Journal Montag, 28. August 2017 – Spanienurlaub 9, Meerzeit in San Francisco

Dienstag, 29. August 2017 um 10:15

Ausgeschlafen! Zum ersten Mal in diesem Urlaub. Aber nach zwei Tagen ohne Bewegung sah ich mich gestern Nachmittag bereits wieder nach Laufstrecken um: Schlechte Aussichten, es gibt wohl nur die Alternativen 400 m Strandweg hin und zurück oder die Autostraße entlang zu laufen.

In einem Café ums Eck tranken wir Morgenkaffee und besorgten in einem Lebensmittelgeschäft Tomaten, Brot und Tageszeitung. Der Tag war wolkig mit Sonne, ich setzte mich auf die Dachterrasse der Pension und las Zeitung, döste, aß Brot und Tomaten, es wurde ganz sonnig.

Am späten Nachmittag gingen wir über Landstraße in den größeren Nachbarort Muros, um in einem Supermarkt einzukaufen, uns etwas umzusehen.

Stellte sich als sehr lebendiges Fischer- und Badedorf heraus, da gehen wir sicher nochmal hin. Zumal es dort vor Pokéstops und Arenen nur so wimmelt.

Zm Abendessen gingen wir in ein Fischlokal am Strand mit sagenhafter Aussicht.

Dazu tönte von Ferne schöne Dudelsackmusik, eine Gaita. Die Musik kam über die Zeit näher: Aha, nicht nur der schottische Dudelsack wird beim Marschieren gespielt – der gehört ja auch zum Militär. Vielleicht bereiten die spanischen Truppen gerade sowas Ähnliches vor. Der Spieler stellte sich als ein weißhaariger, graubärtiger Herr im T-Shirt heraus, seine Gaita war mit ein paar Quasten behängt. Ich konnte sehen, dass sie nur ein Bordun-Rohr hatte (im Gegensatz zu den drei schottischen), was sie deutlich leiser als die schottische weapon of mass destruction machte.

Wir bestellten die Meeresfrüchteplatte, die zwar mit beeindruckendem Werkzeug kam, sich dann aber als nur mittelgut erwies: Nur die Venusmuscheln und die Garnelen waren heiß und schmeckten wirklich frisch zubereitet, der Taschenkrebs kam sogar vorgekocht aus dem Kühlschrank.

§

Mary Beard fasst in einem Artikel für die BBC ein zentrales Argument ihres (empfehlenswerten) Buchs SPQR zusammen:
„Mary Beard on why Rome ruled the world“.

Ihr Ausgangspunkt: Über die Gründe für den Untergang des Römischen Reichs wird viel diskutiert und nachgedacht – sie sucht nach den Strukturen, die es zu Errungenschaften führten wie kein Staat davor oder danach.

How did an insignificant little settlement by the river Tiber grow into a mighty empire encompassing the Mediterranean world and much of western Europe?

Wie immer räumt Mary Beard mit einigen gängigen Vorstellungen vom Römischen Reich auf (*gleefull snigger*).1

Zentral für den militärischen Erfolg der Römer scheint schiere Truppengröße gewesen zu sein:

What counted most in securing victory was manpower, simply the number of boots you could put on the ground. And that is precisely where the Romans soon found their advantage, by a simple mechanism that was unique in the ancient world: extending its citizenship to outsiders, including those it had defeated and, in the process, massively increasing its fighting force. The secret of Rome’s success was something invisible to the eye, and much more sophisticated than hooked barbs; it was a radically new definition of what “being a citizen” meant, with all the rights and obligations that entailed.

(…)

Why they did this is a mystery, and it may always have been an unplanned, lucky improvisation, rather than a considered strategy. But it had revolutionary consequences.

via @miriam_vollmer

  1. Sie verwendet das wunderschöne Wort effete, das ich nur vom Lesen kenne und in meinem Kopf immer „éfitti“ ausgesprochen habe. Die tatsächliche Aussprache ist ein wenig enttäuschend. []
die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Montag, 28. August 2017 – Spanienurlaub 9, Meerzeit in San Francisco“

  1. Norman meint:

    gleefull ?

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Gerne gelesen

    *******************************************************

  2. die Kaltmamsell meint:

    Danke für den Hinweis,Norman!


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