Journal Montag, 23. Februar 2026 – Üblicher Arbeitswochenstart, dieser mit Regen
Dienstag, 24. Februar 2026 um 6:24Schwer eingeschlafen, aber dann recht gut geschlafen. Das leichte Aufwachen mit Angstwelle kam erst kurz vor dem Weckerklingeln, das passte.
Das Draußen regnerisch, doch ich erwischte für den Marsch ins Büro eine trockene Phase. Die Luft war mild, ich ging ohne Kopfbedeckung.
Arbeitsstart wieder mit großem Stress wegen Veränderungen, die sich am Wochenende ergeben hatten, daraus folgenden Umstände, die ich anderen machen musste.
Am späteren Vormittag beruhigte sich die Lage, ich fühlte mich gefasst genug für einen Mittagscappuccino und marschierte dafür raus ins Westend. Ohne Schirm, die Prognose des Regenradars traf ein.
Zu Mittag gab es vorgeschnittene Orangen (Endspurt in der Crowdfarming-Kiste) und eine Scheibe selbstgebackenes Brot.
Am Nachmittag konnte ich noch einiges wegschaffen – jetzt hatte ich Ruhe hergestellt bis zur nächsten Überraschung.
Auf dem Heimweg kurz Milch eingekauft, Bargeld geholt (zum zweiten Mal dieses Jahr). Zu Hause Yoga und Brotzeitvorbereitung. Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell das restliche Orangenschwein vom Sonntag, garte den restlichen Kürbis aus Ernteanteil als Ofenschnitzen. Nachtisch Schokolade.
Huch! Mein Radl-Schrauber hat nach Jahrzehnten sein Website-Design aktualisiert. Jetzt ohne Frames, aber die vielen Schreibfehler weisen darauf hin, dass die Seite selbstgemacht ist – passt perfekt zu diesem winzigen Laden, auf gute Art (die müssen nicht schreiben können, nur schrauben). Aktuell brauche ich ihn, um mein plattes Fahrrad zu reparieren, ich werde es am Wahltag für die Fahrt zur Bezirksdirektion brauchen.
Gestern erreichte ich auch die letzte aus dem Wahlhilfe-Team (vor allem für Schichteinteilung). Sie erwähnte zwar eine absolvierte Schulung, fragte dann aber, ob sie beim Auszählen auch mitmachen müsse. Und das bei meinem Reflex, die Nachlässigkeit anderer überzukompensieren!
Den österreichischen Standard lese ich so oft und gern (siehe unten), dass ich endlich dafür zahlen wollte und ein Online-Abo abschließen. Doch zwei Versuche endeten nach Eingabe aller Daten mit “ein Fehler ist aufgetreten” – ja wenn die mein Geld nicht wollen, dann halt nicht. (Erstmal, bis ich Energie für einen weiteren Versuch habe.)
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Es ist immer gut, über etablierte Bilder nachzudenken – noch besser, wenn sie systematisch erforscht werden, in diesem Fall am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien:
“Woher unser verzerrtes Bild der Roma und Sinti stammt”.
Für Holzer spiegeln die stereotypisierten Darstellungen die Verunsicherung der bürgerlichen Gesellschaft nach dem Ersten Weltkrieg wider. Viele sind versehrt aus dem Krieg zurückgekehrt, Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Probleme sind im Steigen begriffen, ebenso wie extreme politische Bewegungen. Um sich davon abzugrenzen, dienen das “Exotische”, “Fremde” und das suggerierte Antizivilisatorische als perfekte Projektionsflächen. In der Realität klaffen die Lebensumstände der Leserschaft und der Porträtierten in vielen Fällen wohl weit weniger auseinander, als es sich die Mehrheitsgesellschaft einreden möchte.
“In den 20er-Jahren, aber eigentlich schon um die Jahrhundertwende, war die Mehrheit der Roma und Sinti in Mitteleuropa bereits sesshaft. In Deutschland sind gut situierte Sinti-Familien dokumentiert, die bürgerlich gelebt haben und durch Musikaufführungen oder Pferdehandel reich wurden”, erklärt Holzer. Auch in Ungarn zählten manche Roma-Musiker zur bürgerlichen Elite. Die Roma-Musik wurde nicht nur offiziell anerkannt, sondern auch staatlich gefördert.






































