Journal Montag, 26. Oktober 2026 – Warum mich die Kommentare in diesem Blog irgendwann zu sehr belasteten

Dienstag, 27. Oktober 2026 um 6:25

Irgendwie kam es dazu, dass zum Blogpost über den Sonntag die Kommentarfunktion freigeschaltet war – was die eigentliche Komplettblockade eine Ebene drüber offensichtlich überstimmte. Und schon landeten wieder ein Tipp darin, ungebeten und ohne Zusammenhang mit dem Blogpost. Und schon war ich geradezu panikartig gestresst. Deshalb hier die Zusammenfassung, warum mir mein Blog kommentarfrei so viel mehr Freude bereitet.

In den ersten vielen Jahren meines Bloggens kannte ich die Kommentator*innen, denn sie hatten eigene Blogs, in denen ich sie kennenlernte. Zudem hatten sie unverwechselbare Namen, nämlich selbst gewählte Nicks (Anke Gröner war die eine große Ausnahme – dadurch aber ebenfalls unverwechselbar).

Doch irgendwann waren die Absender*innen von Kommentaren immer öfter random Christines und Petras, ich hätte bei jeder NinaSabineBeate die E-Mail-Adresse checken müssen, um welche von den verschiedenen es sich bitte handelte – nein. Ich kannte immer weniger von den Menschen, die Kommentare hinterließen, konnte mir mangels Publikationen oder auch nur Spuren an anderem Ort auch kein Bild von ihnen machen. Und sie verwendeten das Kommentarformular für ihre eigenen Posts, die sehr oft in einem eigenen Blog viel besser aufgehoben gewesen wären. Oder sie versuchten durch Kommentare, mein Leben mitzubestimmen.

In diesem Sommer gab es ein wunderbares Beispiel bei Frau Brüllen, hier unten.
Dabei versteht niemand den Mitteilungs-Impuls besser als wir Bloggerinnen – aber deswegen haben wir ja ein Blog. Fürs Bloggen die Kommentarfunktion anderer Leut’ Blogs zu nutzen, hat etwas Schmarotzerhaftes.

Zumal ich das ja alles lesen musste, ob es mich interessierte oder nicht, selbst die Ergüsse irgendwann leider sehr gut erkennbarer Absenderinnen: Als Betreiberin des Blogs bin ich für alle Inhalte verantwortlich, auch für diejenigen, die andere reinschreiben.

Küchenpsychologisch erkläre ich mir viele Mitteilungs- und Beeinflussungsimpulse in den Kommentarfeldern von Tagebuch-Blogs so, dass die Leser*innen Nähe fühlen, sich für den Alltag der Blogger*innen interessieren – daraus aber instinktiv und fälschlich folgern, dass auch die Autor*innen sich für sie und ihren Alltag interessieren, dass also Gegenseitigkeit besteht. Sie projizieren ihr eigenes Erleben.

Wenn ich auf Eigenlebensrecherche bei alten Blogposts lande, bin ich immer wieder bestürzt, wie viel Übergriffigkeit ich mir in den Kommentaren gefallen habe lassen – ALLES wurde beurteilt und bewertet, einst musste ich mich sogar dafür abkanzeln lassen, dass ich Fotos von Speisen veröffentlichte. Und es waren dann genau die Leute, die regelmäßig kompletten Blödsinn kommentierten, den ich zähneknirschend schweigend stehen ließ, die maulten, ich ließe keine anderen Meinungen gelten.

Wichtig auch hier: Not all Kommentator*innen – ich erhielt sehr oft und viele bereichernde Impulse, profitierte von Kommentaren, herzlichen Dank dafür! Zum Beispiel erfuhr ich auf der Bloglesung, dass weitere Menschen über mein Blog auf die Gymnastik von Gabi Fastner gekommen sind: Darauf stieß mich ein Kommentar hier (nachdem ich um Empfehlungen gebeten hatte), wie wundervoll.

Vielleicht mögen Sie es so sehen: Ich erspare Ihnen die Überlegung, ob ihr eigener Gesundheitstipp nicht vielleicht doch so wichtig ist, dass er meine innige, dringliche, ernste gegenteilige Bitte überstimmt. Oder ob das Ignorieren dieser innigen, dringlichen, ernsten gegenteiligen Bitte sie vielleicht zur blöden Kuh macht.

Und vielleicht bringe ich die eine oder den anderen Mitteilungsbedürftige*n ja doch dazu, rüber zu WordPress zu gehen (zum Beispiel) und sich ein eigenes Blog zu erstellen.

