Journal Karsamstag, 3. April 2021 – Osterbäckerei Teil 2 und 3: Mazurek und Pinzen

Sonntag, 4. April 2021 um 6:52

Wieder gemischte Nacht, doch morgens hatte ich das Gefühl, genug Schlaf bekommen zu haben.

Weitere Osterbäckerei: Zum ersten Mal polnischen Osterkuchen Mazurek (meine Mutter erzählte auf meine Ankündigung, meine polnische Oma habe immer in Erinnerungen daran geschwelgt, ihn dann aber doch nie gemacht; da meine Oma ja sehr jung war, als die Nazis sie aus Polen zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppten, nehme ich an, dass sie daheim nie einen selbst gemacht hatte und das einfach nicht konnte). Die Anweisung des beratenden Lieblingspolen war gewesen 1. unten Mürbteig, 2. oben Belag – Hauptsache knallsüß, beim Recherchieren war mir dieses Rezept am sympatischsten gewesen.

Funktionierte wunderbar (zum ersten Mal Schokolade in der Mikrowelle geschmolzen – wie super ist DAS denn!), Geschmacksbeurteilung gibt’s erst am Ostersonntag. (Sind Sie vertraut mit Mazurek? Haben vielleicht ein Familienrezept? Ich würde mich über Weitergabe freuen.)

Jetzt wurde die Sehnsucht nach richtig schweißtreibender Bewegung doch zu groß: Ich mutete meiner Umwelt eine Stunde Crosstrainer-Klackquietschknarz zu – Herr Kaltmamsell zog sich in die Küche zurück zum Lesen. Ich genoss die Stunde sehr.

Frühstück: Rest Rote-Bete-Gratin, Käse, Orange. Nachmittags aß ich das letzte Stück Colomba.

Wäschewaschen/-aufhängen/-trocknen, Zeitunglesen. Das Draußen war gemischtwolkig und kühl, ich mied es einen zweiten Tag, um mich für einen Osterbesuch bei meinen (geimpften) Eltern zu quarantänisieren.

Am späteren Nachmittag startete ich das letzte Osterbackprojekt: Endlich mal Pinzen nach Katharina Seisers Rezept. Ich begann so spät wie möglich, um sie am Sonntag noch frisch meinen Eltern mitbringen zu können. Den Anis hatte ich bereits am Freitag in Wein eingelegt. Das Rezept ließ sich gut umsetzen (ich erschrak nur kurz, als ich den aromatisierten Wein in die Milch gießen sollte, weil sie dabei ja ausflockte – aber das tat dem Teig wie erwartet keinen Abbruch). Die ersten Stunde Teig-Gehen nutzte ich für eine Runde Yoga.

Dazu bitte den Duft von warmem, zitronigem Hefegebäck vorstellen – eine Pracht.

Zum Abendessen servierte Herr Kaltmamsell eine Suppe aus gerösteten Pastinaken (Ernteanteil), dazu machte ich Ruccola-Salat (Ernteanteil).

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Ich zitiere @misscaro:

Die Politik des Zögerns (sehr sinnvoller Begriff von @mspro) führt dazu, dass Kliniken jetzt gezwungen sind, selbst zu zeigen, wie es bei ihnen ist, weil die Politik die Sachlage offensichtlich nicht versteht und kommunizieren kann.

Hier Einblicke in eine der vier Covid-Intensivstationen der München Klinik.

Und hier die Online-Ausstellung des Universitätsklinikums Tübingen:
„Intensiv-Zeit“.

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Eines meiner Lieblingsleider der Beatles, „Blackbird“, gesungen von Emma Stevens, in der Sprache der Miꞌkmaq, die in Nova Scotia, Kanada leben.

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https://youtu.be/99-LoEkAA3w

via @AndreasSchepers

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Mehr Musik! Hier drei coole Georgierinnen (das Trio Mandili) und ein nur mittel kooperativer Esel.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/EDK9KOfknTw

via @fragmente

die Kaltmamsell

Journal Karfreitag, 2. April 2021 – Drosten-Podcast, Film Blaues Licht

Samstag, 3. April 2021 um 8:13

Gemischte Nacht. Aber ein Schlafabschnitt war fast vier Stunden lang.

