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Journal Freitag, 13. März 2026 – Im Schwarzen

Samstag, 14. März 2026

Kurz vor Wecker nach eigentlich reichlich Schlaf erschlagen aufgewacht. Wunderschöne Mondsichel hinter den kahlen Bäumen des benachbarten Parks, es tagte zu klarem Himmel.

Deshalb eigentlich schöner Marsch in die Arbeit durch überraschend kalte Luft: Am Boden glitzerte Frost.

Kaiser-Ludwig-Platz.

Ein Blick nach oben erwies: Einige Kastanienknospen sind schon ziemlich weit.

Doch ich fühlte mich erschöpft, elend und müde, außerdem lagen mir die Sardinen vom Vorabend immer noch quer im Magen.

Die Blüten im Büro-Atrium, morgens noch stumm, doch im Lauf des Nachmittags immer lauter.

Im Büro entdeckte ich die Morgenaufgaben, die ich mir am Vortag-Feierabend zurecht gelegt hatte – und sofort vergessen.

Ausufernde Korrekturarbeiten – wer nicht weiß, auf wie viele Details auch in Typografie bei Publikationen (dazu gehört auch PPT) zu achten ist, kann auch nicht den Aufwand des Überprüfens einschätzen. Wahrscheinlich (eigentlich hoffentlich) stirbt mit meiner Generation dieser Aufwand aus – weil’s eh niemand mehr merkt.

Die innere Schwärze so dominant, dass ich auf beiläufige Befindensfragen ehrlich “mir geht’s grad nicht so gut” antwortete – dafür muss erfahrungsgmäß einiges zusammenkommen (sagt der innere Beobachter, der nicht immer praktisch ist).

Kurzer Schwärze-Exkurs: Beim Postwestfalen sah ich kürzlich ein Stöckchen (“Blogparade”) zum eigenen Vornamen – und ich merkte, dass ich derzeit nicht mal so weit in mich schauen will. (Kurzantwort: Inés passt schon. Konnte ja niemand die polnische Oma auf dem Schirm haben, die daraus “de Jinnes” machen würde.)
Eine üblicher Reflex auf Klage über dominante Düsternis ohne nachvollziehbaren Anlass ist ja: “Nimm dich halt selbst nicht so wichtig.” Glauben Sie mir: Nichts täte unsereine lieber, als sich selbst nicht so wichtig nehmen zu müssen, als sich endlich unbeschwert von sich selbt um alles andere zu kümmern zu können.

Stress-Kopfweh vom schieren Existierenmüssen. Weitergeackert, allerdings plus Angst, in diesem Zustand Fehler zu machen.

Wenn Sie sich vielleicht solche Schwarzstimmungsattacken vorstellen wie eine aufziehende schwere Erkältung: Ich spüre die massiven Symptome, bin aber nahezu hilflos. Raus an die Sonne? Schlafen? Fotos von niedlichen Tieren anschauen? (Also die Entsprechung zu Vitamin-C-Tabletten, Echinacea-Tropfen, Hühnerbrühe.)

Mittags ging ich auf einen echten Spaziergang raus in die weiterhin wolkenlose Frühlingssonne, also nicht auf einen Marsch um die Blöcke, sondern mit Zeit zum Gucken und Schnaufen. Ich steuerte den Bavariapark an. Das war schön und kam tatsächlich ein wenig an mich ran.

Die Bezeichnung “Brüllwürfel” kenne ich seit den 1990ern (hat tip zur legendären Wortschöpferin Gisi), doch in Wahrheit hat das Wort auf das Baustellenradio von Makita gewartet. Daraus ertönte auch ordnungsgemäß Speed Metal.

Mittagessen klappte: Äpfelchen aus Ernteanteil, geradezu Konfekt-artig köstlich, außerdem Mango mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot.

Nachmittags musste ich mich zu Konzentration zwingen, um nicht nächste Woche von zu viel Liegengebliebenem überschwemmt zu werden. Zum Glück beruhigte sich die schwarze Flut ein wenig. Was blieb, war eine ungeheure Müdigkeit.

Nahezu pünktlicher Feierabend. Auf dem Heimweg wollte ich eigentlich noch Blumen einkaufen (Entsprechung Zinktabletten), doch ich war zu erschöpft, schaffte kein Aufraffen mehr. Eher stellte ich mir vor, wie ich mich einfach auf den Boden setzen würde und da bleiben. Daheim nach kurzer Begrüßung Herrn Kaltmamsells (der bereits fürs Abendessen in der Küche stand) und Erklärung (einen lieben Menschen mit der Schwärze belasten zu müssen, hilft auch nicht) ging ich einfach ins Bett.

Ein wenig konnte ich schlafen (blöd halt, dass genau zwischen halb sechs und halb sieben die Glocken der Kirche St. Matthäus ihre große Show haben), beim Aufstehen nach einer Stunde ging es mir besser.

