Journal Faschingsdienstag, 13. Februar 2024 – Winterwanderung zwischen Ammer- und Starnberger See

Mittwoch, 14. Februar 2024 um 6:22

Diesmal wieder eine recht zerhackte Nacht, doch endgültig wachte ich erholt auf.

Das angekündigte freundliche Wetter nutzten Herr Kaltmamsell und ich für eine erste Wanderung: Die Route zwischen Herrsching am Ammersee und Tutzing am Starnberger See waren wir noch nie im Winter gegangen.

Nach kurzem Brotzeitkauf (Bäckereiangestellte alle zumindest angedeutet maskiert) nahmen wir die S-Bahn nach Herrsching. Dort starteten wir mit einem guten Cappuccino (in lokaler Bäckerei, da die beiden italienischen Cafés/Eiscafés Richtung See geschlossen waren) und gingen erstmal fast eine Stunde am See entlang.

Das wurde eine schöne Wanderung in kühler Luft (ich brauchte fast durchgehend Mütze und Handschuhe, mit Thermo-Rolli und Fleece-Jacke unter der superduper Wanderjacke und in Winter-Jogginghose war ich richtig gekleidet), wir bekamen auch Sonne zu sehen. Doch es war eine eindeutige Winterwanderung: Keine Düfte, die einzigen Blümchen Schneeglöckchen, nur wenige Vögel hörbar und sichtbar. Zu Anfang sahen wir allerdings Milane, später eingezäunte Hirsche, einen ansitzenden Habicht (?), zu meiner Überraschung Kühe.

Eingezäunte Hirsche, im Hintergrund Erling und Andechs.

Wir sahen viel Schnee- und Windbruch, kein Wunder.

Brotzeitpause nach knapp drei Stunden, ich hatte Mango mit Sojajoghurt im Glas dabei, aß außerdem ein Laugenzöpferl.

Ein weiterer gescheiterter Versuch, wie in der Wanderkarte ausgewiesen zwischen den Deixlfurter Seen durchzukommen. Am Ende dieser Wiese hätte wir uns wieder ohne sichtbaren Pfad rechts quer durchs Gestrüpp schlagen müssen, das ließen wir diesmal bleiben, kehrten um und folgten der Straße.

Auf diesen Ausblick auf den Starnberger See freue ich mich jedesmal.

Gut 20 Kilometer in fünfeinhalb Stunden mit einer Pause waren vielleicht etwas überambitioniert für den Start in die Wandersaison gewesen, wir fühlten uns beide recht erledigt. Zurück nach München brachte uns eine schnelle Regionalbahn, vom Hauptbahnhof nach Hause genehmigten wir uns eine Tram (darin zahlreiche Maschkerer).

Für Abendessen sorgte wie geplant Herr Kaltmamsell: Er verwandelte den Wirsing aus Ernteanteil mit Zwiebel, viel Käse, Sahne, Eiern zu einem Auflauf.

Schmeckte sehr gut, ich freute mich schon auf die zweite Hälfte am Mittwochabend. Nachtisch Schokolade.

§

Im Techniktagebuch: Telefonieren ist einerseits einfacher geworden, andererseit komplizierter, vor allem aber verschieden kompliziert für Menschen aus der Generation Stationärapparat und aus der Generation Smartphone.
“Telefonieren ist fast kostenlos. Meistens. Aber man sollte trotzdem aufpassen”.
“Andere Generationen, andere Fragen über das Telefonieren”.

§

Fotograf Maxime Michelet inszeniert Geschwister und ihre Beziehung zueinenander, mit interessanten Ergebnissen.
“‘I got the sense the youngest child would always win’: sibling relationships – in pictures”.

die Kaltmamsell

Journal Rosenmontag, 12. Februar 2024 – Schwimmrunde mit Café-Puck-Einkehr

Dienstag, 13. Februar 2024 um 7:16

Überraschend lang geschlafen, das auch noch sehr gut.

Morgens überwies ich erstmal noch ein Geld an die Rentenversicherung: Die Auskunft, wegen der ich eigens dort angerufen hatte, war falsch gewesen, und es fehlte noch etwas zur gesamten Ausgleichszahlung. Das hatte ich erst im Bestätigungsschreiben über meine vorherige Zahlung erfahren. (Zwei weitere Sätze darin verstand ich allerdings so sehr nicht, dass ich zweifelte, ob das nun alles tatsächlich klappen würde, beschloss aber, das auf mich zukommen zu lassen – telefonische Auskünfte mit Nachfragen zu Klärung sind ja offensichtlich nicht belastbar.)

