Journal Donnerstag, 28. Mai 2020 – Einkaufsverzögerung durch Kaufvereinzelung

Freitag, 29. Mai 2020 um 5:52

Vor Weckerklingeln aufgewacht, gestern war wieder ein wenig Yoga dran, nämlich Rückenübungen.

Meine Freude auf endlich richtig Yoga nach Hüft-OP hat einen deutlichen Dämpfer bekommen. Zwar steht Yoga explizit auf allen Listen empfohlener Sportarten mit künstlichem Hüftgelenk, doch nach Berichten von Patientinnen, welche Bewegungen sie ebenso explizit meiden sollen, um ein Auskugeln zu verhindern, wurde ich misstrauisch: Das waren durch die Bank typische Yoga-Haltungen. Recherchen bestätigten mein Misstrauen:
Die Übungen, die nach Tests als ungeeignet eingestuft wurden, sind genau die häufigsten Standards.

Es war wieder kühl geworden, den Tag über spritzten auch immer wieder ein paar Regentropfen. Emsiges Arbeiten, mittags Birchermuesli mit Joghurt und mit Hanfsamen, die dem Ernteanteil beigelegt waren: Machten sich zum Beißen und geschmacklich hervorragend. Nachmittags gegen Hunger einen Eiweißriegel (Mischnüsse als Standard-Snack hatte ich nicht nachgekauft, weil die derzeit zu 80 Prozent aus Haselnüssen bestehen – da kaufe ich doch lieber gleich die deutlich günstigeren Haselnüsse).

Nach der Arbeit beeilte ich mich, rechtzeitig vor Schließung um 18 Uhr am Laden der Hofbräuhausmühle zu sein. Zeitlich schaffte ich es, doch es verzögert den Ablauf ungemein, dass immer nur ein Kunde oder eine Kundin in den Laden dürfen – wer nicht, wie ich, sehr genau weiß, was sie will, sieht sich erst mal eine Zeit lang um, bis es zum Kauf kommt. Ohne dass jemand anders sich auch schon mal umsehen kann, weil die ja vor der Tür warten muss. Als ich dran war, griff ich nur gezielt zu Bio-Weizenmehl 405 und Roggenmehl 1370 jeweils im 2,5-Kilo-Paket und zahlte. Selbst das Einpacken verlegte ich nach Draußen, damit die nächste möglichst schnell reinkam.

An einem Standl kaufte ich noch Erdbeeren und Aprikosen. Herr Kaltmamsell servierte als Nachtmahl panierte Auberginenscheiben und Salat aus Ernteanteil, ich den Nachtisch Erdbeeren mit Sahne.

Die Erdbeeren schmeckten diesmal sensationell, mit Sahne definitv mein derzeitiges Lieblingsessen. Zweitliebstes ohne Sahne.

§

James Rebanks, der twitternde Schäfer im Lake District, hat sein drittes Buch geschrieben – und es ist viel zu lange bis September.

§

Selbst habe ich es dann doch nie rein geschafft, in die regelmäßig empfohlene schwabinger Friesische Teestube. Jetzt macht sie nach 44 Jahren zu. Ein Abschied in der Süddeutschen, den ich hier für die mitlesenden Exil-Münchnerinnen des Herzens verlinke:
„Aus der Zeit gefallen“.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 27. Mai 2020 – Schnitzelgartensaison

Donnerstag, 28. Mai 2020 um 5:47

Gestern Morgen konnte ich die Crosstrainer-Runde ein wenig verlängern: Ich musste vor der Arbeit ein Rezept (Migränemedikament) bei der Hausärztin abholen, und die Praxis öffnet erst um 8 Uhr – wenn ich sonst schon im Büro sitze.

Schreck, als ich vor der Praxis vom Rad stieg: Die kaputte rechte Hüfte ließ mich gar nicht mehr gehen, ich hätte Krücken gebraucht. Ich hüpfte also auf dem linken Bein zum Rezeptabholen und in der Arbeit vom Fahrradparkplatz ins Büro. Zum Glück kriegte sich das System im Lauf der nächsten Stunden wieder ein, ich konnte zumindest langsam Gehen. Ein Weckruf, nun aber wirklich Krückengehen zu üben.

Mittags ein wenig Käse, Quark mit Flachpfirsich, Nachmittagssnack ein guter Apfel und ein Stück Schokolade.