Genug Energie für Freitagabendfeiern: Ich mixte uns Drinks (Rosita, Herr Kaltmamsell hatte etwas mit Campari bestellt), säbelt dazu am spanischen Schinken herum, holte die restlichen Antep-Pistazien aus dem Schrank. Erstmal gab es französische halbgetrocknete Pflaumen mit Speck gebraten (meine Bestellung), dann aus Ernteanteil-Kartoffeln Gnocchi (wieder wunderbar flaumig) mit Tomatensauce – sehr gut. Eine schlechte Überraschung war der Weißwein, den ich dazu rausgesucht hatt: Der Les Cigales blanc vom Château Duvivier schmeckte chemisch sprittig mit Lakritznoten, keine Spur von der Ankündigung “Bukett nach gelben, exotischen Früchten, grüne Banane, florale Noten nach Apfelblüten”. War er vielleicht einfach verdorben? Ich ließ ihn stehen.

Mehr Alkohol gab es zum Dessert: Gekaufter Schokopudding mit selbst eingemachten Armagnac-Zwetschgen. Dann noch ein Rollgriff in die Schokoladenkiste. Früh ins Bett zum Lesen, ich beendete Helga Schubert, Luft zum Leben (hm, hm).

§

Eine seltene Meldung von Lila aus Israel mit einem kleinen Ausschnitt Kriegs-Alltag:
“Die abenteuerliche Fahrt eines Landeis in die Großstadt und zurück”.

§

Interview aus der Serie Meisterstunde, geführt im Münchner Stadtteil Nymphenburg:
“Vergolderin Elke Gleim über’s Loslegen:
»Und dann fängst du an und merkst: Die Probleme, vor denen du Angst hattest, sind keine«”.

Journal Sonntag, 1. März 2026 – Häuslicher Sonntag im Trüben

Montag, 2. März 2026

Gut geschlafen, aber einmal zu oft durch Aufwachen unterbrochen und zu früh zu Ende.

Ein trüber Tag, doch ich freute mich sehr auf eine Laufrunde. Aber erstmal bloggte ich, las die Mastodon-Timeline nach und wartete ab, bis die morgens eingeschaltete Waschmaschinenladung durchgelaufen war.

Die Luft fühlte sich nur wenig mild an, ich nahm eine U-Bahn nach Thalkirchen. Schon bald nach Loslaufen Richtung Süden merkte ich, dass es kühler war als erwartet und dass Handschuhe eine gute Idee gewesen wären. Der Körper machte gut mit, ich hatte ausführlich vorgedehnt und mobilisiert (vor allem weil ich recht lang auf die U-Bahn warten musste). Das endete allerdings vor Ende meiner Laufrunde, dann wurde es anstrengend. Und ich musste über den Rest des Tages mit Schmerzen und Steifigkeit zahlen.

Ein wenig haben Regen und Schnee der jüngsten Zeit die Isar aufgefüllt.

Da hat jemand Fledermäuse aber wirklich sehr lieb: Auf diesem kleinen Abschnitt am Isarhochufer vor Pullach sah ich mindestens zwei Dutzend solcher Häuschen.

Bei diesem trüben Wetter wurde das Alpenpanorama gar nicht erst aufgebaut.

Floßlände.

Thalkirchen kurz vor der U-Bahn.

Daheim ausführliche Körperpflege, kurz nach zwei gab es zum Frühstück Birnchen (eine ohne und eine mit Geschmack) und zwei Körnersemmeln mit Butter und Marmelade.

Ich wurde steinmüde, und weil Sonntag war, ich zudem erwachsen bin und meine Zeit frei einteilen kann – legte ich mich zu einer Siesta hin. Ich schlief sofort ein.

Unspektakulärer restlicher Sonntag: Gelbe Bete aus Ernteanteil gekocht und Salat daraus bereitet, Wochenend-Süddeutsche gelesen (weite Teile hatten sich durch den kriegerischen Angriff am Samstag von USA und Israel auf Iran und die Gegenschläge auf Israel und Golfstaaten sensationell überholt), gebügelt – mehr als erwartet, es nervte mich wie schon lang nicht mehr. Vor dem Abendessen war gerade noch Zeit für Briefwahl.

Ächz jetzt beim Stadtratwählen (80 Sitze, also 80 Stimmen), viel, viel Ächz nächstes Wochenende beim Auszählen.

Zum Nachtmahl schmorte Herr Kaltmamsell die Ingolstädter Beinscheiben und kochte die einzig passenden Nudeln dazu.

Das Fleisch hatte noch etwas zu viel Biss (hatte aber zwei Stunden geschmort), schmeckte aber gut, auch die Gelben Bete. Nachtisch Schokolade, während die Tagessschau aufzählte, welche Golfstaaten Teil dieser nächsten kriegerischen Eskalation geworden waren.

