Iron Man 3

Samstag, 4. Mai 2013 um 8:52

130504_Filmplakat

Ein bestandener Bechdeltest, hurra! Es war der Mitbewohner, der mich von rechts im Kino anstupste: Eben hatten sich in Iron Man 3 Pepper und Maya im Auto auf der Flucht darüber unterhalten, was genau Maya als gelernte Biologin macht, was dieses Extremis eigentlich ist und anrichtet. Waren also
1. at least two women,
2. who talk to each other,
3. about something besides a man.
Falls es Ihnen bislang noch nicht aufgefallen ist: Diese scheinbar minimalen Anforderungen erfüllt fast keine Hollywoodproduktion.

Ansonsten ist der Film dicht erzählt, vermittelt viele Informationen indirekt oder mit Pointe, Robert Downey Jr. hat offensichtlich einen Heidenspaß, Tony Stark ist weiterhin eine wunderbare Mischung aus wirklichem Genie und komischer Selbstüberschätzung, über die er sich wiederum lustig macht.
Ben Kingsley war nie besser (ernsthaft) – warum, kann ich leider nicht erklären ohne zu spoilern. Doch allein seine Szenen (mit Fußball im Fernsehen!) verschaffen dem Film einen Sonderplatz in der Filmgeschichte.
Ein Kind kommt auch drin vor; die Interaktionen zwischen ihm und Tony Stark grätschen angenehm aus der Erwartbarkeit aus.

Wenn Sie also Vergnügen aus Konfetti-buntem Popcornkino aus Hollywood ziehen können, empfehle ich Ihnen den Film als besonders schönes Exemplar der Gattung.

die Kaltmamsell

Granta 123, Best of Young British Novelists 4

Donnerstag, 2. Mai 2013 um 18:10

130502_Granta

Zum vierten Mal seit 1983 stellte das britische “Magazine of New Writing” Granta die derzeit besten 20 jungen Romanautoren Großbritanniens zusammen. Es sind diesmal acht Autoren und zwölf Autorinnen unter 40 und mit kunterbunten Lebenshintergründen.

Ich war sehr angetan und beeindruckt, weil alle Geschichten Blicke in neue Welten waren:

Kamila Shamsie bringt mich zurück in den ersten Weltkrieg und unter die Pashtunen, die für das britische Commonwealth kämpften.

Ned Beauman führt in eine chinesische Unterwelt, in der neue Drogen entwickelt werden und ein junger Laborspezialist eine Affäre mit einem westlichen Geschäftsmann beginnt.

Tahmima Anams Geschichte spielt unter den Gastarbeitern, die in Dubai die Wolkenkrater bauen.

Naomi Aldermen (die ich von ihrem Roman Disobedience kenne) nimmt uns mit in eine jüdische Familie im Londoner Stadtteil Hendon, zu der nach der rituellen Invokation am ersten Pessach-Abend der angerufene Prophet Elijah tatsächlich kommt.

Nadifa Mohamed zeichnet ein düsteres Bild von den Operationen der Revolutionsbrigaden in Somalia.

Mit David Szalays Geschichte erleben wir krumme Geschäfte von Ungarn in London.

Evie Wylds einzige Frau in einer australischen Schafschurtruppe ist eine weitere fremde Welt, aber leider dennoch sehr konventionell, vor allem im Vergleich zu den anderen.

Taiye Selasi wiederum lässt aus der Sicht eines jungen Chauffeurs wohlhabender Leute die Kluft zwischen Arm und Reich in Ghana lebendig werden.

Adam Thirlwell hat sich einen mitteljungen Mann ausgedacht, der in einem Motel in der US-amerikanischen Wüste neben einer ihm so gut wie unbekannten jungen Frau aufwacht, die sich als möglicherweise tot herausstellt.

Der Text von Steven Hall besteht eigentlich aus zweien: Auf rechten weißen Seiten berichtet ein Erzähler in der nahen Zukunft unter anderem von seiner Frau, die ihr Leben live ins Internet überträgt, er sieht ihr beim Schlafen zu. Auf den linken schwarzen Seiten steht umgekehrt und auf dem Kopf eine Geschichte, die 1854 spielt und sich um eine merkwürdige technische Erfindung dreht.