Kommentare zu meinen Blogposts bekomme ich immer noch: auf Mastodon. Das fühlt sich ein wenig wie in den ersten Jahren des Bloggens an, denn diese Leute kann ich wieder über ihren eigenen Kanal kennenlernen, nämlich über ihren Mastodon-Account. Den sie im Idealfall auch nicht unter ChristineNinaSabineBeate führen, sondern unter einem wiedererkennbaren Nick.

Und Kontakt zu mir können Sie ja weiterhin aufnehmen: E-Mail an die Adresse Links.

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Nach recht gutem Nachtschlaf gut in die Arbeit gekommen, die vergessenen Handschuhe beeinträchtigten mich trotz deutlich einstelliger Temperaturen nicht.

Im Büro hob ich mit meinem Outfit nicht nur die eigene Laune, sondern auch die erfreuter Kolleginnen. Allerdings entdeckte ich auch recht früh, dass zu den ohnehin vielen Fingern, auf die ich aktuell genau schauen muss, weitere gekommen waren, die ich für sicher gehalten hatte. Anstrengend.

Mittagscappuccino aus der Cafeteria, nach zwölf ein Marsch um die Blöcke in angenehm frischer Luft und vereinzelten Sonnenstrahlen.

Zu essen gab es später einen großen Apfel sowie Mango mit Sojajoghurt.

Arbeitsnachmittag recht emsig, das Draußen sah freundlich durchs Bürofenster. Doch die Winterzeit mit ihrem helleren Morgen hat ihren Preis: Noch vor 17 Uhr musste ich Kunstlicht zuschalten.

Meinen Heimweg trat ich nach Feierabend also im fast ganz Dunklen an. Unterwegs Einkäufe im Drogeriemarkt und beim Vollcorner, außerdem schlug ich in einem Pop-up Lebkuchen Schmidt zu.

Zu Hause Räumen, Wäscheaufhängen, eine Runde Pilates – fast zu anstrengend.

Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell den Pakchoi aus Ernteanteil chinesisch und mit Reis. Nachtisch Süßigkeiten, unter anderem Dominosteine von Lebkuchen Schmidt – eine ganz andere Nummr als die Supermarkt-Ware.

Früh ins Bett zum Lesen. Ich hatte Naomi Mitchison, Travel Light ausgelesen, wirklich schön und speziell, punktgenau traf die Benachrichtigung der Stadtbibliothek ein, dass das vorgemerkte Als Großmutter im Regen tanzte von Trude Teige, Günther Frauenlob (Übers.) zur Verfügung stand. Das startete ich gestern (und wurde gleich auf der ersten Seite von einer Variante der Informationsvermittlungstechnik “Hans, der, wie du weißt, dein Bruder ist.” rausgerissen – ging aber besser weiter).

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Gesammelte Blogposts über die Bloglesung am Samstagabend (im Fall ergänze ich in den nächsten Tagen, damit alles an einem Ort ist):
– Organisatorin Frau Klugscheißer
– Mitlesender Markus Pfeifer
– Mitlesende Novemberregen
– Mitlesende Vanessa Giese

– Herzbruch
– Herr Rau
– loosy
– Stadtneurotiker
– Crocodylus

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 25. Oktober 2026 – Right now 2026

Montag, 26. Oktober 2026 um 6:13

Kleine Serie, hier begonnen, vom Erfinder ganz anders gemeint, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014 fortgesetzt. 2015 musste ich offline nehmen, 2016 hatte ich keine Lust. 2017 zum ersten Mal abends erfasst, dann wieder 2018 und 2022, 2023, 2024.

Ich lese… die Wochenend-Süddeutsche – erst am Sonntag statt am Samstag, wie auch dieses “Right now” wegen der Bloglesung inklusive Übernachtungsbesuch einen Tag hinterher hinkt. Dann die Mastodon-Timeline von zwei Tagen nach.

Ich trage… meine 501-Jeans und ein über 30 Jahre altes, aber nur wenig abgeschubbertes bretonisches Fischer-Shirt – pragmatische Wochenendkleidung.

Ich habe… derart nichts vor an einem Sonntag wie schon sehr lange nicht mehr.

Ich höre… draußen Regen und Wind, aus der Küche den Dunstabzug, mit dem Herr Kaltmamsell den Geruch des garenden Schwarzkohls fürs Abendessen abtransportiert.

Ich trinke… Leitungswasser.

Ich esse… heute möglicherweise bereits vor dem Abendessen eine Kleinigkeit. Da ich heute schon vor zwölf echten Frühstückshunger hatte und mit Apfel, Semmeln und Käse stillte, rechne ich mit vorzeitigem Bedarf. Ungewöhnlich, weil ich seit einigen Jahren nur zweimal am Tag esse und dazwischen fast nie Lust auf Snacks habe.

Ich stehe… heute endlich wieder etwas leichter auf nach Liegen oder Sitzen als an den Tagen davor, das Aufrichten ist nur noch mit wenigen LWS-Schmerzen verbunden.