Nach Kaffee, Bloggen, Wäschewaschen suchte ich bei Fitnessblender ein heimisches Cardiotraining ohne lärmenden Crosstrainer – auf dieser Plattform vergeblich (möglicherweise weil ich als Mindestdauer 45 Minuten eingegeben hatte, aber da ich meinen Puls langsam hochbringen muss, sonst roter Kopf und Atemnot, fängt der Cardioteil bei mir erst nach 20 Minuten richtig an). Ich entschied mich dann doch für eine bekannte Folge Fitnessblender-Rundumtraining, die ich zuletzt wohl vor anderthalb Jahren geschafft hatte (bevor mich die kaputte Hüfte an dem Spaß hinderte). Und stellte zu meiner Überraschung und Freude fest: Das ging wieder! Alles! Auch Squats und (langsame) Ausfallschritte! Sogar die Liegestütz, wenn auch auf Knien (die regelmäßige Yoga-Abfolge Bankstütz – langsam herablassen zu Kobra hatte mich gut darauf vorbereitet)! Das Ganze strengte mich ordentlich an, inklusive Warm-up und Dehnen kam ich auf eine gute Stunde Training.

Frühstück: Erster Gang war ein Rest Grü Soß mit kalten Salzkartoffeln, zweiter Gang Colomba pasquale.

Nach grauem Morgen war der Tag doch noch sonnig und mild geworden, es konnten viele Fenster offen stehen. Mit Blick in die knospenden Bäume ringsum saß ich in einem Sessel und las die Feiertagsausgabe Süddeutsche.

Gebügelt, dabei die vielfach empfohlene aktuelle Folge NDR-Corona-Podcast angehört:
„Drosten: Ohne Lockdown geht es wohl nicht“.

Die gute Stunde Gespräch war genau so großartig wie empfohlen. Am Anfang beantwortet Christian Drosten die Frage nach seiner Einschätzung der Indien-Mutante zwar so sorgfältig, dass ich kein Wort verstand (und mich an seiner Schlussfolgerung festhielt) – wahrscheinlich musste man dafür Vorgänger-Folgen kennen. Aber dann ging es ausführlich um die fünf zentralen Mechanismen von Fehlinformationen/Wissenschaftsleugnung: Pseudoexperten, Logikfehler, unerfüllbare Erwartungen, Rosinen-Pickerei, Verschwörungs-Mythen – PLURV abgekürzt, hier eine Kurzerklärung. Drosten führt für alle aktuelle Beispiele an – mal wieder druckreif. Alternativ zum Hören gibt es hier das Transkript der Folge zum Nachlesen.

In weiterhin angenehmer Sonne säuberte ich den Küchenbalkon und holte die alten Balkonmöbel aus dem Keller geholt – ein Glück, dass wir sie vergangenes Jahre nach Einzug der neuen, edlen Balkonmöbel nicht gleich weggegeben hatten.

Nachmittagssnack: Torrijas und mehr Colomba.

Dann folgte ich endlich einer weiteren Empfehlung, nämlich der des Street-Art-affinen Neffen 1, und schaute den Film Blaues Licht an, ein Werk des Künstlerkollektivs Rocco und seine Brüder, das 2019 ins Kino kam (Link führt zu Vimeo, der Film ist frei verfügbar). Auch den empfehle ich hiermit weiter, die Mischung aus Dokumentarfilm, Spielfilm in Dokumentarfilm-Anmutung („Mockumentary“), Theater mit seinen typischen Erzähltechniken und bildender Kunst gefiel mir ganz ausgezeichnet.

Fürs Abendessen sorgte ich: Aus den Roten Beten des Ernteanteils wurde Gratin mit Schafskäse und Minze, dazu ebenfalls aus Ernteanteil Postelein-Salat. Nachtisch Schololade.

die Kaltmamsell

Journal Gründonnerstag, 1. April 2021 – Frühsommerspaziergang und Gründonnerstagkulinarik

Freitag, 2. April 2021 um 8:34

Gut geschlafen, davon einmal fast vier Stunden am Stück, beim Zwischenaufwachen schien mir der Mond ins Gesicht und ich fand das sensationell. Entspanntes Aufstehen, weil FREI!

Draußen war ein letzter strahlender Frühlingstag angekündigt mit Wärme deutlich über 20 Grad – und so geschah es. Meine Freude über die Frühsommersonne war ein wenig getrübt, weil ich die Fenster nicht lange offenlassen konnte: Der Baustellenlärm (Erneuerung Fernwärmeleitungen vorm Haus) war zu laut.