Auf dem Heimweg stoppte ich an der Apotheke, von der ich weiß, dass sie das Migränemedikament vorrätig hat, dann sauste ich zu meiner Verabredung mit Herrn Kaltmamsell: Wir wollten zum ersten Mal in der Saison in den Schnitzelgarten – und bekamen einen Tisch. Es war gernigfügig wärmer geworden, gerade genug, dass das Draußensitzen angenehm blieb.

Das war sehr gut – aber ich glaube, meine Riesenschnitzelzeit endet, das große Vergnügen daran will sich nicht mehr einstellen.

§

Sehr schönes Portrait von Steve Buscemi in GQ (das immer wieder sehr schöne Portraits machen).
„The Remaking of Steve Buscemi“.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 26. Mai 2020 – Benebeltes Wackeln durch den Tag

Mittwoch, 27. Mai 2020 um 5:55

Erst eine Stunde vorm Weckerklingeln, aber dann doch: Migräne. Ich sagte Herrn Kaltmamsell Bescheid, damit er mich nicht besorgt rechtzeitig fürs Arbeitgehen weckte, nahm mein Triptan und ging zurück ins Bett mit dem Vorsatz, mich krank zu melden. Doch als ich zwei Stunden später aus dem Migräne-Schlaf (und gemeinen Träumen) erwachte, war ich gesund. Ich kürzte meinen Morgen also ab, trank lediglich ein Glas Wasser, duschte und radelte in die Arbeit – wo ich nur 20 Minuten später als sonst mit etwas benebelter Schwermut als Nachklang der Attacke eintraf.

War dann kein einfacher Arbeitstag, viel Durcheinander innen und außen, fast einen schlimmen Bock geschossen. Vergnügen am neuen Newsletter eines Dienstleisters, der komplett Schnickschnack- und HTML-frei lediglich aus relevanter Hintergrundinfo für die Kunden eines bestimmten Angebots bestand, in dürren Worten, ohne unfreundlich zu klingen. Genau mein Geschmack. (Vermutlich klagt der PR-Verband demnächst gegen die Bezeichnung „Newsletter“ dafür.)

Mittags gekochten Karottensalat, den ich am Vorabend aus Ernteanteil gemacht hatte, mit einem Stück Weißbrot.

Ich wackelte weiter durch den Tag bis Feierabend, als ich durch kühle Sonne in die Innenstadt radelte. In der Sendlinger Straße hatte ich ein paar Besorgungen geplant – um festzustellen, dass dort fast alle Geschäfte derzeit um 18 Uhr schließen. Die unerwartet geringe Nachfrage nach Wiedereröffnung plus Auflagen, die die Zahl von Kunden im Geschäft stark beschränken, machen offensichtlich längere Öffnungszeiten unrentabel. Deshalb klappte nur eine der Besorgungen (schwarze Caprihose), diese sogar mit Anstehen vor dem Laden.

Zum Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell Strammer Max (wollte er einfach mal ausprobieren, obwohl ihm als Brot nur Focaccia zur Verfügung stand) mit dem restlichen Pfannengemüse vpm Vorabend. Schmeckte sehr gut. Nachtisch Vanillepudding und Schokolade.

Noch früher als sonst ins Bett, weil ich sehr müde war.

die Kaltmamsell

Journal Montag, 25. Mai 2020 – Ein bisschen Towel Day

Dienstag, 26. Mai 2020 um 8:45

Nach gutem Schlaf überrumpelte mich der frühe Wecker derart, dass ich putzmunter neben dem Bett stand, bevor auch nur irgendetwas in mir damit hadern konnte. Vielleicht kommt ja die morgentliche Benommenheit vom Ausschlafen und ich brauche Wecker für Frische?

Gymnastik und eine halbe Stunde Crosstrainer, trotz düsterem Himmel blieb das Wetter beim Radeln in die Arbeit trocken. Große Rührung auf dem Weg aus dem Haus: Der Nachbar hatte auf ein Sims am Hauseingang ein Schälchen Keksen (unter Deckel) zum „Bayram“ gestellt mit der Einladung an uns Nachbarn, uns zu bedienen.

Viel Arbeit in der Arbeit.

Mittags restliche Chinakohl-Lachs-Nudeln.

