Journal Sonntag, 27. Juli 2025 – Sonnenbrand am Regentag

Montag, 28. Juli 2025 um 6:42

Gut und lang geschlafen, bei leisem Aufwachen immer erst angenommen, dass der nächste Tag ein Montag sein würde, bereits Arbeitshandgriffe geplant – bis mir einfiel, dass ich noch einen ganzen freien Sonntag vor mir hatte und ich mich freute.

Aufgewacht zu lautem Regenrauschen.

Da durchgehend Regenwetter vorhergesagt war, ließ ich Bloggen, Milchkaffee, Tee gemütlich angehen – war aber dennoch überraschen früh fertig für meine Schwimmrunde im Dantebad. Freibadschwimmen bei Regen macht mir gar nichts aus, ich finde die Tropfen auf meinen Schultern sogar schön. Dass ich in einer Regenpause zur U-Bahn und zum Schwimmbad kam, war mir aber durchaus recht.

Die Bahnen übersichtlich beschwommen, ich genoss die Bewegung. Doch dass völlig überraschend der Himmel aufriss und die meiste Zeit zwischen Phasen mit dunkelstgrauen Wolken die Sonne rauskam, beunruhigte mich: Mit Aussicht auf eine Regenrunde hatte ich mich nicht sonnengecremt.

Das Schwimmen selbst lief aber so gut, und ich war laut Blick auf die Stadionuhr so schnell (Verdacht, dass mein Schwimmanzug im Gegensatz zu Bikini bei Sonnenschein großen Anteil daran hat) (nicht etwa wegen irgendwelcher Oberflächenzauberei, in solch einer Liga schwimme ich wirklich nicht, sondern weil ich damit nach der Wende einen so kräftigen Abstoß wage, wie es meine starken Beine zulassen – was ich mich in Bikini aus Höschenverlustangst nicht traue), dass ich am Ende meiner 3.000 Meter weiterschwamm. Und noch eine Runde. Und noch eine. Nach 3.500 Metern hörte ich nur auf, weil meine Harnblase drückte, gestern wäre locker noch mehr drin gewesen.

Wieder draußen hatte ich Lust auf Spazieren und ging durch Gern bis zum Rotkreuzplatz, ein bisschen angesprutzt von dunklen Wolken. Als ich am Sendlinger Tor den U-Bahnhof verließ, goss es allerdings kräftig; wie gut, dass ich einen Regenschirm dabei hatte. Heimkehr mit schon wieder nassen Socken.

Frühstück um halb zwei: Körnerbrot zweimal mit Butter, Tomate, Basilikum, einmal mit Butter und Zuckerrübensirup, außerdem zwei sehr gute Nektarinen. Der Haut-Check ergab: leichte Sonnenrötung auf Nacken, Schultern und Dekolleté, zefix.

Nachmittag mit Tüchtigkeiten (Konto-Checks, Überweisungen, Aktivierung und Einsicht elektronische Patientenakte s.u.), Zeitungauflesen, Auslesen des Ausstellungskatalogs Farben Japans. Draußen mal Sonne, mal Regenguss, manchmal verbunden mit Gewitter, es wurde kühler.

Trotz Schwindel (was soll das?) eine Runde Yoga-Gymnastik – gut!

Zum Nachtmahl verarbeitete Herr Kaltmamsell einen halben Chinakohl aus Ernteanteil (die andere Hälfte war schon auf dem Weg zu Kimchi) zu unserem Pasta-Klassiker mit Räucherlachs. Davor snackte ich noch köstliche Salzgürkchen. Nachtisch Schokolade.

Im Fernsehen ließen wir Florence Foster Jenkins mit der immer wieder atemberaubenden Meryl Streep laufen: Überraschend gutes Drehbuch, das ist meiner Erfahrung nach bei Biopics selten.

§

Ich hatte es auf Mastodon bereits mitbekommen, hier erzählt Vanessa Giese in einem Blogpost, was sie in ihrer elektronischen Patientenakte ePA entdeckte:
“Ein Notfall, eine Entdeckung, ein Wahlprogramm, eine Arena und ein eskalierender Garten”.

Nach Gescanne und Getippe war ich dann drin und Heureka! Welch Erkenntnis! Mein ehemaliger Gynäkologe hat offensichtlich systematisch Abrechnungsbetrug betrieben – oder hielt mich jahrelang für eine andere Patientin. Die Diagnosen, die dort für die Zeit zwischen 2015 und 2024 dokumentiert und abgerechnet wurden, sind mir jedenfalls völlig unbekannt: Weder hatte ich entsprechende Beschwerden noch habe ich die abgerechneten Beratungen erhalten.

Bonmot: Der Arzt, bei dem ich 2022 eine Corona-Impfung erhielt – wir erinnern uns: Man suchte sich über Doctolib jemanden, der zeitnah den guten Stoff verabreichte – hat keine Impfung abgerechnet, dafür eine Angststörung. Die ist jetzt auch so niedergeschrieben. Ich habe diesen Mann nie gesehen! Die Impfung hat die MTA verabreicht.