Adam Foulds bringt uns ins ländliche England und in den zweiten Weltkrieg – schwierige Beziehung zwischen Familienmitgliedern.

Benjamin Markovits erzählt eigentlich erwartbare Studentenepisoden aus einer US-amerikanischen College, und doch will ich wissen, wie es weitergeht.

Joanna Kavenna lässt eine Frau mittleren Alters in England auftreten, die, wie fast ihr gesamter Freundeskreis, viele ihrer Sachen auf dem Dachboden des einen Freundes lagert, der schon früh das Geld für ein eigenes Haus beisammen hatte. Jetzt will er den Dachboden nutzen, die Erzählerin muss ihren Kram wegschaffen.

Zadie Smith hat eine Schulgeschichte geschrieben, im Zentrum ein Bub, dessen Eltern von ihrem Marionettentheater leben.

Sarah Hall fängt mit ihrer Protagonistin in Idaho an, wo diese Tiere in einem Reservat betreut, bringt sie dann nach England, wo sie einen kleinen Gutachterinnenjob angenommen hat, um ihre Hippie-Mutter nach zehn Jahren mal wieder zu sehen.

Xiaolu Guo bringt uns in eine Flüchtlingsunterkunft in Lausanne, wo ein chinesischer Flüchtling erste Orientierung sucht.

Helen Oyeyemi schreibt über eine Aushilfskraft in einem kleinen Antiquariat in der US-amerikanischen Provinz und deren nur hab geglückten Versuch einer Geburtstagsparty.

Jenni Fagan nimmt uns mit in einem Bus, der in einer regnerischen Nacht London verlässt, wo der Fluss bedrohlich über die Ufer getreten ist.

Sunjeev Sahota macht Sheffield zum Schauplatz seiner Geschichte über eine Gruppe indische Tagelöhner und ihren Alltag in einem überfüllten Haus.

Ross Raisin erzählt eine Katastrophe, die mit der Überschwemmung eines Orts beginnt, der eben noch unter Dürre litt und mit Feuer endet.

Wollte man diese Textauswahl mit der zu den Bachmannpreisen in Klagenfurt vergleichen, und ich will jetzt einfach mal, stellt man fest: Geschichtenerzählen und Charaktere gehen vor Form, kaum stilistische Experimente. Zum Teil durchaus technisch originelles Erzählen, das aber nie wie Selbstzweck wirkt.

die Kaltmamsell

Auszeitjournal Dienstag, 30. April 2013 – amerikanische Fernsehserien

Mittwoch, 1. Mai 2013 um 21:10

Na gut, machen wir den April noch voll, auch wenn es gar nichts zu erzählen gibt. Vermutlich wäre das tatsächlich das Aufrüttelndste, was ich der 18-jährigen Kaltmamsell mitgeben könnte: Mein derzeitiges Leben schildern und drohen, dass das dabei rauskommt, wenn sie meine Ratschläge nicht befolgt – eine 45-Jährige mit Kolbenfresser und ohne Job.

§

Den Besuch verabschiedet, endlich die zweite Hälfte der ersten Season The Good Wife angepackt – das Ende der Leihfrist droht.

130430_Kleidung

§

Arztbesuch, kleine Einkäufe (unter anderem Rhabarber, den ich überhaupt nicht mag, den ich aber alle paar Jahre dem Mitbewohner serviere, der ihn mag).

Weitere Folgen The Good Wife. Abendlicher Hüpfsport bei dem kleinen italienischen Vorturner, der seine Kommandos in etwa fünf Wörtern in sowas Ähnlichem wie Englisch gibt, ansonsten ganz viel “Ohkeh?” fragt und durch die Reihen geht, dabei High-Fives anbietet. Bizarre Veranstaltung, aber lustig.

Daheim bei einer Riesenschüssel Ökokistensalat noch mehr Folgen The Good Wife.

§

Großer Schreck: Die Arbeitgeber schaffen die Kaltmamsell ab!

die Kaltmamsell

Brief an die 18-Jährige, die meinen Namen trug

Dienstag, 30. April 2013 um 8:58

Mir fällt nicht viel ein, was ich Dir aus heutiger Perspektive mitgeben könnte – ich glaube nicht an Erkenntnis von außen, auch nicht daran, dass man jemanden vor Verletzungen bewahren kann oder auch nur sollte. Die wirklich wichtigen Dinge muss man erleben.

