Archiv für August 2022

Journal Montag, 15. August 2022 – Corona Tag 9, Mariä Himmelfahrt

Dienstag, 16. August 2022

Ein paar Tage einfach nichts schreiben.

Journal Sonntag, 14. August 2022 – Corona Tag 8

Montag, 15. August 2022

Nochmal einfach nichts schreiben.

Journal Samstag, 13. August 2022 – Corona Tag 7

Sonntag, 14. August 2022

Einfach mal nichts schreiben.

Journal Freitag, 12. August 2022 – Corona Tag 6, Trübe

Samstag, 13. August 2022

Die Nacht war ok, aber ich hätte gerne länger geschlafen als ich konnte.1 Seit über 24 Stunden hatte ich weder Schmerzmittel noch Nasenspray benötigt, jetzt glaubte ich mir die Besserung wirklich. Weiter ein bisschen Husten (aber, wie es so schön heißt, “produktiv”), weiter zugezogene Nebenhöhlen, weiter Bitzeln im Rachen – nichts davon quälend. (Ich will raus!)

Auch gestern war es morgens bei wolkenloser Sonne zu kühl für Balkonkaffee, ein weiterer perfekter Sommertag ohne Hitze (im Rest der Republik ist es, mit Ausnahme der Küste, deutlich wärmer – und überall viel, viel zu trocken).

Das restliche Pan di spagna, also italienischen Biskuitboden, das ich für Triffle gekauft hatte, wurde Tiramisu, statt Löffelbiskuit. Endlich schaffte ich mal, nur die Hälfte des Rezepts für uns zuzubereiten (und statt Kahlúa nahm ich Rum).

Die dadurch übrigen Eiweiße kamen mir gerade recht, um am Wochenende das Eton Mess nachzubauen, das mir in Klagenfurt so gut geschmeckt hatte, nämlich mit roten Johannisbeeren (die mir sonst in allem zu sauer sind): Ich verarbeitete sie gleich zu Baiser.

Frühstück kurz nach zwei auf dem Balkon: Herrliche Tomaten aus Ernteanteil, eine Scheibe selbstgebackenes Brot, Honigmelone.

Innere Trübe, das Eingesperrtsein verstärkt diese Neigung. Ich legte mich zu einer Siesta hin, mir fiel keine Flucht ein.

Nachmittag auf dem perfekt temperierten Balkon mit Zeitunglesen und Stricken.

Eine anstrengende Runde Yoga besänftigte mich ein wenig.

Herr Kaltmamsell servierte als Nachtmahl Nizzanersalat, sehr gut gelungen.

Nachtisch Tiramisu (ein bisschen trockener als sonst, das Pan di Spagna ist dicker und dichter als Löffelbiskuit), dann Schokolade. Auf Alkohol hatte ich allein keine Lust; ich mag erst wieder, wenn ich mit Herrn Kaltmamsell anstoßen kann.

Draußen war wahrscheinlich eine schöne Sommernacht – ich musste alle Fenster schließen, weil die Partymusik im benachbarten Park so laut war, dass ich sonst den Fernseher nicht gehört hätte. Ich ließ The Gentlemen laufen, an dessen Kinotrailer vor zwei Jahren ich mich positiv erinnerte. Die Struktur des Drehbuchs mit Rahmenhandlung löblich, doch untern Strich sah ich doch einen konventionellen Gangsterfilm, überdurchschnittlich nur durch die Besetzung mit vielen hervorragenden Schauspielern und einer (!) Schauspielerin, Michelle Dockery, die allerdings mehr zu tun bekam als normalerweise Gangsterbräute.

  1. Vor dieses “als” kommt eigentlich ein Komma, doch weil sich seit Jahren auch in gebildeten Kreisen falsche Kommas bei Vergleichen verbreiten, nämlich auch wenn “als” keinen Nebensatz einleitet, blieb für diesen Nebensatzfall leider, leider keines übrig. Hier die eigentlich einfachen Regeln zum Nachschlagen. []

Journal Donnerstag, 11. August 2022 – Corona Tag 5, Besserung

Freitag, 12. August 2022

Eher unruhige Nacht, die damit begann, dass ich zum Einschlafen die Fenster schließen musste: Im Park vor meinem Schlafzimmer brüllten Männer – nicht aggressiv, sondern ausdauerndes “HEEEEEEY! HEEEEY! HEY! HEY!” oder andere Wörter, mal einzeln, mal zu mehreren, möglicherweise war die Absicht Gesang.

