Journal Dienstag, 19. April 2016 – Sieg über die Palette

Mittwoch, 20. April 2016 um 7:09

Morgens eine Runde Bauch- und Rückentraining vorm Fernseher. Zu Fuß trocken in die Arbeit.

Im Büro eine niedrigere Taktzahl als am Montag, aber ebenso vielfältige Tätigkeiten. So verwendete ich einen halben Tag und ca. 10 Telefonate darauf, das Woher, Wohin und Warum einer Palette voll Drucksachen zu recherchieren, die ein entfernter Standort an diese meine Abteilung geschickt hatte und die seit einer Woche im Weg stand. Sagen wir mal so: Ein wissenschaftlicher Aufsatz wird nicht aus den Ergebnissen, aber nächstes Jahr bekommen wir diese Palette nicht mehr geschickt.

Zum Abendessen traf ich mich mit Herrn Kaltmamsell bei einem vertrauenserweckend provinziell aussehenden Griechen in der Arbeitsnachbarschaft. Wir verbrachten einen Abend mit herzerfrischend freundlichem Service (den ich nicht hübsch nennen darf, sonst bekommt Herr Kaltmamsell wieder so komisch schmale Lippen und isst mir die Schokolade weg), Frittiertem und Gegrilltem sowie Kaffee helenikó. Zudem entdeckte ich einen interessanten Weißwein von der Insel Euböa, Avantis Estate Weiß, zitronig fruchtig:

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Ein Interview mit Lily Brett, von der ich Too many men sehr gern gelesen habe, in der Interviewreihe über erfolgreiche Frauen How did she get there:
„Lily Brett On The Ability To Love“.

Ganz besonders fiel mir diese Passage auf:

What did you want to be when you grew up?
(…) I think most of my plans consisted of plotting diets.

Oh, Schwester. Ich hatte als Kind auch keine Vorstellung, was ich mal werden wollte. Außer schlank.

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Mehr zu den wachsenden materiellen Unterschieden unter den Bewohnern Deutschlands und die Konsequenzen für den Lebensabend, mit großartiger Überschrift:
„Solche Menschen wie uns muss es doch auch geben“.

Wir als Gesellschaft brauchen Menschen, die saubermachen (seien es Metallspäne unter einer Maschine oder sei es Dreck in der Toilettenschüssel), Supermarktregale einräumen, Bio-Erdbeeren ernten – das sind alles durch und durch respektable Tätigkeiten. Treffend weist die Interviewte Susanne Neumann darauf hin, dass an diesem Umstand keine Forderung nach mehr Bildung etwas ändert: „Soll eine Reinigungskraft erst Abitur machen, damit sie den Schrubber schwingen kann?“

Der Schröder-Schaden wirkt immer noch nach. Als ich vor 35 Jahren angefangen habe zu arbeiten, gab es keine befristeten Arbeitsverträge. Da gab es eine sechsmonatige Probezeit, und dann ist man übernommen worden. Das hat sich vor etwa 15 Jahren verändert. In der Gebäudereinigung herrscht inzwischen moderner Sklavenhandel.

Nein, wie das gehen soll, dass man von jedem Vollzeitjob anständig leben kann,
dass jeder und jede nach Jahrzehnten Arbeit genug Rente für ein anständiges Leben bekommen,
das weiß ich auch nicht. Aber zumindest wird schon mal immer klarer, dass es nicht funktioniert, wie es derzeit läuft.

die Kaltmamsell

Journal Montag, 18. April 2016 – Hohe Taktzahl

Dienstag, 19. April 2016 um 9:14

Erhöhter Bewegungsdrang nach einem Wochenende mit wenig Sport, also nutzte ich trotz schlechten Schlafs ein wenig den Crosstrainer daheim.
Zu Fuß unterm Regenschirm ins Büro.