Erst nachmittags dachte ich an das Handtuch, das ich anlässlich Towel Day dabei hatte.

(Ich erschrecke ja immer, wie schief ich auf Selfies aussehe und habe mir das so zurechtgelegt, dass ich meine Schiefheit im Spiegel über die Jahrzehnte weggesehen habe und sie deshalb in Gespiegelt nicht gewohnt bin, doch Herr Kaltmamsell meinte auf Nachfrage, dass ich in Echt eigentlich nie so schief sei – es ist offensichtlich kompliziert.)

Nachtmittags gab’s dann doch mal einen ausgedehnten Regenduscher.

Auf dem Heimweg Abstecher zum Vollcorner. Herr Kaltmamsell hatte bereits das meiste von unserer gemeinsamen Einkaufsliste erledigt (Remember the milk, nachdem Wunderlist leider beendet wurde). Ich besorgte den Rest. Es war ein sehr schönes Radeln nach Hause durch klare, frische Lusft

Daheim servierte Herr Kaltmamsell ausgesprochen hübsches Essen.

§

Auf Twitter erklärt @annalist (die auch den Bundestag von innen kennt) in einem Thread, wie Poltik funktioniert oder, wie sie es formuliert:
„Warum bleibt Vernunft in der Politik oft auf der Strecke?“

§

Wie ein ehemaliger NASA-Ingenieur in der Corona-Quarantäne eigentlich Vogelbeobachter werden wollte – aber dann doch Eichhörnchenbeobachter wurde.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/hFZFjoX2cGg

via @katzentratschen

Aus diesen 20 Minuten lernt man eine Menge – unter anderem, wie man so ein Projekt richtig spannend erzählt.

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 24. Mai 2020 – Urlaubsende mit Siesta und Eis

Montag, 25. Mai 2020 um 5:44

Letzter freier Tag vor Urlaub, ich schlief nochmal (gut!) bis sieben.

Der Regen hatte offensichtlich schon lang aufgehört, der Boden war trocken.

Erweiterte Kraftübungen, eine gute Stunde Crosstrainer, die ganz gedankenverloren im Flug vorbei ging. Draußen kam die Sonne heraus.

Beim Semmelholen (kühl, aber nicht schrecklich kalt) machte ich einen Umweg über die Hans-Sachs-Straße, ich wollte nach der Lieblingsbar Auroom sehen. Schlechte Nachrichten: Im Fenster hing ein Zettel, dass wegen Wasserschadens und dadurch nötiger Renovierungen noch kein Eröffnungstermin feststehe. Dieser Wasserschaden scheint ein größerer zu sein: Auch das Thai-Restaurant 100 Meter die Straße runter war wegen Wasserschadens geschlossen.

Nachmittags nach Langem mal wieder Siesta-Schwere, die ich gleich mal auslebte. Gemütliches Buchlesen, das Handbuch für Zeitreisende bereitete mit viel Vergnügen. Zum Snack erster Ausflug der Saison zur benachbarten Eisdiele, drei Kugeln mit Sahne in die mitgebrachten Schüsselchen. Zur Milderung der Nach-Urlaubs-Panik im Büro schon mal in die Arbeits-E-Mails geguckt (keine Bomben) und zur Vorbereitung eines Jour-Diensts die nötigen Reports gelesen (nix Heißes). Das war eine gute Idee, jetzt wartet nur eine Woche Papierpost auf mich.

Abendessen bereitete ausnahmsweise ich (Herr Kaltmamsell musste arbeiten): Der Chinakohl aus Ernteanteil wurde wieder zu Tagliatelle/Chinakohl mit Lachssahne. Zur Abendunterhaltung ließen wir Justice League laufen. Lieferte zumindest einen echten Lacher, als Bruce Wayne auf die Frage „Und was ist Ihre Superkraft?“ antwortet: „Ich bin reich.“

die Kaltmamsell

Journal Samstag, 23. Mai 2020 – Ausflug in den Westpark

Sonntag, 24. Mai 2020 um 8:12

Es waren Regen und Temperatursturz angekündigt, deshalb überraschte mich, dass es beim Morgenschnuppern auf dem Balkon bacherlwarm war. Ich nutzte das für den ersten Balkonkaffee der Saison.

Der erste Regen kam anderthalb Stunden später. Doch es blieb schwülwarm.