Eigentlich hatte ich den Tag frei genommen, um zusammen mit Herrn Kaltmamsell beim Umzug aussortiertes Zeugs (von viel alter Technik, meist kaputt, bis Farbreste und Renovierungsmaterial vom Einzug vor 21 Jahren) zum Wertstoffhof zu bringen – doch der Herr hatte das bereits in den Tagen davor mit mehreren Straßenbahnfahrten allein erledigt. (Wie bisher immer schon, dabei sehe ich das wirklich nicht als seine Aufgabe an.)

Ich schritt zum nächsten Ostergebäck: Spanische Torrijas.

Die neue Küche eignet sich hervorragend für eine Produktionsstraße: Aufgeschnittenes Brot, gesüßte und aromatisierte Milch, mit Eigelb vermischter Eischnee, Pfanne mit viel Fett, Reine, Zucker und Zimt zum Drüberstreuen.

Mit dem neuen Herd, Induktion, hatte ich allerdings noch ein bisschen Schwierigkeiten, weil die Pfanne nicht auf der ganzen Fläche gleichmäßig erhitzt wurde: Ein paar Torrijas wurden sehr dunkel – eine konnte man nicht anders als verbrannt nennen, ich sortierte sie aus. (Gegessen hat sie Herr Kaltmamsell, der Verbranntes gerne einfach „knusprig“ nennt.)

Selbst hatte ich gar keinen Appetit darauf, aber ich freute mich jedesmal, wenn ich in die Küche kam, an dem Duft: eindeutig kurz vor Ostern.

Für letzte Einkäufe ging ich nochmal los, in kurzen Ärmeln: Mehl im Hofbräuhaus-Mühlenladen, in der dazugehörigen Bäckerei Frühstückssemmeln, in einem Supermarkt Milch bis einschließlich Dienstag. Die Innenstadt war erträglich voll, mehr als 90 Prozent hielten sich an die Maskenpflicht. (München hat am Mittwoch die 100er-Inzidenz gerissen, das blieb gestern so, da die Infektionszahlen weiter stiegen.)

Daheim gab’s zum Frühstück Semmeln und eine Orange. Ich hatte mir ein Milchhörnchen mitgebracht: Zwar wusste ich, dass ich die in meiner Kindheit immer enttäuschend fand, wollte die Erinnerung aber auffrischen. Es ist halt recht trocken, hat aber viel Aroma.

Nachdem ich die Zusammenstellung der Lieblingstweets für März nachgeholt hatte, nutzte ich endlich das herrliche Wetter: Ich wollte an der nördlichen Münchner Isar meine frühere Laufstrecke entlang spazieren. Dafür stieg ich zum ersten Mal seit Hüft-OP Anfang Oktober wieder aufs Rad. Fühlte sich nur bei den ersten Tritten komisch an, dann war’s wie Radlfahren: verlernt man nicht.

Mittlerweile hat sich ja eine Unterstellmöglichkeit gefunden: Nachbarn hatten dafür gesorgt, dass ein kleiner Betriebsraum, vom Müllhäuschen aus zugänglich, zum Abstellen genutzt werden darf, jetzt haben wir einen Schlüssel dazu. Das ist deutlich bequemer als ein Hochtragen in den dritten Stock (der aktuelle Mietvertrag untersagt das Abstellen von Fahrrädern in der Wohnung, verpflichtet zum Abstellen im Fahrradkeller – den es halt nicht gibt).

Die Radwege waren sehr belebt, ich fuhr lieber langsam und vorsichtig statt auf Tempo (Radeln nach Hüft-OP ist ja deshalb im Stadtverkehr riskant, weil man abrupt abspringen müssen könnte). Unterwegs stieg ich kurz ab, um dieses Foto aufzunehmen.

Maximilianswerk mit Zulauf des Auer Mühlbachs.

Ich stellte mein Rad an der Luitpoldbrücke ab, bat den Friedensengel, ein Auge darauf zu behalten, und marschierte los. Anderthalb wundervolle Stunden mit Bewegung in kurzen Ärmeln, mit einer Brise voll Frühlingsdüften, Wassergeräuschen (die Isar hatte Normalstand), Vögeln, nicht allzu vielen Menschen – allein dafür hatte sich der Urlaubstag gelohnt.

Beim Heimkommen sah ich, dass die Kastanien vorm Haus Pfötchen geben.

Die dunklen Wolken wurden immer mehr, es gab sogar ein kurzes Gewitter.