Arbeit mit hoher Taktzahl, davon Einiges, ohne zu wissen, was ich da eigentlich tue (Begleiterscheinung eines Minion-Postens: Arbeitsaufträge, die sich eigentlich nicht ausführen lassen, mangels Hintergrundwissen keine Alternativvorschläge zulassen, also enormem Aufwand auslösen, um sie trotz allem irgendwie buchstabengetreu zu erfüllen), Manches, was ein winziges Eddie-Mannix-Gefühl hinterließ (La Ola für die Personalkollegin, die mir beim Arschretten half – und die hier manchmal mitliest, hallo!), viel Datenbankkram und Reiseorganisation – und das alles unterbrochen von Telefonanrufen. Ich habe je eine Telefonsoftware und kann deshalb mitzählen: Es waren über den Tag 33 Anrufe, davon fünf nicht angenommen, weil ich da gerade nicht am Platz war und den Anrufbeantworter eingeschaltet hatte. Die Häfte davon zwischen 14 Uhr und 15:30 Uhr. Weitere Ablenkung: Viele Erinnerungen an den kürzlich verstorbenen Ex-Chef.

Auf meinem Heimweg zu Fuß hatte der Regen aufgehört. Ich brachte meine Wanderregenjacke zur Schneiderin: Beim zweiten Tragen war der Reißverschluss der rechten Tasche kaputt gegangen, für den Wanderurlaub sollte diese Tasche regendicht sein, und ich habe keinen Nerv, mich mit dem Onlineverkäufer herumzuschlagen.

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Herzliches Gelächter über Celeste Barber:
„Comedian Celeste Barber recreates celebrity Instagrams and they’re all spot on“.

Ich frage mich, ob ich das nicht zur nächsten re:publica als Session einreiche: Live instagram-Fotos nachstellen.

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Weil wir gerade bei Style und Mode sind:
„People Who Accidentally Dressed Like Their Surroundings“.

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Maike aka ruhepuls geht für sechs Monate nach Japan: Ich bin schwer beeindruckt von der gesamten Unternehmung.
Diese Unternehmung lässt sich finanziell ein wenig unterstützen, als Gegenleistung gibt es Haikus, Snaps oder Postkarten:
„IckinJapan.“

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 17. April 2016 – Spotlight

Montag, 18. April 2016 um 6:10

Ein konsequent verregneter Sonntag. Ich hatte mich eigentlich auf einen Isarlauf gefreut, doch nachdem ich morgens mit meinem Vater telefoniert hatte (immer noch auf Reha, ihm ist fad), regnete es weiter – das nahm mir die Lust aufs Laufen.

Ich guckte ins Kinoprogramm und entschied mich für eine Mittagsvorstellung Spotlight. Spannender Film, hervorragendes Drehbuch, wunderbare Schauspieler, einige Topoi des Genres nicht bedient – aber den Oscar für den Film verstehe ich nicht so recht. Sehr gut gefiel mir, dass die Mechanismen des Verschweigens transparent wurden, die bewussten wie die unbewussten. Und der kleine Einblick in die Denke seriöser Zeitungsarbeit (wo ist die Geschichte? wann ist warum der richtige Zeitpunkt, sie zu veröffentlichen?).

Daheim gebügelt – ohne Podcast nebenher, ich wollte den Film verarbeiten.

Die Wochenendezeitung gelesen. Zum ersten Mal über eine Todesanzeige in der SZ von dem Tod eines Menschen erfahren, mit dem ich mal viel zu tun hatte: Einer meiner früheren Agenturchefs ist gestorben, nicht viel älter als ich. Das tat mir sehr leid, ich verbinde viele heitere Erinnerungen mit ihm, von einer langen Autofahrt zur CeBIT, auf der er mir die kulinarischen Eigenheiten des jeweils passierten Landstrichs erzählte, bis zum Erlebnis perfekter Marillen- und Zwetschgenknödel bei ihm daheim (sein Geheimnis: große Mengen flüssiger Butter dazu). An Gespräche über PR, die uns eigentlich beruflich verband, erinnere ich mich nicht.