Per E-Mail traf der Terminblocker zu einer besonders sensationellen Hochzeit im August ein. In den Hinweisen zum Dress Code tauchten Begriffe wie “fanciest finery” und “most theatrical threads” auf – ich werde alle Hemmungen fahren lassen dürfen! Münchner*innen! Her mit den Tipps zu angemessenen Hochzeitsgast-Ausstatterinnen! (Idealerweise welche, mit denen Sie bereits Erfahrungen gemacht haben, diesmal aber gerne auch Läden, an deren Schaufenstern Sie regelmäßig sehnsüchtig die Nase platt gucken.) (Laut Benimmregeln soll man ja als Gast nie der Braut Konkurrenz machen. In diesem konkreten Fall nehme ich an, dass genau das die Challenge ist.)

Nach dem Duschen ging ich auf einen schnellen Einkauf zur Metzgerzeile am Viktualienmarkt: Zum Abendessen sollte es Bratwürste geben, ich besorgte rohe fränkische.

Zurück daheim griff ich meine gepackte Sporttasche und fuhr mit Herrn Kaltmamsell zum Olympiabad: Ich hatte ihn einfach mal gefragt, ob er mitkommen wolle – und nach kurzer Verdutzung wollte er (ich coachte ihn liebevoll durchs Einpacken von allem Erforderlichen). Am Eingang trennten wir uns aber schon wieder: Er brauchte ja noch eine Eintrittskarte, und wir schwimmen unterschiedlich lang.

Ich hatte gestern viel Freude am Schwimmen: Meine Bahn war die meiste Zeit wenig belegt, ich startete zwar mit ein wenig Schulter-/Armschmerzen, doch sie wurden nicht lästig, meine Lendenwirbelsäule gab Ruhe, immer wieder kam die Sonne durch die riesigen Fenster.

Ein freier Wochentag, an dem ich zum Schwimmen gehe – wie früher schloss ich ein Frühstück im Café Puck an, ich ließ mich gemütlich mit der Straßenbahn hinfahren.

Dort traf ich auf die seit vielen Jahren vertraute Bedienung, nahm von der Mittagskarte den gemischten Teller mit Nahöstlichem. Nach ausführlicher Zeitungslektüre spazierte ich durch die Stadtmitte nach Hause, auf dem Marienplatz gab es zu meiner Überraschung Faschingstreiben.

Kartoffelnkochen für Kartoffelsalat zu den Bratwürsten. Während sie abkühlten, bügelte ich eine Runde, darunter ein Cord-Kleid, bei dessen Kauf mir der Verkäufer geraten hatte: “Am besten gar nicht waschen.” Jetzt hatte ich mich doch mal getraut, weil es müffelte, und siehe da: Sieht wunderbar aus.

Dabei hörte ich eine BR2-Radiosendung:
“Eins zu Eins. Der Talk
Maximilian Knoller, Landwirt”
.

via @Texas-Jim

Maximilian Knoller ist jung, bewirtschaftet einen Bio-Hof am Ammersee, den er im Januar von seinem Vater übernommen hat, und ist seit 2023 verheiratet mit dem Nicht-Landwirt Daniel. Eine interessante und sympathische Mischung.

Stefan Parrisius als Interviewer war mir auch sehr sympatisch, er erinnerte mich an die besten Bayern3-Morgentelegramm-Zeiten:
Parrisius: “Rentiert sich das?”
Knoller: “Wir sind auf einem guten Weg.”
Parrisius: “Also nicht.”

Weitere Häuslichkeiten: Kartoffelsalat zubereitet, beide Paar Wanderstiefel gründlich eingefettet (nach dem Herbst war ich zu faul gewesen, und den freien Dienstag wollen Herr Kaltmamsell und ich für eine ordentliche Wanderung nutzen). Vor die Abendessenzubereitung passte noch eine Runde Yoga-Gymnastik, dann briet ich die Bratwürste schön langsam, aus zwei übrigen gekochten Roten Beten machte ich Salat.

Die Würste schmeckten ganz ausgezeichnet, die merke ich mir. Nachtisch Schokolade.

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 11. Februar 2024 – Vietnamesisches mit Schwiegers, Teil des Lichtermeers für Demokratie

Montag, 12. Februar 2024 um 8:18

Eine sehr unruhige Nacht, zum Glück schlief ich nach jedem Aufwachen schnell wieder ein. Und ich bekam am Schluss anderthalb Bonusstunden bis sieben.

Was nichts daran änderte, dass es draußen ordentlich regnete. Die vagen Pläne einer kleinen Laufrunde vor der Mittagessensreise zu Schwiegers nach Augsburg strich ich also gleich mal – die Schmerzen meiner Lendenwirbelsäule machten sie eh weder attraktiv noch ratsam: Nach jedem Aufrichten aus Sitzen, Liegen, Vorbeugen sehr langsam und mit bombig angespannten Bauchmuskeln einjuckeln, in welcher Haltung Entspannung und tiefes Atmen möglich waren. Die letzten Grad vor dem Endaufrichten immer besonders schmerzhaft. Im Sitzen hörte und spürte ich die Wirbel selbst bei tiefen Atemzügen knacken.

