Journal Donnerstag, 22. Oktober 2020 – Erste Pläne für danach
Freitag, 23. Oktober 2020 um 7:55Turnusmäßig eher schlechte Nacht.
Der Tag startete mit Blutabnahme; dieser abnehmende Arzt hinterließ zumindest keinen riesigen blauen Fleck auf dem Arm wie der Herr bei der Aufnahme.
Gruslige Entdeckung auf dem Weg ins Arztzimmer: Hier sind sogar die Krankenzimmermöbel verzirbelnusst.
Das Wetter war morgenkalt, aber schön, nach dem Frühstück (nur Tee) spazierte ich noch ein wenig durch den Klinikpark.
Der Springbrunnen war bereits eingewintert.
Vormittagsprogramm: Pilates, Lymphamat, kurze Visite.
Ich genehmigte mir einen Cappuccino, dessen Koffein mir allerdings nicht besonders gut tat, sondern mich zittrig und unleidlich machte.
Mittagessen Spinatknödel in Tomatengemüse – letzteres überdeckte leider jeglichen möglichen Spinatgeschmack. Zum Nachtisch Birnenkompott.
Arztgespräch zum Wie geht’s weiter. Das Prinzip Nach-Reha/IRENA kannte ich ja schon vom vergangenen Jahr, allerdings möchte ich nicht wieder in dieselbe traurige Nach-Reha-Klinik und hatte schon eine Alternative in Nord-München recherchiert. Die meldete sich auf meine Anfrage-Mail sofort zurück: Ja, hat Platz.
Das Nachmittagsprogramm startete mit Bewegungsschiene und Fango, Sporteinheit als letztem Termin – ich konnte mir also viel Zeit lassen und alle Übungen machen.
Nochmal zu Kleidung: Unter anderem habe ich zwei der drei klassischen Baumwoll-T-Shirts mit Spruch drauf in meinem Besitz dabei (gibt es dafür eine Bezeichnung in Abgrenzung zu T-Shirts, die einfach farbig oder geringelt sind? Band-Shirt?), um sie hier aufzutragen. Stellt sich heraus: Selbst an Kraftgeräten trage ich lieber Funktionskleidung, ich werde sie wohl ausmisten.
Auch gut an dem relativ späten Sporttermin: Der Hunger, den ich wieder zwischen vier und fünf bekam, war nicht so schlimm. Fünfeinhalb Stunden zwischen Mittag- und Abendessen sind für meinen Essrhythmus einfach zu lang. Ich stürzte mich aufs Abendbrot: Suppe, dann Käseplatte mit Trauben und Brot, es war reichlich.
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Ein erleichternder Beschluss des Münchner Stadtrats (war immer wieder Thema in Bürgerversammlungen):
“3000 Radl-Parkplätze für den Hauptbahnhof”.
Mich verdutzt allerdings eine Rechtslage, die offensichtlich die Deutsche Bahn nicht nur von der Verpflichtung befreit, Radabstellplätze an einem Großstadtbahnhof bereitzustellen, sondern ihr sogar ermöglicht, dafür von der Kommune ordentlich Miete zu kassieren.
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Johnny Häusler und Familie wohnen in Berlin und mussten nach der Corona-Infektion einer der Söhne die zugehörige Bürokratie durchspielen:
“Erkenntnisse aus zwei Wochen Corona-Quarantäne mit der Familie”.
