Zum Nachtmahl bereitete Herr Kaltmamsell spanischen Cocido, schließlich galt es den Sud aus den Resten des weihnachtsgeschenklichen Schinkens aufzubrauchen.

die Kaltmamsell

Journal Freitag/Samstag, 15./16. April 2016 – Theresienwiesenflohmarkt

Sonntag, 17. April 2016 um 9:31

Auf Freitag sauschlecht geschlafen, statt Frühsport eine halbe Stunde Schlaf drangehängt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt bei Weckerklingeln den Wecker verstellt habe um weiterzusschlafen.

Mittags hatte ich mich in einem nur Schaufenster-großen neuen kleinen Café mit einer Kollegin zum Essen verabredet. Ich aß ein Stück Quiche, viel aufregender aber war die Lavendellimo (Cucumis) dazu: Die kann ich mir ausgezeichnet mit Gin als Longdrink vorstellen.

Abends traf sich meine kleine Leserunde. Wir sprachen über Tim O’Brien, July, July, die Geschichte einer College-Abschlussklasse Jahrgang 1969, die sich 2000 wiedertrifft. Ich mochte das Buch nicht, die Figuren und Lebensgeschichten kamen mir vor wie stereotype Versatzstücke aus Hollywoodfilmen, nicht wie echte Menschen. Das wurde nicht dadurch gerettet, dass 1969 und 2000 kapitelweise abwechseln und zum Schluss nochmal ganz große nicht-realistische Erzählgeschütze aufgefahren werden. Das letzte Drittel hatte ich eher überblätternd gelesen.

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Für Samstag war der Wecker gestellt: Theresienwiesenflohmarkt. Die ersten Platzreservierer hatte ich schon am Donnerstag auf meinem Arbeitsweg gesehen, beim Heimweg am Freitagabend war der Flohmarkt bereits zu 40 Prozent aufgebaut.

Samstagmorgen hatte ich eigentlich keine Lust (seit ein paar Tagen Schatten auf der Seele), doch ich hatte bestimmte unaufschiebbare Einkäufe dort geplant. Entgegen der Wettervorhersage war es sonnig, und tatsächlich fand ich auch etwas, sogar mehr, als ich erhofft hatte. Unter anderem schoss ich ein Schnäppchen an Sechziger-Abendkleid in ganz hellem Aqua – das sich daheim auch noch als wie angegossen passend erwies (= keine Ausgaben für die Änderungsschneiderei).

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Allerdings brauche ich dazu dringend Schmuck fürs Handgelenk – den ich ich nie trage, weil mich Gebämsel am Handknöchel wahnsinnig macht -, ein Armband, optimalerweise mit Amethysten. Und ein bis drei Runden im Solarium, damit meine nackten Arme perfekt dazu passen. Ein passendes Diadem würde ich auch nicht von der Bettkante schubsen, aber die bekommt man bekanntlich vererbt und dafür habe ich mir entschieden die falschen Vorfahren ausgesucht. Ein Foto des Gesamtoutfits gibts zu einem Anlass Ende April. Zum Glück habe ich nämlich überhaupt kein Problem damit, komplett overdressed zu Anlässen zu erscheinen, solange es bequem ist.

Überrascht war ich, dass weniger Stände den Flohmarkt bildeten als in den Jahren davor.

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Herr Kaltmamsell (dem ich geschafft hatte zu sagen, dass gerade alles sehr traurig ist, Morgensonne und Frühling hin oder her) passte auf mich auf, übernahm die Einkäufe und schickte mich zum Schwimmen. Eigentlich ist ja das Ritual, dass wir nach dem Theresienwiesenflohmarkt auf dem Frühlingsfest eine Bratwurst frühstücken.

Auf dem Weg zum Schwimmen füllte ich Kaffeevorräte auf (und freute mich auf die Aussicht, dass das nächste Vorratauffüllen in Brighton stattfinden wird). Schwimmen im Olympiabad war erst anstrengend, dann aber immer besser. Derzeit plagen mich ja böse Hüftschmerzen, die diesmal die Knie gleich mitnehmen. Schwimmen war erstaunlich gut dagegen. Ein wenig Abschied vom Olympiabad genommen, im Mai schließt es erst mal für Renovierungen – dachte ich, doch beim Gegencheck stellte ich fest, dass der Schwimmbetrieb schon nach drei Wochen Schließung wieder aufgenommen wird.