Zum Glück wurde das alles über den Tag besser; was von allein kommt, geht auch wieder von allein.

Nach problemloser Bahnfahrt trafen sich Herr Kaltmamsell und ich mit Schwiegers und einer lieben Freundin der Familie im vietnamesischen Restaurant Pho 3. Ich ließ mir vom Wirt eine Suppe empfehlen, die nicht auf der Karte stand (auf sowas springe ich zu 99 Prozent an): süßsauer-scharf mit gegrilltem Schwein (Bauchspeck und Hack).

Es gab dazu eine Spielanleitung vom Wirt: Mit den Stäbchen eine Portion Nudeln oder Salat in die Suppe tauchen und essen. Das Gericht schmeckte hervorragen, die Brühe vielleicht ein Tick zu süß. Und weil es noch Mittag war, konnte ich auch endlich vietnamesischen Kaffee probieren, bei abendlichen Restaurantbesuchen würde ich damit meinen Nachtschlaf riskieren.

Der Alu-Aufbau ist ein Filter mit dem grob gemahlenen Kaffeepulver zwischen zwei Sieben, durch die heißes Wasser langsam tröpfelt. Schon ohne alles schmeckte dieser Kaffee besonders, leicht karamellig, und mit der süßen Kondensmilch noch mehr.

Wir fuhren noch zu Schwiegers und bekamen wundervolle Torte aus der Königsbrunner Konditorei Müller, dann ließen wir uns am Bahnhof Ausburg Haunstetter Straße absetzen, um rechtzeitig zum Abendtermin in München zu sein: Auf der Theresienwiese trafen sich die örtlichen Demokratiefreund*innen zu einem Lichtermeer für Demokratie. Ich packte mich warm ein, denn mit Sonne konnte ich anders als zur Demo vor ein paar Wochen nicht rechnen. In einem Menschenstrom gingen ich mit Herrn Kaltmamsell die Nußbaumstraße und Beethovenstraße zur Theresienwiese. Wir mussten uns erstmal orientieren, wo auf dem riesigen Gelände die eigentliche Kundgebung stattfand: Am Südende (da wo zum Oktoberfest die Oide Wiesn steht).

Es waren sehr, sehr viele Menschen da (abschließende Zählung der Polizei ergab 100.000), ich sah wieder alle Altersgruppen. Als Leuchtmittel hatte ich eine LED-Stirnlampe dabei, Herr Kaltmamsell leuchtete mit seinem Handy. Es gab Musik, zum Teil selbstgesungen, vor meinen Füßen sammelte ein Kind Steine ein und hatte eigenen Spaß.

Die Süddeutsche hat bessere Bilder, der BR zeigt auch Luftaufnahmen. Nachtrag: Hier eine weitere Luftaufnahme.

Die Moderatorin, Journalistin und Aktivistin Düzen Tekkal, hielt eine mahnende, versöhnliche, kritische und doch optimistische Ansprache (wir brauchen alle demokratischen Kräfte im Kampf gegen den Faschismus, müssen aber auch darauf hinweisen, wenn andere Parteien als die AfD Demokratie-schädlich handeln), mit der ich sehr einverstanden war.

Nach einer guten Stunde Programm löste sich die Kundgebung auf, wieder in einem Menschenstrom spazierte ich mit Herrn Kaltmamsell nach Hause. Dort gab es als Abendessen die restlichen Rote Beete und Linsen vom Vorabend, Schokolade.

Trotz zwei weiterer freier Tage vor mir ging ich früh ins Bett zum Lesen, Jeff Noons Vurt, das ich mir nach der Erstlektüre 2007 nochmal vorgenommen habe (und dass ich es nicht aussortiert habe, spricht ja für das Buch), fesselt und überrascht mich.

§

Durch das Lesen über Brotback-Leuchtturm Lutz Geißler stieß ich auf ein interessantes Spiegel-Feature von 2017 über den Stand der internationalen Brotback-Rennaisance:
“Großmeister des Geschmacks”.

Für mich überraschend darin: Was wir für traditionelles Brot halten, ist eine recht neue Erfindung, tatsächlich war unser Brot “früher” nicht so, wie wir denken (mit fielen sofort die Brote meiner Kindheitsurlaube in Italien und Spanien ein, die man heute wohl nicht mehr losbekäme).

die Kaltmamsell

Journal Samstag, 10. Februar 2024 – Nostalgische Erinnerungen an Brotbloggeschichte

Sonntag, 11. Februar 2024 um 8:28

Beim ersten nächtlichen Klogang fühlte ich mich deutlich betrunkener als beim Zu-Bett-Gehen, eigenartig. Nach Aufwachen um sechs noch eine halbe Stunde gedöst, dann aber vor Angstbauch aus dem Bett geflohen.