Ich gehe… heute ganz sicher nicht mehr raus. Die Sehnsucht nach Luft und Bewegung wird durch Müdigkeit und windigen Regen erstickt.

Ich lache… heute deutlich weniger als gestern – aber da bekam ich ja einen Abend lang viel zu lachen.

Ich sehe… durch zwei großen Fenstern hinaus in bunt herbstbelaubte Bäume, von Wind und Regen geschüttelt. Nach der Zeitumstellung sehe ich sie heute sehr wahrscheinlich nicht mehr lang, bevor die Dunkelheit sie verschluckt.

Ich mag…, wie die vergangenen beiden Tage in mir nachklingen, vor allem die viele Gespräche mit dem Übernachtungsgast.

Ich schreibe… weiterhin sehr viel sehr oft. Jüngst las ich in einem Interview mit Helga Schubert, dass sie zu den Schriftstellerinnen gehört, die ebenfalls unaufhörlich schreiben, schreiben, schreiben. Heutzutage weiß ich, dass das keineswegs in Umkehrung bedeutet, dass solche Dauerschreibenden Schriftstellerinnen sind: Manche schreiben halt einfach so.

Ich weiß… gleichzeitig immer mehr und bekomme dadurch eine immer klarere Vorstellung davon, wie viel es noch zu wissen gäbe. (Dann wieder: Kürzlich wurde ein neuer Kollege durch die Büros geführt. Mich stellte man vor mit: “Die weiß alles.” Der Einfachheit halber und um eines möglichen Lachers willen reagierte ich mit einem schlichten: “Ja.”)

Ich möchte… immer noch nicht, und immer noch belastet mich das manchmal mehr, manchmal weniger. Derzeit ist es erträglich.

Einen Tag hatte ich schon auch. Er begann mit eher unausgeschlafenem (weil vor Aufgekratztheit schwer eingeschlafen) Aufwachen, der Blick aus dem Fenster überraschte mich mit Helligkeit. Es war dann erst eine Bemerkung des Herrn Kaltmamsell neben mir, der mich an die Umstellung auf Winterzeit erinnerte; ich hatte also eine Stunde mehr geschlafen als beim Blick auf die Uhr angenommen. Erste Erledigung des Morgens: Uhren stellen.

Das Draußen war ausgesprochen unwirtlich mit Regen. Nach Morgenkaffee zog ich mich an und ging Semmelholen unterm Schirm. Ich hatte gerade mal den Tisch gedeckt, als die Besucherin aufstand. Zu dritt setzten wir uns an den Frühstückstisch, hatten über Signal ein wenig Kontakt zu den anderen Aktiven des Vorabends, die Besucherin stimmte ihre Rückreise ab. Vermutlich weil ich am Vortag nicht recht viel gegessen hatte, bekam ich noch bei gedecktem Tisch richtig Hunger und frühstückte.

Vor dem Zwölf-Uhr-Läuten verabschiedeten wir uns vom Besuch.

Nachmittag bei prasselndem Regen mit verspätetem Bloggen, dann Räumen, Zeitunglesen, einer guten Stunde Siesta, keinem Bügeln, Internetlesen, einer besonders wohltuenden halben Stunde Pilates.

Zum Nachtmahl (ich brauchte dann doch keinen Snack zuvor) verarbeitete Herr Kaltmamsell den Schwarzkohl aus Ernteanteil auf norddeutsche Art, er hatte dazu beim Vollcorner Kohlwurst gekauft. Schmeckte ganz hervorragend, die Kohlwurst erinnerte an Ingolstädter Bauernwürscht. Nachtisch Schokolade…

… und Leserinnen-Kekse, sehr fein und köstlich.

Früh ins Bett zum Lesen, weiterhin gerne in der nüchtern erzählten magischen Welt von Naomi Mitchison, Travel Light. Wenn es den ganzen Tag nicht richtig hell wird wie gestern, ist es für mich noch einfacher als ohnehin, den Rat zu befolgen: Nach Wechsel zu Winter- oder Sommerzeit überhaupt nicht erst mit Nachrechnen anfangen, sondern sofort in der umgestellten Zeit leben.

die Kaltmamsell

Journal Samstag, 24. Oktober 2026 – Schlaglichter auf die Bloglesung

Sonntag, 25. Oktober 2026 um 12:39

Das war gestern ein überwältigender Tag und Abend – es wird eine Weile dauern, bis ich den Sturm an Eindrücken und Gefühlen sortiert kriege und verarbeite. Die Berichterstattung über die Bloglesung im (sensationellen) Münchner Boxwerk werden Sie sich eher woanders holen müssen, ich bin noch nicht so weit (und saß für Berichterstattung ja auch auf der falschen Seite).