Ich kann Dir nicht nehmen, dass Du Dich allen Ernstes für dick hältst – auch nicht mit dem Hinweis, dass Du in 20 Jahren Fotos von Dir mit 18 siehst und Dich fragst, ob man Dir diese Selbstsicht unter Hypnose eingeredet hat. Ich kann Dir nicht nehmen, dass Du am allerliebsten nicht da wärst.

Soll ich Dir empfehlen, Dich sofort unabhängiger von den Ansichten Deiner Mutter zu machen? Doch das würde nicht ankommen: Genau das hat Dir bereits Dein Freund empfohlen, der innerhalb kürzester Zeit die ungute Nähe zwischen Deiner Mutter und Dir diagnostizierte. (Du erinnerst Dich an die Geschichte mit Deinem Bett? Es war tatsächlich erst sein lapidares “Dann stell’s halt da hin”, das Dich auf die Idee brachte, Dein Bett im elterlichen Haus von der dekorativsten Stelle im Zimmer zu entfernen, das Deine Mutter eingerichtet hatte, und dorthin zu stellen, von wo aus Du den Himmel sehen kannst – was Du Dir immer gewünscht hattest.)

Vielleicht noch: Leg Dir sofort einen Hund zu, scheiß drauf, was Deine Eltern dazu sagen (brüllen); in einem halben Jahr wirst Du eh von dort ausziehen. Jetzt bist Du noch enthusiastisch (und ahnungslos) genug, Dich auf solch eine rein emotionale Lebensentscheidung einzulassen. Schon in wenigen Jahren wirst Du dazu zu vernünftig sein und nie einen Hund haben.

Vielleicht auch: Bewirb Dich nicht nur beim Donaukurier. Es gibt in München eine Journalistenschule (steht im Telefonbuch), die wahrscheinlich viel spannender ist und Dir mehr Türen öffnet. Probier’s wenigstens. Du sollst nicht erst während Deines Volontariats (ja, Du würdest die Stelle kriegen) von der Existenz von Journalistenschulen erfahren.

Auch: Frag vor dem Abitur noch alle Lehrer, die Du schätzt, nach Lesetipps. Zwar schreibst Du alles mit, was Dein Griechisch-Leistungskurs-Leiter empfiehlt. Doch andere wissen sicher auch Gutes.

Wenn Du studieren willst, und studieren ist großartig und wird Dir sehr gefallen, erkundige Dich nach einem Stipendium, sobald die ersten guten Noten kommen. Nein, das hat nichts mit Bedürftigkeit zu tun, ich weiß wie stolz Du darauf sein wirst, auch jetzt finanziell fast unabhängig zu sein. Ein Studienstipendium ist der Eintritt in ein System, das Dir ungeahnte Möglichkeiten und Kontakte erschließt. Gib Dir einen Tritt, recherchier zum Beispiel mal “Studienstiftung des deutschen Volkes”. Wenn Du im englischsprachigen Ausland studieren willst: Auch die Studierparadiese Oxford und Cambridge stehen Dir offen, Du musst Dich nur dort bewerben.

Das wahrscheinlich schwerste: Freunde Dich mit Deinem Vater an. Von ihm ist Rettung erheblich wahrscheinlicher als von Deiner Mutter, vertrau mir. Und hab Geduld mit ihm.

Allein das Befolgen dieser Ratschläge wird Dein Leben bereits sehr wahrscheinlich völlig anders verlaufen lassen. Und heute, 27 Jahre später, erfordert es völlig andere Ratschläge an die 18-Jährige.

die Kaltmamsell

Auszeitjournal Montag, 29. April 2013 -
A trip down memory lane

Dienstag, 30. April 2013 um 7:11

Rechenaufgabe:
Eine Lieferung ist für “zwischen 7 und 11 Uhr” angekündigt, der Fahrer werde sich “etwa eine Stunde” vor tatsächlicher Lieferung telefonisch melden. Jetzt ist es 11.15 Uhr, einen Telefonanruf gab es noch nicht. Wann wird die Lieferung erfolgen?