Im Bett las ich noch Granta 174, Therapy, eine sehr unentschlossene Bearbeitung des Themas (u.a. werden Psychotherapie und Psychoanalyse gleichgesetzt – meistens), möglicherweise wieder eines, das Herausgeber Thomas Meany eigentlich doof findet.

Journal Mittwoch, 25. Februar 2026 – Vorläufiger Winterabschied

Donnerstag, 26. Februar 2026

Endlich mal wieder eine gute Nacht, die anbrandende Angstwelle nach nächtlichem Klogang bekam ich durch inneres Begehen meiner wundervollen Wohnung in Augsburg weg.

Wie angekündigt tagte es nahezu wolkenlos. Das führte zu verzauberten Ansichten auf meinem Marsch in die Arbeit.

Für das zweite Foto machte ich extra einen Schlenker über den Bavariapark, als ich die Nebelfetzen zwischen den kahlen Bäumen erahnte.

Im Büro ackerte ich wie geplant los, es gab zu räumen, zu sortieren und wegzuwerfen.

Außerdem hatte ich eine Aufgabe, die zwischen Basteln und Ingenieuren lag – eigentlich wieder eine klassische Sekretärinnensache, doch ich war unsicher und hätte mich gerne mit einer anderen Assistenz/Sekretärin beraten. Das bin ich seit einem halben Jahr als einzige für 60 Menschen, also griff ich zu einer Kollegin, die sowas bis zur jüngsten Umstrukturierung vor anderthalb Jahren gemacht hatte: Volltreffer, sie hatte Erfahrung mit exakt dieser Aufgabe.

Auf meinen Mittagscappuccino zog mich der Sonnenschein mit Macht hinaus ins Westend, ich atmete die milde Luft bis in alle Lungenbläschen.

Fokus-Varianten (langsam kommt Farbe zurück!).

Aber auch eine traurige Entdeckung: Der Blumenladen Las Flores am Heimeranplatz, wo ich in den vergangenen zehneinhalb Jahren immer wieder Berufs-, aber auch Privatblumen gekauft hatte, mit deren beiden Betreiberinnen ich oft geplaudert hatte (der Name des Ladens ist Resultat ihrer großen Cádiz-Liebe) – hat zugemacht.

Nach weiterem Gebastel im Büro gab es zu Mittag Apfel, Orange, Hüttenkäse mit Leinsamenschrot. Große Freude über das Geschenk einer Kollegin: Gurken eingelegt von bulgarischer Oma.

Emsiger, aber kurzer Nachmittag: Ich machte superpünktlich Feierabend, weil ich abends Theaterabo-Vorstellung hatte – Kneifen aus Unlust diesmal eh keine Option, weil ich Herrn Kaltmamsell fürs Mitkommen hatte interessieren können. Also verließ ich das Bürohaus nicht nur bei echtem Tageslicht, sondern auch in wunderbarer Sonne.

In der Apotheke ließ ich mir gegen die absurd zuschwellende Nase ein Spray mit Salz und Hyaluronsäure empfehlen, dann spazierte ich über die Theresienwiese.

Daheim räumte ich ein wenig, begann zwischen zwei Yoga-Programmen wieder eine Woche Pilates.

Zum Theater-bedingt vorgezogenen Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell den letzten Bestandteil des Ernteanteils: Süßkartoffeln. Auf meinen Wunsch als Liebling Macaroni-and-cheese.

Spaziergang in dann doch noch winterlicher Luft zu den Kammerspielen. Gegeben wurde Avishai Milstein, Play Auerbach!, und mit dem Untertitel “Erinnerungsrevue” hatte ich Herrn Kaltmamsell gelockt.

Die Vorstellung war ausverkauft – und ich erlebte einen so großartigen Theaterabend wie seit vielen Jahren nicht mehr, genau dafür gibt es Theater, das halt kann, was nur Theater kann. Für Details möchte ich mir Zeit nehmen, Ausführlicheres lesen Sie hier morgen.

Ins Bett kam ich so mehr als eine Stunde später als sonst (hoffentlich erinnere ich mich dran, mein Abo auf Sonntag zu wechseln) (und aufs Resi).

§

Derzeit schreibe ich neben Bloggen noch etwas: Lebenserinnerungen. An einem Ort (in einer Datei), so die Idee, sammle ich, woran ich mich aus meiner Kindheit erinnere – also im Gegensatz zu einer Autobiografie, die meiner Ansicht nach mit Recherche, Nachprüfen von Fakten, Abgleich von Erinnerungen mit Geschichtsschreibung oder mit den Erinnerungen anderer Beteiligter einher geht. Bei allem Faible für Alltagsgeschichte weiß ich, dass mein Leben echt nicht genug für sowas hergibt. Aber Erinnerungen festzuhalten, stelle ich mir reizvoll vor, vielleicht sogar mipfleiß nicht gecheckt.

