Bücher

Journal Freitag, 14. Juni 2019 – Hochsommerschwindel

Samstag, 15. Juni 2019

Der noch kühle Morgen (zu kühl für Kaffee auf dem Balkon) wurde zu einem Hochsommertag – mein Kreislauf reagierte im Büro darauf mit Schwäche und Schwindel – sehr unangenehm.

Nach Feierabend hatte ich einen Termin zur Fußpflege bei der neuen Kosmetikerin; ich kam zu Fuß gut hin, hatte aber keine Freude an der Bewegung. Angenehme Pediküre, Ergebnis sehr schöne Füße.

Ein paar Einkäufe im Vollcorner, zu Hause der immer noch kranke Herr Kaltmamsell: Er fühlte sich nicht fit genug für Biergarten (wir waren diese Saison noch kein einziges Mal im Schnitzelgarten!), machte uns statt dessen Pasties mit Spinatfüllung aus Ernteanteil. Zu Feier des Wochenendes gab’s Gin Tonic.

Im Bett brach ich die Lektüre von Pinocchio ab, die Geschichten sind ja noch bösartiger und schlimmer, als ich sie aus Kindheitslektüre in Erinnerung hatte: Schon damals hatten sie mich verstört und abgestoßen; ich hatte das Buch aus der Pfarrbibliothek geliehen, nachdem mich die sehr freie Fernsehverfilmung mit Gina Lollobrigida sehr bewegt hatte (die Musik!). Statt dessen griff ich zur Jubiläumsausgabe Granta.

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UK hat ja eigentlich andere Probleme (als YOUKNOWWHAT), zum Beispiel Kinderarmut – oder überhaupt Armut, nachdem die Sozialleistungen in den letzten Jahren immer weiter gekürzt wurden. Gleichzeitig haben in UK Privatinitiativen und bürgerliches Engagement zum Ausgleich von Missständen Tradition. Dieser Twitter-Faden erzählt mit originellen Mitteln von einer interessanten.

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queer.de schlägt Alarm:
„LGBTI-Gegner wollen queer.de zum Schweigen bringen“.

Die Redaktion wird immer häufiger mit Abmahnungen angegriffen: Die Abwehr (fast immer erfolgreich, nur ein Prozess ist noch offen) kostet nicht nur Geld, sondern bindet auch die Energie der Redaktion – sehr wahrscheinlich die eigentliche Absicht.

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Den Twitter-Account @OnThisDayShe schätze ich sehr („Putting women back into history, one day at a time.“). Hier erzählt Mitgründerin Alisa Holland (mit schönem nordenglischen Akzent), wie es dazu kam und welche Wirkung sie sich erhofft.

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https://youtu.be/qijE01uxdfY

Journal Pfingstmontag, 10. Juni 2019 – Weitergenesen

Dienstag, 11. Juni 2019

Ich wachte deutlich gesünder auf, ließ es dennoch langsam angehen. Der ursprüngliche Plan, den Pfingstsonntag zum Wandern zu nutzen, war eh längst aufgegeben. Also: Nach dem Bloggen Internet gelesen, geduscht und zur Feier des Pfingstens die Wäsche von zwei Wochen gebügelt.

Dabei hörte ich WRINT: „Frau Diener verreist nach Dubai“.

Nach dem Frühstück las ich auf dem Balkon Neil Gaiman, Terry Pratchet, Good Omens aus. Ich hatte es gern gelesen, es trögt wirklich die komische und zutiefst humanistische Handschrift beider Autoren – Böse und Gut sind gar nicht so weit voneinander entfernt, wie die Weltreligionen es uns verkaufen wollen; da muss erst der Antichrist auf die Welt kommen für ein sauber durchgeplantes Armageddon, um sie wenigstens vorübergehend zur Vernunft (!) zu bringen. Zufällig hat die BBC das Buch gerade als Sechsteiler verfilmt. Interessiert mich schon, werde ich aber realistischerweise genauso wenig ansehen wie all die anderen Serien der letzten Jahre, die mich gereizt hätten.

(Dazwischen schreibe ich seit Tagen an dem Post über den Weg zum Großen Fest, das wird was Längeres.)

Meine Genesung war vorangeschritten, ich fühlte mich deutlich munterer – und schon zog es mich hinaus. Morgens hatte es geregnet, doch dann war es wieder sommerlich geworden. Ich hatte Lust auf ein Eis bei Ballabeni und spazierte dorthin. Als ich das Haus verließ, sah ich am Horizont Gewitterwolken.

