Journal Mittwoch, 21. Juli 2021 – Feierabend draußen, mehr aus der Bürgerversammlung

Donnerstag, 22. Juli 2021 um 6:26

Schlechte weil unruhige Nacht, entsprechend benebelt war mein Morgen.

Ich nahm mir überm Morgenkaffee die Zeit zum Bloggen über die Bürgerversammlung, kam ich halt eine halbe Stunde später als sonst ins Büro. Draußen war Sommer.

Beim Mitschreiben mit Füller in einem Meeting verwendete ich erstmals Gender-Sternchen (ohne nachzudenken) – ging besser als erwartet, hielt mich weniger auf als erwartet. Aber vielleicht wechsle ich bei Handschrift doch zu einem schnelleren + statt *.

Zu Mittag gab es zwei Hände voll Datteltomaten, außerdem Flachpfirsich mit Sahnequark. Nachmittags viel Basteln in einer Excel-Tabelle und Nachdenken über Work-arounds.

Nach der Arbeit war ich mit Herrn Kaltmamsell verabredet, im Westpark trafen wir uns im Café Gans am Wasser. Ich checkte mit der lokalen App ein (dieselbe wie im Biergarten Aumeister, sie kannte meine Daten schon), aß in wunderbar goldenem Licht einen Teller gegrilltes Gemüse mit Humus und Fladenbrot, trank Rhabarberschorle.

Schöner Spaziergang nach Hause über die Theresienwiese, die immer noch rege für Sport und Rumsitzen genutzt wird.

Daheim noch eine Runde Schokolade als Nachtisch.

Ein wenig Nachklapp zur Bürgerversammlung am Dienstagabend, unter den Anträgen/Anfragen gab es einiges Interessantes. (Aber Vorsicht: Ich bin keine verlässliche Quelle, weil ich zum einen kein Korrektiv in Form einer Redaktion habe, außerdem war ich durch vorzeitiges Gehen weder bei allen Wortmeldungen anwesend noch bei den Antworten aus der Verwaltung oder bei den Abstimmungen.)

Zwei Anträge/Anfragen (das wurde diesmal nicht deutlich unterschieden, das hat man wohl erst bei der Abstimmung wirklich gemerkt, denn nur über Anträge wird abgestimmt) fragten nach Häusern: Ein Bewohner Pettenkoferstraße 25 war vom Abriss seines Wohnhauses bedroht; ein Anwohner der Gegend Schubertstraße (zweigt von der Theresienweise ab) fragte nach einem Gebäude, das mir vor Jahren beim Spazierengehen als wunderschön aufgefallen war und damals auch gerade renoviert wurde. Bis ich bei weiteren Spaziergängen über die Jahre merkte, dass sich nichts am Renovierungsstatus änderte – das war in Wirklichkeit eine malerische Ruine.

Gestern auf dem Heimweg gleich mal fotografiert.

Auf der Bürgerversammlung wurde sich erkundigt, warum diese Häuser denn nicht von der Stadt gekauft würden. Da Zeite Bürgermeisterin Habenschaden in ihrem Vortrag die städtische Wohnungsbaupolitik gerühmt hatte und unterstrichen, dass die beiden städtischen Wohnungsbaugesellschaften kontinuierlich Wohnhäuser aufkauften, hätten mich ihre Antwort und die Kriterien für Ankauf interessiert.

Ein Künstlerkollektiv beantragte auf der Bürgerversammlung, dass die Stadt ein Gelände („Freiraum“) zum Feiern findet, damit Gärtnerplatz und Isarauen von Müll und Lärm entlastet werden.

Zweimal hörte ich Anträge, die Stadtbäche freizulegen, interessant fand ich den Antrag auf eine Mülleimer-Task-Force, an die man überquellende Mülleimer melden kann.

Was sich wiederholte: Immer wieder und gerade von Menschen, die bereits seit Jahrzehnten im Viertel wohnen, kamen Hinweise auf eine immer aggressiveren Atmosphäre unter immer mehr Menschen, egal ob im Verkehr oder bei Lärm.

Neuheit im Ablauf: Auf der Leinwand für die Eingangs-Präsentationen wurden Fotos und sonstige Illustrationen gezeigt, die die Antragstellenden eingereicht hatten.

Nachtrag: Hier der Bericht der Süddeutschen über die Bürgerversammlung Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 21. Juli 2021 – Feierabend draußen, mehr aus der Bürgerversammlung“

  1. mareibianke meint:

    Um überquellende Mülleimer und anderen Unrat zu melden, gibt es bei uns in Dortmund die App „Dreckpetze“. Da muss das Rad nicht neu erfunden werden.

  2. lihabiboun meint:

    Haus Schubertstraße: Ich beobachte dieses Drama seit vielen Jahren und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ein möglicher Investor pleite gegangen ist und im übrigen das Teil nicht so gierig ausgeschlachtet werden kann, wie Haie gerne möchten: Es steht sicher unter Denkmalschutz und kann nicht so leicht in superteuer vermietbare Wohnungen aufgeteilt werden … aktuell habe ich das Gefühl, man lässt es verrotten (Fensterhöhlen, die Regen, Tauben e.a. einlassen, feuchte Wände, bröselnder Putz, in Teilen fehlende Dachdeckung) damit es dann irgendwann abgerissen werden kann. Weil wertvoll ist inzwischen ja nur noch der Grund in München ….

Beifall spenden: (Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)

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