Gestern ein Tag ohne ausführlichen Sport, ich erledigte lediglich meine Basisübungen. Kleine Einkaufsrunde in die Drogerie und zum Obststandl. Zum Frühstück gab es Salatreste vom Vorabend und eine aufgetaute Zitronenschnecke von der Vorwoche.

Für meine Urlaubswoche hatte ich einen weiteren Ausflug vor, diesen mit Herrn Kaltmamsell. Eigentlich hatte ich an den Ammersee fahren wollen und dort mit dem Dampfer nach Dießen übersetzen, doch der Corona-bedingte Stillstand der Schiffe endet erst in einer Woche. Also peilte ich eine unbekannte Gegend Münchens an: den Westpark. Dort hatte man mir von einem japanischen Garten vorgeschwärmt, außerdem las ich von einem Rosengarten, Aussichtshügeln, Biergärten, Seen mit Cafés – der Ursprung des Parks liegt in der Bundesgartenschau Internationale Gartenbauausstellung 1983. Sollte das Wetter jetzt doch umschlagen, hatten wir einen Schirm dabei.

Wir starteten mittags im Westteil des Parks, der mit einer großen und breiten Fußgängerbrücke über den Autobahnzubringer Garmischer Straße mit dem Ostteil verbunden ist. Der Rosengarten war derzeit weniger beeindruckend als die Gärten mit Iris und Lilien, gepflegte Steingärten, Staudenlabyrinthe.

Wir spazierten auf Hügel und sahen hinunter, sahen in den Teichen und Seen viele Wasservögel-Küken (Gänse-, Enten-, Blesshuhn-, letztere haben ja rote Köpfchen!). Biergarten und Wirtshaus lagen wunderbar und sahen einladend aus, waren aber geschlossen. Auch am Brotzeitplatz mit Aussicht auf den Westsee war wenig los, er wurde nur von einer Familie (auf dem Tisch Tupper und kindersicheres Plastikgeschirr) und einer sehr fröhlichen, türkisch-sprechenden Rentnergruppe (auf dem Tisch Berge von Tomaten und Gurken) genutzt.

Der japanischen Garten war wirklich sehr schön, auch in das chinesische Ensemble (auf Schildern erklärt) lugten wir durch die kunstvoll durchbrochenen Mauern.

Sitzgelegenheiten zum Pausieren meiner kaputten Hüfte gab es reichlich, es war sehr warm geworden. Im Ostteil des Parks, deutlich belebter als der Westteil, hielten wir uns dann nicht mehr lang auf: Zum einen war ich vom Hinken körperlich erschöpft, zum anderen zog der Himmel bedrohlich zu.

Das Café am See hebe ich mir für den nächsten Besuch auf. Vielleicht für eine Verabredung nach Feierabend, ich arbeite ja in Fußweite.

Zurück nahmen wir den Bus 62. Kaum saßen wir drin, brach das Gewitter los. Den Schirm konnten wir gut für die 200 Meter von Bushaltestelle bis Haustür brauchen.

Als Snack gab es Flachpfirsiche und Kekse, ich las die Wochenend-SZ und Internet, freute mich über den reichlichen Regen draußen.

Während Herr Kaltmamsell abends das Nachtmahl zubereitete (Bulgursalat mit Petersilie, Knoblauch, Tomaten, Zwiebeln, Restkarotten – das meiste aus Ernteanteil, außerdem den riesigen Ernteanteil-PakChoy aus der Pfanne mit Hanfsamen), machte ich uns Erdbeer-Daiquirys.

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 22. Mai 2020 – Offizieller Start der Balkonsaison

Samstag, 23. Mai 2020 um 8:02

Letzter Urlaubstag, St. Brück. Eigentlich hätte ich mich morgens in einen Zug ins Rheinhessische gesetzt, um eine große Liebe zu feiern. Aber Corona.

Ausgedehnte Kräftigung Bauch/Rücken, dann eine gute Stunde Crosstrainer mit Filmmusik.