Ich war überzeugt, dass das Aufschreiben meiner eigenen Erinnerungen schnell gehen müsste, merke ich doch immer wieder, dass andere Mescnhen so viel mehr aus ihrer Kindheit aus erster Hand erzählen können. Ein Irrtum, denn das Bremsen und Strukturieren des Erinnerns durch Aufschreiben erzeugt bei mir genau die Geschwindigkeit, die das Gedächtnis fürs Verküpfen mit weiteren Erinnerungen braucht, an die ich sehr lange nicht gedacht hatte (die Hausmeisterin des Wohnblocks meiner Kindheit hieß Frau Kagerer, wäre mir auf direkte Frage nie eingefallen). Und es bereitet mir Freude auszusortieren, was ich zur Zeit des Erlebens wusste, was mir erzählt wurde (ich erinnere mich also an Erzähltes) und was erst viele Jahre oder Jahrzehnte später Wörter und Einordnung bekam. Chronologie, so der Vorsatz, ist dabei irrelevant, es dürfen sich Assoziationen in alle Richtungen ergeben.

Mal sehen, wie lange ich Spaß daran habe.

Journal Freitag, 13. Februar 2026 – Anreise nach Wien mit Jugendbuchlektüre

Samstag, 14. Februar 2026

Aufgewacht mit verschattetem Gemüt, das sich bereits in den Tagen davor angekündigt hatte.

Arbeitsmarsch im Wind, auf der Theresienwiese Blick in den bunten Himmel mit jagenden Wolken verschiedenen Graus – und Nachdenken, ob dieser Anblick wirklich so unsommerlich ist, wie ich behaupten würde. Aber nein, im richtigen Sommer hat es das nie. Im Gegenteil, diese Erscheinung ist klares Indiz für den anschließenden Herbst.

Das eigentlich Besondere aber war ich: In der Hand schwenkte ich nämlich unseren geräumigen Kulturbeutel für den Faschingsurlaub in Wien am Henkel. Herr Kaltmamsell hatte den Koffertransport übernommen (wir kamen beide zwischen Arbeit und Abreise nicht nochmal heim), musste aber von daheim los, bevor ich ins Bad ging.

Emsiger Vormittag, dazwischen ruhte ich meine Augen am namibischen Wasserloch aus (Gnu-Kälbchen! glucksende Zebras!).

Schneller Mittagscappuccino aus der Cafeteria, erträglich. Zum Durchlüften eine Runde um den Block in angenehmer Luft – noch war die angekündigte Rückkehr der Eiseskälte nicht spürbar. Zu Mittag gab es Mango (meh) sowie Quark mit Joghurt und Leinsamenschrot.

Soll mir niemand nachsagen, ich würde den aufdringlichen Büro-LLMs keine Chance geben! Gestern öffnete ich aus MS Teams eine Excel-Tabelle, wollte Leerzeilen einfügen – und hatte das nicht mehr unter den Funktionen, die sich über den Klick mit rechter Mouse-Taste öffnen. Ha! Das war doch genau die richtige Aufgabe für Karl Klammer 2.0, verkauft als Copilot. Ich bat also im Eingabefeld: “Bitte nach Zeile 115 zehn Leerzeilen einfügen.” Nach einigen Sekunden (deutlich mehr als ich sonst über rechten Mouseklick brauchte) erschien die Antwort: “Ich habe zehn Leerzeilen eingefügt.” (ungefähr, habe nicht mitgeschrieben). Nur: Da war nichts. Ich versuchte Widerspruch: “Nein, da sind keine Leerzeilen.” Wieder ein paar Sekunden Copilot-Arbeit: “Jetzt habe ich die Leerzeilen eingefügt.” Sie ahnen: Da war nichts.
Geschafft habe ich es dann über das Suchfenster in der Browser-Version Excel: Auf die Suche “Leerzeilen einfügen” erschien unter anderem ein Symbol in der Liste, mit dessen Anklicken eine Leerzeile erschien. Damit juckelte ich mich durch. Aber wieder kein Aufhänger für mehr Verwendung von Copilot in meinem Arbeitsalltag. (Eine Kollegin, die vor allem in Excel Copilot ausprobiert, spricht von “Mustern einer toxischen Beziehung”, weil das System ständig Falsches behauptet oder Input in anstrengender Form einfordert, um beim Eingeben zu antworten, dass es den Input in dieser Form nicht verwenden kann.)

Kurz vor drei fuhr ich den Rechner runter, Aufbruch zum Hauptbahnhof. Am Bahnsteig wartete Herr Kaltmamsell mit unserem Koffer, in dem wir den Kulturbeutel verstauten. Abfahrt nach Wien mit nur fünf Minuten Verspätung – die wir über die vier Stunden Fahrt wieder reinholten.

Zu meiner Überraschung zog sich die Anreise, ich bin eigentlich gewohnt, dass die ersten Stunden schnell verfliegen – zumal es ja zunächst hell genug war für Blick in die verschneiten Alpen, auf Traunstein und Salzburg. Herrn Kaltmamsell ging es ähnlich, wir führten das auf große Grunderschöpfung zurück.