Interessanterweise gab es in meinem Internet extrem unterschiedliche Reaktionen darauf (neben dem verbindenden Aus-allen-Wolken-fallen): Die einen sahen sich in ihrer grundsätzlichen Ablehnung der elektronischen Patientenakte bestärkt (weil wilde Fehldiagnosen dadurch die Behandlung durch spätere Ärzt*innen fehlbeeinflussen), die anderen begrüßten die Möglichkeit, durch die ePA ihren Ärzt*innen künftig auf die Finger zu sehen (übrigens haben Patient*innen die Möglichkeit, Inhalte der ePA zu sperren – also auch erfundene Diagnosen). Ich gehöre zur zweiten Gruppe und hatte schon bei Vanessas Entdeckung einige Tage zuvor den komplizierten Prozess für den Zugriff auf die elektronische Patientenakte begonnen, inklusive Download einer weiteren Krankenkassen-App (die eigentliche nutze ich längst) und einer verbundenen Ausweis-Verifizierungs-App. Dieser Prozess blieb an einer Stelle hartnäckig hängen; ich beschloss, erst nach Sichtung meiner Bayern-ID-Unterlagen weiterzumachen. Nämlich gestern.

Diesmal blieb der Vorgang einen Schritt später hängen. Nach (gemessenen) 20 Minuten Kreiselgucken mit “Warten auf Antwort des Servers”, startete ich diesen Schritt erneut – wenn ein Vorgang an die Bayern-ID gebunden ist, hat er bei mir noch nie aufs erste Mal funktioniert.

Dann aber: Olé! Nach weiteren zehn Schleifen war ich drin und lud ein PDF “Leistungsauskunft” seit 2019 herunter. Die Lektüre der Diagnosen (es war auch alles aufgeführt, was ich im Anamnesebogen und im Anamnesegespräch erwähnt hatte) erbrachte nur wenige Seltsamkeiten, zum Beispiel einen Orthopäden (einer der mehreren “es ist nicht die Hüfte” über die Jahre meiner Hüftprobleme), der “leichte depressive Episode” hinterlegte. Für Abrechnungen hätte ich die Patientenquittung einsehen müssen, die im Anschreiben des PDFs zwar verlinkt war, aber nur auf die Startseite der Krankenkassen-Website führte, dort war nirgends eine Patientenquittung zu finden.

Mehr als dieses PDF hing nicht in der ePA, also nicht etwa MRT- und Röntgenaufnahmen, wie ich mir das in den 20 Jahren seit ersten Plänen für die ePA vorgestellt hatte.

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Großartiges Interview mit Jamie Lee Curtis im Guardian:
“‘Generations of women have been disfigured’: Jamie Lee Curtis lets rip on plastic surgery, power, and Hollywood’s age problem”.

die Kaltmamsell

Journal Samstag, 26. Juli 2025 – Klatschnasser Wanderversuch am Starnberger See

Sonntag, 27. Juli 2025 um 7:49

Lang geschlafen, und als ich aufstand, war es draußen unter düsterem Himmel trocken: Wanderhoffnung!

Doch schon als ich nach Milchkaffee, Tee und Bloggen bereits in Wanderkleidung zu Änderungsschneiderin und Bäckerei ging, brauchte ich einen Schirm. Und die Wettervorhersage kündigte mittlerweile Regen bis auf Weiteres an, mindesten noch zehn Tage. Ach meia.

Schlechtes Wetter vs. falsche Kleidung: Ich war gespannt, ob die richtige Kleidung auch gegen die schlechte Laune half, die Sauwetter verursacht.

Eigentlich hatten wir uns auf den Tegernseer Höhenweg geeinigt: Ich stellte mir malerisch vor, bei Regen auf die Schwaden überm See und in den umgebenden Hügeln zu schauen. Doch Herr Kaltmamsell stellte fest, dass die Anfahrt nach Gmund gestern lang und umständlich war: Baustelle, Schienenersatzverkehr. Da fiel mir eine Wanderung am Starnberger See mit ähnlichen Features ein, nämlich von Starnberg über Leoni nach Berg und obenrum zurück. Dorthin fuhren wir mit der S6.

Und es ging gut los: Der leichte Regen war gar kein Problem, ließ sich mit Schirmmütze und Kapuze von der Brille fernhalten, feuchtete Jacke und Hose lediglich an. Plaudernd und einander immer wieder auf schöne Anblicke hinweisend wanderten wir vor uns hin.

Für mich sah gestern alles nach japanischem Holzschnitt aus.