Bei einem meiner nächtlichen Aufwachen öffnete ich das Fenster in schöne Kühle, grüßte den von wolkenlosem Himmel scheinenden Fastvollmond.

Bei leichtem Schlaf machte mein Hirn Pläne für den Donnerstag. Neben Genesung (Stimme kehrte langsam zurück, ich konnte Herrn Kaltmamsell vernehmbar einen guten Morgen wünschen) waren diese: Zimmerpflanze umtopfen, Balkon von resultierender Sauerei befreien (Letzteres erfahrungsgemäß dreimal so aufwändig wie Ersteres, deshalb drücke ich mich davor bereits mehrere Monate), Fußpflege vor Duschen, Bügeln.

Das Umtopfen brachte ich gleich nach Bloggen und Morgenkaffee hinter mich, ein Topf mit Grünlilie bestand eigentlich nur noch aus dickem Wurzelwerk. Jetzt nicht mehr. Die dreckigen Finger weichte ich nach Aufräumen und Putzen gleich zusammen mit den Füßen ein, vielleicht würde ich den Dreck unter den Fingernägeln diesmal nicht erst nach Tagen wegbekommen.

Mit weichen Füßen und bunten Zehennägeln setzte ich mich auf den Balkon. Unerwartete Corona-Folge: Mir fiel mein Strickzeug wieder ein, das vor mindestens sechs Jahren mit einem angefangenen Sommerpulli aus dunkelblauem Bändchengarn liegengeblieben war.

Ich war gleich wieder drin in der Routine. Eine Befürchtung trat aber ein: Sehr bald Schulterschmerzen links, ich bekomme einfach keine entspannte Strickhaltung hin, ziehe die Arbeit immer wieder höher, obwohl meine Brille beste Sicht bei entspannten Schultern weiter unten ermöglicht. Gibt’s im Yoga ein Pendant zum runners’ stretchknitters’ stretch? Weitere Folge: Ich recherchierte nach einer Strickjacke, die ich im Anschluss an das aktuelle Teil angehen könnte. Das machte Spaß, aber ich rechne damit, dass vor Bestellen von Wolle die realistische Perspektive siegt: Offensichtlich habe ich ohne Erkrankung und Ausgehverbot ja keine Lust auf Stricken.

Um zwei frühstückte ich (Quark mit Joghurt und Pflaumen) – und mir wurde bewusst, dass ich den ganzen Tag weder Schmerzmittel noch Nasenspray gebraucht hatte! Eindeutige Besserung.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Zeitunglesen und Stricken auf dem Balkon, ärgerte mich, als ich eine E-Mail von DHL bekam: Ein erwartetes Päckchen war bei einer Nachbarin abgegeben worden – obwohl bei uns zwei Personen durchgehend daheim waren.

Auch den Plan Bügeln setzte ich um. Dabei hörte ich Podcasts. Zunächst eine ganz alte Folge von Alexandra Tobors In trockenen Büchern; in dieser Serie hat sie sich zum Ziel gesetzt, besonders komplexe Sachbücher verständlich und aus persönlichem Blickwinkel zusammenzufassen. Ich hörte die Folge “Männer” von 2014: Alexandra spricht über das Jahrbuch 2014: Männer des deutschen Polen-Instituts Darmstadt. Ihre Zusammenfassung ist luzide und klug, sie weist auf einige verbreitete Denkfehler in der Geschlechterdiskussion hin. Gleichzeitig machte mich Alexandras Optimismus traurig: Seither ist so viel Schlimmes in Polens gesellschaftlicher und politischer Entwicklung passiert.

Der Bügelberg war hoch genug für einen weiteren Podcast, ich hörte die aktuelle Folge von Raúl Krauthausens Im Aufzug: “Im Aufzug mit Hazel Brugger”. Und erfuhr Interessantes, Lustiges, Empörendes aus dem derzeitigen Leben von beiden.