Vorbei am Abriss des Königshofs am Stachus.

Die Schlange am Ballabeni war übersichtlich, ich nahm Maracuja, Schoko-Ingwer, Karamell und zum Probieren Malaga.

Mittlerweile war Gewitterwind aufgekommen, der Himmel wurde schwarz. Ich hätte gerne eine Runde über den Englischen Garten gemacht, doch das Wetter wollte Armageddon nachspielen.

Der Regen begann auf Höhe Theatinerkirche und wurde bald zum Gewitterguss. Immer wenn der Regen etwas schwächer wurde, sauste ich in die nächste Einkaufspassage, wartete dort den nächsten Guss ab. So brauchte ich zwar eine halbe Stunde nach Hause, wurde aber lediglich etwas feucht.

Zum Abendbrot gab es Wurstsalat mit Ernteanteilrettich und so lala geratenem selbstgebackenem Brot vom Vortag.

Journal Samstag, 8. Juni 2019 – Dann doch krank, Gary Shteyngart, Lake Success

Sonntag, 9. Juni 2019

Der Nachtschlaf war von schlechten Träumen und Luftröhrenschmerzen geplagt, dann wieder schmerzten nach dem Schlucken Brust und Rücken (war bloß Luft, nach ein paar Rülpsern alles weg, doch meine Assoziationsmaschine erinnerte sich erstaunlicherweise sofort an das dramatische Herzleiden von dasnuf).

Morgens war klar: Ich bin krank. Doch da war die Frühstücksverabredung mit einer Freundin, auf die ich mich sehr freute; ich beschloss, das Kranksein um ein paar Stunden zu verschieben. Irgendwie würde ich meiner kompletten Heiserkeit schon ein wenig Stimme abringen.

Also vormittäglicher Fußweg in die Maxvorstadt zum Heinrich Matters, das in Einrichtung und Personal so treffsicher seinem Stereotyp entsprach, dass es es den Spaß verdirbt, sich darüber lustig zu machen (vielleicht ein ganz kleiner über blondgesträhnten Wuscheldutt als Kellnerinnen-Uniform?). Das Ergebnis ist gemütlich, die Frühstücks-Bowl mit Joghurt, geröstetem Granola und Obst schmeckte sehr gut, ich komme sicher nochmal.

Der Marsch dorthin war beschwerlich gewesen (erst mit entzündeten Atemwegen wird klar, wie fundamental Atmen für Unbeschwertheit ist), doch das angeregte Gespräch lenkte mich wunderbar von den Körperlichkeiten ab. Und mit genug Anstrengung konnte ich auch sprechen, unterstützt von zwei großen Tassen heißem Ingwer.

Auf dem Rückweg ein paar Einkäufe in der Lebensmittelabteilung des Hertie am Bahnhof. Vor allem wegen Obst ging ich hin, denn die Qualität der Ware ist dort ausgezeichnet. Leider wird das Erlebnis seit einigen Jahren nicht mehr bereichert durch den angestellten Herrn in formaler Kleidung plus Schürze, nach dem ich früher immer Ausschau hielt. Er verhielt sich, als sei die Obst- und Gemüseabteilung sein eigener Laden, drapierte sorgfältig, füllte kontinuierlich nach, hatte immer einen prüfenden Blick über die Auslagen – betrachtete die Kundschaft allerdings immer ausgesprochen misstrauisch; es war klar, dass sie das störende Element an seinem Job war. Diesmal nahm ich Flachpfirsiche und eine Mango mit.

Daheim meldete ich mich ins Bett ab, verdunkelte mein Schlafzimmer und schlief ein paar Stunden.

Nachmittags las ich Gary Shteyngart, Lake Success aus: Ich hatte die Geschichte des US-amerikanischen Hedgefond-Managers Barry gerne gelesen, der im Wahljahr 2016 nach einem Streit mit seiner Frau ausbricht und sich mit Greyhound-Bussen quer durchs Land auf den Weg zu seiner College-Liebe macht. Die mit diesem Mittel (sich dessen bewusst) von den verschiedenen Seiten der USA erzählt, von Menschen, die Erfolg ausschließlich in angehäuften Geldsummen messen, bis zu denen, die sich von Tag zu Tag durchschlagen. Zwischenkapitel schildern das Leben der zurückgebliebenen Ehefrau und des gemeinsamen Sohnes (die interessierten mich viel mehr und hätten für meinen Geschmack die Haupthandlung sein können).