Doch nach einer knappen Stunde wurde der Regen allmählich immer heftiger, bis er laut prasselte, meine Wanderhose klatschnass war und begann, in die Wanderstiefel zu sickern (die von außen das Wasser von Regen und Pfützen wunderbar abhielten) und meine Unterhose zu befeuchten. Nach einer guten Stunde Wandern gaben wir auf: Die restlichen vier Stunden der Runde konnten kein Vergnügen mehr werden, selbst bei schwächerem Regen, diese Nässe in der Kleidung würden wir nicht mehr wegkriegen. Also drehten wir um. Zur Bestätigung legte der Regen noch ein Schippchen drauf, ich konnte schier nicht mehr hören, ob hinter uns ein Auto nahte oder der Regen gerade noch stärker wurde.

Sie sehen es doch auch?

Bis dahin hatten wird durchaus etwas geboten bekommen: Wasservögel inklusive Haubentaucher und ungewöhnlich große Blässhühner, über die See-Oberfläche flitzten beruhigenderweise Schwalben.

Die S-Bahn für den Rückweg stand schon bereit. Ich legte meine tropfende Wanderjacke ab, um mich setzen zu können, ohne den Sitz zu durchnässen, allerdings wurde mir auf der endlos scheinenden Heimfahrt immer kälter. Tiersichtung: Ein schmales, zierliches Hirschtier neben den Gleisen.

Herr Kaltmamsell brotzeitete in der S-Bahn, ich hatte keinen Appetit und wollte nur ins Trockene, Warme. Frühstück also erst nach drei und daheim, ich hatte meine Wanderbrotzeit aus dem nassen Rucksack geholt: Apfel, Banane, ein Schnitz Körnerbrot, Kirschen. Vorm Fenster Schnürlregen. Ich aß in Jeans, Wollsocken, Kashmir-Hoody überm T-Shirt. Da meine Finger dennoch nicht warm werden wollten, nahm ich nach einer Weile Herrn Kaltmamsells Angebot an, mir eine Decke um die Schulter zu legen.

Er amüsierte sich über den Anblick und machte ein Foto.

Innerlich hatte ich da den Sommer bereits vorerst aufgegeben und auf Nicht-Sommer umgeschaltet, die frisch gewaschenen Baumwollkleidchen auf dem Wäscheständer erschienen mir albern.

Den restlichen Nachmittag verbrachte ich also statt mit Blicken über den Starnberger See mit Zeitunglesen, turnte dann eine lange Folge Yoga-Gymnastik.

Zum Nachtmal hatte ich mir schon vor Tagen Fleisch gewünscht, Herr Kaltmamsell briet ein Entrecôte perfekt, dazu gab’s Oldenburger Salzgürkchen, Zucchini-Creme, eingelegte Chilis, Körnerbrot. Das Fleisch schmeckte himmlisch, und von den Salzgürkchen bekam ich schier nicht genug. Im Glas ein angenehmer Côtes du Rhône, Nachtisch Schokolade.

§

Johanna Adorján, gebürtige Münchnerin und 1999 weggezogen (also genau in dem Jahr, in dem ich nach München zog), über die groteske Verdirndelung ihrer Geburtsstadt. (Ich weigere mich, diese Bayern-Uniform “Tracht” zu nennen.) – €:
“Guck mal, da kommt eine Lederhose”.

Es sind weniger die Abschiede, die mir München so fremd machen, als etwas neu Hinzugekommenes: Es sind die vielen Trachtenmodengeschäfte, die überall aufgemacht haben.

(…)

Und es sind ja nicht nur die Geschäfte: Die Ware wird auch getragen. Und zwar nicht nur, wie Weggezogene etwa um 2005 mit Befremden bemerkten, „von Stuttgartern und Hamburgern zur Wiesnzeit“, wo es früher überhaupt nie üblich war, Tracht zu tragen, jedenfalls nicht für Städter.

(…)

Man kann nicht U-Bahn fahren ohne Menschen, oft junge, Hand in Hand, in Tracht am Bahnsteig stehen zu sehen. Warum? Aus Sicht eines Nicht-Ortsansässigen sehen Menschen in Tracht nicht gut aus in sonst banal großstädtischer Umgebung. Vor den postgelben Wandpaneelen des U-Bahnhofs Sendlinger Tor sieht natürlich niemand gut aus. Aber Menschen in Tracht wirken im urban erschlossenen Untergrund einfach nur abwegig, um nicht zu sagen: vollkommen grotesk. Sie werden ja nach Besteigen der U2 nicht in einen Schuhplattler verfallen oder nach dem Aussteigen ihre Kühe von der Alm treiben.

(…)

Natürlich ist der grassierende Münchner Trachtenhabitus im Kern nichts anderes als Fasching. Eine Verkleidung, die sich Zugereiste, Durchreisende und seit einiger Zeit eben auch Hiergeborene zulegen, um nicht als ortsfremd aufzufallen. Dass man das in dieser Stadt offensichtlich dermaßen scheut, also als fremd aufzufallen, spricht natürlich nicht für diese Stadt.