Mit dem Abendessen rundete Herr Kaltmamsell den Gründonnerstag kulinarisch ab:

Grie Soß. Zum Nachtisch hatte ich dann doch Lust auf Torrijas.

Der Herr war abends mit Freunden zu einem Online-Treffen verabredet, ich las Internet und Buch.

die Kaltmamsell

Lieblingstweets März 2021

Donnerstag, 1. April 2021 um 15:32

Mit Verspätung, bitte um Entschuldigung.

Damals dachte ich: Bester Tweet des Monats. Jetzt denke ich: Bringt Laschet nicht auf noch dümmere Ideen.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 31. März 2021 – Frühling mit aller Wucht, Start in die Osterferien

Donnerstag, 1. April 2021 um 8:56

Gemischte Nacht, vor dem Weckerklingeln benommen aufgewacht.

Herrlich sonniger Frühlingsmorgen.

Frühlingsausbruch auf dem Heimeranplatz.

Vormittags ergaben sich zwei Gelegenheiten, beruflich das Büro zu verlassen: Herrlichste Frühlingslüfte, Sonnenschein. Mönchsgrasmücken hörte ich erst, bevor ich drei in einem kahlen Baum über mir sah.

Mittags gab es die letzte (sehr gute) Avocado der zweiten Lieferung, dazu eine Breze, danach noch eine Orange. Nachmittags eine Birne. Übergaben, letzte Absprachen – FERIEN! (Na ja, bis Dienstag halt.)

Wegen großen Back- und Kochvorhaben und dem Plan von Quarantäne-Tagen hatten wir uns die lange Einkaufsliste aufgeteilt – doch Herr Kaltmamsell hatte sie bis zu meinem Feierabend so gründlich leerbesorgt, dass mir auf dem Heimweg nur Kuchendeko und Spezialmehle blieben.

Mehr Frühling am Bavariaring.

Daheim gab es erst eine eher gemütliche Runde Yoga, dann Wodka Ananas: Ich hatte im Supermarkt Lust darauf bekommen und Ananassaft mitgebracht. Zum Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell Ofen-Auberginen mit Miso (eventuell zu viel Paste) und Reis.

Nachtisch war das nächste Kapitel Ostergebäck, italienische Colomba pasquale vom Eataly.

Sie duftete schon beim Öffnen verdächtig wie Panettone, schmeckte dann auch so – aber hey, Panettone ist super.

Wir sahen die letzten beiden Folgen Good Omens: Ich fand die Mini-Serie unterhaltsam, vermisste aber die laute Originalität des Romans. Während in der Vorlage sehr schön herausgearbeitet war (unter anderem mit einer dominanten allwissenden Erzählstimme), wie schwer Gut und Böse abzugrenzen sind und dass der scheinbar offensichtliche Einfluss des Teufels dann doch schlichtes menschliches Versagen ist, schien der Gegensatz in der Verfilmung eher zwischen Bürokratie (teuflisch oder himmlisch) und menschlich liebenswertem Gewurschtel zu bestehen. Andererseits gefiel mir, wie anhand des jungen Antichristen dargestellt wurde, dass Superschurkentum ganz schön einsam macht und dass man sich das gut überlegen sollte.

Im Bett fiel mir ein, dass ich die Lieblingstweets für März vergessen hatte. Werde ich halt nachholen.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 30. März 2021 – Ernsthaft Frühling

Mittwoch, 31. März 2021 um 6:28

Nachts oft aufgewacht, aber immer wieder schnell eingeschlafen. Dennoch sehne ich mich nach mehr als zwei Stunden Schlaf am Stück.

Fußweg in die Arbeit in strahlender Frühlingssonne, die sich den ganzen Tag hielt.

Die Entscheidung gegen Friseur aus Infektionsvorsicht wird inzwischen immer schwieriger: Ich ertappte mich bei der Kopfbewegung Pony-aus-Gesicht-schleudern. (Kann ich an mir nicht ausstehen.) Daheim behelfe ich mich mit Haarspangerl, aber das sieht halt wirklich bescheuert aus. So neige ich derzeit dazu, meinen Termin in einer Woche tatsächlich wahrzunehmen.

Mittags gab es eine Scheibe selbstgebackenes Brot mit Paprikaspeck, Birne, Apfel. Am Nachmittag ein Stück schwarze Schokolade.