Daheim Frühstück und Siesta.

Ich hatte noch gemahlenen Mohn aufzubrauchen und wollte ihn mit Äpfeln kombinieren: Dieses Rezept stellte sich als ideal heraus. (Leider kann ich seit einiger Zeit nicht mehr auf Blogspot-Blogs kommentieren, mit keiner der angebotenen Methoden, sonst hätte ich mich vor Ort bedankt.) Statt weit importiertem Rohrzucker nehme ich allerdings immer heimischen Rübenzucker. Schließlich kenne ich aus meiner Kindheit in einer Zuckerrübengegend noch die eigenen Schienen für Rübenwaggons (mittlerweile alle verschwunden oder zu Radwegen umgebaut), zu Studienzeiten wohnte eine Freundin in Regensburg in Sicht- und Riechweite einer Südzuckerfabrik, also habe ich dazu durchaus eine persönliche Beziehung. Und überhaupt ist chemisch gesehen Kristallzucker gleich Kristallzucker.
Die in den Zutaten angegeben Zimt (ich nahm 1 gestrichenen Teel.) und gemahlenen Ingwer (1/2 Teel.) mischte ich unters Mehl (sie tauchen in der Zubereitung nicht auf).

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Das Ergebnis war ausgesprochen köstlich: Saftiger Mohnrührkuchen mit Apfelstücken und hin und wieder Mandelstückknurpsel.

Zum Abendbrot backte ich Coca de verdura, gestern überließ Herr Kaltmamsell wegen Arbeitsüberlastung die Küche ausnahmsweise mir. Mangold und Petersilie dafür kamen aus Ernteanteil.

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Von mir aus sieht der neue kanadische Premierminister Trudeau auch gut aus: Ich finde es respektlos, in politischen Zusammenhängen darauf herumzureiten. Kann es sein, dass die Berichterstattung damit seine wirklich fortschrittliche Politik kleinmachen möchte? Indem sie diese lediglich als Dekoration eines dekorativen Menschen darstellt? Bloß weil diese Art der Berichterstattung bei Frauen in der Politik nerviger Standard ist, wird sie nicht angenehmer, wenn ein Mann das Ziel ist. Herr Trudeau scheint sich ebenfalls unterschätzt zu fühlen:
„Handsome Canadian Prime Minister Justin Trudeau Gives Passable Off-the-Cuff Lecture on Quantum Computing“.

Und ich hoffe sehr, sehr, dass die ständige Wiederholung von hot und handsome im Text dazu satirisch ist.

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Nachschlag zu der Guardian-Auswertung seiner Online-Kommentare: Wie geht es der Frau, die die Spitzenreiterin als Ziel von Beleidigungen und Angriffen ist?
„Insults and rape threats. Writers shouldn’t have to deal with this“.

For all the progress women have made, there’s always an online comment section or forum somewhere to remind us that, when given anonymity and a keyboard, some men will use the opportunity to harass and threaten.

(…)

Because the harassment doesn’t begin and end on the Guardian website – being on social media has become, for better or worse, part of being a writer online. And the things you publish for one site have a ripple effect across all of your various social media profiles. It’s a workplace harassment issue that doesn’t stop at the workplace.

(…)

I’ve been writing online long enough to not attach my value as a person or writer to strangers’ opinions, but it would be a lie to say that the cumulative impact of being derided daily isn’t damaging. It is. It’s changed who I am on a fundamental level. And though I’d still like to think of myself as an optimistic person, being called a “cunt” or “whore” every day for a decade leaves its mark.