Ganz hell wurde es zu einem grauen, trockenen Tag, manchmal lichtete sich der Himmel zu ein wenig Blau.

Gestern hatte ich so richtig Lust auf Schwimmen, freute mich auch aufs Radeln zum Olympiabad – obwohl meine schief verwachsenen Lendenwirbel mich derzeit arg plagen und zwicken. Die Schwimmrunde ließ sich dann nicht gut an: Meine linke Schulter samt Oberarm schmerzte sofort. Daran gewöhnte ich mich zwar, der Schmerz war auch nicht arg schlimm, er beeinträchtigte aber den Genuss.

Das Schwimmen durch den Schulterschmerz war selbstverständlich nicht gesundheitsförderlich, aber wer (die sich wirklich, wirklich gern bewegt) hätte denn bitte nach ein paar Bahnen abgebrochen. Nachmittags tat der ganze linke Oberkörper weh, ich erinnerte mich an die Trainingsregeln für Menschen “in meinem Alter” von Vanessa Giese:

– Mit mehr Beschwerden gehen als kommen: schlecht
– Mit den gleichen Beschwerden kommen und gehen: super!
– Mit weniger Beschwerden gehen als kommen: Wunderheilung \o/

Auf dem Heimweg besorgte ich Körnersemmeln (meine derzeitigen Lieblinge sind die Kernigen vom Wimmer), die gab es zu Hause gegen halb zwei mit Crowdfarming-Avocado, danach eine Papaya.

Trotz dieser sehr reichhaltigen Mahlzeit bekam ich überm Zeitunglesen am Nachmittag bald wieder Hunger, doch gestern war eh nach Langem mal wieder ein Fresstag: Ich war schon mit Magenknurren aufgewacht – sehr ungewöhnlich, Appetit hatte ich dennoch keinen. Auch beim Schwimmen knurrte mein Magen – noch ungewöhnlicher. Gestern Nachmittag griff ich zu den gerösteten Nüsschen und aß mich daran satt.

Ich folgte einem Tipp der Hofbräuhausmühlenverkäuferin und guckte den dritten Teil der dreiteiligen NDR-Doku “Unser Brot”:
“Unsere Bäcker”.

Die Filmer*innen begleiten drei ganz verschiedene Bäckereien durch ihre Arbeit: Die traditionelle handwerkliche Bäckerei von Volker Hansen auf Föhr, die Backfabrik Harry und ihren Produktionsleiter Matthias Schielmann, Quereinsteiger Christina Weiß und Lutz Geißler, die vor malerischer Alpenkulisse Brotbackkurse geben und im umgebauten Ex-Wohnzimmer Brote aus Sauerteig und ohne Zusatzstoffe backen und verkaufen.

Zum einen sehr spannend in vielen, angenehm sachlich dargestellten Details (durchaus auch die Großbäckerei), zum anderen war ich halt schon gerührt: Ich erinnere mich gut, wie Lutz Geißler mit seinem Plötzblog in der Food-Bloggeria auftauchte und was ganz Anderes war, da er so systematisch und wissenschaftlich ans Brotbacken und die Chemie dahinter ranging – er wollte ganz genau wissen, was da eigentlich passierte. Dass es zu dieser Zeit für uns Hobbybrotbäcker*innen eigentlich nur englischsprachige Bücher gab, die dazu taugten, in Brotblogs durchprobiert zu werden, mit mannigfaltigen Schwierigkeiten bei der Beschaffung der genutzten Mehle und Einheiten. Und wie es zum ersten brauchbaren deutschsprachigen Brotbackbuch kam, nämlich dem von Lutz. Er schrieb damals Brotgeschichte und hat sie, Details entnahm ich jetzt eben der NDR-Doku, seither weitergeschrieben. (Interessant finde ich ja auch die Geschichte des Plötzblogs selbst.)

Die anschließende Yoga-Gymnastik (nochmal die Folge vom Vortag) erinnerte mich daran, dass ich nur zwei Stunden zuvor Nüsschen gegessen hatte: Die wollten nach oben, ich musste mehrfach heftig gegenschlucken. (Weswegen ich ja sonst immer mit wirklich leerem Magen Sport treibe.)

Verschränktes Arbeiten in der Küche mit Herrn Kaltmamsell: Zum Nachtisch machte ich Apple Crumble (der Ernteanteil hatte Äpfel eines Partnerbetriebs gebracht, ich konnte gemahlene Nüsse und Mandeln aus der Backzutatenkiste aufbrauchen), die Roten Bete aus Ernteanteil bereitete Herr Kaltmamsell als Päckchen mit Linsen zu.