Ich las Ingrid Nolls aktuellen Roman Nachteule aus der Stadtbibliothek – das sich als schlichtes Jugendbuch erwies. Es schreibt eine zeitgenössische 15-jährige, altkluge Ich-Erzählerin im Stil eines Erlebnisaufsatzes: Polizisten sind “Ordnungshüter”, mit Einschüben wie “gesagt, getan”, Charakterzeichnungen aus der Perspektive einer alterstypisch sebstgefangenen 15-jährigen ohne weiteren Ebenen. Na ja, las sich schnell weg.

Wien empfing uns mild, von Meidling bis Westbahnhof brachte uns eine U-Bahn, von dort rollkofferten wir ins angenehme Hotel. Mir fiel gleich mal auf, wie viel schwieriger Gesamtorientierung im Dunklen war, vergangenen August hatte ich mich umgehend zurechtgefunden. Auf dem Weg waren wir an einer urig aussehenden Eck-Wirtschaft vorbeigekommen, die (in vielen Sprachen – klar, Stadtzentrum) wiener Küche anbot. In dieses Pulkautaler Weinhaus kehrten wir zum Abendessen ein, teilten uns gegrillte Fleischberge mit hervorragenden Pommes, außerdem Krautrouladen mit Kraut und Bratkartoffeln für Herrn Kaltmamsell.

Und ich freute mich über zwei Achtel heimischen Gelben Muskateller, zum Abschluss ein Stamperl Himbeergeist (die handgeschriebenen Getränke-Tafeln über der Theke hatten mich draufgebracht). Auf dem großen Fernsehbildschirm über uns wurde der Wiener Opernball übertragen.

Schon lang keine Rechnung mehr in dieser Form bekommen (man konnte aber elektronisch zahlen).

Zurück im Hotelzimmer skizzierten wir noch kurz Pläne für den Samstag (Käse-Einkauf, Mittagessen in Liweis Kitchen, Albertina), schliefen dann früh erschöpft ein.

§

In meiner Mastodon-Timeline wird viel Olympische Winterspiele geguckt, ich bekomme die Sensationen aus dem Augenwinkel mit. Den Jahrhundert-Eiskunstläufer Ilia Malinin kannte ich ja schon, in ihrem Blog weist Hotel Mama auf eine Analyse in der New York Times hin, die seinen vierfachen Axel auseinandernimmt (den nur Malinin kann) – mit Filmchen in Zeitlupe, die seine Technik dafür seinem dreifachen Lutz gegenüberstellen:
“The Impossible Jump, for All but One”.

Journal Samstag, 7. Februar 2026 – Wie ich lernte, dass auch Schwimmbrillen sich auflösen können

Sonntag, 8. Februar 2026

Recht lang geschlafen, ich fühlte mich aber nicht ganz ausgeruht.

Meine ersten Handgriffe galten dem Brotteig, für den ich am Vorabend den Sauerteig angesetzt hatte: Es sollte dieses Roggenmischbrot 79/30 geben. Das verzögerte mein Bloggen, der Post über den Vortag ging erst deutlich nach neun online.

Verwunderung beim Nachlesen meiner Mastodon-Timeline: Darin interessierten sich deutlich mehr Menschen für die frisch gestarteten olympischen Winterspiele, als ich prognostiziert hätte. Schnittmenge mit Menschen, die sich für den European Song Contest interessieren? Weil irgendeine Art große, internationale Show?

Wohl geraten.

Pläne für den Tag nach Brotbacken:
– Radeln (!!!) zur
– Schwimmrunde
– Kauf von Kochschinken auf dem Rückweg fürs Frühstück
– aushäusiges Abendessen bei privater Einladung

Nachdem ich mein Radl seit September nicht mehr genutzt hatte, checkte ich es erstmal. Ergebnis: Es wurde nichts mit dem Radeln, denn mein Aufpumpversuch scheiterte, der Vorderreifen ist platt. Also
– U-Bahn zur Schwimmrunde
Die Luft gestern angenehm mild, noch aber ohne Frühling in den Düften.

Geduscht und mit Schwimmbrille in der Hand trat ich an ein sensationell dicht beschwommenes Becken. Ein Grund war vermutlich, dass die äußersten beiden Bahnen für Vereine gesperrt waren – das hatte ich am Wochenende noch nie erlebt. Hier, aber auch an allen anderen Bahnen war der Rand unpassierbar vollgestellt mit Schwimmspielzeug aller Art, ich balancierte dazwischen ins Becken.

Gleich nach dem Abdrücken hatte ich Wasser in der rechten Seite der Schwimmbrille, nach der ersten Bahn setzte ich sie schnell neu an. Doch auch jetzt stand diese rechte Seite voller Wasser. Nach der zweiten Bahn stellte ich mich also fest hin und nahm sie ab – um zu entdecken, dass sich der Dichtungsgummi halb vom der Plastikschale gelöst hatte.

