Journal Freitag, 11. September 2025 – Wochenendfeiern mit südenglischem Sekt
Samstag, 12. September 2026 um 8:43Für eine richtig gute Nacht mindestens zweimal zu oft aufgewacht.
Von draußen kam es wieder ausgesprochen kühl herein, dennoch wagte ich mich strumpflos in einem Rock auf den Marsch in die Arbeit.
Körper-Ärgernis am Schreibtisch: Die Muskeln über (oder unter) meinen linken unteren Brustrippen zuckten, den ganzen Tag. Wir kennen das von Augenzucken, in den vergangenen Jahren kommen an meinem Körper aber alle möglichen Muskeln auf diese Idee. Ich fange erst gar nicht an, nach Ursachen zu recherchieren: Ohnehin sehr wahrscheinlich eines von unzähligen Körper-Details, zu denen die Forschung keinen blassen Schimmer hat. Ist halt so.
Zum zweiten Mal in meinem Berufsleben eine junge Erwachsene erlebt, die URLs handschriftlich notierte (und dann für die digitale Ablage fotografierte – immerhin).
Geordnet emsiger Arbeitsvormittag. Beim Mittagsmarsch um die Blöcke und zu einem Cappuccino bauten sich dunkelstgraue Wolkenwände auf – obwohl für den Tag kein Niederschlag angekündigt war. Dieses Gewitter äußerte sich dann allerdings nur in Donnern, es regnete nicht und wurde bald wieder sonnig.
Wird man in den kommenden Jahrzehnten 9/11-Überlebende runterzählen wie zuvor die der Titanic? (einer der letzten / eine von nur noch fünf / der vorletzte)
Berechtigter Einwand auf Mastodon: Die Titanic führte Passagierlisten, das World Trade Center nicht.
Zu Mittag gab es Plattpfirsiche, Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot.
Am Nachmittag hatte ich noch einiges zu tun, aber ich war so, so müde – und habe nicht mal was dafür vorzuweisen (Kind, tausende Projekte).
Aber auch dieser Nachmittag endete, ich machte mich auf den direkten Weg (am immer bedrohlicheren Oktoberfestaufbau vorbei) nach Hause – denn dort startete ich erstmal das Backen eines Wochenend-Kuchens (sehr rar geworden, weil zu selten Lust darauf): Zwetschgenkuchen mit Nussboden.
Während der Ofenzeit eine Einheit Yoga, angenehm. Dann fürs Abendessen die Beilage Chinakohl (Ernteanteil) mit Joghurtdressing vorbereitet, bevor ich endlich mit Herrn Kaltmamsell richtig Wochenende feierte.
Wir öffneten die Flasche südenglischen Sekt Méthode Champenoise, die wir aus dem Urlaub mitgebracht hatten. An Breaky Bottom Vineyard, gegründet 1974, sind wir beim Wandern durch die South Downs mehrfach vorbeigekommen – das war vor vielen Jahren Anlass unserer Entdeckung, dass England zum Weingebiet geworden ist.
Die Cuvée Manja Scott von 2019 war hefig in der Nase, sonst anfangs vor allem sehr trocken – entwickelte erst mit der Luft einige interessante Aromen.
Beim Recherchieren der Hintergründe von Weingut und Winzer las ich, dass Gründer Peter Hall 2025 gestorben ist – Breaky Bottom steht derzeit zum Verkauf.
Zum Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell Ernteanteil-Zucchini (plus zugekauften, es gab tatsächlich eine Zu-wenige Zucchini-Situation) mit Garnelen in asiatischer Limetten-Sauce, ganz hervorragend. Zum Nachtisch gab es frischen Zwetschgenkuchen und dann Schokolade, außerdem ein Stamperl ungarischen Birnenschnaps.
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Gestern erfuhr ich via wasmachstdueigentlichso von der Existenz der Ferienreiseverordnung. Das erfüllte mich eine ganze Weile mit der Art Freude, die das Englische als glee bezeichnet: Sind es nicht herrliche Zeiten, in denen wir leben!
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Auch eine Auto-Geschichte, vor allem aber ein gesellschaftsgeschichtliches Zeugnis: Eine Techniktagebuch-Redakteurin erzählt aus eigenem, langjährigen Erleben von einer Isetta. Mit Fotos!
“1957 bis 2026
Die rote Rennsemmel”.

