(…)

Mit dieser Mode verbindet sich ja etwas unendlich Konservatives. Damit ist nicht die Verbundenheit zu einem Fleck auf der Erde gemeint. Geschenkt. München, Oberbayern, Bayern ist einfach mit das Schönste, was es gibt auf der Welt. Mit den Seen und den Bergen und nicht nur der Nähe zu Italien, sondern mehr noch der Entfernung zu Preußen. Aber die Volkstracht manifestiert ein ultra-tradiertes Geschlechterbild: Mannsbild und Weibsbild. Dazwischen nichts. Und in den Trachtenmodeläden, in die ich aus Recherchegründen guckte, hing weit und breit nichts, das mit den Geschlechterbildern gespielt hätte. Überall dieselbe binäre Garnitur. Lederhose, Trachtenweste, Lodenjanker in Grau, Blau oder Lodengrün für ihn. Dirndl, Dirndlbluse, taillierte Strickjacke für sie in Grau, Blau oder Lodengrün, mit modischen Ausreißern ins Babyrosafarbene oder Glitzernde. Es ist im Grunde, als gingen alle entweder als Stewardess oder als Steward.

Mir hat ja geholfen, dass irgendwann jemand diese Verkleidung als Cosplay einordnete – und das Oktoberfest als größten Cosplay-Con der Gegenwart. Allerdings wirkt das nicht gegen die Irritation über die zahllosen Kostümläden. (Am größten ist sie für mich beim Passieren von “Inntaler Tracht”: Erst wunderte ich mich über den Mut zu einer extrem spitzen Zielgruppe, denn wer kommt bitte schon vom Inn? Dann aber stellte ich an den dort angebotenen Dirndlkleidern, Lederhosen, Westen und Hemden keinerlei Unterschied zu den Verbayer-Gewändern anderer Anbieter fest, das Inntal scheint gar keine eigene Tradition zu haben.)

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 25. Juli 2025 – Überraschend emsiger Freitag, weiter kein Sommer in Sicht

Samstag, 26. Juli 2025 um 8:34

Vom Wecker aus tiefem Schlaf geklingelt worden. Das Wetter hatte sich beruhigt, war nur noch kühl, aber nicht mehr nass – Hoffnung auf passendes Wetter für die geplante Wanderung am Wochenende.

Im Büro plumpste mir aus dem Postfach ein größerer Brocken entgegen, mit dem ich nicht gerechnet hatte und der mich die ersten Stunden intensiv beschäftigte.
Dann schüttelte ich mich einmal kräftig und packte das eigentlich geplante Tagesgeschäft an.

Auf einen Mittagscappuccino ins Westend schaffte ich es wegen Querschlägen erst spät, Marsch in angenehm milder und trockener Luft.

Zurück am Schreibtisch weitere Turbulenzen, auch mein Mittagessen bekam ich erst spät: Banane, Hüttenkäse, Kirschen.

Der Büronachmittag dachte gar nicht daran, ruhiger zu werden. Dann zickt auch noch die Wunderheilung der aktuell wichtigsten Internet-Patientin. Ich war mit dem Verhalten der Welt NICHT zufrieden.

Freitagspünktlicher Feierabend war aber drin. Unterm Schirm ging ich in sanftem Tröpfeln nach Hause, unterwegs Einkäufe im Vollcorner (vor allem Milchprodukte). Daheim Häuslichkeiten, eine Runde Yoga-Gymnastik. Als Drink zum Feiern des Wochenendes schenkte ich uns auf Wunsch von Herrn Kaltmamsell Calvados Tonic ein. Der Alkohol tat uns beiden gut.

Zum Nachtmahl servierte er Salade niçoise, die Kartoffeln, die grünen Bohnen und der Kopfsalat dafür aus Ernteanteil.

Im Glas dazu ein Dreißigacker Riesling Geerdet von 2022 – gleichzeitig jung moussierend und alt petrolig, Bitterkeit und Säure nicht so richtig eingebunden.

Nachtisch Schokolade.

Wetterbegleitung draußen: Heftiger Regen mit Gewitter. Dass das ein für unsere Breiten eigentlich normaler Sommer ist, weiß ich natürlich nach 58 Jahren Leben in diesen Breiten. Ich lasse trotzdem die Gefühle Traurigkeit und Sehnsucht zu, wehre mich auch weiterhin dagegen, mir andere Gefühle vorschreiben zu lassen.

Früh ins Bett zum Lesen, ich bin immer noch gefesselt vom Ausstellungskatalog zu Farben Japans.

§

Nicht immer nur Fehler posten! Felix erzählt, wie er Pia, Janine, Philip, Kerstin und Halil “aus dem OTTO-Service-Team” kennengelernt hat – und solche Geschichte sind natürlich immer die besseren (“Wie kann ich euch helfen” merke ich mir für meine nächste Service-Anfrage).
Aber für das kosmische Gleichgewicht nehme ich mir hiermit vor, auch alle problemlos verlaufenen Bestellungen und Lieferungen zu bloggen.

So traf gestern planmäßig meine neue Wanderkappe ein.

