Journal Sonntag, 2. Mai 2021 – Buchplatznot

Montag, 3. Mai 2021 um 6:24

Dann doch mal wieder eine Nacht mit Schlafpause: Nach kurzem Aufstehen um drei schlief ich nicht mehr ein, gab um vier auf und las eine Weile – nicht schlimm, da ich ja am Morgen den Schlaf nachholen konnte. Klappte dann auch ganz gut, ich wachte erst kurz vor acht richtig auf. Draußen kaltes Regenwetter.

Wieder hatte ich den Wiedereinstieg ins Joggen geplant (Gehen bis Wittelsbacherbrücke, 30 Minuten isaraufwärts joggen, zurückgehen), mich versucht darüber zu freuen, dass der Weg bei dem Wetter zudem nicht – hahaha – überlaufen sein würde. Aber dann war mir nach Bloggen schon drinnen so kalt, und es regnete energisch.

Also nahm ich etwas anderes wieder auf und das erste Vollbad in der neuen Wohnung. Die Badewanne hier ist aus Kunststoff statt Metall der 1950er und fasst schon auf den ersten Blick deutlich weniger Wasser (breiter Rand = schmalerer Innenraum, starke Rückenschräge, weniger tief). Ich ließ sie wie gewohnt zu drei Vierteln ein – und musste fast die Hälfte wieder ablassen, damit ich Platz darin fand: Nach meiner Schätzung fasst die Wanne nur Körper mal zwei, die in der alten Wohnung fasste zirka Körper mal drei bis vier Wassermenge. Ich hätte hier also nicht wie vergangenes Jahr in der alten Wohnung schmerzlindernd floaten können.

Herr Kaltmamsell begann die neuen Bücherschränke zu bestücken. Und stellte nach Leeren der ersten Kiste und Hochrechnen fest, dass wir gerade mal die Hälfte der vorgesehenen Bücher unterbringen würden (alle anderen stehen bereits in den bisherigen Lundia-Regalen im Arbeits- und seinem Zimmer sowie in den alten Paschen-Regalen im Flur). Also weiteres Aussortieren (u.a. den gesamten Pratchett, der ist wirklich einfach zu beschaffen, auch elektronisch, wenn wir ihn lesen wollen), außerdem müssen wir in den anderen, derzeit angenehm unbeengt befüllten Regalen Platz schaffen.

Zum Frühstück Fladenbrot und Käse, eine weitere Tasse Milchkaffee.

Internetlesen, Bügeln: Wichtig war mir vor allem der eben gewaschene Vorhang für den Flur, mühsam zu bügeln. Den hängte ich auch gleich auf, braucht nur noch eine Halterung in der Wand zum Wegraffen.

Fürs Abendessen sollte diesmal ich sorgen, ich bereitete Zitronen-Thymian-Hähnchen vor. Mittlerweile hatte der Regen aufgehört, ich machte mich zu einem Sonntagsspaziergang auf: Sendlinger Straße, Theatinerstraße, Hofgarten, Finanzgarten, über Marstallplatz, Tal und Viktualienmarkt zurück. Dank schlechtem Wetter waren nicht allzu viele Menschen unterwegs.

Hofgarten.

Auch Hofgarten.

Baum mit runtergerutschtem Strumpf.

Nach Langem mal wieder ein versehentliches Schuhfoto. Es war ausgesprochen kühl, das Thermometer am Juwelier Fridrich in der Sendlinger Straße zeigte bei etwas Sonnenschein 10 Grad an.

Das Hähnchen zum Abendbrot schmeckte sehr gut, wir verputzten je ein halbes (sagt man noch “verputzen”?). Und auf das Glas Weißwein dazu hatte ich mich den halben Tag gefreut (meine Alkohollust ist seit einigen Monaten sehr erratisch).

Noch ein billiges Wortspiel als Rausschmeißer?

… aber als Nachtleben.

§

Die Johanniter setzen jetzt Technik gegen Handy-filmende Gaffer an Unfallorten ein, ich nenne sie Konter-Technik.

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Sonntag, 2. Mai 2021 – Buchplatznot“

  1. Anke meint:

    Ich sage noch “verputzen”. Und die Neffen und Nichten auch – aber da kann es einen Zusammenhang geben.

  2. Dorothea Ilse meint:

    Hallo Frau Kaltmamsell, hallo Herr Rau,

    im Nebensatz las ich, dass “der ganze Pratchett” aussortiert wurde /werde und ich würde dem nun gerne ein neues Zuhause in Bremen anbieten (gerne übernehme ich die Versandkosten und bezahle auch für die Bücher).

    Herzliche Grüße, dorothea_regina

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