Ich trippelhinkte zum Einkaufen: Beim Kustermann Rotweingläser (unsere Standard-Rotweingläser DiVino Bordeaux sind bis auf vier Stück zerdeppert, damit kann ich keine Gästetafel mehr decken), zwei Pfund Erdbeeren. Ich wechselte aufs Rad und holte im Buchladen am Josephsplatz ein Buch ab, auf das ich mich sehr freue (wenn ich bei einem Autoren oder einer Autorin mal auf Papier angefangen habe, fällt es mir schwer, auf eBook umzusteigen – nein, in keiner Weise logisch).

Johnny Häusler fand gleich mal den ersten Fehler, der jede positive Amazon-Bewertung ruiniert:

Hier ein schönes Interview des verlegenden Verlags rowohlt mit Kathrin und Aleks:

Man kann Ihr Buch nicht lesen, ohne auf zentrale Topics der Corona-Pandemie zu stoßen: Infektionsrisiko, Hygiene, Abstandhalten, Reisewarnung, Sterberate. Im «Handbuch für Zeitreisende» werden wir daran erinnert, dass es in der Menschheitsgeschichte immer wieder katastrophale Seuchen gab. Wie sollte man sich ihnen nähern, falls man das als zeitreisender Katastrophentourist unbedingt möchte – 1,5 Meter Mindestabstand reichen da wohl nicht?
Das wird in der aktuellen Diskussion zu wenig erwähnt: Zeitlicher Abstand zu einer Seuche ist sogar noch sicherer als räumlicher. Unsere erste Empfehlung wäre daher, den Epidemien der Vergangenheit zeitlich fernzubleiben. Zum Beispiel, indem man in eine Zeit verreist, in der Menschen noch nicht existieren, oder eine, in der diese Menschen weit verteilt sind und auf Ackerbau und Viehzucht verzichten. Alles, was länger als etwa 10000 Jahre zurückliegt, ist in dieser Hinsicht relativ sicher. Falls es unbedingt eine jüngere Vergangenheit sein muss, gilt im Grunde dasselbe wie in der Gegenwart: Trinkwasser abkochen oder mit Tabletten behandeln (Flaschenwasser ist in der Vergangenheit keine Option), alle Lebensmittel kochen oder schälen, möglichst keine Körperflüssigkeiten mit Einheimischen austauschen, Hände häufig und gründlich waschen, Mückenschutz verwenden, alle empfohlenen Impfungen mitbringen. Achtung: Sie brauchen unbedingt zeitspezifische Impfungen. Krankheitserreger verändern sich im Laufe der Zeit, und Impfungen gegen eine moderne Version einer Krankheit nutzen in der Vergangenheit wenig. Lassen Sie sich in einem zeitreisemedizinischen Zentrum beraten.

Den Heimweg legte ich über den Bahnhof, um nach dem Baustellenzustand zu gucken. Ergebnis: Vorm Bahnhof ist alles gesperrt, alles – ich musst mein Fahrrad auf einem schmalen Fußweg vorm Hertie schieben, um zur Schillerstraße zu kommen. Im gesamten südlichen Bahnhofsviertel gibt es derzeit keine Straße ohne massive Baustelle. Mir scheint, als hätte die Planung auf „alles auf einmal, dann sind wir schneller durch“ gesetzt, statt sich für jeden Teilabschnitt nacheinander Umfahrungen auszudenken.

Frühstück mit den Semmeln, die ich unterwegs geholt hatte. Zeitunglesen auf dem Balkon, erschwert durch Wind. Dann Granta 151, Membranes ausgelesen – die schwächste Ausgabe seit Langem mit vielen ermüdenden Besinnlichkeitstexten.

Dabei Symptom für definitiven Nichtwinter: Ich trug meine Sommerhausschlappen für nackte Füße.

Erstes Abendessen der Saison auf dem Balkon. Wie es die von mir festgesetzte Tradition will, gab es Salade niçoise.

Wir plauderten auf dem Balkon bis in die Dunkelheit.

Vielen, vielen Dank für all Ihre Glückwünsche zum Rosentag, sie haben uns das Herz gewärmt.

§

Lila, deren Blog fast so alt ist wie das Mitmach-Web, bloggt wieder aus ihrer Wahlheimat Israel. Sie hat eine Stelle in einem Kibbuz-Kindergarten angefangen (qualifiziert durch eine ihrer vielen Ausbildungen), und ich freue mich sehr darüber, dass sie ganz viele Details vom Alltag dort erzählt:
„Alte Ente paddelt sich warm“.

die Kaltmamsell

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen