Journal Samstag, 26. Oktober 2024 – Energischer Hochnebel, Kulinaritäten

Sonntag, 27. Oktober 2024 um 7:58

Nach gutem und reichlichem Nachtschlaf gab es Mokkatorte zum Frühstück: Ich hatte am Vorabend bereits die Kuvertüre für das Überziehen des Haselnusskuchens bereitgestellt, und zwar in einer Tasse für Milchkaffee. Schmelzen in der Mikrowelle (seltener Einsatz), Kuchen rundum bepinselt – und in diese Tasse goss ich dann Espresso und geschäumte Milch. Eine üppige Mahlzeit.

Im Vordergrund auf einem kleinen weißen Teller zwei Scheiben Kastenkuchen, im Hintergrund der restliche mit Schokolade überzogene Nuusskuchen

Herr Kaltmamsell ließ sich später zum Frühstück zwei Scheiben servieren und kam zu demselben Ergebnis wie ich beim Kosten am Nachmittag: Guter Haselnusskuchen, aber nicht besser als unsere bisherigen Rezepte. Meine Erkenntnis: Nussgebäck mag ich am liebsten in Form von Hefezopf.

Nach dem Bloggen kochte ich Kartoffeln zur Verwertung der restlichen Majonese, setzte Hefeteig für die Pizza am Abend an, der im Kühlschrank gehen sollte.

Telefonat mit genesendem Familienmitglied: Endlich die erlösende Nachricht deutlicher, sogar schlagartiger Besserung, es fiel der Begriff “Wunder”; da wir beide aber nicht gläubig sind, er zumindest nicht katholisch, fiel uns nicht gleich ein Heiliger oder eine Heilige ein, der wir ein Votivtäfelchen pinseln könnten.

Draußen war es wieder hochneblig düster, aber mild. Ich radelte zum Olympiabad.

Draußen vor einer mehrspurigen Straße ein SUV-Auto in Originalgröße, das aussieht, als sei es mit einer vermodernden Decke überworfen

Am Stiglmaierplatz: Über dieses Kunstprojekt “Mash & Heal” von Folke Köbberling hatte ich bereits im Blog von Heiko Bielinski gelesen. Der scheinbare SUV wurde “aus einem selbsthergestellten kompostierbaren Verbundstoff aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt”. Der Zersetzungsprozess bis Oktober 2025 ist Teil des Projekts – da ich auf dem Weg zum Schwimmen regelmäßig daran vorbeikomme, bin ich schon gespannt auf den wechselnden Anblick. Gestern kehrte ich fürs Foto um (es brauchte ein paar Sekunden, bis ich begriff, was ich da gesehen hatte): Auf dem Heimweg würde ich nicht so nah dran vorbeifahren.

Die Schwimmrunde im eher mehr frequentierten Olympiabad war anstrengend, es wollte sich nicht so recht das Vergnügen an der Bewegung und dem Wasser einstellen. Außerdem zwickte und stoch es heftig im Kreuz, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite.

Direkter Weg nach Hause (zweimal abspringen vom Rad für Ohrenzuhalten – wo die so schmerzhaft tutenden Polizeiautos an der nahezu leeren Kreuzung doch eh grün hatten!), dort gab es kurz vor zwei Frühstück: Roggenvollkornbrot mit Butter und Tomate, Nusskuchen.

Dann machte ich mich gleich wieder auf den Weg zur U-Bahn: Ich war am Rotkreuzplatz mit einer genesenden Freundin verabredet. Wir saßen vorm Garibaldi und tranken Cappuccino (gut!), auch hier gute Gesundheitsnachrichten.

Für den Nachmittag war ein Lichten des Hochnebels angekündigt. Das trat nicht ein. Ich begleitete die Freundin noch in ihr Neuhauser Zuhause, nahm dann eine U-Bahn zurück.

Daheim bereitete ich Schmalspur-ensaladilla zu (Kartoffeln, Möhren und Erbsen aus dem Glas, Majo), las dann Wochenend-Süddeutsche – die mir Herr Kaltmamsell auf seiner Einkaufsrunde besorgt hatte, Freitag und gestern war mein Briefkasten leer geblieben.

Nach Sonnenuntergang begann ich nochmal die Pilates-Woche mit Gabi Fastner (obwohl das der vierte Durchgang ist, hatte ich bereits alles vergessen und war nicht gelangweilt), dann stellte ich die Pizza fertig. Zur Vorspeise gab ein wenig ensaladilla.

Auf Backpapier eine gebackene, unregelmäßig runde Pizza Margarita

Hmja, ist mir schon besser gelungen: Der Teig war zu hart geworden. Dazu ein Glas spanischer Rotwein. Nachtisch Schokolade.

§

Hans Well fasst in der Süddeutschen die Misere der deutschen Automobilindustrie zusammen, und ich begreife einfach nicht, warum das eine Minderheiten-Erkenntnis ist (€):
“Die Fossilen”.

„Der Deutsche“ verschnarchte im Schlaf des Selbstgerechten entscheidende Entwicklungen. Konzeptstudien auch für E-Autos verschwanden offenbar zugunsten immer größerer SUVs in Schubladen; frustrierte E-Ingenieure gingen samt technologischem Know-how nach China, wo man ihre Ideen umsetzte. Deutsche Auto-Krattler setzten derweil kriminelle Energien zum Pratzln von Diesel-Kunden um.

Lang lief es ja unter der „Klima“-Kanzlerin für deutsche Autofirmen rosig. EU-Abgasregeln wurden regelmäßig nach deutschen Regeln geregelt. Schadstoffverursacher formulierten EU-Wunschwerte gleich selber. Zahlreiche Lobbyisten verhinderten mit Politikspezln in EU-Kommissionsberatungsgruppen wie Cars 21 schärfere Teststandards. Dabei hätten diese den Dieselskandal der deutschen Rosstäuscher wohl verhindert.

(…)

Minis wuchsen zu Maxis, obwohl die Reichweite von Batterien bei Viertonnern schmilzt wie Grönlandeis; der Klimawandel scheint der Autoindustrie eh wurst zu sein – man hofft wohl auf Märkte für Amphibienfahrzeuge.

(…)

München würde, statt Feinstaub zu bekämpfen, womöglich am liebsten der IAA am Marienplatz auch noch das Rathaus als Showroom bieten. Dabei dräut ab 2025 ein CO₂-Flottenwert der EU von 100 g/km. Das weiß VW schon lange, sieht aber trotz der Überschreitung darin kein Problem, weil die Chefetage gesichert ahnt, dass sie sich auf Lobbyisten und Politiker beim Verhindern von EU-Strafzahlungen verlassen kann.

Dass Politik und Autolobby damit die überlebenswichtige Transformation auf die automobile Neuzeit gefährden, könnte einem am Kotflügel vorbeigehen, wäre Massenarbeitslosigkeit kein potenzieller Turbolader für eine AfD, die schon jetzt bei 18 Prozent steht. Dabei läge es doch im Eigeninteresse aller Parteien, E-Fuel- und Antiverbrenner-Populismus einzustellen und dieser deutschen Schlüsselindustrie mit klaren Leitlinien auf die Sprünge zu helfen.

Und nein: Diesmal geht es nicht darum, dass man hinterher immer schlauer ist. Diese Stimmen und Hinweise samt Belegen gibt es seit Jahrzehnten.

§

Aber: Klimakatastrophe Schmimakatastrophe, kommen wir zu den wahren Skandalen. In England hat sich ein Betrüger 22 Tonnen handwerklich hergestellten Cheddars erschlichen, die hoch geschätzte Neal’s Yard Dairy steht vor großem Schaden.
“Cheesemakers in shock as £300,000 of produce stolen in sophisticated scam”.

The 950 stolen cheeses were Hafod Welsh organic cheddar, Westcombe cheddar, and Pitchfork cheddar, which have won a number of awards and are among “the most sought-after artisan cheeses in the UK”, Neal’s Yard Dairy said.

Jamie Oliver hat zur Unterstützung der Polizei-Ermittlungen aufgerufen.

(Wo zum Henker will der Betrüger seinen Käse gewinnbringend verkaufen? Der Betrug hat sich doch sofort in der Feinschmecker-Community herumgesprochen! HANDELT ES SICH UM EINE AUFTRAGSTAT?!)

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 25. Oktober 2024 – Neue Backform, neuer Zauberstab (und persönliche Gottschalk-Erinnerungen)

Freitag, 25. Oktober 2024 um 14:12

Eigentlich wundert mich eher, dass mir das nicht öfter passiert: Einen Entwurf dieses Posts habe ich gestern Nachmittag versehentlich veröffentlicht, durch “privat”-Stellen gleich wieder offline genommen. Ich bitte um Nachsicht für die Verwirrung.

Wieder vom Weckerklingeln geweckt, diesmal aber zumindest mit der Aussicht: Morgen und übermorgen zweimal NICHT!

Zum Abschluss der Morgentoilette beduftete ich mich endlich wieder mit meinem aktuellen Lieblingsparfum Eidesis (so schön trocken holzig!): In den Monaten davor hatte ich eine stark duftende Körperlotion verwendet, das wollte ich nicht mischen. (Kürzlich im Nachruf auf einen exzentrischen Parfumhändler gelesen, er habe jeden Tag ein anderes Parfum verwendet – und schon konnte ich mir keinerlei Duft-Kompetenz bei ihm vorstellen, welch grauenhaftes Durcheinander selbst bei täglicher gründlicher Körperreinigung -> Kleidung!)

Morgendunkle Altstadtstraße mit herbstbunten Bäumen, parkenden Autos; mitten auf dem Gehweg steht ein neongrünes Leih-Fahrrad

Münchner Humor.

Das Draußen wurde nur zögerlich hell, ließ weitere Erleuchtungen nach der Stufe Lesen-ohne-Lampe-möglich bleiben, Hochnebel.

Emsiger Vormittag, in dem ich mich auch um Dinge kümmern konnte, die niemand im Blick hat (und die nur wichtig würden, wenn irgendwann jemand entdeckte, dass sich seit Jahren niemand darum gekümmert hat).

Bester Mittagscappuccino im Westend, auf dem Rückweg Brotkauf. Vielleicht nehme ich irgendwann das automatische Angebot der Angestellten an, dieses Brot in Scheiben schneiden zu lassen – einfach um herauszufinden, was ein Bäckerei-Brotschneideautomat aus einem frischen und sehr feuchten Roggenvollkornbrot macht, mein Tipp: Matsch.

Mittagessen später am Schreibtisch: Fenchelsalat (Ernteanteil), Roggenvollkornbrot.

Display eines Stationär-Telefons mit Meldung „Notbetrieb“

Dysfunktionalitäten. Ich möchte bitte ein Schild “Notbetrieb” für meinen Schreibtisch und die Auswahl eines solchen Status auf MS Teams. Für alle Fälle.

Ab zwei schob die Sonne den Hochnebel immer weiter weg, doch bevor es richtig sonnig werden konnte, übernahm schon wieder der Hochnebel.

Zäher Arbeitsnachmittag, auch der endete irgendwann in Feierabend.

Über ausführliche Lebensmitteleinkäufe für Abend und Wochenende ging ich nach Hause: Vollcorner, Verdi – inklusive Schwatz mit der Frau an der Kasse von immer über das ständige Wechseln zwischen Sprachen. Diesmal aktualisierte ich die Einkaufslisten-App ganz, ganz oft, um Doppelbesorgungen wie am Freitag zuvor zu vermeiden.

Wie geplant machte ich mich daheim erstmal ans Backen: Die neue 30-cm-Kastenform sollte mit Nusskuchen getestet werden, ich hatte mich für dieses Rezept aus einer Kommentarempfehlung entschieden.

Auch für Teil 1 des gestrigen Nachtmahls hatte ich mich verantwortlich gemacht: Artischocken mit Knoblauch-Majo. Während die Artischocken im kochenden Wasser garten, weihte ich den neuen Zauberstab ein, Spielanleitungs-gemäß verwendete ich die Schlagscheibe für die Idioten-Majo.

Durchsichtiger Becher mit viel Öl, unten ein Ei und Gewürze

Zutaten in Becher (der neue Zauberstab kam mit einem neuen, durchsichtigen). Zauberstab langsam versenken.

Becher, in dem ein Zauberstab steht, oben ein wenig Öl, unten Majo

Zwischenergebnis zwei Sekunden nach Einschalten. Zauberstab langsam hochziehen, dann so lange bewegen, bis kein Öl mehr sichtbar ist.

Durchsichtiger Becher mit Majonese

Majo fertig. Ein Drittel davon mischte ich mit reichlich Joghurt, würzte mit Salz, Pfeffer, frisch gepresstem Knoblauch.

Als Aperitif gab es von Little Crab Orangenwein und Wermut – als Probiererl vor einem Jahr von der Herstellerin geschenkt.

Gedeckter Tisch für zwei mit Bast-Sets, in tiefen Glastellern ganze Artischocken, daziwschen eine weiße Schale mit weißer Sauce, zwei Weingläser, eine Weinflasche mit der Aufschrift "Nouat", auf der gegenüberliegenden Seite sitzt ein Mann mit rotem Shirt und Strickjacke

Nachtmahl, Teil 1: Zur Artischocke hatte ich den mallorquinischen Weißwein Nounat bestellt, den Frau Brüllen empfohlen hatte, den ich in Port d’Alcúdia sogar gesehen hatte – allerdings in einem geschlossenen Weinladen. Jetzt wollte ich aber endlich! Stellte sich heraus, dass diese Cuvée aus Prensal Blanc und Chardonnay tatsächlich sehr elegant und besonders schmeckt – und hervorragend zu den Artischocken passte.

Als Teil 2 hatte ich mir Pfefferleber gewünscht, die Herr Kaltmamsell aus Kalbsleber briet, wunderbar. Nachtisch Süßigkeiten, Schokolade.

Dazu ließen wir im Fernsehen Addams Family von 1991 laufen – und stellten fest, dass wir diesen ersten Teil überraschenderweise viel weniger kannten als die Fortsetzung – dabei war das SO eine Erleuchtung damals im Kino!

Nach dem enttäuschenden Dusse hatte ich noch Donnerstagabend in die nächste Lektüre reingelesen, wieder termingerecht bereitgestellt von der Münchner Stadtbibliothek: Raphaela Edelbauer, Die Inkommensurablen. Und war im Wien des späten 19. Jahrhunderts gelandet – für meinen Geschmack ein wenig zu faktendicht erklärend, aber ich wollte umgehend wissen, wie es mit dem 17-Jährigen vom Land weitergeht.

§

Ich habe ja das Glück, dass mein Thomas Gottschalk der prä-Wetten-dass ist, den man nur als Alte und als damalige Hörerin von Bayern 3 kennt. Seine Sendung Pop nach acht lehrte mich internationales Pop-Geschäft, sein Tonfall und die Art seiner Interviews mit Studiogäste waren anders als alles, was ich je im Radio gehört hatte. Gottschalk sprang auch in anderen Sendungen ein. Unvergessen, wie ich Mitte der 1980er mal aus der Schule heimkam, im Radio (bei uns lief damals sehr viel Radio, immer Bayern 3) die mittägliche Sendung “Schlagerkarussel”. Eine Dame sang gerade leidenschaftlich “Wer Liebe will, muss auch Liebe geben”, woraufhin sich eine Moderatorenstimme einschaltete (allein das war unerhört: mitten in die Musik reinzusprechen!): “Da könnte ja jeder kommen: ‘Wer Eier will, muss auch Eier legen’.” Der eingesprungene Thomas Gottschalk, und Radiohören war nie wieder wie vorher.

Dann die Zeit in den nur wenig späteren 1980ern, in der Gottschalk mittags die “B3-Radioshow” mit Günther Jauch machte: Doppelmoderation bei der Übergabe, auch etwas, was es zumindest für mich vorher nicht gegeben hatte – und Jauch kannte ich aus der Sendung “Morgentelegramm”, wo er mir durch seine Sachkenntnis und sein unbeirrbares Nachhaken in Interviews aufgefallen war.

Während dieser Zeit, 1987/1988, arbeitete ich selbst beim Privatradio. In den Büros lief natürlich der eigene Sender (genauer: liefen die drei Sender, die sich über den Tag abwechselnd die Frequenz teilten, es waren die wilden Anfangszeiten des Privatsendertums) – nur zwischen 13 und 14 Uhr wurde auf Bayern 3 umgestellt, und wir klebten an jedem Wort. Alle wollten wir moderieren wie Thomas Gottschalk, so witzig und schlagfertig. (Und journalistisch wollte ich sein wie Günther Jauch – weiß man heute ja gar nicht mehr, dass Jauch als richtiger Journalist angefangen hat.)

1988 ging ich nach Augsburg zum Studieren, lebte die nächsten zehn Jahre ohne Fernseher, hörte im Radio vor allem Nachrichtensendungen und Hörspiele: Thomas Gottschalk war ab dann nicht mehr Teil meiner Welt (na gut, bei meinen Eltern habe ich sicher die eine oder andere Folge “Wetten dass” gesehen, zumindest habe ich Gottschalk in abenteuerlichen Stylings vor Augen).

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 24. Oktober 2024 – Right now 2024

Freitag, 25. Oktober 2024 um 6:15

Kleine Serie, hier begonnen, vom Erfinder ganz anders gemeint, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014 fortgesetzt. 2015 musste ich offline nehmen, 2016 hatte ich keine Lust. 2017 zum ersten Mal abends erfasst, 2018 und 2022, 2023 wieder.

Heute über den Tag hinweg beantwortet.

Ich lese… heute viel Korrektur, u.a. einen Text über proteinbasierte Süßungsmittel, ein Konferenzprogramm, eine Weihnachtsfeier-Einladung.

Ich trage… Rock und Pulli, Seidenstrümpf – wieder ohne zu frieren. Ich möchte es ja nicht verschreien, aber vielleicht wird das nicht der dritte erbärmlich durchfrorene Bürowinter in Folge.

Ich habe… ein seltsames Ziehen im rechten Trapezmuskel, das bis in Kopfweh ausstrahlt.

Ich höre… das Rauschen, Summen und Klackern von Straßen- und Bahnverkehr draußen, gedämpfte Gespräche in den Nebenbüros.

Ich trinke… meinen Mittagscappuccino lieber weiterhin an den bislang bekannten Orten im Westend: Der in der Süddeutschen besprochene ist winzig, vollgestellt und um die Mittagszeit (im weitesten Sinne) mit Restaurantbetrieb beschäftigt.

Ich esse… heute wirklich spät zu Mittag, weil von ständigen Querschüssen gehindert. Die persönlich in meinem Büro auftauchten und sich deshalb nicht einfach wegklicken oder ignorieren lassen, und “Ich hab jetzt eigentlich Mittag” bekomme ich immer noch nicht über die Lippen. Apfel, Hüttenkäse und Granatapfelkerne futtere ich dann auch recht hastig weg.

Ich stehe… in regelmäßigen Abständen LWS-entlastend an meinem höhenverstellbaren Schreibtisch – einer der vielen Gründe, aus denen mobiles Arbeiten daheim für mich nicht attraktiv ist.

Ich gehe… in ungewohnt kleinen Schritten, weil ich heute im Büro in mitgebrachte hohe Pumps geschlüpft bin. Ein ebay-Kauf vor etwa 20 Jahren, trage ich ein- bis zweimal im Jahr, aber dann sind sie perfekt.

Ich lache… heute eher geschmerzt über die Absurdität von Prozessen und Regeln.

Ich sehe… gegenüber einen leeren Arbeitsplatz, aus dem Fenster mildes Wetter in trübem Licht unter einheitlich grauem Himmel.

Ich mag… nicht darüber nachdenken, wie ich das noch acht Jahre durchhalten soll.

Ich schreibe… täglich, fast immer, versuche mir derzeit gezielt das Schreiben auf dem Smartphone anzutrainieren, um mich weniger abhängig von Tastaturen zu machen.

Ich weiß… schon immer mehr, erschrecke aber regelmäßig darüber, was ich alles vergessen habe.

Ich möchte… eigentlich gar nicht. Aber wenn ich schonmal hier bin, mache ich halt das Beste daraus.

Weißrandiger Teller mit einem Linsen-Kartoffel-Spinat-Eintopf

Besänftigendes Abendessen: Kartoffeln und Spinat aus Ernteanteil von Herrn Kaltmamsell mit Linsen zum Eintopf gekocht, ich goss noch ein wenig Olivenöl drüber. (Salat war diese Woche nicht dabeigewesen.) Nachtisch Süßigkeiten.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 23. Oktober 2024 – Nebelnieseldunkel

Donnerstag, 24. Oktober 2024 um 6:22

Guter Nachtschlaf auch gestern durch Weckerklingeln unangenehm beendet.

Selfie in Ganzkörperspiegel von einer weißhaarigen Frau in dunkelblauem Cord-Kleidun und Turnschuhen

Beim Verlassen des Hauses setzte feiner Nieselregen ein, im Dunklen hatte ich das Wetter wieder schlecht einschätzen können und keinen Schirm dabei. Doch die Kapuze meines Mantels reichte.

Einen etwas anderen Weg durchs Westend gewählt, weil im Lokalteil der Süddeutschen von einem mir bislang unbekannten italienischen Café dort die Rede gewesen war: Ich erkundete dieses mögliche weitere Ziel für Mittagscappuccino.

Der Tag blieb durchgehend dunkelgrau und nieselig regnerisch.

Mittags fuhr ich mit einer ideal terminierten und pünktlichen S-Bahn zum Marienplatz: Ich brauchte Papiere von meiner Gynäkologin und holte diese in ihrer Praxis (ich bin gespannt, wie die Elektronisierung dieser Prozesse weitergeht; das persönliche Erscheinen einmal im Quartal inklusive Überreichen der Kassenkarte wird wohl am längsten bleiben). Auf dem Weg zurück zum U-Bahnhof Odensplatz über Marienplatz und Theatinerstraße freute ich mich darüber, dass München ein Tourismus-Magnet ist, über den Anblick der vielen bunten Besucher*innen. Es nieselte immer noch, aber immer noch wenig genug für Kapuze.

Mittagessen später am Schreibtisch: Apfel (diese Runde Nikoter schmeckt sehr unterschiedlich intensiv), viele Granatapfelkerne mit Joghurt.

Bis vor zwei Wochen hatte ich eine Phase, in der ich (für meine Verhältnisse) viel Musik hörte, und zwar eine Sammlung von ca. 100 Liedern. Die Folge: Mein Hirn spielt diese Lieder seither abwechselnd, immer wieder, unabstellbar und meist nervig. Ich lasse das mit der Musik lieber wieder bleiben, so war das früher nicht.

Emsiger Nachmittag, ich konnte nützlich sein, nicht zu später Feierabend. Auf dem Heimweg Abstecher in die Apotheke, unerwartet fachlich tiefes Frotzeln mit der Apothekerin über ihre uralte Software (aus den 80ern!). Ohne Umwege durch Nebelnieseln nach Hause.

Daheim bestellte ich nach Ablegen und Auspacken mit Herrn Kaltmamsell vereinbarungsgemäß Sushi als Nachtmahl, turnte dann Yoga-Gymnastik, bald bin ich nochmal mit dem 30-Tage-Programm Flow von Adriene durch. Danach sehe ich erstmal wieder Pilates.

Granatapfelkernfieseln mit hungrigem Magen, die Sushi-Lieferung verspätete sich.

Auf einem Tisch mit Bast-Sets drei geöffnete Schachteln mit verschiedenen Sushi, ein Plastikschälchen mit Spinat, Plastikfischchen voller Sojasauce

Ich bin sicher, dass es da draußen Leute gibt, die Sushi auch in nicht zu großen Mengen bestellen können. Irgendwo da draußen. (Schmeckte, und es blieb sogar Frühstück für Herrn Kaltmamsell übrig.) Nachtisch Süßigkeiten und Schokolade.

Sehr früh ins Bett zum Lesen, ich möchte Das Kind in mir will achtsam morden bald wegkriegen.

§

“Bayern gehört zu den Top-Reisezielen im neuen ‘Lonely Planet'”.

Ja super und wir Locals bekommen kleinen Platz mehr in unserem Schnitzelgarten hmpf. (Lonely Planet auch als Negativliste nützlich.)

§

Ein wundervoller Tanzkanal auf instagram: @urbantheory.

via @Klugscheisser

Umgehender Liebling (das Ende!).

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 22. Oktober 2024 – Der vielleicht letzte neue Hausarzt meines Lebens

Mittwoch, 23. Oktober 2024 um 6:17

Nach gutem Schlaf vom Wecker in die Unwilligkeit geschubst worden. Große Abwechslung auf dem Weg in die Arbeit: Ich nahm wegen eines nachmittäglichen Arzttermins das Fahrrad. Möglicherweise zum ersten Mal seit einem Jahr, ich musste aktiv den Weg überlegen.

Ging dann gut, das Wetter war bedeckt und mild (weder Handschuhe noch Mütze nötig), der größter Unsicherheitsfaktor im Verkehr waren andere Radler, unbeleuchtet, keine Handzeichen, über rote Ampeln bretternd. Denn dass Fahrer*innen von Riesenautos (so Spielzeuge, die beruflichen Einsatz in Land- oder Forstwirtschaft vorspiegeln, diese Verkleidung aber durch viel Chrom und durch Sauberkeit zunichte machen) mich beim Abbiegen nicht sehen können, kalkuliere ich ein. Der Arbeitsweg dauerte nur für meinen Geschmack nicht lang genug, ich will doch gar nicht schnell in der Arbeit sein.

Deutlich früher als sonst den Rechner hochgefahren, stand auch nichts anderes drin als sonst (aber vielleicht hätte ich sonst nicht die Muße gehabt, diesem Link zu einem spannenden Artikel in der Times zu folgen, in dem mein Arbeitgeber eine Rolle spielt / auch wenn “AI” mal wieder unpassend verwendet wird, pet peeve).

Emsiger Vormittag mit nur wenig Ungeplantem, ich fand Zeit für einen Mittagscappuccino bei Nachbars. Später gab es zu Mittag einen Apfel, außerdem scharfen Karottensalat.

Arbeitsnachmittag mit Besprechungen und Erledigungen, vor allem aber mit frühem Ende: Ich radelte zu einem Allgemeinarzt, der mein neuer Hausarzt werden soll (Herr Kaltmamsell war kürzlich bereits bei ihm gewesen; wir hatten gemeinsam nach einer Praxis recherchiert, die nah zur Wohnung liegt und keine “Alternativmedizin” oder ähnlich Evidenz-Fernes unter den Leistungen aufführt). Beim Hinradeln war es so mild, dass ich eigentlich keine Jacke gebraucht hätte.

Praxis und Arzt machten einen guten Eindruck, erstere gut organisiert, letzterer zum einen jung genug, dass ich auf den letzten Hausarztwechsel vor Pflegeheim hoffen kann, zum anderen gerade so aufmerksam, wie ich gut finde. Im Patientenfragebogen sollte ich mein Gewicht eintragen, das ich seit vielen Jahren nicht kenne (ist doch auch irrelevant, wenn nicht ein Medikament darauf abgestimmt werden muss? bei mir liegt offensichtlich weder ein Verdacht auf Unter- noch auf Übergewicht vor, das nachgewogen werden müsste) – ich handelte es mit dem Arzt anhand des Augenscheins auf “ca. 65 kg” aus. Sympathisch.

Herbstlicher Park mit viel buntem Laub zwischen den Bäumen

So war ich sehr früh daheim – und suchte erstmal einen Anlass, nochmal raus in den milden Herbsttag zu kommen: Einkäufe beim Lidl.

Wieder daheim Yoga-Gymnastik, meditatives Granatapfelentkernen (Crowdfarming) für Brotzeit, Telefonat mit genesendem Vater (sehr zögerliche Genesung). Fürs Nachtmahl sorgte Herr Kaltmamsell: Aus den Süßkartoffeln im Ernteanteil wurde dieses Jahr eine Variante Mac and Cheese.

Gedeckter Tisch, im Vordergrund auf Bast-Set ein großer Glasteller mit Nudeln in dicker heller orangiger Sauce, dahinter eine Auflaufform mit dem Rest

Gut und wohltuend. Nachtisch Süßigkeiten.

§

Über diesen Cartoon zu Wissenschaftskommunikation (den ich gestern den entsprechend zuständigen Kolleginnen weiterschickte) stieß ich auf dieses schöne Ergebnis (von 2019, deprimierenderweise – die Phase, in der das Thema Klimakatastrophe bei uns Menschenmengen auf die Straße brachte, war wohl nur kurz):

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/CptBBAxd928?si=LpE47-olZzAwa5_4

Wie anders die USA ticken, erkannte ich hier daran, dass Katharine Hayhoes am häufigsten gesehener Erklärfilm “What does the bible say about climate change?” war.

die Kaltmamsell

Journal Montag, 21. Oktober 2024 – Große Montagsanstrengung, aber mit Erkenntnissen

Dienstag, 22. Oktober 2024 um 6:17

Ich lerne vom Romanelesen, ob ich will oder nicht. (Neutraler formuliert: Literatur beeinflusst meine Wahrnehmung.) Zum Beispiel: In den letzten Nachtstunden auf Montag geriet ich ins Angst-Karussell, durchaus vorhergesehen bei den Aussichten auf diesen konkreten Arbeitsmontag. Nun hatte ich vor dem Einschlafen ja Karsten Dusses Das Kind in mir will achtsam morden gelesen (tut mir leid, aber Fortsetzungen kriegen mich einfach fast nie, mich interessiert bei originellen Ideen am meisten das world building, also das Ausarbeiten dieser originellen Grundidee – und das ist in praktisch jeder Fortsetzung halt schon vorbei) (Geschichten, die über mehrere Romane hinweg erzählt werden, sind was anderes). Und darin gibt die Erzählerstimme den Rat seines Therapeuten wieder: Gedankenkreisel dadurch zähmen, dass man im Geiste ganz aufmerksam durch die Räume der eigenen Wohnug geht, sich möglichst viele Details in Erinnerung ruft. Daran dachte ich in meinem Angst-Karussell und probierte es einfach mal aus. Was soll ich sagen: Das wirkte! (Sample n=1, noch lang nicht als Beweis belastbar.)

Was davon allerdings nicht wegging: Der Anlass des Belastungsgefühls, ich wollte beim Aufstehen und auf dem Weg in die Arbeit sehr, sehr gerne nicht exisiteren. Das Draußen war neblig, München probiert heuer mal Bilderbuchoktober aus, ok.

In morgendunklem Nebel: Vordergrund die Silhouetten der Figuren, mit denen der Anschlag aufs Oktoberfest 1983 dokumentiert wird, Hintrgrund ein Oktoberfestzelt

Aötes helles Haus zwischen zwei Straßen in leichtem Nebel, davor ein großer Baum mit wenig gelbem Herbstlaubrest

Zum Glück war es aber nicht kalt.

Im Büro riss mich Unvorhergesehenes im Postfach umgehend in heftige Betriebsamkeit, wo ich mich doch eigentlich von meinem Vormittagstermin hatte verrückt machen lassen wollen. Bis zum Termin konnte ich das Problem nicht lösen, ich musste erst mal zwei Stunden fröhlich tanzen. Das schaffte ich ohne zu großen Gesichtsverlust, doch statt Erleichterung gab es anschließend Ringen auf verschiedenen Ebenen. Das führte unter anderem zu sehr spätem Mittagessen (ohne Pause, keine Zeit): Tomaten, Apfel, Granatapfelkerne mit Joghurt. Und danach ging’s grad so weiter.

Im Nachhinein merkte ich, dass sich der Nebel bereits am frühen Vormittag verzogen hatte und die Sonne schien, währenddessen hatte ich keinen Blick dafür. Zu mittelspätem Feierabend hing ich völlig in den Seilen – freute mich aber auf den Heimweg in schöner Luft (ich musste dringend meine Geruchsrezeptoren dekontaminieren, hatte lange Strecken in dichtem Parfumdunst arbeiten müssen).

Der Heimweg war dann auch schön, eigentlich. Denn ich war so erledigt im schlechten Sinn, dass ich am liebsten nur den Meter Boden vor mir angesehen hätte.

Lebensmitteleinkäufe, Heimkommen fühlte sich immer noch nicht wie Freihaben an: Maniküre, Yoga-Gymnastik, Karottensalat für die Arbeit zubereitet, Abendessen nur für mich gemacht, Herr Kaltmamsell war aushäusig.

Wieder schaffte es gutes Essen, mich nach diesem schlimmen Tag zu besänftigen – sogar wenn ich’s selber gemacht hatte: Endiviensalat (Ernteanteil) mit roter Paprika, süßer Zwiebel in Tahini-Dressing, schmeckte hervorragend. Mein Comfort Food ist gutes Essen. (Gegenstück zu Friedrich Torbergs “Essen war sein Leibgericht”). Küche aufgeräumt, dann gab’s noch ordentlich Schokolade, wegen ausgewogener Ernährung, jetzt hatte ich richtig frei.