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Welche unerwarteten Folgen ein Handyverbot bei Veranstaltungen haben kann:
„Es ändert sich nichts: Keine Mobiltelefone an geheimen und gefährdeten Orten!“

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 14. April 2016 – Wege zum eigenen Grund und Boden

Freitag, 15. April 2016 um 7:13

Infoabend des Kartoffelkombinats zum potenziellen Kauf der Baumschule bei Mammendorf und Umbau in unsere neue Gärtnerei. Vorstände Daniel und Simon hatten bei ähnlichen Infoveranstaltungen gemerkt, dass viele neue Genossenschaflerinnen und Genossenschaftler da waren, erzählten also bei dieser Gelegenheit mal von vorne: Wie alles begann und was bisher geschah. Zu meiner Überraschung wurde mir klar, dass ich zu den alten Hasen gehöre, seit meinem Beitritt ist das Kombinat dreimal so groß geworden.

Es hört sich weiterhin alles gut und vielversprechend an. Diesmal gingen Simon und Daniel auch auf die finanzielle Seite des Kaufs und des Umbaus ein, genaue Pläne werden gerade erstellt. Aber es sieht ganz danach aus, als käme ich genossenschaftlich doch noch zu eigenem Grund – das wird meine Häuslebauereltern freuen.

Heimradeln durch fast schon milde Nacht.

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Verleger Jo Lende erzählt aus seinem Business:
„Bausatz Romanentstehung“.

Unzählige Telefonate mit dem Autor, an guten Tagen vor Ideen polternd, an gewöhnlichen Tagen mit so langen Phasen vollkommener Leere, dass man ganze Schweigeklöster daraus hätte bauen können. Das war Grübeln, Seufzen, Kichern – und immer wieder Verblüffung, wenn TR auf der Flucht vor sämtlichen hinter ihm herjagenden Deadlines wieder einmal überraschendste Haken schlug. GoogleDocs sind eine grandiose Erfindung fürs Fernlektorat: Oben kann man in Grün schon mal kommentieren, während der andere unten noch rasch die letzten Absätze schreibt.

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Frühstück ist vielleicht doch nicht „die wichtigste Mahlzeit des Tages“?
„Das Frühstück als Fetisch: WISO, Schwindel mit Müsli – und warum jeder frühstücken kann, was er mag“.

via @Buddenbohm

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Vleich, vleicht, vleicht taucht mein alleroberster Oberchef im nächsten Royals Round-up der Fugly-Damen auf! Weil er auf einem Bild mit einer besonders bezaubernden königlichen Hutträgerin zu sehen ist. (Wobei ich ja als Gofug-Redakteurin diesem Bild nicht widerstehen könnte.)

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Der Guardian hat 70 Millionen Kommentare analysiert, die seit 2006 auf seiner Website hinterlassen wurden: „Of the 10 most abused writers eight are women, and the two men are black.“
„The dark side of Guardian comments“.

Auch technisch sehr interessant.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 13. April 2016 – Sportpläne weggeschwemmt

Donnerstag, 14. April 2016 um 7:11

Nachts schon wieder eine Migräneattacke, diesmal aber perfekt alltagskompatibel terminiert. Als ich mit Kopfweh plus ansteigender Übelekeit aufwachte, war es halb vier: Genug Zeit für mein Triptan zu wirken und die Migräne zu brechen sowie für den anschließend nötigen Tiefschlaf. Zwar fühlte ich mich am Morgen postmigränal waidwund und nicht so richtig schwungvoll, konnte aber ohne Überwindung in die Arbeit. Ich danke hiermit nochmal allen Pharma-Forscherinnen und -Forschern für die Entwicklung von Triptanmedikamenten. Trotzdem: Geht’s noch?

Übrigens und weil zufällig in einem Migräneartikel auf kleinerdrei verlinkt:
„Was man Menschen mit Migräne lieber nicht sagen sollte“.

§

Der Tag begann sehr sonnig und verwandelte sich am Nachmittag in die Apokalypse mit Gewitter und Sturzbachregen. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich ins Sportstudio hätte radeln wollen, regnete es heftig. Ich wartete eine kleine Regenpause ab und radelte nach Hause. Statt Stepaerobic stellte ich mich dort eine Stunde auf den Crosstrainer.