Ich hatte sie online bestellt, weil ich eine möglich exakte wie meine derzeitige haben wollte, die sich nach vielen, vielen Jahren Einsatz beim Wandern und Joggen und nach zahlreichen Wäschen (eigentlich laut Etikett verboten, aber dann hätte ich sie ja bereits nach dem ersten Jahr Tragen vor lauter Schweiß, Dreck und Gestank wegwerfen müssen) auflöst. Die größte Annäherung hatte ich über Google Lens bei Peek & Cloppenburg gefunden: Der nächste Laden liegt im Olympia Einkaufszentrum, das war mir zu weit, also zahlte ich lieber Porto für Lieferung.

Bestellung Donnerstagmorgen, Lieferung Freitagnachmittag. Auch die Anweisung an DHL “Bitte vor der Haustür ablegen” wurde eingehalten, ich fand das Paket gestern beim Heimkommen vor der Wohnungstür. Einzige Kritik: die komplett überdimensionierte Verpackung (Tchibo ist übrigens in dieser Hinsicht richtig gut geworden).

§

Re: Mein Internet.
Zeichnen Sie hier einen Fisch. Nee, wirklich, los! Und dann schwimmen lassen! Das ist zu niedlich.

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 24. Juli 2025 – Blöder Regenjuli

Freitag, 25. Juli 2025 um 6:31

Aufgewacht zum angekündigten Regenrauschen nach reichlich Träumen mit fiktivem Arbeitsinhalt.

Freude über den WhatsApp-Reisebericht der Nifften von der Familie im kastilischen Dorf – inklusive Mitschnitt vom Jubel über ein EM-Fußballtor beim gemeinschaftlichen Gucken im “Tele Club” (ein gemeinschaftlich geführter Versammlungsraum – er wird “Tele Club” genannt, weil früher hier der einzige Fernseher des Dorfes stand).

Auf den Weg in die Arbeit machte ich mich in Jacke, mit Schirm und eingestecktem Paar Wechselschuhe. Alles davon benötigte ich: Es war kühl, aus dem sanften Regen wurde unterwegs heftiger Regen, ich erreichte mein Büro mit nassen Schuhen, Socken, Füßen und war froh, nach Abtrocknen mit Papiertüchern in die mitgebrachten trockenen Socken und Schuhe schlüpfen zu können.

Vorm Bürofenster hielt der Regen in dieser Stärke noch eine Weile an. Drinnen emsige Arbeit mit einer guten Neuigkeit: Auch der nächste geplante fette Arbeitsbrocken wurde schlagartig ein einfach zu erledigender Krümel.

Für meinen Marsch ins Westend zu Mittagscappuccino brauchte ich zwar meinen Schirm, das sanfte Tröpfeln gefährdete aber meine Schuhe nicht.

Erst später zum Mittagessen (Gurke, gemische Nüsse, Kiwi, Aprikosen) goss es draußen wieder kräftig. Ich grämte mich, dass es jetzt fast eine Woche kühl durchregnen soll und nehme mir Trauer um den fehlenden Sommer in diesem Juli raus.

Nach fleißigem Nachmittag machte ich Feierabend zu einer Regenpause, die sogar ein bisschen Sonne zuließ. Ausführliche Obst-Einkäufe auf dem Heimweg.

Daheim Yoga-Gymnastik, dann machte ich mich an den monumentalsten Kopfsalat, den ich je erlebt habe: Er kam als Ernteanteil von unserer Kartoffelkombinat-Gärtnerei und hatte auch diemal eine Blatt-Dicke, die ihn Dachdeck-tauglich scheinen ließ. Ich ließ einen Teil für das geplante Freitags-Abendessen übrig und musste trotzdem fürs Vermischen mit Tahini-Dressing zur allerallergrößten Salatschüssel des Haushalts greifen.

Maiskolben hatte ich zugekauft, damit es auch was Warmes gab. Und weil ich gegrillte Maiskolben liebe. Dann noch ein wenig Käse. Nachtisch Schokolade, unter anderem hatte ich beim Einkaufen zu Eiskonfekt gegriffen.

Abenunterhaltung wie eigentlich jeden Donnerstagabend: Quer im Bayerischen Fernsehen. Diesmal freute ich mich besonders über den Beitrag “Alles hilft der AfD” – mit beherzigenswerter Schlussfolgerung.

§

“25 Jahre Feldgeschworener: Kommunalreferat ehrt Peter Engl”.

via @stadtneurotikr

Say what? Und mal wieder hatte ich keine Ahnung, aber das ist ja großartig! Ich zitiere Wikipedia:

Aufgabe der Feldgeschworenen ist das aktive Kontrollieren und Abgehen der Gemeindegrenze durch die Bürger, die sogenannte Grenzbegehung, d. h. eine Tätigkeit, um eine (Gemeinde-)Grenze zu kontrollieren, freizuhalten oder die Kenntnis über den Verlauf von Grenzen zu vermitteln. Sie wirken durch Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken mit, die Besitzverhältnisse und verwaltungsmäßige Zuständigkeit des Territoriums zu dokumentieren. Feldgeschworene wachen über die Grenzen.