Schmeckte wunderbar, doch wir überlegten, ob es den Klumpen Mozzarella wirklich brauchte. Als Aperitiv hatte es den restlichen Txakoli vom Vortag gegeben, zu den Roten Bete mit Linsen einen Lemberger/Merlot.

Nachtisch! (Ich hatte zwei übrige Datteln gehackt und unter die Äpfel gemischt.)

§

Ich schenke Ihnen einen sehr guten Artikel von Krautreporter:
“Die Deutsche Bahn, verständlich erklärt”.

“Schon wieder,” denken Sie vielleicht. Dennoch Lese-Empfehlung, denn Rebecca Kelber arbeitet sich systematisch, zugänglich und mit größerer historischer Schleife durch die Ursachen der aktuellen Missstände, unter anderem beschreibt sie die Zusammenlegung von Deutscher Bahn (West) und Reichsbahn (Ost) nach der deutschen Wiedervereinigung. Das Ergebnis ihrer Analyse: Eine grundlegende Ursache des aktuellen Schlamassels sei, “dass lange niemand so richtig zu wissen schien, wozu die Deutsche Bahn eigentlich da ist” – das leuchtet mir ein, kenne ich aus meinem beruflichen Alltag: Die kolossale Ineffizienz, wenn wild Maßnahmen durch die Gegend beschlossen werden, ohne dass erstmal das Ziel formuliert wurde.

§

Noch ein Artikelgeschenk, dieses als Mittel gegen Verallgemeinerungen:
“Rassismus und Identität
Protokoll: ‘Okay, dann bin ich jetzt gar nicht mehr deutsch'”.

Mit 14 begann Hanan, Kopftuch zu tragen. Je stärker sie dafür ausgegrenzt wurde, desto mehr dachte sie: Jetzt erst recht. Dann legte sie es ab.

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 9. Februar 2024 – Muscheln nach Familienart und Ewald Arenz, Der große Sommer

Samstag, 10. Februar 2024 um 7:51

Weiterhin tapfer ohne Ohropax geschlafen, das geht eigentlich ganz gut – allerdings schließe ich in den frühesten Morgenstunden beim Klogang das Fenster, um nicht von Vogel- oder Straßenreinigungslärm geweckt zu werden.

Es tagte eher trübe, auf meinem Weg in die Arbeit bekam ich vereinzelte Regentropfen ab. Und ich begegnete in dieser Dämmerung einem hochgewachsenen, als Punk gekleideten Mann wie aus dem Bilderbuch: Riesiger, perfekt coiffierter Irokesenschnitt in zwei Farben, Bomberjacke, schwarze Schnürstiefel bis fast hoch zum Knie, schwarze Hose reingesteckt, über dem Po hingen Hosenträger, das alles mit schlurfendem Gang und Bierflasche in der Hand. So viel Mühe würde sich doch niemand für Fasching machen?

Vormittags wechselnd trüber Himmel, mittags fand ich Zeit für einen Cappuccino im Westend. Mittagessen am Schreibtisch: Quark mit Joghurt, Apfel, Mandarinen.

Der Nachmittag blieb draußen trübe, aber trocken und sehr mild. Ich konnte einige Dinge erledigen.

Auf dem Heimweg nach pünktlichem Feierabend Wochenendeinkäufe beim Vollcorner, weil ich dort keine Petersilie fürs Abendessen bekam, ging ich auch beim Süpermarket Verdi vorbei (und erfuhr, in welchem Lokal meine vertrauteste dort Angestellte Geburtstage feiert).

Daheim eine Runde Yoga-Gymnastik, nach der heftigen Hüftdehnung der Folge 20 aus Adrienes Flow gab es diesmal wieder Bewegung.

Die Zubereitung des Abendessens übernahm ich: Ich hatte Miesmuscheln vorgeschlagen, die Herr Kaltmamsell besonders gern isst. Er hatte sich für das Rezept aus meiner Familientradition entschieden, also mit Knoblauch, Petersilie, Tomate, von meiner Mutter hatte ich mir bei einem Telefonat am Nachmittag noch den Tipp abgeholt, die Dosentomatenstücke erst am Ende dazuzugeben, sonst würde das Muschelfleisch gerne mal zäh. Die Muscheln selbst hatte Herr Kaltmamsell besorgt; sie waren sehr klein, aber bereits so sauber geputzt, dass ich fast nichts zu tun hatte.

Davor gab’s Martini-Cocktails zu reichlich Nüsschen aus der Landwehrstraße, zu den Muscheln Baguette und baskischen Weißwein Txakoli. Danach Schokolade.

§

Ewald Arenz, Der große Sommer ausgelesen – und zwar recht überraschend: Das E-Book aus der Stadtbibliothek war bei 82 Prozent plötzlich aus. Der Rest, so stellte sich heraus, bestand aus Werbung und Leseproben. Für meinen Leseprozess ist sowas verheerend: Wenn ich noch 20 Prozent Papier auf der rechten Seite des aufgeklappten Buchs sehe oder eben noch vor mir auf dem Lesegerät zu haben glaube, schätze ich die Handlung entsprechend ein: Da kommt noch was, eine Auflösung, eine Episode, vielleicht taucht eine Figur nochmal auf. Ich grolle dem Verlag.