Unruhige Nacht, aufgewacht mit Kopfweh, gegen das auch Ibu nicht half (über den Vormittag fast schon migränoide Symptome). Erstmal duschte ich, um Frühstücksemmeln zu holen – auch ohne solche Mahlzeit morgens weiß ich ja bei Besuch noch, wie Frühstück geht.

Der Übernachtungsbesuch schlief aus, ich bloggte und kruschte. Dann frühstückten wir ausgiebig zu dritt, Herr Kaltmamsell kann ja zumindest morgens essen.

Vanessa schwimmt gern und im sommerlichen Freibad auch regelmäßig lange Strecken. Als sie vor Wochen ihr Bedauern über das Schließen der Freibäder geäußert hatte und auch diesmal feststellte, dass Schwimmen im Hallenbad sie langweilte (wie ich mittlerweile weiß, mag das auch mit dem erzwungenen Wechsel von einem 50- in ein 25-Meter-Becken zu tun haben), hatte ich angeboten, dass wir am Lesungstag ja ins Dantenbad für einen außer-sommerlichen Freibad-Schwumm gehen könnten. Und das machten wir dann gestern.

Erst nach zwölf ließen wir uns ins Wasser gleiten. Zunächst war eher viel los auf den Schwimmbahnen, aber dann beruhigte sich der Verkehr bis zur Übersichtlichkeit. Vanessa überholte mich ein paar Mal, wir trafen uns nach absolvierter Strecke (ich fühlte mich fit, und jetzt beruhigten sich auch meine Kopfschmerzen).

Zurück bei mir daheim hatte ich zwar immer noch keinen Appetit, doch um drei musste auch ich mal was essen: Äpfel, Skyr. Vor allem aber freute ich mich an weiteren Gesprächen.

Um halb fünf machten wir uns fertig für den Anlass der ganzen Unternehmung und nahmen eine U-Bahn in die Maxvorstadt. Herr Kaltmamsell begleitete uns: Er war für die Spendenkasse des Abends zuständig gemacht worden.

Sofort verzaubert von dieser Film-reifen Boxhalle mitten in der Stadt. Inhaber Nick Trachte nahm uns herzlich in Empfang und erzählte uns stolz einige Geschichten zur Ausstattung – unter anderem dass der Boxring (in anderer Funktion) bereits bei den Olympischen Spielen von 1972 im Einsatz war. Im hinteren Bereich wurde auch noch trainiert, magische Atmosphäre. Dort hinten gab es auch ein Kammerl für uns Aktive des Abends, Initiatorin und Veranstalterin Frau Klugscheisser hatte sogar für Catering gesorgt.

Spannend bis zuletzt war ja, ob überhaupt welche und wie viele kommen würden. Es erwies sich: sehr viele. Alle Plätze waren besetzt, Publikum war aus allen Ecken der Republik angereist, einer sogar bis aus Schwabing.

Frau Klugscheisser in Ringrichter-Garderobe sagte uns an, Markus Pfeifer, Novemberregen, meinereine, Vaness Giese lasen in dieser Reihenfolge etwas vor, dazwischen gab es Klaviermusik, nach der Hälfte eine Pause – in der ich endlich Lust auf die Luxus-Butterbrezen aus dem Catering hatte. Während die anderen lasen, saß der Rest im Hintergrund des Boxrings. Ich hatte mich für dieses Outfit entschieden:

Sportarten-Wolpertinger (von unten: Joggen, Yoga, Joggen, Schwimmen).
Hier bei der Kostümprobe am Donnerstag, gestern ließ ich die Schwimmbrille dann doch hochgeschoben.

Danach warf ich mir Wärmendes über, traf dann Leute: Seit Jahrzehnten aus dem Internet vertraute Menschen, viele Leserinnen dieses Blogs, einige mit herzwärmenden Geschenken – ich hoffe, ich wurde Ihnen allen ein wenig gerecht und dass meine Überforderung nicht als Missachtung ankam.
Dazwischen die Bloggerin, die bereits Jahrzehnte vor einem triumphierenden “bin ja schon Dreiundneunzig!” mit ihrer schieren Existenz prahlen kann und dafür gefeiert wird. Und die als Premium-Vorklatscherin in der ersten Reihe aktiv war.

Im Gespräch auch so manche Ex-Bloggende, die sich bewogen zeigten, ihre Blogs zu reaktivieren – ach, das wäre schön. Frau Klugscheisser hatte eine Magnum-Flasche (meines) Lieblings-Cremants Bouvet dabei, mit dem Inhalt stießen wir auf den gelungenen Abend an.