(…)

Auf Anordnung des Ersten Bürgermeisters nehmen die Feldgeschworenen Grenzbegehungen vor. Stellen sie dabei Mängel an Grenzzeichen fest, teilen sie dies den Grundstückseigentümern mit. Über Mängel an Gemeindegrenzzeichen wird der Erste Bürgermeister informiert.

(…)

Feldgeschworene wirken in Bayern, Rheinland-Pfalz und bis Ende 2014 auch in Thüringen bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken mit. Sie setzen Grenzsteine höher oder tiefer, entfernen Vermessungspunkte oder ersetzen beschädigte Vermessungspunkte. Als Hüter der Grenzen, Mittler bei Grenzstreitigkeiten und Abmarkungen in Gemeindegebieten arbeiten sie eng mit Vermessungsbeamten zusammen.

(…)

Seit dem 12. oder 13. Jahrhundert gibt es Feldgeschworene. Das Amt des Feldgeschworenen ist eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung.

In Bayern gibt es etwa 25.000 Feldgeschworene, davon 15.000 in Franken (Stand 2016).

Kommt auf die Liste “Ehrenämter, die ich mir als Rentnerin genauer ansehe”.

§

Dringend nötige Aufmunterung durch Typografie-Nerdkram.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 23. Juli 2025 – Sommerbunter Lerchenlauf

Donnerstag, 24. Juli 2025 um 6:23

Lerchenlaufplan, denn für den eigentlich günstiger passenden Donnerstagmorgen war Regen angekündigt, und den hatte ich dieses Jahr bereits genug beim Laufen, vielen Dank, außerdem ist es bei Regenhimmel bereits noch nicht hell genug für einen entspannten Lauf.

Gestern aber wurde es hell zu wundervollen Sommerfarben, ich freute mich sehr auf meinen Lauf. Der wurde dann auch schön: Wie die Morgensonne erst die höchsten Dachfirste vergoldet, dann an den Isarauen die Baumwipfel – das finde ich jedesmal magisch. Dazu bekam ich besonders interessanten Himmel.

Mein Körper machte gut mit, ich lief leicht bis zum Schluss.

Es ist ja nicht so, dass es gar nichts Liebenswertes an Bayern gäbe.

Zackiges Fertigmachen daheim, wieder beschleunigte ich den Weg ins Büro durch zwei Stationen U-Bahnfahrt.

Emsige Arbeit, schön geordnet. Mittagscappuccino im Westend. Später als Brotzeit Muesli mit Joghurt, Aprikosen, eine große frische Feige.

Ich fragte mich, warum ich ausgerechnet den Andachtsjodler als Ohrwurm hatte (seit Jahren weder gehört noch gesungen). Als ich auch mein Internet fragte, bekam ich die Erklärung: Das Zentrum für Politische Schönheit hatte den Andachtsjodler für die Stör-Aktion zum Weidel-Interview am Sonntag umgetextet, ich hatte sie in der 20-Uhr-Tagesschau gesehen und gehört. Die Vorlage war mir nicht bewusst gewesen, meinem Ohrwurmverteiler durchaus.
Nachtrag: Jetzt freue ich mich auf die nächste Weihnachtszeit in Bayern und stelle mir vor, wie beim Adventsingen in Kirchen zumindest Teile den neuen Text verwenden.

Nach Feierabend über Süßigkeitseinkäufe nach Hause, in milder Luft.

Daheim Yoga-Gymnastik. An einer Stelle musste ich die vorturnende Adriene im Fernseher anblaffen: Wir waren mitten in einer Phase mit synchronisiertem Atmen zu angesagten Bewegungen, doch nach einem cue “breathe in” mit Armeheben über Kopf begann sie irgendwas Besinnliches zu plappern – sollte ich ernsthaft so lange die Luft anhalten?! (Kommt bei Adriene immer wieder vor.)

Nachtmahl aus der Gefriere: Herr Kaltmamsell erhitzte den restlichen asturischen Bohneneintopf Fabada – sehr gut. Nachtisch Eiscreme.

Ganz herzlichen Dank für all ihre Tipps und Einschätzungen zu meinem Schaukel-Dilemma! Jetzt warte ich noch ungeduldiger auf die Freigabe des Spielplatzes.

§

Frau Klugscheißer beschreibt Museumsbesuche in Düsseldorf:
“Can You Feel It?”

Ich konnte sehr viel nachvollziehen. Möglicherweise ist die Berührbarkeit für Kunst meine einzige spirituelle Seite.

§

Holger Gertz lesenswert in der Süddeutschen ganzseitig über die aktuelle Fußball-EM (€):
“Heult doch, Männer”.

Wobei ich mich schon wundere, warum er sich noch auf X rumtreibt und an die alte Kisch in Torbergs “Tante Jolesch” denke: “Was setzt du dich hin Kartenspielen mit Leuten, was sich hinsetzen Karten spielen mit dir?”