(Formuliert hatte ich diese Rechenaufgabe bereits um 9.15 Uhr. Pessimismus? Selbsterfüllende Prophezeiung?)

Richtige Lösung: 12.55 Uhr (Wer mag, kann einen Ansatz/Rechenweg in die Kommentare schreiben. Der Anruf kam übrigens um 11.20 Uhr und lautete “in etwa 50 Minuten sind wir da”.)

§

130429_Baader
(Ja, das hinter der Theke an der Wand sind Musikkassetten, viele, viele Musikkassetten.)

Jetzt habe ich es wohl gefunden, das Café, in dem ich 1986 – möglicherweise zum ersten Mal im Leben – aushäusig frühstückte. München kannte ich damals, mit 18, praktisch nicht; mein damaliger Freund, der in München studierte, nahm mich an einem Sonntag zu einem Frühstück mit Freunden mit. Die hohen Becher, in denen hier der Milchkaffee serviert wurde (in den 80er tranken wir Milchkaffee, vielleicht noch Café au lait), hatten bleibenden Eindruck hinterlassen. Und jetzt begegnete ich ihnen zum ersten Mal wieder, nachdem ich all die Jahre, die ich nun in München wohne, vergeblich in Cafés danach Ausschau gehalten hatte. Im Baadercafé.

Die 80er sind hier noch ziemlich präsent (laut Speisenkarte hat der Laden 1985 aufgemacht). Hinter der Theke, an der Stereoanlage (!), stapeln sich Musikkassetten, die junge Bedienung sieht auf zeitlose Weise geschmackvoll abgeschraddelt aus (den Blumen-Tüftelirock zu den Schnürstiefelchen hätte sie in den 80ern wohl auf dem Flohmarkt gekauft, heute vermute ich eher H&M als Quelle), mehr als die Hälfte der Gäste geht regelmäßig zum Rauchen vor die Tür. Auch die Preise sind von damals: Das teuerste Gericht, “Bio-Schweineschnitzel ‘Wiener Art’ mit Bratkartoffeln, Preiselbeeren, Salat” kostet 10,80 Euro. Und als ich reinkam, lief Kraftwerks “Spiegelsaal”. Ich fühlte mich sofort wohl.

Wäre das ein Anlass für den Klassiker “Brief an die 18-jährige Kaltmamsell”?

§

130429_Kleidung

Abends durfte ich La Gröner in einen Vortrag begleiten: “Ich schon wieder? Welches Gesicht hat die Renaissance?” Geschichtsprofessor Valentin Gröbner über den von der jeweiligen Gegenwart geprägten Blick auf vergangene Epochen, warum wir heute in Renaissance-Portraits Individualismus erkennen und welche Belege darauf hinweisen, dass das reine Projektion sein könnte. Gefiel mir sehr gut, außerdem genoss ich die Umgebung des Kunsthistorischen Instituts sowie die Möglichkeit, gleich im Anschluss mit der Kunstgeschichte-Zweitsemesterin Gröner das eben Gehörte über einem Bier zu bekakeln (unter anderem schüttelte sie gleich mal aus dem Ärmel, wer die Herrschaften waren, die Herr Gröbner eben zitiert hatte).

die Kaltmamsell

Auszeitjournal Wochenende 27./28. April 2013 – Abkühlung

Montag, 29. April 2013 um 8:00

Erste Male: Samstagnachmittag erlebte ich erstmals, wie sich eine Vorturnerin mitten in der Turnstunde verletzte. Es war tatsächlich genau Halbzeit der Stepaerobicstunde, als die Vorturnerin erklärte, in ihrem Knie hätte gerade ordentlich was geknaxt und sie würde jetzt erst mal nicht mehr mitturnen. Die Ärmste gab uns wacker den dritten Block der Choreographie mündlich durch, riet uns, die Schritte im Zweifel bei den besonders erfahrenen Mitturnerinnen abzuschauen. Die letzten 20 Minuten ihrer Stunde werden ohnehin immer mit Durchturnen der Choreographie verbracht (erwähnenswert, weil sonst fast alle Vorturnerinnen ihre Stunden so planen, dass die Choreographie erst am Ende der Stunde komplett aufgebaut ist und dann vielleicht noch zwei- bis viermal ganz durchgeturnt wird).