Insgesamt fand ich den Roman eher mittel. Der große Sommer des Titels wird aus der Ich-Perspektive des jugendlichen Friedrich erzählt, der in der geschätzten ersten Hälfte der 1980er im Gymnasium sitzengeblieben ist (wohl in der 10. Klasse, denn in der 11. wäre es damals bereits um Leistungskurswahl gegangen). Deshalb fährt er nicht mit seiner Familie in den Sommerurlaub, sondern verbringt ein paar Wochen bei seinen Großeltern, um sich auf die Nachprüfung vorzubereiten.

Der Roman erzählt das in einer Collage aus ganz besonderen Einzelszenen, die sich aber in meinen Augen nicht recht zu einem Ganzen verbinden: Große Liebesgefühle, das Entdecken des Vorlebens der Großeltern (das in den 1980ern noch von Krieg und Nachkriegszeit geprägt ist), ein Erlebnis im Tigerkäfig des Zoos, außer Kontrolle geratener Schabernack mit einem Bagger. Auch nervte mich das (meiner Ansicht nach unnötige) regelmäßige foreshadowing: “Das war der Tag, an dem sich alles ändern würde” etc. Da traute Arenz seiner eigenen Erzählkunst nicht.

Aber ich mochte auch einiges: Die Schilderungen erinnerten mich sehr realistisch ans Jungsein, an die Zeit, in der ich Flügel bekam und ein eigenes Leben mit eigenen Plänen begann. Mich irgendwo mit Freundinnen und Freunden traf, alles daran spannend und neu war, nichts schonmal gemacht und gesehen mit anderen. Das konnte ein Treffen am eigentlich vertrauten Baggersee sein, aber halt ohne Eltern, selbst eine Verabredung zum Stadtfest am Nachmittag, aber eben ohne Eltern. Nichts daran war noch selbstverständlich.

Und auch hier mochte ich wie schon in seinem Alte Sorten, wie Arenz zwischenmenschliche Kommunikation beschreibt und schreibt. Anders als in Fernsehserien-Drehbüchern wird nämlich in der Realität fast nie etwas direkt ausgesprochen oder gefragt. Das meiste sind Annahmen, Vermutungen im eigenen Kopf – und auch das beschreibt Arenz gut im Kopf seines Protagonisten. (Ich habe ja aus der Evolutionsforschung gelernt, dass der ständige Energieaufwand, das Innenleben anderer Menschen zu entschlüsseln, kein Hindernis für Fortschritt ist, sondern sehr wahrscheinlich der Erfolgsfaktor der menschlichen Art.) In einem Roman kann man auch realistisch schildern, dass man Leuten eben meist nicht ansieht, was in ihnen vorgeht (im Film muss man Inneres auch äußerlich zeigen). Auf Unerwartetes reagiert kaum jemand groß und sichtbar.

Der dritte Pluspunkt: Das offene Ende. Es wird ein Spannungsbogen aufgebaut, indem hin und wieder der Ich-Erzähler in kursiv gesetzten Abschnitten und offensichtlich in einer Gegenwart Jahrzehnte nach der Haupthandlung auf dem Friedhof nach einem Grab sucht, das durchaus auch in der Haupthandlung auftaucht: Was genau hat es damit auf sich?

§

Sandra Bosetti sagt mal wieder kluge Sachen, diesmal zu den Demos gegen rechts:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/ABhZmUAJeZI?si=EG_82mN7FBZNmJpH

“Die eigentliche Forderung einer Demo für die Demokratie ist also: Lasst uns vernünftig streiten.”

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 8. Februar 2024 – Unangebrachte Gefühlsachterbahn

Freitag, 9. Februar 2024 um 6:16

Guter Schlaf, erfrischt kurz vor Weckerläuten aufgewacht. Herrn Kaltmamsell in aller Schnelle und Kürze Eindrücke des Theaterabends Der Sturm / Das Dämmern der Welt geschildert, überraschende Zusatzinfos bekommen.

Das Draußen war düster und regnerisch, in milder Luft kam ich aber trocken ins Büro.

Beim Check meiner E-Mails festgestellt, dass einige (!) vom Mittwoch von anderen Absendern kamen, als ich es in Erinnerung hatte – das war dann vielleicht doch eine leichte Migräne, diese Art von Wahrnehmungsverschiebung kenne ich sonst nicht.