Danach ein Blick zurück ins Boxwerk von @croco, bevor wir ums Eck in die Wirtschaft vom Freitagabend einkehrten – die dieser Teil des Publikums praktisch komplett füllte. Allerdings wurde sie schon um Mitternacht geschlossen; Teile der Gruppe zogen weiter zum Karaoke-Singen, mich zog es massiv ins Bett, und ich nahm mit Herrn Kaltmamsell eine U-Bahn nach Hause. (Wo ich natürlich vor lauter Überdrehtheit nicht einschlafen konnte.)

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 23. Oktober 2026 – Die Bloglesung braut sich zusammen

Samstag, 24. Oktober 2026 um 9:16

Nach einer guten Nacht klingelte der Wecker viel zu früh für mein Schlafbedürfnis – das ist ungewöhnlich.

Emsiger Morgen mit Vorbereitungen der nächsten Tage. Ich hatte bereits damit gerechnet, dass ich später als sonst loskommen würde, und so war es dann auch.

Noch begleitete mich dunkelgoldene Morgensonne über dunkelpinkem Morgenrot auf dem Weg in die Arbeit, dann setzte die angekündigte Düsternis ein.

Arbeitsvormittag auch mit ärgerlichen Themen, da half alle gründliche Vorbereitung nicht. Zum Ausgleich schmückte ich mit einer Leidensgefährtin Gewaltfantasien aus, bis wir vereinbart hatten, wer festhalten würde und wer zutreten.

Mittagscappuccino aus der Cafeteria, weil gerade noch so viel zu tun war. Dafür aber ein Mittagsmarsch um die Blöcke.

Zur Brotzeit gab es einen am Markt erworbenen Bodensee-Apfel (Sorte Fräulein – ich erinnerte mich richtig, wie sich beim spritzenden Reinbeißen erwies, dass die besonders saftig sind) und Skyjolei.

Überraschend emsiger Arbeitsnachmittag, ich kam nicht ganz so pünktlich raus wie geplant – nicht so schlimm, der Wochenendgast hatte bereits beträchtliche Bahn-Verspätung durchgegeben. Auf dem Heimweg letzte Lebensmitteleinkäufe fürs Wochenende.

Und kurz nach mir traf sie ein, Vanessa, seinerzeit angetreten als die liebe Nessy – Fortsetzung meiner über 20 Jahre andauernden Serie “Blogger*innen übernachten bei Blogger*innen”, seinerzeit begonnen mit Lyssa und Isabo. Erstes Plaudern, erstes Einrichten, dann trafen wir uns in der Maxvorstadt mit den anderen Beteiligten der Bloglesung heute Abend.

Teilweise (von meiner Seite) sehr emotionale Wiederbegegnungen.

Zu den Fleischpflanzerln aus Wild bestellte ich Herrn Kaltmamsell und mir eine Flasche Lemberger, die wir beide sehr mochten, hier zum Merken.

Gute Pflanzerl (ich hatte für die angereisten übersetzen müssen – die deutsche Küche ist herrlich regional), hervorragender frischer Kartoffelbrei, guter Kürbis. Zum Nachtisch bestellte ich Apfelkücherl und war sehr zufrieden.

Dazu angeregteste Gespräche durcheinander, letzte Anweisungen für den heutigen Abend, Austausch der Tagespläne bis dahin.

Spät nahmen wir eine U-Bahn zurück zum Sendlinger Tor, im Bett um Mitternacht.

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Ich freue mich sehr, dass mein Blogstöcken zu Kindheitserinnerungen aufgegriffen wird, weil ich andere Kindheiten und andere Leben kennenlerne (allein schon, dass manche die Stofftiere ihrer Kindheit über Jahrzehnte aufbewahren!). Hier eine kleine Sammlung:

– Mumien, Analphabeten, Diebe.
– Vogelsfutter
– irgendwie jüdisch
– Frau Bruellen
– Sinn und Verstand
– joel.lu

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Dies war die Woche, in der ganz viele Menschen lernten, was PHP ist: Eine (bereits entdeckte) Sicherheitslücke hatte dazu geführt, dass zahlreiche Unternehmen, Behörden, Organisationen, Privatleute ihre Websites offline stellten, um möglichen Angriffen zuvorzukommen. Auch ich ließ mir von Herrn Kaltmamsell am Mittwochabend PHP erklären, wie nahezu hinter allen Websites diese freie und offene Software steht und was sie dort tut (ich gebe das lieber nicht wieder, sonst müsste ich wahrscheinlich die Illusion fahren lassen, ihn verstanden zu haben).

Auf netzpolitik.org erklärt Bianca Kastl, was das Besondere an PHP ist und im Grunde das gute alte Internet:
“PHP-Sicherheitslücken:
Wir stehen auf den Schultern vieler kleiner Giganten”.

