffe und Wasser zu hängen und einen Punkt nach dem anderen auf der inneren Liste zu löschen wegen Nixgeht. Herr Kaltmamsell kam schon um eins heim – letztendlich jagte ich ihn sogar um ein paar Semmeln aus dem Haus, weil ich selbst mit Duschen und Anziehen noch überfordert war.

Um halb vier ging aber auch das, ich wagte mich zu einem Spaziergang aus dem Haus.

Natürlich an die Isar. Den Schirm hatte ich eigentlich nur als Talisman dabei – wir wissen ja wohl alle, dass sich die Wahrscheinlichkeit eines Regengusses durch Mitführen eines Schirms halbiert. Doch das wusste der Regen nicht und regnete trotzdem. Wie praktisch, dass ich einen Schirm dabei hatte!

Diesmal ging ich Richtung Deutsches Museum – und entdeckte schöne Malerei unter der Ludwigsbrücke.

Die frische Luft (da war sie wieder) tat mir tatsächlich gut, ich fühlte mich annähernd gesund. Über den Viktualienmarkt, wo ich nach Jahren mal wieder frisch gepressten Saft trank (Gemüse-Apfel-Ingwer), ging ich noch ein wenig einkaufen.

Und abends machte ich Kaiserschmarrn, endgültige Genesung.

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu “Journal Donnerstag, 7. Februar 2019 – Migränepause”

  1. iv meint:

    Puh. Auf dass sie jetzt erstmal lang wegbliebe, die Migräne!

  2. U. meint:

    Vielleicht besteht ja Hoffnung:

    „Bei Frauen wird die Migräne zu Beginn der Wechseljahre oftmals schlechter und anschließend besser. Bei 80 Prozent aller Frauen verschwindet die Migräne in den zehn Jahren nach den Wechseljahren. Bei den übrigen Frauen kann es jedoch auch bis ins hohe Alter noch zu Migräneattacken kommen. Diese sind aber meist kürzer und weniger intensiv als in der Jugend. “ (hieraus: https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/hirnerkrankungen-2-warum-die-migraene-so-oft-missgedeutet-wird-14901378.html)

    (Nachtrag: Herrje, ich stelle gerade fest, dass ich schon einmal fast dasselbe kommentiert habe. Aber jetzt immerhin mit mehr als „anecdotal evidence“.)

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