Sehr aufregendes Online-Meeting am Vormittag – es ist ganz erstaunlich, wie lange es dauerte, bis mein Adrenalinpegel danach wieder auf Normal stand. Das killte auch den Mittagscappuccino, zum späten Mittagessen gab es eingeweichtes Muesli mit Joghurt, außerdem gelbe Kiwi (habe mal ausprobiert, ob man die Schale mitessen kann: Nur wenn man sehr gern intensiv kaut. Und nichts gegen einen anschließenden Klotz im Bauch hat) und Clementine. Espresso holte ich um zwei mit einer Abteilungs-eigenen Maschine nach. (Herz so: HÖNNNNNN! HÖNNNHÖNNN!)

Doppelt wach war ich nachmittags, weil ich entdeckte, dass ich Mist gebaut hatte (in einem PDF nicht weit genug gescrollt). Mal sehen, wie viel und welche Art Ärger ich dadurch verursacht habe. Aber dass mich gestern alles emotional unverhältnismäßig mitnahm, machte mich inzwischen misstrauisch: Konnte das ebenfalls ein Migräne-Symptom sein? Irgendwas an meinem Gesamtsystem war offensichtlich außer Balance. (Also: Noch mehr als sonst eh.)

Kurz vor Feierabend erlebte ich einen Faschingsausbruch an völlig unerwarteter Stelle. Ich finde ja Verkleiden super. Ich finde Faschingsbälle super. (Think Spatzl im Monaco Franze.) Und doch habe ich vor Jahrzehnten das letzte Mal Münchner Fasching mit seinen Bällen gefeiert. Vielleicht, so dachte ich, fehlt mir einfach nur die Freundin, die mich endlich mal wieder in einen Faschingsball mitzieht. Doch könnte, so lernte ich gestern, der Rempler aus ganz anderer Richtung kommen.

Auf dem Heimweg kaufte ich schlimmes Industriegemüse fürs Abendessen, doch wir hatten beide SOLCHE Lust auf Salat und ich wollte in nicht mehr als einen Supermarkt einbiegen. Zu Hause Häuslichkeiten, dann eine Runde Yoga-Gymnastik, die hauptsächlich aus laaangen Dehnhaltungen für die Hüfte bestand. Zum Nachtmahl machte ich Romana-Salat, rote Paprika und eine Crowdfarming-Avocado (immerhin!) mit einem Kirschbalsamico-Walnussöl-Dressing an. Außerdem gab’s Käse, danach Süßigkeiten.

Vorfreude aufs lange Faschingswochenende mit vier arbeitsfreien Tagen am Stück.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 7. Februar 2024 – William Shakespeare / Werner Herzog, Der Sturm / Das Dämmern der Welt

Donnerstag, 8. Februar 2024 um 8:54

Gute Nacht, nur die letzte Stunde vor Wecker mit leichterem Schlaf.

Es kündigte sich wieder ein schön heller Tag an.

Vormittags in der Arbeit kämpfte ich gegen bleiernde Müdigkeit, die ich mir überhaupt nicht erklären konnte. Für meinen Mittagscappuccino ging ich also extra weit, frische, kühle Luft (Mütze brauchte ich sehr wohl) und Koffein ließen mich deutlich wacher an den Schreibtisch zurückkehren. Mittagessen später: eine dicke Scheibe Schokoroggenbrot, vorgeschnippelte Blutorange und Grapefruit.

Kurzer Nachmittag, Feierabend mit Minusstunden, denn mein Abo an den Münchner Kammerspielen schickte mich am Abend ins Theater (und ich musste ja herausfinden, dass ich keine Energie für diese Termine habe, wenn ich normal lang arbeite). Auf dem Heimweg kaufte ich im Süpermarket Verdi Obst, dann in einem arabischen Nussladen in der Landwehrstraße gesalzene Pistazien und eine Nussmischung mit Safran.

Blöderweise war aus der bleiernen Müdigkeit des Vormittags jetzt massiver Schwindel geworden, ich befürchtete bereits nach Jahren ohne eine Migräne. Daheim legte ich nur kurz ab und verräumte meine Einkäufe, dann ging ich ins Bett – mit der traurigen Option, den Theaterabend bleiben zu lassen, wenn es mir nicht besser gehen würde.

Doch als ich nach einer guten Stunde aufstand, war der Schwindel tatsächlich weg, ich fühlte mich fit. Herr Kaltmamsell hatte auf meine Bitte das Nachtmahl vorverlegt, er servierte Nudeln mit Linsen (LINSEN!) und Ofenkarotten. Dann musste ich schon los, an den Kammerspielen erwartete mich William Shakespeare / Werner Herzog, Der Sturm / Das Dämmern der Welt (ich hatte bemerkt, dass mich mittlerweile eine Aufführungsdauern von drei Stunden nicht mehr schreckt). Ich marschierte (dann doch in den so schön marschierbaren Turnschuhen und nicht in Theater-Pumps) durch angenehme Abendluft zur Maximilianstraße.