Ich fühlte mich fit genug für eine Runde Yoga und dehnte mich mit derselben Folge Adriene wie am Vortag eine gute halbe Stunde durch.

Bei Herrn Kaltmamsell hatte ich Deutsches Abendbrot bestellt – aber dabei vergessen, dass der Spaß überschaubar ist, wenn alle Bestandteile in der Küche stehen statt auf dem gemeinsamen Esstisch und wir beide uns getrennt daran bedienen, Herr Kaltmamsell sich mit seinem Teller in sein Zimmer zurückzieht und ich mich mit meinem an den einsamen Esstisch.

Dennoch aß ich mit Appetit Salat aus Ernteanteil mit Walnussöl-Dressing, selbst gebackenes Bauernbrot, frische Salzgürkchen (diesmal habe ich das Rezept aufgeschrieben), Tomaten aus Ernteanteil, pickled Zucchini (vor zwei Wochen eingelegt von Herrn Kaltmamsell), Käse, dreierlei getrocknete Blutwürste mit Speck. Nachtisch Schokolade, alles insgesamt ein bisschen zu viel.

Im Bett las ich neue Lektüre: Die Mansarde von Marlen Haushofer. Zum ersten Mal hatte ich mir als eBook einen Roman gekauft, den ich bereits auf Papier im Regal stehen habe: Um im Bett auf Papier zu lesen, muss ich alle Lichter einschalten und zum Ausschalten nochmal aufstehen. Der eBook-Reader bringt sein eigenes Licht mit. An die Erstlektüre vor über 30 Jahren (laut handschriftlichem Exlibris) habe ich keine Erinnerung; diesmal war ich umgehend berührt von der scheinbar schlichten Sprache und von der Hauptfigur, gelernter Grafikerin. In ihrem Arbeitszimer scheitert sie seit Jahren an ihrem aktuellen Zeichenprojekt.

In den letzten Jahren habe ich mich fast ausschließlich für Vögel interessiert. Ich habe ein bestimmtes Ziel vor Augen, kann mir aber nicht vorstellen, was ich tun sollte, falls ich es jemals erreichen würde. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum ich nicht recht weiterkomme. Es ist mein Ziel, einen Vogel zu zeichnen, der nicht der einzige Vogel auf der Welt ist. Ich meine damit, man müßte dies auf den ersten Blick erkennen.

Erst als diese Ich-Stimme im Folgenden ihre gescheiterten Versuche detaillierter beschreibt, wurde mir das Herzzerreißende ihres Vorhabens klar.

Journal Mittwoch, 10. August – Corona Tag 4, mein Alltag als Bio-Waffe

Donnerstag, 11. August 2022

Guter Nachtschlaf bis nach sieben.

Über den Vormittag knetete, faltete, buk ich Häusemer Bauerekrume. Dabei verstärktes In-mich-Horchen: Nein, keine Schwäche, ich fühlte mich vor allem Nebenhöhlen-benommen, außerdem war meine Stimme weiterhin weg. Ich konnte sogar genießen, die verschiedenen Backstadien des Laibs im Ofen zu riechen.

Draußen schien herrlichste Sonne ohne Hitze. Drinnen trank ich weiter magisches heißes Ingwerwasser (irgendwas muss ich ja trinken, und ich trinke gern viel, heißes Ingwerwasser mag ich), aus Dienstag gekauftem Bio-Ingwer deutlich intensiver schmeckend als die konventionelle und hübscher aussehende Ware zuvor.

Um die Mittagszeit wurde ich müde, legte mich ein wenig hin. Ich fühlte mich krank genug, dass mich (trotz Brotbacken und Wäschewaschen) ein Ich-muss-gar-nichts-Gefühl ergriff.

Frühstück gab es kurz vor drei, da war das Brot halbwegs abgekühlt genug zum Anschneiden: Zwei dicke Scheiben, einmal mit Butter und Zuckerrübensirup, einmal mit Erdnussbutter und Quittengelee.

Gelungen.

Die Post brachte eine Einladung zu einem großen Fest von zwei lieben Menschen, die ich seit Jahren nicht gesehen habe – große Freude, denn ich kann zusagen. Außerdem brachte (!) Hermes (!) bestellte Schnäppchen-Sandalen zur exakt angekündigten Zeit (!). Sie passten reichlich; ich sollte mir merken, Sandalen künftig eine Nummer kleiner zu bestellen, damit sie nicht zu groß aussehen. Nehme ich mir eigentlich schon seit Jahren vor.

Bittere Absage des schon lange vereinbarten (weil Termin so schwer zu finden) großen Paella-Essens mit Freunden bei meinen Eltern am Wochenende: Es war zu unwahrscheinlich, dass ich da schon gesund / nicht mehr ansteckend sein würde.

Lust auf Yoga: 35 Minuten Dehnen in fast alle Richtungen. Tat gut, nahm aber nicht die Bitterkeit. Scheiß Corona.

Herr Kaltmamsell hatte wieder zu Abend gekocht: Süße Fingernudeln mit Mohnbutter.

Als Nachtisch aß ich Renekloden, Schokolade.

Zu Bett ging ich mit dem festen Vorsatz, dass ich ab sofort zackig genesen würde. Ich möchte mich nicht mehr wie eine Bio-Waffe fühlen.

Die E-Mail (!) vom Gesundheitsamt mit Isolationsanweisung war übrigens gleich am Montag eingetroffen, also am Arbeitstag nachdem ich meinen positiven PCR-Test gemeldet hatte. Die Anweisungen allerdings in einem verschlüsselten PDF-Anhang, der nur sehr kompliziert zu entschlüsseln war. Das Anschreiben enthielt die Bitte um Ausfüllen eines Online-Formulars mit Hintergrunddaten – der ich sofort nachkam, NEHMT MEINE DATEN! Auch wenn ich weiß, dass sie die zweieinhalb Jahre Datenlosigkeit nicht wettmachen werden, die bis heute eine Bewertung der Pandemie-Maßnahmen in Deutschland verhindert.

§

Offensichtlich nicht breit bekannt: Eine Infektion mit der Omicron-Variante des COVID-19-Virus’ schützt nicht vor einer erneuten Infektion mit dieser Variante. Ich werde mich nach Gesundung (hoffentlich, bitte, bald) mindestens so vorsichtig verhalten müssen wie bisher. Forschungshintergrund ist eine Langzeit-Untersuchung von Angestellten im britischen Gesundheitswesen (wer Daten hat, kann halt damit forschen), deren Impf- und Infektionsgeschichten ausgewertet wurden.
“Immune boosting by B.1.1.529 (Omicron) depends on previous SARS-CoV-2 exposure”.

Kernaussage:

The authors found that Omicron infection boosted immune responses to all other variants, but responses to Omicron itself were muted.

Übersetzung: Die Autor*innen fanden heraus, dass eine Omicron-Infektion die Immunantwort auf alle anderen Varianten verstärkte, doch die auf Omicron selbst war stummgeschaltet. (Nutzlosigkeit von Genesenen-Status in der Herbstwelle bitte selbst ausrechnen.)

Weiteres Ergebnis hingegen:

Vaccinated individuals show protection against severe disease, often attributed to primed cellular immunity.

Übersetzung: Impfung schützt [bei Omicron-Infektion] vor schwerem Krankheitsverlauf.

Deshalb halte ich es für ratsam, sich vor jeder weiteren Infektion zu schützen, auch weil es Hinweise darauf gibt, dass wiederholte Infektionen das Risiko für alle unangenehmen Symptome und Folgen erhöhen, hier die Forschung dazu.

via @narkosedoc

§

Ich habe gerade keine Zeit und Kraft, meine Haltung zu Atomenergie (dagegen, vor allem wegen unlösbarere Endlagerung) gründlich und fundiert zu überdenken. Deswegen nehme ich, wie jeder Mensch, vor allem Argumente zur Bestätigung meiner Haltung wahr und lasse mal den Hinweis hier, wie groß in Frankreich die Probleme mit der Kombination Dürre und Atomkraftwerke sind.
“Krisenstab eingesetzt: Atomdesaster in Frankreich nimmt seinen Lauf”.

Noch kann Deutschland über Photovoltaikstrom das französische Defizit abfangen. Die Produktion ist allein darüber meist deutlich höher als die gesamte Atomstromproduktion in Frankreich (nur noch 24 Gigawatt).

Wie auch in Großbritannien der Plan des weiteren Atommeilers Sizewell C daran hängt, dass lustig Baugenehmigungen erteilt werden, aber bis zum Moment nicht klar ist, woher das Kühlwasser kommen soll (€):
“On Sizewell C”.
(Und dieser sehr lange, sehr lesenwerte Artikel wurde noch vor der aktuellen Dürre in Großbritannien geschrieben.)

Journal Dienstag, 9. August 2022 – Corona Tag 3, abwärts in die Arbeitsunfähigkeit

Mittwoch, 10. August 2022

Schlaf ganz gut, wenn auch mit einer längeren Unterbrechung, weil mir das Atmen schwer fiel und ich nochmal Nasenspray brauchte.

Nächtlicher Schatten von 3/4-Mond, der hell direkt durchs Fenster schien.

Betrübter Morgen: Es kündigte sich der vorhergesagte weitere wundervolle Sommertag an – ohne Hitze, dafür mit herrlicher Sonne. (Und weiter viel zu trocken.) Doch für mich kein Spaziergang, kein Biergarten. Als Herr Kaltmamsell gegen zehn Uhr das Haus für Einkäufe verließ, sah ich ihm sehnsüchtig nach.

Selbst setzte ich mich zur gewohnten Stunde an den Arbeitsrechner, die Ibu gegen die Nebenhöhlenschmerzen ließ sich diesmal unangenehm lang Zeit bis zur Wirkung. Jetzt auch mit gelegentlichem Husten, noch war ich wohl in der Verschlechterungsphase der Infektion und fühlte mich kränker. Allerdings ist es im Homeoffice schwierig herauszufinden, wo die Grenze zur Arbeitsunfähigkeit liegt. Ich hatte keine Lust auf meinen Vormittagscappuccino, schlechtes Zeichen.

Mittagspause auf dem Balkon (Strickjacke, Wollsocken – mir war kalt). Es gab Pumpernickel mit Butter, spanische Honigmelone (wie praktisch die spanische Sprache ist, die für Honigmelone ein komplett anderes Wort verwendet – melón – als für Wassermelone – sandía).

Corona machte mir immer deutlicher klar, dass es von Arbeiten nichts hielt. Unter anderem war meine Stimme mittlerweile fast komplett weg. Ich kontaktierte meine neue, moderne Hausarztpraxis per Online-Formular und fragte, wie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu bekommen sei. Nahezu umgehende Antwort: Bitte Ergebnis des PCR-Tests und Foto Gesundheitkarte schicken plus Kontaktdaten, Arzt sieht sich das an. Wenig drauf kam die AU-Bescheinigung. Kurz vor Feierabend meldete ich mich also doch bei Chef, Team und Personalabteilung krank bis Ende der Woche.

Ich legte mich ins Bett (wir waren also bereits bei Bett statt Yoga), stand aber gleich nochmal auf, weil meine kalten Füße mich nicht mal dösen lassen wollten: Heißes Fußbad an sonnigem Augusttag. (Ich glaube, meine größte Plastikschüssel hat nur Schuhgröße 39, ich musste meine Schuhgröße-41-Zehen hochklappen). Danach war eine Stunde leichter und erholsamer Schlaf möglich.

Vorteige fürs Brotbacken angesetzt, Herr Kaltmamsell hatte mir auf seinen Einkaufstouren Zutaten besorgt.

Zum Nachtmahl verarbeitete Herr Kaltmamsell die Rest des Ernteanteils, breite Bohnen und frischen Oregano, zu einem Pastagericht mit Knoblauch.

Geruchs- und Geschmackssinn sind zum Glück noch voll da, sehr gutes Abendessen. Zum Nachtisch gab’s reife Flachnektarinen (sehr gut, Herr Kaltmamsell hatte sich Obstkaufen getraut) und eine Pflaume. Dann Schokolade.

Draußen ein perfekter Sommerabend mit Wärme statt Hitze, mit goldenem Licht. Am Arsch.

§

Bilderserie im Guardian: Europas schlimmste Dürre.
“Europe’s worst ever drought: in pictures”.


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