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Wie ich einmal aus einem Blogpost über ein selbst hochgezogenes, winziges Fimlfestival lernte, wie Filmfinanzierung funktioniert:
“Eine Beerdigung, ein krankes Herz und das 7. deutsche Filmfestival in Cannes”.

Ich beziehe mich auf den Absatz unter dem YouTube-Clip “Gerhard Gundermann Linda Alexandra Scheer”.

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Auf instagram erzählt eine alte Frau @advancedstyle (Ari Seth Cohen) lachend wie es war, als ihre Brüste verschwanden – sehr niedlich.

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 22. Oktober 2026 – Ein paar Tupfer Oktobergold

Freitag, 23. Oktober 2026 um 6:23

Recht guter Schlaf bis auf die sehr unruhige letzte Stunde. Dass das ein körperlich interessanter Tag werden könnte, merkte ich beim Aufstehen: Kreuzschmerzen ließen mich schier nicht in die Senkrechte. Massieren der LWS-Muskulatur schaffte zumindest dies.

Morgenblaue Stunde am Bavariaring, scharfer kalter Wind.

Schon auf dem Weg in die Arbeit fielen mir eine Reihe loser Enden ein, auf deren Knüpfen durch Zuarbeit ich mich verlassen hatte – was wohl nicht passiert war. Also am Schreibtisch erstmal ein paar freundliche (wirklich) Mails losgeschickt. Im Lauf des Vormittags zeigte sich: Das war notwendig, ich werde auf bestimmte Finger noch genauer schauen müssen.

Um das benachbarten Bürohochhaus sah ich vor wolkenlos blauem Himmel zwei Falken elegant im Wind, drumrum drei deutlich weniger elegante Krähen, die sicher dennoch nervten.

Grad um die Mittagszeit wurde es hektisch mit Dringlichkeiten, dennoch schaffte ich es raus auf Mittagscappuccino und Markteinkäufe – der Bodensee-Obststand war zurück.

Zu Mittag gab es eine Crowdfarming-Avocado – die sich als partiell gereift erwies, hatte ich auch noch nicht: Nur ein Drittel ließ sich cremig aus der Schale löffeln, der Rest war hart und bitter. Außerdem Crowdfarming-Mango (sehr gut) mit Sojajoghurt.

Mittel-anstrengender Nachmittag. Heimweg direkt, denn zu Hause warteten Körperpflege und Häuslichkeiten, ich freute mich auf einen Übernachtungsgast, für den ich Dinge vorbereitete. Außerdem Kostümprobe für die Bloglesung.

Zum Nachtmahl machte ich den Ernteanteil-Endiviensalat mit Orangensaft-Tahini-Dressing an, Herr Kaltmamsell garte den Ernteanteil-Spinat mit roter Paprika, Pinienkernen, Erdnussmus. Sehr gutes Abendessen. Nachtisch Schokolade.

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Auf einer Bürgerversammlung meines Stadtbezirks 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt wurde vor Jahren ein Antrag angenommen, der beiden auf dem Alten Südfriedhof beerdigten Juri und Miranha mit einem Denkmal zu – nun – gedenken. Von diesen beiden hatte ich bei einer Friedhofsführung erfahren, hier die Wikipedia-Zusammenfassung:

Juri und Miranha sind zwei indigene Kinder aus Brasilien, die 1820 von den beiden Naturwissenschaftlern Johann Baptist Spix und Carl Friedrich Philipp Martius nach München gebracht wurden. Die Namen der beiden Kinder sind nicht überliefert, Juri (= Yuri) und Miranha sind die Namen der indigenen Völker, aus denen sie stammten. Sie wurden auf die Namen Johannes (Juri) und Isabella (Miranha) getauft. Die beiden wurden öffentlich zur Schau gestellt und sind schon bald verstorben, Juri am 11. Juni 1821, Miranha am 20. Mai 1822 (beide in München).

Sie galten seinerzeit als “naturkundliche Objekte” und sind nur ein Aspekt der vielen kolonialen Verbrechen. Der Newsletter von “Public History München” (gehört zum Kulturreferat der Stadt) informierte mich, dass es dieses Denkmal nun geben soll, allerdings als Teil des übergreifenden Kunstprojekts “Sensing Sites – Dekoloniale Gedächtnissuche”. Ab heute und übers Wochenende gibt es zur Errichtung Veranstaltungen.

