Journal Dienstag, 12. März 2019 – Partnerschaftliche Hinweise

Mittwoch, 13. März 2019 um 6:29

Als ich gestern spät heimkam, wies ich Herrn Kaltmamsell darauf hin: „Gut schau ich aus!“ Ich war nämlich beim Friseur gewesen. Und um zu verhindern, dass er am End‘ nicht merkte, wie gut das Ergebnis gelungen war, wies ich halt darauf hin. Basis einer guten Partnerschaft. Bei manchen Dingen braucht es etwas mehr Beharrlichkeit als bei anderen, zum Beispiel bei dem sehr dunklen Lippenstift, der mir so ausgezeichnet steht. Den mag Herr Kaltmamsell nicht an mir, deshalb stelle ich bei jedem (ohnehin seltenen) Einsatz klar: „Der steht mir nämlich ausgezeichnet.“ Irgendwann kommt er schon noch dahin.
Gestern aber antwortete er angemessen und sofort: „Gut schaust du aus!“

Morgens war es zapfig kalt gewesen, ich sah noch einige Schneeflecken vom Montag und hätte vielleicht doch eine Mütze gebraucht. Die Lage in der Arbeit hatte sich ein wenig beruhigt, ich konnte zumindest ohne Panik vor mich hin arbeiten.

Fast schon pünktlicher Feierabend, weil ich ja einen Friseurtermin hatte. Es kam ordentlich Haarmenge weg, auch wenn immer noch das Ziel Cary Grant lautete.

Daheim wartete Herr Kaltmamsell mit gebratener Leber zu Ernteanteil-Pastinaken und Quinoa (er hatte kürzlich welchen aus heimischem Anbau gefunden, der keinen Lebensmittelmarkt in Lateinamerika beeinträchtigt).

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu “Journal Dienstag, 12. März 2019 – Partnerschaftliche Hinweise”

  1. Eva meint:

    Das merke ich mir – ein bisschen lautes Eigenlob kann gar nicht schaden!

  2. Trulla meint:

    Für mich gibt es kaum etwas Schlimmeres als ein Friseurbesuch, lieber gehe ich zum Zahnarzt. Vom Friseur aus also gleich unter die Bettdecke oder den Wasserhahn. Innerhalb unserer mehr als 50 gemeinsamen Jahre kennt mein Mann dieses Elend und lobt Arbeit und Ergebnis, berechtigt oder nicht. Zu meinem Glück mag und erträgt er mich und meine Macken. Tage später erst weiss ich den guten Schnitt zu schätzen (sollten Friseure mitlesen, kann ich nur um Entschuldigung und Verständnis bitten).

    Eigenlob – kann man das lernen?

  3. FrauC meint:

    Hihi, gute Taktik! Und worauf weist Herr Kaltmamsell hin?

  4. Sabine meint:

    Was ist jetzt das mit dem Quinoa schon wieder?

  5. Ulrike meint:

    Ja, in Schleswig-Holstein wächst auch Quinoa.

  6. Eva meint:

    Leider wird durch unseren seit einiger Zeit vorhandenen Hype Quinoa für die indigene Bevölkerung nahezu unbezahlbar (Grundnahrungsmittel).
    Ja, Globalisierung ist manchmal schon schwierig….
    Liebe Grüße
    Eva

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