Der Roman ist klassisch realistisch erzählt, das einzige nicht-realistische Detail ist die Fortführung der Handlung zehn Jahre in die Zukunft. Nur dass mir die Hauptfigur Barry halt ziemlich egal war, wie überhaupt seine Geldwelt. Mir ist schon bewusst, dass hauptsächlich sie für die großen Unrechte in der Welt verantwortlich ist, doch das gesamte Wertesystem, das ihr zugrund liegt, geht an mir vorbei.

Insgesamt Leseempfehlung, muss ja nicht alles gleich ein Meilenstein der Literaturgeschichte sein.

Gegen fünf war ich eigentlich schon wieder bettreif, blieb aber wach, weil ich befürchtete, sonst nachts nicht schlafen zu können. Also setzte ich mich an die offene Balkontür (der Tag war sonnig und mild geworden) und las Internet.

Und wenn Sie jetzt rufen: „HÜHNERBRÜHE! WARUM GIBT NIEMAND DER FRAU HÜHNERBRÜHE?!“ – selbstverständlich reichte Herr Kaltmamsell genau das an, hätte es am liebsten schon am Vorabend getan, an dem ich auf Salade niçoise bestanden hatte. Das gekochte Huhn hatte er für Sonntag verplant, zum gestrigen Abendessen gab es Oriecchiette (!) mit Mönchsbart aus Ernteanteil.

Früh ins Bett, sofort eingeschlafen.

Journal Donnerstag, 6. Juni 2019 – Leserunde und Luftröhrensorgen

Freitag, 7. Juni 2019

Am Morgen drehte das Wetter von klar, warm und sonnig auf bedeckt und kühl. Ich hatte das nicht rechtzeitig bemerkt und fror auf dem Arbeitsweg in meinem kurzärmligen T-Shirt.

Arbeit in der Arbeit, dabei viel Manuelles. Konfrontation mit meinem Erzfeind seit Kindergarten: Klebstoff, in diesem Fall in Form von Paketband aus dem Abroller mit Griff. In dieser Darreichungsform war ich bislang eigentlich ganz gut zurecht gekommen, gestern schein das Klebeband mit mir die Laokoongruppe nachstellen zu wollen.

Nach Feierabend Einkäufe im Vollcorner: Das Einkaufszentrum Forum auf der Schwanthalerhöhe ist nun tatsächlich eröffnet, für mich liegen die Super- und Drogeriemärkte superpraktisch auf dem Weg nach Hause. Und danke für den Tipp: Ich habe tatsächlich Orecchiette bekommen.

Die Heiserkeit, die am Dienstagabend begonnen hatte, wuchs sich über den Tag zu Luftröhrenschmerzen und Krankheitsgefühl aus; ich hatte keine Lust, zu Fuß zum abendlichen Treffen unserer Leserunde zu gehen, Herr Kaltmamsell und ich nahmen das Rad.

Nicht nur gab es dort ein köstliches Ofencurry (Auberginen, Kartoffeln, Lauchzwiebeln mit Salatkörnern), sondern mit Ankündigung Erdbeeren in Absinth, serviert als Torte (drunter Brownie-Boden und Sahne).

Herr Kaltmamsell betitelte die ausgesprochen wohlschmeckende Nachspeise mit „Giesing Mess“.

Das Buch, das durchaus auch besprochen wurde, war von Gary Shteyngart, Lake Success. Ich bin erst zu 70 Prozent durch, deshalb Ausführliches zu späterem Zeitpunkt. Vorab schon mal: Ich lese es gern, und es bot schon gestern einigen Stoff zu Diskussion mit unterschiedlichen Bewertungen.

Sorge beim Heimradeln, ich könnte richtig krank werden.

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Der Blogger hinter „Rettet das Mittagessen“ (schon lang offline) bloggt wieder, vielleicht mögen Sie mitlesen:
„Schöne Grüße aus Zuversicht“.

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Dieses Filmchen auf Twitter muss ich unbedingt irgendwo ablegen, um es jederzeit als Bebilderung für den handelsüblichen Change Process in Unternehmen einsetzen zu können.
„Basically how humanity solves problems“.