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“Frankreich Proteste weiten sich nach Wien aus” laut Stefanie Sargnagel.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 21. Oktober 2026 – Blogstöckchen Kindheitserinnerungen

Donnerstag, 22. Oktober 2026 um 6:23

Gut geschlafen, bis ich kurz nach vier aufwachte und nicht mehr recht einschlief, zum einen von Angstströmen wachgehalten, zum anderen von Brüllerei aus dem Park (bei geschlossenen Fenstern). Bei Weckerklingeln fühlte ich mich nicht erholt, Launeaufhellung zumindest die Aussicht auf eine Schwimmrunde im Dantebad vor der Arbeit. Doch ich spürte meine Bereitschaft, mir selbst alles und jedes vorzuwerfen, der innere Negativ-Coach in Bestform.

Der Schwumm war dann ok: Anfangs belegten meine Bahn viele und eher langsame Schwimmer*innen, ich machte mit häufigem Überholen Tempo. Mein Gemüt war von der Zeitungslektüre auf der U-Bahn-Fahrt zum Dantebad noch trüber geworden, jeder Gedanke zurück und in die Zukunft trug Bedrohlichkeitspotenzial. Erst auf den letzten meiner drei tausend Meter, gab es reichlich Platz, ich kam ein wenig zur Ruhe und genoss die Freude an der Bewegung im warmen Wasser. Zu sehen gab es gestern beim Luftholen nichts: Der einfarbig düstere Himmel ließ die Bäumem im Schemenhaften, nur die riesigen viereckigen Stadionleuchtenflächen hoch überm Becken glänzten mit ihren vielen Einzellampen wie Brillant-Schmuck.

Rückweg zur U-Bahnstation durch fortdauernde Nebel-Trübe.

Im Büro hatte ich gefehlt, konnte das aber nacharbeiten. Wieder Mittagscappuccino aus der Cafeteria, um in der eigentlichen Mittagspause so weit raus wie möglich zu kommen – das klappte auch. Als Mittagessen Banane (zu reif), Apfel (Bodensee-Direktimport von Kollegin – köstlich!), Skyjolei.

Den ganzen Nachmittag brauchte ich Deckenlicht, von draußen kam es nur düster. Gegen vier startete wenigstens zum Lohn für die Düsternis endlich Regen.

In dem marschierte ich unter Regenschirm nach Hause. Häuslichkeiten von Pflanzengießen über Brotzeitvorbereitung bis Wäscheaufhängen, dann ging ich mit Herrn Kaltmamsell raus auf ein Abendessen bei Honghong Ramen.

Ich blieb wieder an den köstlichen Auberginen mit Tomaten, Ei, hausgemachten breiten Nudeln hängen, Herr Kaltmamsell schaffte es, mal was ganz Anderes zu bestellen: Gebratenen Reis. Wir waren beide sehr zufrieden.

Daheim gab es noch Schokolade.

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Ich erfinde hiermit mal wieder ein Stöckchen und werfe es in die Blogosphäre, Thema Kindheitserinnerungen:

1. Welches war dein erstes Stofftier und was verbindest du damit?
Mein allererstes Stofftier war ein Steiff-Fuchs namens Zorrito – allerdings hart und unkuschlig: Der von meiner Taufpatin gehäkelte und mit Strampelanzugfetzen gefüllte Fisch Fridolin, den ich später bekam, war mir sofort lieber.

2. Wie stelltest du dir als Kind dein Erwachsenenleben vor?
Ich würde in einem eigenen Haus in runder Turmform leben mit mehren Ebenen, darin eine Wendeltreppe für hoch, eine Rutsche für runter. Schlafen würde ich in einem Hochbett mit Ausblick über mein Zimmer. Wie Pippi Langstrumpf würde ich das ganze Haus für mich haben.
Und ich würde endlich schlank sein.

3. Warst du ein eher leises oder eher lautes Kind?
Definitv laut, mit deutlicher Neigung zu vorlaut. Ich war von klein auf impulsiv und begeisterungsfähig, auch andere begeisternd. Und ich hatte MEINUNGEN.

4. Gab es etwas in deiner Kindheit, das du heute sehnsüchtig vermisst?
Die unkomplizierte Zwischenmenschlichkeit:
Einfach bei einem der anderen Kinder im Wohnblock klingeln: Kommt der Berndie zum Spielen raus?
Viele Kinder zum Spielen, sich streiten und raufen, ältere Kinder um Schlichtung bitten (in meinem Wohnblock waren das Ute und Renate), sich wieder vertragen.

5. Welches Verhältnis hattest du als Kind zu Musik?
Musik bedeutete natürlich in erster Linie die Musik der Eltern: Ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgenwas davon nicht mochte. Zu den wenigen Schallplatten gehörten Harry Belafonte und Herb Alpert, am Sonntagmorgen wurde Orchestermusik aufgelegt – vom “Concierto de Aranjuez” weiß ich vermutlich jeden einzelnen Ton. Außerdem lief Radio, und zwar Bayern 3. Highlight war am Freitagabend “Schlager der Woche”, hier wurden die meistverkaufen Singles der Vorwoche gespielt. Auch Musik: Ich lernte als Grundschülerin Blockflöte – ebenfalls wüsste ich nicht, dass mir irgendeines der gespielten Stücke missfallen hätte (Telemann könnte der erste Komponistenname sein, den ich je lernte). Kurz: Ich mochte als Kind Musik.

