Journal Sonntag, 10. Juni 2018 – Elterngrillen und Kirschenschlacht

Montag, 11. Juni 2018 um 5:49

Wecker um sieben, weil ich vor der Fahrt zur elterlichen Grilleinladung noch Laufen gehen wollte.

Dazu radelte ich zur Wittelsbacherbrücke und lief los. Schon vor neun war es ziemlich warm, das Laufen strengte mich an. Doch ich sah viele Küken: Schwanen-, Enten-, Graugans-.

Bahnfahrt nach Ingolstadt. Vor dem Fenster Hochsommer, nur an den grünen statt reifen Getreidefelder sah ich, dass erst Juni war.

In Ingolstadt auf dem Weg zum Elternhaus eine Entdeckung:

Fledermauskästen!

Im elterlichen Garten mit fast kompletter Bruderfamilie lustiges Grillen. Es gab bergeweise: Garnelen, Schweinebauch, Schweinefilet, Bratwurst, Lammkoteletts, Auberginen, Tomaten, Hühnerflügel – und wunderbares Familiengetümmel. Sobremesa: Espresso und Zitronencreme.

Brüderchen hatte bereits Kirschen aus seinem Garten für uns gepflückt, meine Eltern luden mich ein, direkt von den beiden Kirschbäumen in ihrer Reihenhaussiedlung zu ernten (der Architekt hatte beim Bau vor 35 Jahren Obstbäume auf die Gemeinschaftsflächen gepflanzt, eine Art Almende). Und so holte ich die große Leiter, stieg hinauf und brockte an einem Baum helle Kirschen, am anderen schwarze – beide Sorten perfekt reif. Ich freute mich sehr, denn ich liebe Kirschen, doch es fühlt sich für mich immer noch komisch an, Kirschen zu kaufen: Kirschen kannte ich als Kind praktisch nur direkt im Baum gegessen, danach von Menschen mit Kirschbaumbesitz zugeliefert. Diesmal stieg ich mit vollen Eimern, verschwitzt und vielen Kirschbaumbröseln in den Haaren und im Ausschnitt wieder von der Leiter.

Auf dem Heimweg: Ein Neuwagen im Regionalzug, der noch so richtig nach Spritzguss und Polsterkleber roch. Mit futuristischer Beleuchtung.

Zum Abendbrot gab’s Kirschen. Und obwohl meine Mutter mir schon als Kind erklärt hat, woher dieser Mythos kommt, denke ich beim Wassertrinken dazu immer an das Spiel Kirschenessen – und fürchte mich ein wenig (bei uns endete das Spiel mit „gestorben“).

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu “Journal Sonntag, 10. Juni 2018 – Elterngrillen und Kirschenschlacht”

  1. Christine meint:

    Zur Zeit begegne ich auf meiner Laufrunde auch jeder Menge Kücken. Aber insbesondere die Kücken der Kanadagans werden von ihrer Familie so sehr verteidigt, dass ich lieber einen Umweg laufe, als ihre Wege zu kreuzen. Sie verhalten sich sehr aggressiv. Während ich vor Hunden keine Angst habe, so lasse ich mich durch die Gänse sehr wohl beeindrucken. Wahrscheinlich, weil ich als 5 jähriges Kind von einer Hofgans gejagt worden bin.

  2. vered meint:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Gerne gelesen

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  3. Hauptschulblues meint:

    Ich habe an unserem Haus auch einen Fledermauskobel, selbst gebaut nach einer Anleitung des Vogelschutzbundes, angebracht. Der steht schon seit zwei Jahren leer. Vielleicht wird`s ja noch. Geduld.
    Vor dreißig Jahren flogen sie abends noch ums Haus, die Mäuschen.

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