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Ich weiß, dass viele Leserinnen und Leser hier Twitterer „Krieg und Freitag“ von Anfang an mit Freude begleitet haben. Gestern berichtete das ZDF Morgenmagazin kurz über ihn.

Journal Montag, 27. Mai 2019 – Münchenurlaubstag mit Schwimmen

Dienstag, 28. Mai 2019

Früh aufgestanden, um mit Herrn Kaltmamsell vor seinem Aufbruch in die Arbeit Milchkaffee trinken zu können. (Und mir den Rücken fürs Schwimmen eincremen zu lassen.)

Ausführlich gebloggt, dabei schon wieder vor Rührung Tränen in den Augen gehabt. Zumal mein Blick immer wieder dorthin fiel, wo sich die vielen Geschenke all der lieben Menschen türmten (die wir nach und nach auspacken und bejubeln, um uns emotional nicht zu überfordern).

Wie angekündigt war es bewölkt und warm, ich plante eine Schwimmrunde (viel lieber wäre ich Laufen gegangen, doch das traue ich mich mit den Bandscheiben-induzierten Schmerzen nicht – ist ja schon mein Gehen ausgesprochen unrund und sieht 30 Jahre älter aus als der Rest). Erst mal brachte ich den Frack zurück, mussste aber nochmal heim, weil ich Badekappe und Schwimmbrille vergessen hatte.

Das Schyrenbad war erwartungsgemäß leer, auf den Schwimmbahnen nur vereinzelte Menschen. Ich zog meine Bahnen gemütlich, brauchte dafür wieder sehr lang. Nur einmal kam die Sonne durch, ich genoss die heiße Dusche nach dem Schwimmen.

Für mein Frühstück steuerte ich das Café Hüller an, in dem ich mich immer sehr wohl fühle. Auf die signature-Pfannkuchen hatte ich keine rechte Lust, fühlte mich aber untersalatiert: Es wurde der Tagessalat mit gebratenem Ziegenkäse in Sesam-Honig-Kruste – hervorragend.

Dazu las ich die Süddeutsche des Tages mit viel EU-Wahlberichterstattung und -analysen: Massive Gewinne für die Grünen, die SPD musste bitter dafür zahlen, dass sie ein eigenes Profil aufgegeben hat, zwei Bundesländer (Sachsen und Brandenburg) sehen die Zukunft in der mittlerweise rechtsextremen AfD und werden für ganze Bevölkerungsgruppen lebensbedrohlich.

Das Heimgehen (zu Hause räumte und reinigte noch Herr Putzmann) zögerte ich mit einer Spazierrunde hinaus.

An der Isar entlang zur Ludwigsbrücke,

Besorgungen im Drogeriemarkt, weiter zum Viktualienmarkt.

Sehnsucht nach einer Waffenscheinpflicht für Interpunktion.

Nachdem Herr Kaltmamsell wochenlang vergeblich Orecchiette in Supermärkten aller Art gesucht hatte, ging ich zu Eataly – und suchte sehr lang. Zunächst fand ich nur eine Vollkornversion, nach noch gründlicherer Suche eine einzige Packung normaler. Hat man Orecchiette derzeit nicht? Werden die eher frisch verkauft?

Den Resttag verbrachte ich mit Häuslichkeiten wie Wäschewaschen und Abendessenkochen (Herr Kaltmamsell ist derzeit so ins Abitur eingespannt, dass er mich sogar ums Kochen bat – Alarmstufe ROT), es gab Kartoffeln, Kohlrabi, Pastinaken aus Ernteanteil mit Einbrenn, zum Nachtisch die letzten Tortenreste. Schon am späten Nachmittag setzte Regen ein, es wurde deutlich kühler.

Journal Mittwoch, 15. Mai 2019 – Kälte und Erkältung

Donnerstag, 16. Mai 2019

Nebenhöhlenschmerzen, beschwerliches Atmen, unentspanntes Gehen – wahrscheinlich wären andere krank daheim geblieben. Doch ich war dieses Jahr schon zweimal einen Tag krank. Und denke derzeit ohnehin viel über die Grenze zwischen self care und Rücksichtslosigkeit nach.