(Foto nach Schwimmrunde)

Völlig entgeistert hielt ich die Brille den fremden beiden Frauen am Rand der Nebenbahn hin (gestern wurde viel am Rand gestanden): “Was mach ich jetzt?!” Sie lachten und wussten natürlich keine Antwort. Außerhalb der Bezahlschranke hätte ich am Kiosk eine Schwimmbrille kaufen können, aber nicht hier.

Also versuchte ich, so zu schwimmen: linkes Auge geschützt, rechtes verkrampft zugekniffen. So schaffte ich 2.000 Meter, die eigentlich sehr gut taten, doch dann sorgte ich mich um mein Auge und brach ab.

Dass ich mit dem armen Auge nur verschwommen sah, legte sich zum Glück bald.

Vor der BMW-Welt wurde fotografiert, eine Gruppe aus fast ausschließlich Frauen. (?)

Eher enttäuscht als verärgert saß ich in der U-Bahn nach Hause. Ich guckte nach E-Mails – und jetzt machte mich traurig, dass ich auf eine künstlich generierte alte Frau reingefallen war. In meinen Augen ist das aktiver Betrug: Der Text unterm Video behauptet zunächst lange und detailreich, es handle sich um einen ganz konkreten Menschen und “Real takeaways. No pretending.” Erst ganz weit unten steht dann: “The person in this video is AI-generated, not a real individual.” Die Kommentare unter dem Video zeigen, dass niemand davon so weit gelesen hat.

Am Sendlinger Tor kaufte ich noch im Alnatura ein, ich wünschte mir aufs frischgebackene Roggenbrot dick Butter und gekochten Schinken. Dieses Frühstück gab es nach einem Apfel um kurz nach zwei.

Nachmittag mit Lesen: Zum einen die Wochenend-Süddeutsche, zum anderen las ich Ursula K. Le Guin: Tehanu: The Fourth Book of Earthsea aus. Es gefiel mir bis zum Ende gut, ich ließ mich in dieser klugen Variante in eine Märchen-Zeit und -Welt mitnehmen mit Zauberern, Hexen, Machtkämpfen. Und mir fiel auf, wie viel dieser 1990 veröffentlichte Roman der sieben Jahre später erschienenen Harry-Potter-Welt vorweg nimmt: Es gibt eine Zauberer-Schule (die in diesem Band allerdings nicht gezeigt, sondern nur erwähnt wird), konstruktive und zerstörerische Zauber-Menschen, eine magische Sprache (allerdings nicht mit Schlangen, sondern Drachen), magische Wesen, und der Graben zwischen verschiedenen Zaubermensch-Herkünften verläuft nicht zwischen Witches und Muggles, sondern zwischen Männern und Frauen.

Vor der Abendeinladung turnte ich noch Yoga: Ich nahm die übernächste, sportliche Folge vorweg, weil ich gestern bei weitem nicht ausgepowert war; die ruhige nächste Folge hob ich für Sonntagabend auf, wenn ich nach einer geplanten Laufrunde dankbar dafür sein würde (für diese Einblicke klicke ich die Folgen vorher durch).

U-Bahn nach Bogenhausen, wo ich mit Herrn Kaltmamsell einen sehr schönen Abend mit zwei interessanten Frauen verbrachte (beruflicher Kontakt über den Herrn), von einer der beiden köstlich italienisch bekocht: Zu einem Glas Ferrari Spumante gab es Antipasti in Form von Wurst, Schinken, Käse, gegrilltem Gemüse, dann als Primo Pasta mit selbstgemachtem Pesto, Wein ab jetzt ein eleganter Roter aus der Maremma, als Secondo Hühnchen cacciatore, und nach einem richtig guten Espresso als abschließende Sensation Mandelkuchen mit Vanille-Orangencreme und karamellisierten Pinienkernen.

Dazu angeregte Unterhaltung, unter anderem über den Alltag einer Orchestermusikerin.

U-Bahn nach Hause, es war immer noch mild. Gegen Mitternacht im Bett.

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Alle medizinischen Diagnosen und Tipps zu meinem Fuß unter dem Post zum Freitag habe ich dann doch gelöscht.

(Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)

steht über dem Kommentarfeld (Serviceblog mit betreutem Lesen).

Sollte mein Hausarzt hier in den Kommentaren damit auftauchen, überlege ich, ob ich eine Ausnahme mache.

§

Bei geschichtlichen Meilensteinen lohnt sich immer wieder der feministische Blick. Dieser ist von Barbara Vorsamer:
“Unsichtbare Erfinderinnen: Wie Frauen die Medizin revolutionierten”

Journal Dienstag, 3. Februar 2026 – Alltag mit langem Feierabend-Marsch

Mittwoch, 4. Februar 2026

Sehr gut geschlafen, das Weckerklingeln verärgerte mich.