Auf der Basis welcher Fakten definiert Gertz X als “das Netz”? Ist das vielleicht zu vergleichen mit dem Besuch der Bahnhofsbuchhandlung, Griff zu den Blättern der Funke-Gruppe (Bild der Frau, Frau im Spiegel, Das Goldene Blatt) – und Definition dieser Magazin als “DIE PRINTMEDIEN”?

Womit er allerdings Recht hat:

Frauenfußball ist in erster Linie Fußball.

Gertz meint das als Fußball-Fan positiv. Doch so sehr es die Feministin in mir freut, dass Frauenfußball endlich anerkannt wird, seufzt die Fußball-Desinteressierte in mir: Es ist halt noch mehr Fußball.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 22. Juli 2025 – Schaukelsehnsucht / Nur ein bisschen Mortadelo y Filemón

Mittwoch, 23. Juli 2025 um 5:40

Weniger gestörte Nacht, immer noch nicht ganz erholsam.

Marsch ins Büro unter gemischtem Himmel und in milder Luft, ich genoss ihn.

Morgen für Morgen gehe ich an diesem nigelnagelneuen Spielplatz an der Theresienwiese vorbei, der insgesamt sensationell aussieht, vor allem aber riiiiesige Schaukeln hat. (Noch nicht zugänglich, weil laut einem Schild noch nicht ganz fertig, man hoffe aber, ihn zum Start der Sommerferien zu eröffnen.)

Diese Schaukeln wollen mir nicht aus dem Kopf. Ich schaukle ausgesprochen gerne und weiß: Je höher die Schaukel, desto besser. Doch laut den Spielplatzregeln werde ich diese auch nach offizieller Öffnung nie ausprobieren dürfen: Benutzung der Geräte nur bis 16 erlaubt, und – wie auf allen Spielplätzen, die ich in München kenne – Erwachsene dürfen nur in Begleitung von Kindern hinter den Zaun.

Nun finde ich, dass man Regeln durchaus mal brechen darf. Allerdings hebe ich mir das für wirklich wichtige Fälle auf, in denen etwas anderes als Regeleinhaltung (“rules are friends!”) Priorität hat. Und jetzt hadere ich sehr. (Ob ich ans zuständige Baureferat schreibe und um Sondererlaubnis bitte? Mit dem Hinweis, dass ich echt ehrlich nicht viel schwerer bin als mit 16?)

Emsiger Arbeitsvormittag, ich hatte einen großen Anreiz, alles zackig wegzukriegen (Party-Termin der Woche): Gleich nach Mittag wollte ich Feierabend machen, um Vater und Bruder am Hauptbahnhof abzuholen. Die beiden Mortadelo-y-Filemón-Fans reisten für einen gemeinsamen Besuch der Ibáñez-Ausstellung im Instituto Cervantes an. Zu Mittag aß ich vorher noch schnell Aprikosen sowie Quark mit Joghurt.

Das Abholen am Bahnhof klappte, freudiges Wiedersehen. Wir nahmen eine U-Bahn zum Odeonsplatz, spazierten durch immer schöneres Wetter zum Instituto Cervantes. Doch dort stellte sich heraus, dass wir Pech hatten: Ausgerechnet gestern war der eigentlicher Ausstellungsraum Salón de actos nicht zugänglich wegen einer externen Veranstaltung.

Zumindest den Teil im Treppenhaus sahen wir an, dort lernte ich unter anderem, dass die Serie als Detektivgeschichte startete und die Protagonisten erst später Spione wurden. UND! Es gibt ein Heft “Mortadelo y Filemón en Alemania” von 1981/82. Darin unter anderem Franz-Josef-Strauß-Wahlplakate und dieses:

(Der Comic-Fanboy im Haus hat den Auftrag, das Heft zu besorgen.)

Zumindest war es jetzt draußen mit schöner Sonne warm geworden: Mein Vorschlag eines Spaziergangs zum Biergarten am Chinesischen Turm wurde angenommen. Schöne Farben und Anblicke im Englischen Garten, nur wenige Menschen im Biergarten.

Dort war die Fläche vorm Turm noch tanzbar freigehalten vom Kocherlball am vergangenen Sonntag, aber es gab reichlich Tische. Meine Bruder holte Mittagessen nach, alle drei ließen wir uns Bier in verschiedenen Zuständen schmecken.

“Die schönste Verbindung aus ofenfrischer Breze und knuspriger Pizza”. Dafür eröffnet die katholische Kirche eigens das eigentlich abgeschaffte Fegefeuer wieder.

Ich informierte Herrn Kaltmamsell über unseren Aufenthaltsort, er kam die paar hundert Meter von seinem Arbeitsplatz herüber. Wir saßen sehr gemütlich zusammen, mein Vater erzählte Haarsträubendes aus seinem lang vergangenen Arbeitsleben.

