Archiv für Februar 2019

Twitterlieblinge Februar 2019

Donnerstag, 28. Februar 2019

Mehr Lieblingstweets hat Anne Schüßler gesammelt.

Journal Mittwoch, 27. Februar 2019 – Februarfrühling

Donnerstag, 28. Februar 2019

Auf dem Weg in die Arbeit (blauer Himmel, Morgenrot), eine Krähe beobachtet, die ganz tief über der Theresienwiese flog und dabei aussah, als drücke sie sich mit gespreizten Flügeln bei jedem Schlag von einem Magnetfeld ab.

Die Arbeitssituation hatte sich beruhigt, ich konnte vor mich hin machen. Dass ich mich schwer konzentrieren konnte und nur ein Drittel der vorhergehenden Tage schaffte, war nicht schlimm.

Heimweg in milder Luft und vorbei an Menschen in Straßencafés und Biergärten (es ist erst Februar!).

Auch vorbei an Märzenbechern.

Ernteanteil war weggegessen, wir hatte frei. Herr Kaltmamsell wollte daheim bleiben und hatte Pilze eingekauft, aus denen er mit Crème fraîche, Sherry, Wochestersauce und ein paar weiteren Saureien eine großartige Nudelsoße kochte.

1000 Fragen 681-700

Mittwoch, 27. Februar 2019

681. Was war deine letzte gute Tat?
Mir will nichts Getanes einfallen. Es fällt mir nur Gutes ein, das mir getan wurde: Der Kollege, der sich schier ein Bein ausriss, als er merkte, dass mein Anliegen dringend war. Ein völlig überwältigendes Paket Blumen in der Post.

682. Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?
Nein.

683. Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr?
Seife statt Duschgel.

684. Was war das beste Konzert, das du jemals besucht hast?
Am meisten Spaß haben mir die Konzerte gemacht, die ich mit dem Jugendkammerchor selbst gegeben habe. Die musikalisch besten waren das allerdings sicher nicht.

685. Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?
Mit Nicht-Arbeit.

686. Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht?
Absichtlich? Nein.

687. Zählt für dich Qualität oder Quantität?
Kommt ganz darauf an, worum es geht.

688. Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer?
Gute Freundinnen und Freunde.

689. Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun?
Besteck, Teller, Gläser, Servietten, Lebensmittel.

690. Hast du viel Selbstvertrauen?
Nein.

691. Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst?
Das kommt aufs Fachgebiet an.

692. Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen?
Abends: Feierabend zu haben. Nach dem Sport: Ein Glas Wasser. Nach dem Ausgehen: Mein Bett. Nach dem Einkaufen: Die schweren Taschen abzulegen. Im Sommer oft: Schuhe ausziehen.

693. In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut?
Religion.

694. Wann hast du zuletzt ein Baby in den Armen gehalten?
Es ist so lange her, dass ich mich nicht daran erinnere.

695. Würdest du jemanden wie dich gern zur Freundin haben?
Um Himmels Willen nein. Ich fände mich vielleicht aus der Ferne ganz interessant und würde hin und wieder in mein Blog gucken.

696. Kannst du gut warten?
Wenn ich genug zu lesen dabei habe, ja.

697. Welches Problem würde dich veranlassen, zum Psychologen zu gehen?
Ganz, ganz schlimmes Schlechtgehen.

698. Was möchtest du irgendwann noch lernen?
Rückenkraul.

699. Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten?
Aus dem Bett aufzustehen.

700. Wie oft beginnst du einen Satz mit: „Als ich so alt war wie du …“?
Nie.

Quelle: Flow-Magazin.

Zu den Fragen 661-680.
Zu den Fragen 701-720.

Journal Dienstag, 26. Februar 2019 – Rosaroter Feierabend mit Blumen

Mittwoch, 27. Februar 2019

Mich früh wecken lassen, um vor der Arbeit eine Runde Bauch- und Rückentraining einzuschieben. Lief gut, aber die reverse crunches bleiben mein Endgegner, dabei fühle ich mich immer, als hätte ich null Kraft (Seitstütz ist ebenfalls ein Endgegner, aber wegen einer laut mit Schmerz protestierenden LWS).

Höllisch viel Arbeit, auch mit losen Enden, auch noch durcheinander. Hoffentlich litt meine Freundlichkeit nicht bei den zahlreichen ambulanten Querschlägern, hoffentlich ist mir nichts durchgerutscht.

Abends war ich auf Cocktails verabredet. Auf dem Fußweg dorthin wundervolle Ansichten im letzten Abendrot.

Ich dachte, die Kollegin dürfte auch Feierabend machen. Doch kurz darauf ging die Beleuchtung der Ruhmeshalle an – die arme musste Spätdienst schieben.

Sehr schöner Abend im Auroom (selbst an einem ganz normalen Dienstagabend voll), viel zu hören, viel zu erzählen.

Daheim wartete eine liebe Überraschung auf mich: Blumen im Paket.

Ich freute mich sehr und versorgte die Blumen gemäß Spielanleitung: Sortieren, Schutzhülle von Blütenköpfen entfernen, zuschneiden, in Vase arrangieren.

§

Werner Bartens schreibt in der Süddeutschen über die Zunahme der selbst zu zahlenden „Gesundheitsleistungen“ mit fragwürdigem Nutzen in Arztpraxen:
„Wie Patienten beim Arzt abgezockt werden“.

Was ich mir allerdings seit einiger Zeit denke, immer wenn ich wieder bei einem Arzt oder einer Ärztin diplomatisch Selbstzahler-Chichi ablehne: Wie deprimierend es für die Damen und Herren sein muss, dass sie mit ihrem Wissen aus 15 harten Jahren Ausbildung weniger verdienen als mit dem aus einem Wochenendseminar.

Journal Montag, 25. Februar 2019 – Feierabendausflug nach Schwabing

Dienstag, 26. Februar 2019

Zum einen, weil ich beim Einschlafen zweimal von herunterknallenden Rollläden aufgeschreckt wurde (gibt es Eltern, die ihren Kindern nicht geräuscharmes Rollladenherablassen andrillen?), zum anderen, um nicht von Vogelgebrüll geweckt zu werden, hatte ich Ohropax eingestöpselt. Und überhörte meinen Wecker fast zehn Minuten lang, Herr Kaltmamsell musste mich wecken.

Heftiger Arbeitstag, ich werde mir meinen Urlaub wieder mit Anstrengung freischaufeln müssen.

Zum Glück hatte ich recherchiert, dass Dr. Orth. montags lange offen hat. So konnte ich auch nach spätem Feierabend in der Praxis vorbei schauen, Einlagen abholen und Reha-Antrag abgeben. In mittelmilder Abendluft ging ich unter klarem Himmel den Weg von der Münchner Freiheit nach Hause zu Fuß – das war schön.

Herr Kaltmamsell servierte Matjes mit gemischten Beten und Kartoffeln, dazu genoss ich ein Glas rheinhessischen Weißwein.

§

Till Raether wird mit dem Frauenbild junger Mode konfrontiert:
„‚Einfach nur verletzend'“.

Denn:

Unser Autor geht mit seiner elfjährigen Tochter Jeans kaufen – und alle sind ihr zu eng. Über den Moment, wenn einem Kind von einer Modekette gesagt wird, dass es nicht dazugehört.

§

Dass die Marketing- und PR-Chefin der Deutschen Bahn, Antje Neubauer, aufhört, hatte ich den Branchenmedien entnommen. Doch sie wechselt nicht etwa: Sie hört wirklich auf. Die Zeit hat sie interviewt:
„‚Wenn man meinen Job richtig machen will, geht das nicht in Teilzeit'“.

Neubauer: Ich finde es super, dass sich die neue Generation mit 25 Jahren hinstellt und sagt: „Ich arbeite für dich, aber auf eins kann ich nicht verzichten“, ob das jetzt der Sport oder die Familie ist. Ich wünschte, ich hätte das damals schon verstanden und so kommunizieren können.

§

Die Oscar Acceptance Speech von Olivia Colman ließ mich dann doch bedauern, dass ich nicht live geguckt hatte:

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https://youtu.be/vIXN4fi_6xE

Journal Sonntag, 24. Februar 2019 – Schwimmrunde und keine Oscarnacht

Montag, 25. Februar 2019

Auch gestern wachte ich ausgeschlafen zu strahlendem Sonnenschein auf, aber diesmal fiel ich nicht darauf rein: Zum Radeln ins Olympiabad trug ich Mütze, Schal und Handschuhe – die ich sehr brauchte.

Bei Ankunft waren alle fünf Bahnen gut beschwommen (durchschnittlich sechs Menschen pro Bahn) (ja, ich habe gezählt – um die am wenigsten belegte wählen zu können), darunter viele Spielzeugschwimmerinnen und -schwimmer. Erst in den dritten tausend Metern wurde meine Bahn leerer; jetzt machte das Schwimmen richtig Spaß, ich legte ein paar Runden drauf.

Ich trug einen der in Franken gekauften neuen Schwimmanzüge, einen Speedo (schon immer gute Erfahrungen). Es saß super, doch beim Duschen stellte ich fest, dass er den inneren Oberarm rechts aufgescheuert hatte – wie ich es bislang nur von den Bügel-Enden meiner Schwimmbikinis kannte (reiben beim Durchziehen des Kraularms). Liebe schwimmende Leserinnen: Kennen Sie das? Sollte ich den Arm vielleicht nicht so eng am Körper entlang führen?

Beim Heimradeln war es nur wenig wärmer geworden.

Daheim Frühstück mit Semmeln und Tee.

Formulare der Deutschen Rentenversicherung für den Reha-Antrag ausgefüllt, dabei nur wenig Absurdem begegnet: Wieder wurde gefragt, ob ich schon mal in einem anderen Staat Sozial- und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt habe. Ja, habe ich, während meines Studiums ein halbes Jahr in UK, für meinen Job als Bedienung im Pub. Das hat schon bei der Berechnung meiner Rentenversicherungsansprüche vor ein paar Jahren für lustige Kapriolen gesorgt, auch diesmal wollte ich nicht lügen und habe korrekte Angaben gemacht – schließlich versichere ich per Unterschrift die Richtigkeit meiner Angaben. In der letzten Runde hatte das zur Jagd der Rentenversicherung nach Belegen in UK geführt und zu einigem Schriftverkehr – bis ich in einem Formular handschriftlich irgendwo betonte, dass ich keine Ansprüche darauf erhebe. Das Ursprungsformular hatte nur nein/ja-von bis abgefragt, wie diesmal auch. Gestern schrieb ich gleich dazu, dass ich keine Ansprüche erhebe.

Dann eine Runde Bügeln zum Soundtrack von Green Book, letztes Bügeln vor dem Urlaub.

SZ Magazin vom Freitag ausgelesen – nach vielen Jahren ein Modeheft, das mich wirklich interessierte. Weil nämlich Personal der Münchner Kammerspiele darin über das eigene Verhältnis zu Kleidung erzählte, und diese Menschen sind ja für mich ein bisschen Familie. Die präsentierte Modemacher-Kleidung war mir auch diesmal egal.

Ruhiger Sonntagsausklang. Mir war schon im Lauf der vergangenen Woche klar geworden, dass ich dieses Jahr keine Lust auf Oscarnacht hatte: Kaum Filme gesehen, kaum Interesse.

Zum Nachtmahl hatte sich Herr Kaltmamsell gewünscht, Salzburger Nockerl zu machen, also tat er das.

Während er in der Küche wirbelte, hatte ich mein Glas Met-Tonic über die vollgestellte Arbeitsfläche gekippt – so war ich partnerschaftlich gut beschäftigt.

§

Ein Twitterfaden über die wissenschaftlichen Methoden der Erziehungswissenschaften, was sie können und was nicht.

Mein Liebling:

Manchmal ist ein Verhalten gar kein Teil eines diagnostizierbaren Bildes, sondern die Person ist einfach ein bisschen komisch. Wirklich.

§

Ein Fall von „WAS?! Der hat noch gelebt?!“, aber dennoch ein guter Anlass an Regisseur und Choreographen Stanley Donen zu erinnern, der hinter einigen meiner allerliebsten alten Musicals steht:
„Stanley Donen: a Hollywood blueblood treasured for Singin‘ in the Rain“.

Dabei erwähnt der Guardian einen meiner Favoriten nicht mal, über den ich hier im Blog schon mal ausführlich geschwärmt habe: It’s always fair weather.

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https://youtu.be/8hs6iXpInTA

Journal Samstag, 23. Februar 2019 – Isarlauf und Brexit-Vorschauen

Sonntag, 24. Februar 2019

Ein freies Wochenende! Ich hatte große Sehnsucht nach zwei Tagen, an denen ich einfach so vor mich hin machen konnte.

Nach gutem Schlaf gab’s Milchkaffee an Blogpost, draußen spannte strahlende Sonne einen knallblauen Himmel auf.

Gegen zehn nahm ich eine Tram zur Isar, um vom Tivoli flussabwärts zu laufen. Ich hatte die Temperaturen überschätzt, es war noch eisig: Zunächst fühlte ich mich zu leicht gekleidet und fror, hatte vor allem eisig rote Hände, doch die Bewegung in Kombinatin mit Sonne wärmte mich bald. Ich lief gut und spürte mein Bein nur wenig, gegen Ende wurde es anstrengend. Für die nächste Urlaubswoche nahm ich mir vor, kürzere Strecken, dafür öfter zu laufen.

Der Wasserstand der Isar war endlich höher, einige inzwischen vertraute Kiesbänke sah ich nicht mehr. Doch irgendwann wurde mir klar, dass das lediglich der früher normale Wasserstand war.

Ich lief an vielen gefällten und umgestürzten Bäumen vorbei, der jüngste kleine Sturm hatte bei den ausgetrockeneten Stämmen leichtes Spiel. Vor dem Föhringer Wehr zogen drei fliegende Schwäne über mich, deren Flügel Sirenengeräusche machten.

Meine Route hatte ich gezielt an den Krokuswiesen an der Heinrich-Mann-Allee vorbei gelegt, doch die Blumen waren lediglich aus der Erde geschossen und noch nicht erblüht. Die lila Frühlingsteppiche kommen erst noch. Zum Ausgleich sah ich genau hier einen Kormoran auf einem umgestürzten Baum in der Isar. (Wieder hatte ich das Bedürfnis, andere Jogger auf meine Entdeckung aufmerksam zu machen, doch die hatten nur die weite Ferne im Blick und waren durch Kopfhörer nicht ansprechbar.)

Hier lag in der Mitte des Flusses viele Monate lang eine Kiesbank frei.

Mein Lieblingspfad direkt am Wasser war durch die vielen gefällten Bäume unpassierbar.

Kormoran mit überraschend weißem Kopf.

Auf dem Heimweg holte ich noch Semmeln fürs Frühstück.

Freies Wochenende hieß auch, dass ich mal wieder Kuchen backen wollte. Die Wahl fiel auf den Orangen-Mandel-Kuchen mit ganzen, gekochten Orangen, der vor einigen Jahren quer durch die Foodblogs ging. Ich entschied mich für das Rezept der verlässlichen Fool for Food.

Gelang sehr gut, war auch erfreulich einfach zu machen. Die seltsame Form des Kuchens ist dem Umstand geschuldet, dass ich zu faul war, das Backpapier formgerecht zuzuschneiden, und einfach einen ganzen Bogen in die Springform gewurschtelt hatte.

Gemütlicher Nachtmittag mit Internet- und Zeitunglesen. Außerdem vermaß ich mich endlich gründlich (erstmals eine brauchbare Anleitung, wo ich meinen Taillenumfang messen muss – da ich keine sichtbare Taille habe, war mir das immer ein Rästel: seitlich beugen, und da, wo sich eine Falte bildet, wird die Taille gmessen, auch wenn einer das sehr hoch erscheint), um bei eShakti mein erstes Maßkonfektionskleid zu bestellen, und zwar dieses – jetzt bin ich sehr gespannt.

Zum Nachtmahl bereitete Herr Kaltmamsell unsre klassische Freitagabend-Kombi Pfannenrind, Ofenkartoffeln, Waldorfsalat. Dazu öffneten wir die Flasche Altlantic Dry Mead (also Met), die wir vergangenes Jahr aus Dublin mitgebracht hatten. Schmeckte nicht wirklich trocken, sondern würzig und auch nach Honig – passte aber überhaupt nicht zum Essen, sondern ist eher ein schöner Aperitiv.

§

In einer Woche sitze ich schon in Brighton (als Vorgeschmack ein weiteres wundervolles Bild von @lomokev).

Mal sehen, ob das „Don’t mention Brexit“, das ich mir aus Höflichkeit vorgenommen habe, funktioniert. Ich werde mich halt vorher noch austoben müssen.

Zum Beispiel mit dem ARD Brexit Diary der England-Korrespondentin Annette Dittert:
„Eine Insel tritt aus“.

Oder mit der Folge „Brexit III“ von Last Week Tonight with John Oliver.

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https://youtu.be/HaBQfSAVt0s

Wenn es überhaupt etwas Positives an dieser Superscheiße gibt: Ich lerne sehr viel über das politische System in England. Bald kenne ich vom parlamentarischen Alltag in London mehr Details als von dem in Berlin. (OOOOOODA!)
Ähnlich wie hierzulande die AfD durch ihre ständigen Verstöße gegen die Geschäftsordnung und verfassungsmäßige Prozesse dafür sorgt, dass ich von denen überhaupt erfahre.


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