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Ich fände ja journalistisch angebracht, wenn in den Nachrichten über das Einstellen der Emma verbleibende feministische deutschsprachige Magazine genannt würden, zum Beispiel das Missy Magazine <3

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 20. Oktober 2026 – Lesenüben und eine super Wechseljahr-Show

Mittwoch, 21. Oktober 2026 um 6:00

Guter Nachtschlaf, deutlich vor Wecker aufgewacht – kein Wunder, wenn deutlich vor sonst eingeschlafen.

Also schob ich den Tagesablauf ein Viertelstündchen nach früher und kam früher ins Büro.

Mittelvoller Vormittag, ich mühte mich vor allem mit Termin-Dengeln. Wie tief wieder die Erleichterung war, wenn der schwer zu kriegende Teilnehmer eine Minute nach Beginn der Besprechung DOCH noch zusagt.

Mittagscappuccino aus Cafeteria, dringend nötiger Marsch um die Blöcke für befreiende Bewegung.

Mittagessen zwei Bananen plus Hüttenkäse.

Anstrengender Nachmittag, ohne dass ich wirklich etwas vorzuweisen gehabt hätte. Heimweg in klammer Kälte über Süßigkeitenkauf und Drogeriemarkt.

Daheim zwang ich mich sofort zum Lesenüben für die Bloglesung. Diesmal stoppte ich mit – und musste zu meiner Erleichterung kürzen.

Für Pilates zog ich mich um und stand bereits auf der Matte, folgte Gabi Fastner bei ihren einführenden Worten – und brach dann doch ab: Ich war zu sehr abgelenkt von dem Lesungstext in meinem Kopf. Statt Pilates wollte ich lieber den Text in Endfassung für Ausdruck bringen.

Dann halt noch Eingangspost bearbeitet und Brotzeit vorbereitet, Schwimmzeug gepackt für den nächsten Morgen. Ich und mein aufregendes Leben, genau so aufregend wird übrigens auch mein Lesungstext.

ABER! Ich lebe mit jemandem zusammen, der verlässlich gutes Essen serviert, gestern die Ernteanteil-Kartoffeln als frisches Püree zu fränkischen Bratwürsten. Nachtisch Supermarkt-Gebäck und Schokolade.

Abendunterhaltung siehe unten.

Im Bett Abstimmungen zur Bloglesung am Samstag (hier die aktuellen FAQ der Initiatorin und Organisatorin) und ein wenig Lesen.

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WECHSELJAHREEEEEE! Ganz neu jetzt die aktuelle Folge der Wissenschafts-Show MAITHINK:
“Die Wahrheit über die Wechseljahre”.

Große Empfehlung: Nachdem ich schon ein paar Mal über den hormonellen Hintergrund des weiblichen Zyklus gelesen hatte (zum ersten Mal seit dem schulischen Bio-Unterricht erst vor etwa fünf Jahren, bei Start meiner Wechseljahr-Beschwerden), glaube ich nach dieser Erklärung von Mai Thi Nguyen-Kim, ihn auch endlich kapiert zu haben. Und jetzt will ich auch so ein Gebärmutter-Kostüm.

Auch über die Studie von 2002, die so viele Frauen von der Hormonersatztherapie abschreckte, hatte ich schon ein paar Mal gelesen und kann beurteilen: Die Aufbereitung in der Sendung ist die beste. Inklusive Nachhilfe in der Unterscheidung relatives vs. absolutes Risiko.
(Und abschließend der herrliche “Experimentalchor Alte Stimmen”.)

Extra zur Sendung gibt es auch dieses Interview mit Dr. Katrin Schaudig, erfahrene und beredte gynäkologische Endokrinologin.
“MAITHINK Xperts: Wechseljahre”.

Super fand ich unter anderem die Frage: Kann ich den Beginn der Wechseljahre beeinflussen?
(Spoiler: Nein – aber die Antwort informiert, von welchen Faktoren dieser Beginn abhängt.)

Mittlerweile deutet für mich sehr viel darauf hin, dass die existenzielle Unruhe und Verzweiflung, die Anfang 40 stark wurden mich, mit Mitte 40 zum Abbruch meines Berufswegs brachten, auch sonst viele meiner bis dahin für Charaktereigenschaften gehaltenen Seiten veränderten, durch das Wechseljahr-Hormonchaos erst möglich wurde.

die Kaltmamsell