§

130427_Kleidung

In der Zwischenzeit hatte sich der graue, aber milde Tag in Regenwetter verwandelt; auf dem Heimweg wurde ich ohne Schirm reichlich feucht.

Zwei Drittel des Bügelbergs an Sommerkleidung abgearbeitet, mich daran gefreut, wie viele schöne Sommerkleidung ich habe. (Vorsatz, die nächsten zwei Jahre aber wirklich, wirklich nichts dazuzukaufen.)

Den Abend verbrachte ich bei vom Mitbewohner zubereitetem Wurstsalat und dem Animationsfilm Rango, dessen ungewöhnliche Optik mir sehr gut gefiel.

§

Sonntagvormittag radelte ich in deutlich gesunkenen Temperaturen an den Ostbahnhof zu einer weiteren Turnstunde – ich hatte das Gefühl, dass ich diese Woche noch nicht ganz auf meine Bewegungskosten gekommen war. Wieder um und über ein Brett gehopst, Spaß gehabt.

Mittags mit dem Mitbewohner Dim Sum in der Fire Dragon Lounge, um uns herum einige mit dem Personal chinesisch sprechende Tischgesellschaften, die Hot Pot schmausten. Sieht nach einem spaßigen Mahl in der Gruppe aus, allerdings nicht nach überraschenden Genüssen, ähnlich wie halt Fondue. Ich wiederum entdeckte diesmal für mich gekochte Erdnüsse: In ihrer Schale serviert, offensichtlich in einer sehr würzigen Brühe gegart. Lustiges Pulen aus der Schale, das Innere herzhaft bohnig.

130428_Magnolie

§

Abtragen des restlichen Bergs Bügelwäsche. Mir wurde klar, dass in den wärmeren Monaten jede Waschmaschinenladung die Erzeugung von Bügelwäschebergen bedeutet.

§

Übernachtungsbesuch eingetroffen. Gerade als ich ihm die Vogelwelt um unseren Balkon erklärt hatte, sahen wir das eben beschriebene Sperberweibchen in der Kastanie beim Abendbrot, das aus einer Kohlmeise bestand. Der Tisch, den wir den Vögeln mit unserer Futterstelle decken, ist vermutlich in zweiter Ebene dadurch auch dem benachbarten Sperberpaar reich gedeckt. Soll sein.

die Kaltmamsell

Auszeitjournal Freitag, 26. April 2013 – dasselbe bei schönem Wetter

Samstag, 27. April 2013 um 12:05

Ich früchte (den Vertipper lasse ich, er ist ein Klassiker, außerdem finde ich es immer schön an Obst zu denken), interessanter wird es einfach nicht. Von der Sichtung eines Eichelhähers vorm Balkon kann ich berichten, aber das findet außer mir wahrscheinlich gerade noch der Mitbewohner aufregend.

130426_Kleidung

Auch gestern gab es Sport, diesmal wieder im Wasser. Auf dem Weg ins Olympiabad blühende Bäume etc., das Wetter ein absoluter Frühlingstraum.

130426_Agnesstrasse

130426_Olympiapark

§

Eingekauft, gegessen, Wäsche aufgehängt, nochmal zu Besorgungen los (meine Ärztin hat Vitamin-D-Mangel diagnostiziert und ballert mich bis Juni damit zu), das erste Eis der Saison beim Eismeer geholt, Pistazie und Haselnuss-Karamell, das zu meinem großen Bedauern bei Weitem nicht so gut schmeckte, wie ich es von vergangenem Jahr in Erinnerung hatte.

Gulasch gekocht, auf dem Balkon Zeitungen gelesen, dabei einen Buntspecht beobachtet, der sich auf dem Balkonsims an den vom Meisenknödel gefallenen Körner gütlich tat. Sehen alle Buntspechte so breitbeinig unelegant aus, wenn sie sich auf Ebenen bewegen?

Mit dem Mitbewohner Gulasch gegessen, im Fernsehen Demolition Man laufen lassen (wegen Hach-darin-habe-ich-Sandra-Bullock-kennengelernt), aber eigentlich Internet gelesen und Schnippsel aus der Ellen-Show geguckt.

die Kaltmamsell