Trüber und frostiger Weg in die Arbeit, doch über den Vormittag wurde es heller bis sonnig.

Emsiger Arbeitsvormittag, es war viel Laufens und Ordnens: Ich füllte (mal wieder) eine Lücke, für die ich nicht zuständig bin, die aber sonst niemand sieht und die immer größer wurde – was ich nicht mehr mit ansehen konnte. Sollte das Thema zur Sprache kommen, werde ich auch weiterhin vehement darauf hinweisen, dass ich nicht zuständig bin – aber es ist zumindest (fast) nichts kaputt gegangen.
Dennoch konnte ich mir bequem einen Mittagscappuccino einplanen und marschierte dafür ins Westend.

Zu Mittag gab es einen Apfel und eingeweichtes Muesli mit Joghurt – aber ohne Zeitungslektüre, denn mein Briefkasten war morgens leer geblieben, und in der Arbeit wurde die Süddeutsche abgeschafft.

Emsiger Arbeitsnachmittag, aber am Schreibtisch. Weil die Gegend um meine Lendenwirbelsäule weiterhin überdurchschnittlich schmerzte, arbeitete ich gestern möglichst viel im Stehen, bewegte mich möglichst viel – die Schürhackl-Phase nach dem Aufstehen vom Sitzen wurde deutlich kürzer. (Ich bilde mir ursächlichen Zusammenhang ein.)

Für den Feierabend hatte ich einen Ausflug zum Gärtnerplatz geplant, dort wollte ich in einem Spezialladen nach einem Mitbringsel suchen. In letztem Tageslicht und nicht zu kalter Luft machte ich mich (anders als sonst) quer über die Theresienwiese und auf selten gegangenen Wegen dorthin auf, die Route nach Hübschheit gewählt. Es wurde ein erfreulicherer Marsch, und ich bekam mein Mitbringsel.

Nach Hause kam ich dadurch aber so spät, dass ich keine Lust auf Yoga hatte. Statt dessen gab es 15 Minuten früher als sonst Abendessen.

Aus den Ernteanteil-Süßkartoffeln hatte Herr Kaltmamsell ein Chilli zubereitet, seine Auswahl an getrockneten Chillis und Chillipulvern ist groß. Schmeckte gut, doch die Süßkartoffeln gingen unter. Nachtisch Schokolade, ich hatte die Vorräte gründlich aufgefüllt.

Noch früher ins Bett zum Lesen. Herr Kaltmamsell informierte mich zwar auf Nachfrage, dass ja, die Earthsea-Reihe von Ursula LeGuin im Gegensatz zu literarischen Meilensteinen wie Left hand of darkness ganz klassische Fantasy sei (“Warum hast du mich nicht vorher gefragt?” – so weit kommt’s noch), doch ich wollte durchaus wissen, wie’s weitergeht. Und natürlich geht LeGuin viel tiefer in Reflexion und Analyse von Menschlichem als schlimme Besteller-Autorinnen wie Marion Zimmer Bradley.

§

Vergesst altmodische True-Crime-Podcasts. Vergesst die Kardashians, die Jenners. Unterhaltet euch mit sehr alten Menschen.

Frau Frohmann schreibt in ihrem aktuellen Newsletter unter anderem über noch lebende alte Verwandte. Auch ich profitiere davon, dass meine Eltern und Schwiegereltern neue alte Geschichten erzählen, aus ihrer Kindheit und Jugend, auch was sie damals bei den noch älteren aufgeschnappt haben. Wie Frau Frohmann rate ich, den alten Verwandten zuzuhören – und sich sehr darüber zu freuen, wenn sie in hohem Alter noch bei Sinnen sind.

Plötzlich erinnern sich Menschen, mit denen man sein ganzes Leben verbracht hat, an Beobachtetes und Erlebtes, an das sie viele Jahrzehnte nicht gedacht haben und es werden nicht mehr die immer gleichen Geschichten erzählt, sondern ganz neue alte Geschichten. Was erzählt wird, ist nicht immer schön.

Journal Montag, 2. Februar 2026 – Angepreppt, bester Blaukrautsalat

Dienstag, 3. Februar 2026

Nacht mit Loch: Um zwei konnte ich ziemlich lang nicht wieder einschlafen. Doch ich litt nicht, hatte es ja warm und war schmerzfrei, suchte mir schöne Gedanken.

Mitten in meiner Morgenroutine, nämlich beim Aufstehen vom Bloggen, meldete das Kreuz böse Schmerzen, Erinnerungen an Hexenschuss. Ich bekam sie weder durch meine Plank-Gymnastik noch durch Mobilisierung und Dehnung der Lendenwirbelsäule weg und war schon gespannt auf ihre Entwicklung über den Arbeitstag (ich nehme vorweg: Schmerzen erträglich, aber Komplettversteinerung des unteren Rückens).