Während Herr Kaltmamsell nach Hause radelte, brachte ich den Besuch zum Hauptbahnhof. Auf dem Heimweg besorgte ich das Abendessen – und traf unterwegs eine Freundin, die eigentlich ganz woanders wohnt, München ist halt doch übersichtlich.

Zu Hause Yoga-Gymnastik, dann machte ich zum Abendessen nach Langem mal wieder Wassermelone mit Minze und Manouri. (Dauerte länger als geplant, weil ich die Melonenstücke kernlos servieren wollte.)

Gutes Abendessen, aber schmeckt mit Feta besser. Nach einer kleinen Weile passte noch Schokolade hinterher.

§

Jon Stewart über die Absetzung von Stephen Colberts Late Show:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/TwOLo_U6bTw?si=alm_jBqL0I8cBCxg&t=1005

Ich lernte unter anderem das sehr nützliche Wort pre-compliance für vorauseilenden Gehorsam.

die Kaltmamsell

Journal Montag, 21. Juli 2025 – Montäglicher Arbeits-Tsunami

Dienstag, 22. Juli 2025 um 6:26

Sehr unruhige Nacht: Um drei riss mich wüstes und anhaltendes Rumbrüllen mehrer Stimmen vorm Schlafzimmerfenster aus Tiefschlaf, der sich danach nicht wieder einstellte; statt dessen fluteten mich Angstwellen.

Aufstehen zum angekündigten Regenrauschen; für meinen Marsch in die Arbeit erwischte ich allerdings genau die passende Regenpause.

Nach Rechnerhochfahren überflutete mich nach Langem mal wieder ein Arbeits-Tsunami aus dem E-Mail-Postfach, zweieinhalb Stunden lang wirbelte ich recht panisch – und das, wo mein Kalender mich daran erinnerte, dass gestern der Start eines besonders dicken Arbeitsbatzens anstand. Was nicht half: Wieder war mir leicht übel, und seit ich Migräne habe, löst Übelkeit bei mir automatisch Müdigkeit aus.

Musste halt, ich berserkerte mich durch den frischen Aufgabenhaufen und fing Querschüsse auf. Um nicht irre zu werden, huschte ich auf einen Mittagscappuccino zu Nachbars.

Das Draußen übte sich in Supergreislich.

Komplexe Koordination und Planung anhand verschiedener Quellen und mit hoher Konzentration, ich fühlte mich wie eine Akrobatin (das ist nicht immer so, manchmal muss ich für dieselbe Tätigkeit alles mehrfach nachsehen und abgleichen, komme nur mühsam voran).

Mein Mittagessen schaltete ich gezielt vor eine komplett andere Sorte Aufgaben, um möglichst auch dafür den nötigen Fokus aufzubringen. Es gab Roggenvollkornbrot, Flachpfirsiche (hervorragend), das mit Umschalten und Konzentration klappte dann sogar. Binge working – fühlt sich durchaus angenehm leistungsfähig und nützlich an, aber auf Dauer – musste ich ja vor Jahren schmerzlich lernen – gehe ich an solch einem Tempo zugrunde. Diesmal lag es aber nur daran, dass ich mir die Wochenenden frei nehme.

UND: Der geplante Arbeitsbrocken erwies sich als kleines Bröckchen, das ich zudem locker auf die Folgetage verschieben konnte.

Unterhaltung auf dem Privat-Handy: Die Nifften urlauben auch dieses Jahr gemeinsam im (einem) Land ihrer Vorfahren, Kastilien. Über WhatsApp fuhr ich ein bisschen mit – mittlerweile sind sie auf dem Zieldorf bei Sepúlveda eingetroffen.

Zu Feierabend hatte sich das Wetter beruhigt, es schien sogar die Sonne und wärmte die Luft angenehm. Heimweg über Lebensmitteleinkäufe beim Vollcorner.

Zu Hause eine schöne Einheit Yoga-Gymnastik. Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell aus Ernteanteil schwarze Bohnen und Kartoffeln als Eintopf mit Sojahack.

Wirklich nicht hübsch, aber sehr gut (mit Sauerrahm und eingelegten Jalapeños). Nachtisch Süßigkeiten.

Früh ins Bett zum Lesen, ich erfuhr aus dem Ausstellungskatalog zu Farben Japans wie erhofft die Details, wie die große Sammlung japanischer Holzdrucke in der Bayerischen Staatsbibliothek zustande kam.

§

Ich wärme hiermit meine Idee einer nationalen Stadt-Radl-Challenge auf:
Radl-Teams aus den zehn größten Städten Deutschlands müssen in den nicht heimischen Großstädten eine bestimmte Strecke (die jedes Team für seine Heimatstadt definiert) zurücklegen und dabei alle Verkehrsregeln einhalten. Das Team mit der besten Zeit gewinnt. Für München fallen mir da einige Passagen ein, die für den Radverkehr so absurd geführt sind, dass man mit Absteigen und Schieben am einfachsten durchkommt. Ob das für den Wettbewerb erlaubt ist, müsste man vorher festlegen.
Wie ich draufkomme?

die Kaltmamsell