Wieder wusste ich vor dem Angucken nichts über die Inszenierung. Mein Interesse basierte vor allem darauf, dass ich Shakespeares Tempest weder je gelesen noch gesehen hatte (nicht mal Greenaways Prospero’s Books), es aber über Herrn Kaltmamsells Erzählungen und Referenzen kannte, er spricht oft von der Geschichte. Der Bezug zu Werner Herzog ergab sich aus der Inszenierung (Dank an die Dramaturgie von Claus Philipp und Tobias Schuster), im Programmheft heißt es:

Hausregisseur Jan-Christoph Gockel verschneidet Shakespeares Stück mit Werner Herzogs neuem Roman “Das Dämmern der Welt”. Darin erzählt Herzog die Geschichte des Soldaten Hiroo Onoda, der 29 Jahre lang auf einer Insel den Zweiten Weltkrieg weiterkämpft. Alle Nachrichten darüber, dass der Krieg zu Ende ist, hält er für Fälschungen.

Das Bühnenbild (Julia Kurzweg) eher karg, im Zentrum zunächst ein Schiffsmast, genutzt wurde die Bühne selbst mit ihrer Veränderbarkeit. Später tauchte auch das ganze Schiff auf, ein rostiger und offensichtlich schon lang untergegangener Kahn, und zwar buchstäblich von unten aus der Bühne geholt.

Miranda und Ferdinand aus Der Sturm wurden von Marionetten dargestellt (Michael Pietsch ist auch Puppenbauer und -spieler), Miranda von einer verstörend kaputten Marionette, Nebenfiguren lagen als Marionettenköpfe auf der Bühne herum, Darsteller*in von Caliban (Michael Pietsch) und Ariel hoben sie auf und sprachen für sie.

Gestern sah ich auch wieder eine aktuell häufig verwendete Technik: Statt eines Vorhangs wurde vor der Bühne eine durchsichtige Projektionsfläche herabgelassen, die das Bühnengeschehen verdoppelte. Darauf wurden abgefilmte Ausschnitte des Bühnengeschehens vergrößert, zum Beispiel die Marionettenfigur der Miranda, die sonst zu klein für gute Sichtbarkeit gewesen wäre. Oder es wurde Handlung gezeigt, die hinter oder unter der Bühne spielte – die Transparenz der Projektionsfläche ermöglichte gleichzeitiges Verfolgen des Bühnengeschehens.

Zentrale thematische Elemente: Krieg (u.a.: Gibt es überhaupt Frieden? Oder wird andauernder Krieg nur hin und wieder durch die Illusion von Frieden unterbrochen?), Vergebung, Bilder, Rache, Hierarchien.

Herausragender Darsteller war Bernardo Arias Porras, den ich noch nicht kannte – er spielte Werner Herzog auf verschiedenen Ebenen (Lebensgeschichte erzählend, im Dschungel handelnd, Filmweisheiten predigend), mit seiner großgewachsenen, dürren Physis extrem weit weg von der Herzogs, immer wieder mit dieser leichten selbstvergessenen Überkandideltheit, die Männerfiguren wie ihn ein bissl bemitleidenswert machen. Ich werde die nächsten München-Tatorts gucken müssen, Kammerspiel-Talente wie Bernardo Arias Porras tauchen dort recht verlässlich in größeren Nebenrollen auf.

Erst heute Morgen erfuhr ich von Herrn Kaltmamsell, dass Werner Herzog heutzutage vor allem durch seine Auftritte in US-amerikanischen Fernsehserien bekannt ist. Gestern auf der Bühne ergab sich am Anfang des Stücks eine angenehme Verwirrtheit durch den “Herzog”, von dem bei Shakespeare die Rede ist, und seinem Namen.

In der Pause spazierte ich durchs Foyer und genoss das Gebäude.

Der Vorhang der Kammerspiele, extrem selten zu sehen.

Hinter der Bartheke im Obergeschoß.

Nach der Pause fiel fiel die Inszenierung in meinen Augen ein wenig ab, Ariel-Darstellerin Katharina Bach trug in Bardamenkostüm und Stand-up-Modus Gedanken zu Krieg und Frieden vor, dann wurden um und auf dem kreiselnden Schiff Handlungs- und Gedankenstränge aufgeräumt.

Rascher Heimweg durch leichten Regen, das eigentlich interessante Publikumsgespräch mit dem Regisseur musste ich auslassen (Momente, in denen ich euch Nachtmenschen beneide).

§

In Spanien gibt es eine Kampagne #TengoNombre – #ichhabeeinenNamen: Geschäftsleute wollen nicht mehr bloß “der Eck-Chinese” sein.
“‘I’m not the Chinese on the corner’: Barcelona’s shopkeepers reclaim their names”.

die Kaltmamsell

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen