Journal Freitag, 7. Juni 2024 – Herrlicher Lerchenlauf mit Idee, weiter hoher Isarpegel
Samstag, 8. Juni 2024 um 8:04Diese Woche war so voll, dass ich mich daran erinnern musste, dass Freitag und gleich Wochenende war: Der Vormittag fühlte sich wie ein Mittwoch der nächsten Woche an.
Dennoch gönnte ich mir das Lerchen-Privileg eines Isarlaufs vor Büro und damit einen 40 Minuten späteren Arbeitsanfang als gewöhnlich. Den besonders frühen Wecker brauchte ich nicht mal, weil ich um fünf in eine Angstphase glitt und die Nacht gerne beendete. (Bei geschlossenem Fenster: Auch Silikon-Ohrstöpsel führen zu schuppiger, juckender Haut im Gehörgang – meine Ohren wollen atmen.)
Bis ich unter gemischtem Himmel vors Hoftor trat, war ich wirklich munter und freute mich auf die Isar. Die Luft war kühl und atmete sich wundervoll mit einer Mischung aus Nässe von den Regenschauern der Nacht und Blütendüften (allen voran von den Linden). Ich lief am Fluss immer wieder mit ausgebreiteten Armen über die leeren Wege, es war gar zu schön.
Wenige Tiersichtungen, einmal Gänsesäger auf Wellen, einmal Stockenten, die auf der überschwemmten Uferwiese grasten.
Westermühlbach
Selbst auf meiner Laufrunde werde ich von Fußball belästigt!
Zu meiner Überraschung und Freude war der Flauchersteg nicht mehr gesperrt.
Selbst Hundegassiführer*innen waren gestern Morgen rar.
Das letzte Stück durch den Alten Südfriedhof.
Ich lief mit leichtem Herz, und mir wuchs eine super Idee, nennen wir sie doch einfach Tagtraum. So fing es an: Ich würde sehr gerne mal mit Elfriede Jelinek über Marieluise Fleißer sprechen – ich weiß, dass sie die Fleißer sehr schätzt, sie sogar mal besucht hat. Dann fiel mir ein, dass auch Herta Müller Marieluise Fleißer schätzt. Am allerliebsten, so dachte ich dann weiter, wäre ich dabei, wenn sich Herta Müller mit Elfriede Jelinek über Marieluise Fleißer unterhält. In meinem Wohnzimmer. Was ich als Podcast verarbeiten würde. Das stellte ich mir dann im Detail vor. Ich würde auch Kuchen backen.
Daheim flinke Körperpflege, unter jetzt immer düstererem Himmel marschierte ich ins Büro.
In der Arbeit geordnetes Wegschaffen, ich fühlte mich nützlich. Mittagscappuccino bei Nachbars: In den Salongschleichern, die ich fürs Büro eingesteckt hatte (Arbeitsweg in Turnschuhen), schmerzte die rechte untere Ferse wieder ausgesprochen unangenehm und nahm mir den Antrieb für einen weiteren Weg. Zu Mittag gab es einen Apfel und Pumpernickel mit Butter.
Weiteres Wegackern. Ab 15 Uhr fuhr ich ein paar innere Systeme runter und arbeitete nur noch weitgehend Hirnloses (z.B. Datenbank-Töckeln). Einmal am Nachmittag und dann kurz nach meiner Heimkehr (Einkäufe im Lidl und Vollcorner) gab es sehr kurze, heftige Gewitter mit je einem Regenduscher – auf dem Regenradar sah das lustig aus:
Der Isarpegel wollte auch weiterhin nicht unter Meldestufe 1 sinken.
Zu Hause turne ich eine halbe Stunde Pilates (nochmal “Entspannt mit Pilates”), bereitete den Ernteanteil-Salat fürs Abendessen vor, dann gab es sogar auf dem Balkon die Maibowle, die wir für den Samstag davor angesetzt hatten (den aromatierten Weißwein hatten wir Vakuum-verplöppelt, als unsere Gäste wegen Wasser im Keller ausfielen). Drei Mauersegler flitzten ein paar Mal schrillend ganz nah ums Hauseck.
Die Wochen mit dem höchsten Sonnenstand des Jahres: Sie schafft es bis weit übers Nebengebäude.
Nachtmahl: Von Herrn Kaltmamsell ein Creme-Süppchen aus der Mairübe im Ernteanteil, der Salat mit klassischer Vinaigrette, darin ganz junger Knoblauch aus Ernteanteil, mit zugekauften Tomaten, dann allgäuer Käse vom Markt. Nachtisch Schokolade.
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Welche Parteien und sonstigen politischen Vereinigungen denken in Sachen Klimawandel und Nachhaltigkeit wie ich?
Es tauchen auch EU-Umweltthemen auf, die Ihnen vielleicht nicht präsent waren.
(Dahinter stehen Scientists for Future.)






