§

Datenanalysten haben sich 2000 Hollywood-Drehbücher vorgenommen und die weiblichen Redeanteile durchgezählt.

Im Film „Mulan“ etwa hat ihr Berater-Drache Mushu Redeanteile, die die von Mulan um 50 Prozent übersteigen.

„Frauen im Film: Ihr habt nichts zu sagen“.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 12. April 2016 – #12von12

Mittwoch, 13. April 2016 um 7:27

Es war der 12. des Monats, den man in diesem Spiel mit 12 Fotos dokumentiert.

160412_01_Training

Morgens eine Runde Krafttraining mit Fitnessblender. Hatte beim zweiten Versuch tatsächlich nur leichten Muskelkater hinterlassen, war auch gestern wieder fordernd, aber spaßig.

160412_03_Regenumhang

Es regnete morgens kräftig, wollte auch einfach nicht aufhören. Meine Tagesplanung hing davon ab, dass ich mit dem Rad unterwegs war – blieb nur der schmucke Regenumhang.

160412_04_Morgenrunde

Am Dienstag trifft sich die Abteilung um 9:30 Uhr zu einer kurzen Morgenrunde. Jemand gab einen Überblick über die Medienberichterstattung, die Anwesenden erzählten einander Termine.

160412_06_Korrekturlesen

Korrekturlesen gehörte gestern zu meinen Tätigkeiten.

160412_08_Bueroblick

Nachmittags hatte sich das Wetter beruhigt. Es wurde sogar richtig sonnig.

160412_10_Drahtesel

Wegen eines schnellen Auftrags dazwischen wurde es dann doch knapp für meine feierabendliche Verabredung: Geschwind schwang sich die Pedalritterin auf ihren Drahtesel, um in die Blumenstraße zu strampeln.

160412_13_Beute

Nämlich holte ich mit Herrn Kaltmamsell den Federstoff für unsere neuen Wohnzimmervorhänge.

160412_16_Dehnen

Seit einigen Woche fühlen sich die Muskeln in meinem Rücken und in meinen Seiten immer wieder komisch zu kurz an (ich denke immer an Christian Buddenbrook und seine zu kurzen Nerven). Gestern raffte ich mich endlich zu einer Dehnübung auf, die mir eine Physiotherapeutin gezeigt hat und die sich genau richtig anfühlte. Fotografiert von Herrn Kaltmamsell.

160412_19_Kaeseschlacht

Zum Abendbrot hatte ich beim Basitsch Käse besorgt, Paprikaschoten und Birnen, dazu öffnete ich unsere letzte Flasche spanischen Gewürztraminer von Enate. Ich fand, er passte gut, Herr Kaltmamsell war nicht überzeugt.

160412_21_Nachtisch

Nachtisch waren Schokonüsse: Links die von Piasten, rechts m&m – diese weniger süß, dafür mit unangenehm dicker Kruste.

160412_23_Waschmaschine

Vor dem Zu-Bett-Gehen eine Maschine dunkle Wäsche so programmiert, dass sie am nächsten Morgen beim Aufstehen aufhängbar fertig sein müsste.

160412_26_Nachthupferl

Mit dem Altern wird der Nachttisch immer voller. Seit einem Jahr liegt auch eine Knirschschiene darauf. Erst seit ich sie verwende, glaube ich meiner Zahnärztin, dass ich nachts im Schlaf knirsche – auf den Fremdkörper bemerke ich das Zubeißen.

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Eine Folge des Genozids in Ruanda:
„Das Frauenwunderland“.

Ich hatte eine blümchenäugige Jubelgeschichte befürchtet, doch Autorin Barbara Achermann stellt auch skeptische Fragen und gibt zu, wo eine Einschätzung nicht möglich ist. Guter Artikel.

via @antjeschrupp

die Kaltmamsell