§

Mit Mooren, genauer mit ehemaligen Mooren bin ich schon auch aufgewachsen: Ingolstadt grenzt ans Donaumoos mit seinen brettlebenen Kartoffelackern und schnurgeraden Landstraßen (wenn Kurve, dann gleich Marterl, weil sich dort jemand derrennt hat).

Viel interessanter aber ist, was Klaus Modick über Moore zu sagen hat:
“‘Kaum jemand feiert die Sümpfe'”.

Es gibt einen hintergründigen Satz von Walter Benjamin: „Was zu verschwinden droht, wird Bild.“ Man könnte auch sagen, was zu verschwinden droht, wird Literatur oder Kunst. Gerade die Dinge und Erfahrungen, die uns entgleiten, die verloren gehen, weil wir sie zerstören, werden mythisiert und bekommen eine ästhetische Qualität, die sie an sich gar nicht haben. Den „edlen Wilden“ gibt es erst in dem Moment, in dem die Native Americans ausgerottet werden, und das Moor erscheint ästhetisch reizvoll, als es zu verschwinden droht. So werden Bilder und Texte zu einer Art künstlerischem Naturkundemuseum. Literatur beschränkt sich nicht darauf, Dinge zu beschreiben, die vorhanden sind. Und Rezeption von Kunst ist nicht nur einfach ein Wiedererkennen von etwas, das man sowieso schon im Kopf hat. Das würde ja ­bedeuten, wir Schriftsteller und Maler zeigen euch nur das, was ihr sowieso schon wusstet. Zumindest geht es darum, etwas so darzustellen, dass es den Rezipienten neue Blickwinkel ermöglicht.

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 20. Oktober 2024 – Uninteressanter Sonntag

Montag, 21. Oktober 2024 um 6:10

Gut und lang geschlafen, der erste Blick in den Spiegel zeigte mir ein blutunterlaufenes rechtes Auge – was mag ich da nur geträumt haben?

Draußen war es neblig/hochneblig, aber nicht kalt – für München ein ungewöhnlicher Oktober. Meinen Isarlauf legte ich wieder von Thalkirchen nach Süden, ich wollte mir die Strecke nochmal ohne Regen ansehen.

Erst in der zweiten Hälfte spürte ich endlich selige Lauffreude, bis dahin hatte ich vergeblich darauf gewartet, das Laufen fühlte sich lediglich wie etwas Abzuarbeitendes an. Aber dann schwebte ich, und mein Hirn produzierte Ideen. Eine schrieb ich gleich an meinen Bruder, für die andere brauchte ich erst das Einverständnis von Herrn Kaltmamsell (eine recht spontane Essenseinladung – wurde trotz Einverständnis erstmal nichts, weil die potenziellen Gäste schon verplant waren).

Herbstliche Flusslandschaft

Links ein Flusslauf, rechts herbstliche Bäume im Hintergrund ein Wehr

Wasserfläche, in der sich herbstbunte Bäume spiegeln, am Ufer Bänke

Links Kanal, rechts bunte Bäume und ein Herbstlaub-bedeckter Fußweg

Sehr erhöhter Blick von einer Brücke auf Fluss und Kanal, an den Ufern Herbstbäume, düsterer Himmel

Blick von weit oben auf ein FLusstal mit Herbstbäumen, düster neblig, rechts oben Häuser

Am Hinterbrühler See sah ich einen Reiher einfliegen, erst zwei Runden drehen, dann in einem Tannenwipfel landen. Im winterruhigen Bad Maria Einsiedel grasende Streifengänse.

Mein Körper machte die gut anderthalb Stunden recht gut mit, das Dehnen beim Warten auf die U-Bahn zurück ergab allerdings überlastet schmerzende Beinrückseiten.

Frühstück kurz nach halb zwei: Apfel, Rest Tumbet mit Brot (das bereits am zweiten Tag eher trocken krümelte, ich mag andere Weißbrote lieber).

Ruhiger Sonntagnachmittag mit Lesen (Zeitung, Roman Karsten Dusse, Das Kind in mir will achtsam morden), Vorbereitung der Montagsarbeit (Wiederholung eines Workshops für Azubis), Yoga-Gymnastik, Brotzeitvorbereitung.

Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell madrilener Kutteln gekocht, gutes Abendessen. Nachtisch Zitronenkuchen, Schokolade.

§

Corona ist Teil unseres Alltags geworden, die Erkrankungsmeldungen rufen nur wenig mehr Aufmerksamkeit hervor als schlimme Erkältungen. Doch wir wissen immer noch sehr wenig über die Mechanismen und Auswirkungen einer Corona-Infektion, die eben nicht lediglich ein weiterer Atemwegsinfekt ist, sondern viele weitere Organe und Mechanismen im Körper betrifft.

Für die taz fasst Stefanie Uhrig grob zusammen:
“Was wir heute über Corona wissen”.

die Kaltmamsell