Es war wieder so kalt draußen, dass ich meinen Ledermantel aus dem Schrank zog und für den Weg in die Arbeit mit Schal trug. Ruhiges, strukturiertes Arbeiten, erst nachmittags machte mir die Erkältung zu schaffen. Auf dem Heimweg kehrte ich in die nächste Apotheke ein, um mir Aspirin-Nachschub gegen die Nebenhöhlenschmerzen zu besorgen. Dass die Apothekerin Vor- und Nachteile verschiedener Schmerzmittel abwog und mich dafür das eine oder andere fragte, fand ich noch gut. Dass sie mir dann irgendwelche Erkältungsmittelchen empfahl („rein pflanzlich!“), obwohl ich klargestellt hatte, dass meine Erkältungen halt sieben Tage bis eine Woche dauern und ich diese Zeit lediglich mit möglichste wenig Leid rumkriegen möchte, befremdete mich bereits. Doch als sie mir zum Medikament (ich handelte sie auf ASS ohne C runter, weil „jetzt hilft Vitamin C doch nicht mehr“ – ich war freundlich und sagte nicht, dass mir das Risiko von Skorbut in unseren Ernährungsbreiten ausgesprochen gering erscheint), Pröbchen von Vitaminpräparaten „zur Stärkung des Immunsystems“ legte, blieb ich zwar weiterhin freundlich und dankte ihr für die Geste, lehnte aber mit dem Hinweis ab, dass die Evidenzlage für die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmittel wirklich schlecht aussieht. „Und Sie wissen doch, wenn man nicht daran glaubt, wirkt’s noch weniger.“

Nächster Einkaufsstopp Supermarkt: Herr Kaltmamsell hatte einen beruflichen Abendtermin, ich musste mich selbst versorgen. Es sollte ein Abendessen werden, das er sich bei später Heimkehr gut aufwärmen konnte, so kam ich auf Linsen mit Spätzle – in der Fertigversion: Eine Dose Linseneintopf, gestreckt mit einer Dose gekochter Linsen (der fertige Linseneintopf ist mir zu reichhaltig), dazu Fertigspätzle aus der Kühltheke. Schmeckte schon mir gut, erfreute auch ihn beim Heimkommen.

Im Bett las ich das wundervolle Bärenbuch von Kiki Thaerigen aus, das ich mitfinanziert hatte: Der Bär & ich. Die jungen Jahre. Kiki hat noch ein paar Exemplare übrig, meine Empfehlung.

Vor dem Schlafen ein Stamperl Erkältungslikörchen, das ich zum Glück auf Vorrat hatte und mir nicht erst in der Apotheke herbeidiskutieren musste.

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Twitter kann immer noch lustig sein, das wissen wir. Manchmal auf eine eher unbeabsichtigte Art und Weise.
„There were some glorious self-owns by men insisting that women don’t enjoy sex“.

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Technikfasten oder gar IT-Fasten finde ich einschläfernd albern, aber dieses Experiment interessierte mich: Caity Weaver von der New York Times lebt eine Woche lang wie 1994, also vor 25 Jahren.
„1994 was a prison of my own making.“

Das Lustige: Im Gegensatz zu Weaver war ich auch vor 25 Jahren schon erwachsen – und eine Woche in New York! Der Studentenreiseführer Let’s go enthielt alle Informationen, die ich damals benötigte.

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Für Fußball interessiere ich mich weiterhin nicht, aber über den Werbespot der Frauen-Nationalmannschaft freute ich mich schon arg. (Zumal er nicht für Autos wirbt.)

Journal Donnerstag, 9. Mai 2019 – Arbeitsrückkehr

Freitag, 10. Mai 2019

Der Wiedereinstieg in die Arbeit war ein harter Schnitt nach den kuschligen re:publica-Tagen in meiner Netzfamilie. Und ich war mit sehr unangenehmen Kopfschmerzen aufgewacht, die den ganzen Tag blieben.

Wetter kühl und sonnig. Nachmittags gemischte Wolken, hin und wieder Regengüsse.

Viel Arbeit in der Arbeit, allerdings angenehm wenig unterbrochen.

Auf dem Heimweg ein paar Lebensmitteleinkäufe, zu Hause Salat und Kresse aus frisch geholtem Ernteanteil mit zugekaufter Avocado, dazu reichte Herr Kaltmamsell Bruschetta. Ich traute mich sogar Alkohol und bat Herrn Kaltmamsell um einen Green Monkey.

Im Bett ein neues Buch: Neil Gaiman, Terry Pratchet, Good Omens. Nach dem langsamen Conrad, The Secret Agent (ein sehr seltsames Buch), wollte ich mal wieder etwas Schnelleres lesen.


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