Wundervoller Heimweg in warmer Sonne, ich gönnte mir einen Blumenstrauß im Blumenladen. Die Frühlinssonne der vergangenen Tage hatte Büsche und Bäume zum Blühen gebracht. (Schon vergangene Woche hatte ich Schlüsselblumen gesehen.)

Daheim stellte ich nur kurz Zeug ab, dann holte ich bei einem Kartoffelkombinats-Genossen den neuen Jahrgang Solidarisches Olivenöl aus Lesbos. Draußen Menschen in sommerlicher Kleidung, für meine Kostümjacke war es eigentlich zu warm.

Herr Kaltmamsell hatte zum Abendessen aus Ernteanteil-Kartoffeln und -karotten eine Suppe gekochte, sie schmeckte sehr gut. Abendunterhaltung war die vierte Folge von Good Omens.

§

Seit Montag ist das Containerschiff Ever Given frei, der Stau im Suez-Kanal löst sich langsam auf. Wie die Befreiung technisch funkionierte:
„Als würde ein Zahn aus dem Kiefer gerüttelt“.

(Man ist vermutlich alt, wenn man sich noch an Red Adair erinnert.)

§

Der Mann mit dem möglicherweise besten Oscarverleihungs-Kleid jemals, Billy Porter, im Interview mit der InStyle:
„Billy Porter Is Finally Free“.

„I used to get frustrated that women could wear whatever they wanted and men had to show up in the same penguin suit,“ he says. „The reason why women wearing pants is considered OK by society’s standards is because it comes from the patriarchy. The patriarchy is male, so suits are strong, and anything feminine is weak. I was sick of that discussion, and I knew my platform allowed me to challenge it.“

Dass Frauen sich wie Männer kleiden (also Hosen tragen), ist leichter zu akzeptieren, weil es als Eroberung der höherwertigen, männlichen Welt angesehen wird. Dass ein Mann sich auf die niedrigere, schwache Ebene herablässt und einen Rock, ein Kleid trägt, erntet deutlich größeres Unverständnis (kurze Erinnerung an das ikonische Kleidbild von Iggy Pop?). Aber vielleicht ändert sich das ganz, ganz langsam – irgendwann kann vielleicht jeder im Sommer zum bequemen und luftigen Wickelrock greifen (und wir lästern lediglich, dass man diese! Socken! also wirklich nicht dazu tragen kann).

die Kaltmamsell

Journal Montag, 29. März 2021 – Sportveilchen

Dienstag, 30. März 2021 um 6:41

Sehr unruhige Nacht, zumindest konnte ich mich bei jedem Aufwachen am Vollmondlicht aus neuem Winkel freuen.

Auf dem Weg in die Arbeit entdeckt, dass Veilchen klettern können.

Reschpekt!

In der Arbeit emiges Arbeiten. Draußen schien die Sonne bei milden Temperaturen, nach meinem Mittagessen (Butterbrot aus selbstgebackenem) genoss ich einen Hofgang mit frischer Luft.

Nicht nur in meinem Internet macht sich Verzweiflung breit, weil Regierungen und Behörden nichts gegen die erstarkende Pandemie tun (nein, Tests dämmen keine Infektionen ein, sie sollen lediglich „Lockerungen“ – wie ich das Wort zu hassen gelernt habe – rechtfertigen).

Nach Feierabend ging ich wieder einen Umweg über die belebte Theresienwiese, daheim gab’s eine Runde Yoga der Serie „Breath“ (ich spiele mit dem Gedanken, die minutenlangen philosophischen Vorträge übers Atmen künftig vorzuspulen, mir bedeutet die anatomische Funktion des Atmens einfach mehr als die metaphorische).

Nachtmahl war Sonntagsessen Teil 2: Aufgewärmte Hirschlende mit Bayrisch Kraut, Süßigkeiten. Zum Entertainment schauten wir die dritte Folge Good Omens. Ich finde sehr spannend, wie Neil Gaiman für das Drehbuch die Handlungselemente des Romans neu angeordnet hat, wirklich getragen wird die Verfilmung aber durch die wundervollen Hauptdarsteller David Tennant und Michael Sheen.

§

Ein wunderschönes Beispiel für Martina Schwarzmanns Kunst: „Die Oma“. Bei ihr sitzt einfach jedes Wort, da sind keinerlei Verlegenheits- oder Anbiederungslaute drin.

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https://youtu.be/u_Ohh5Odces

(Wie da jedes Wort sitzt! Ohne alberne Verlegenheitslaute!)

via WhatsApp von Papa

die Kaltmamsell

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