Es tagte zu einheitlich grauem Himmel und wenig Licht.

Der gestrige bundesweite Streik des ÖPNV hatte unerwartet auch auf meinen Arbeitsweg Auswirkungen: Der U-Bahnhof Heimeranplatz war mit den nächtlichen Gittern versperrt, ich konnte ihn nicht als Unterführung nutzen. Durchaus erwartet hatte ich die Leere in den Büros: Fast alle nutzen den Öffentlichen Nahverkehr, sie würden gestern tendenziell von daheim aus arbeiten.

Neue (und einzige) Büro-Deko neben meinem Schreibtisch. Die Postkarte hatte ich im Herbst 2025 bei meinem jüngsten Essen im Food for friends in Brighton eingesteckt – wo ich doch sonst Mitnehmen von Andenken um der Andenken willen recht konsequent vermeide. Doch gestern fiel mir dieser nützliche Einsatz ein: Jeder Blick darauf löst angenehme Gefühle aus.

Um die Mittagszeit lichtete sich der Hochnebel ein wenig. Ich marschierte raus auf einen Mittagscappuccino im Nunique – deren Gebäck (Kuchen, Torten, Kekse) ganz hervorragend aussehen, nur mich halt um diese Zeit überfordern.

Ich schloss eine Spazierrunde um den Block an, an dessen Ende ich echten Sonnenschein und blauen Himmel bekam, beides hielt bis Sonnenuntergang.

Zu Mittag gab es einen Apfel und den Rest Blaukraut mit Linsen vom Samstag. Meine Kreuzschmerzen hielten an, waren aber erträglich, bewirkten lediglich Knickhaltung nach jedem Aufstehen vom Sitzen (-> Schürhackl).

Nach Feierabend ging ich meine Liste für Social Prepping an: Bei Saturn kaufte ich eine Powerbank und ein kleines Radio mit Batteriebetrieb. Auf dem Heimweg noch Stopp im Biosuper- und Drogeriemarkt.

Zu Hause endlich wieder eine Einheit Yoga – ging auch mit der deutlicher als sonst schmerzenden LWS.

Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell ein Rezept aus der Süddeutschen umgesetzt, das ich ihm für das restliche Blaukraut aus Ernteanteil zugesteckt hatte: Rotkohl-Salat mit Kumquats und Nüssen aus dem Kohl-Special vom Wochenende.

Ausgesprochen köstlich mit Ruccola, Walnüssen und Feta, Empfehlung! (Und doch kenne ich Menschen, die bei diesem Anblick erstmal “gesund” denken – und sagen. Meinen die damit eigentlich “schmeckt mir nicht”?) Nachtisch Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen mit neuer Lektüre: Tehanu: The Fourth Book of Earthsea von Ursula K. Le Guin, das als eher konventionelle Fantastik losging.

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Wegen Rita Süßmuth begann ich Ende der 1980er Bundestagsdebatten zu gucken.
Nicht auszudenken, wie Deutschland ohne sie durch die AIDS-Pandemie gekommen wäre. (Hier ein knapp 3-minütiger Ausschnitt aus ihrer Abschiedspressekonferenz 1988 über ihren Kampf mit der Aids-Politik.)
Danke. Jetzt ist sie mit 88 Jahren gestorben.

Und sie hat noch so viel mehr bewirkt! Erst dieser Nachruf im Deutschlandfunk erinnerte mich daran, dass sie unter anderem als Vorsitzende der ersten so genannten Zuwanderungskommission endlich konstantierte, dass Deutschland ein Zuwanderungsland ist. Rita Süßmuth hat geholfen, die deutsche Gesellschaft offener zu machen und zum Positiven zu verändern – wahrscheinlich gerade weil sie eben nicht über viele Jahre Wahlkampf samt dem Zwang, ihr Fähnchen nach Volksgeschmack zu richten, an die Spitze eines Ministeriums kam.

§

Wir alle hassen Foodblogs, die den Weg zu Rezepten mit dem Scrollen über komplett unnötige Dönneckens, Gezwitscher und sonstigen Text im LLM-Slop-Stil pflastern. Manchmal geht es aber wirklich um die Geschichte dahinter, und das Rezept ist nur die Randbemerkung. Zum Beispiel bei diesem Post der Bloggess (die andererseits ja kein Foodblog schreibt):
“The Peach Cobbler that went missing for 40 years.”
Welchen ich jetzt dringend ausprobieren will, trotz der bescheuerten Cup-Maße, zumal Dosenpfirsich offiziell ok ist.

§

Uuuuuh – den Film und die Szene kannte ich nicht (danke, Padrone). Ob sich Herr Kaltmamsell traut, mich zum Mitsingen zu zwingen, wenn ich mal wieder vor Gereiztheit und Selbsthass qualme?

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https://www.youtube.com/watch?v=7SXv67czI4w