Archiv für Dezember 2018

Journal Mittwoch, 12. Dezember 2018 – Produktives Weihnachtsfeierkneifen

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Ein paar Tage nun also die neue WordPress-Oberfläche verwendet um sie kennenzulernen. Neue Zeiten. Bislang hatte ich beim beruflichen Arbeiten mit allen anderen CMS, bei allen, geseufzt: Ach, warum kann nicht jedes so userfreundlich und praktisch sein wie WordPress. Das ist gründlich vorbei. die Anwendung ist ein reines Kämpfen und Fluchen, selbst dasselbe Feature (z.B. Verlinken) sieht mal so aus (Öffnen in anderem Fenster auf erster Ebene anklickbar), mal anders (erst erweiterte Funktionen öffnen, dort Öffnen in anderem Fenster anklicken, dann Enter – und dann ist die angeklickte Option nicht übernommen). Natürlich kann ich mit einem Plug-in die Vorgänger-Oberfläche wiederherstellen (was ich sehr wahrscheinlich bald tun werde), doch mich würde wirklich und neugierig interessieren, was das Ziel dieser kompletten Neuversion war, was sich die Entwicklerinnen dabei gedacht haben. Eine These: Sie ist nicht für Blogs gedacht, sondern für kommerzielle Websites. Das neue Block-Prinzip könnte Layouts ermöglichen, die das Vorgängersystem nicht konnte.

Arbeitsweg im Schneefall.

Beethovenplatz.
Theresienwiese

Mich nachmittags vor einer Weihnachtsfeier gedrückt. Aus schlechtem Gewissen sensationell produktiv gewesen.

Der Plan für den Feierabend: Endlich mal wieder zum Hot Iron in den Sportverein. Deshalb aß ich auch nach Mittag nichts mehr, um fürs Hüpfen und Heben den Magen leer zu behalten. Doch dann fiel mir auf, dass ich meine Wasserflasche nicht eingepackt hatte – und im Sportverein lässt sich halt nicht mal schnell eine ausleihen. Also bockig umgeplant auf Sport daheim.

Zu Hause zog ich mich schnell um, kühlte das Wohnzimmer durch Lüften auf sporttaugliche Temperatur, wärmte mich 15 Minuten zu Musik auf und absolvierte ein 45-Minuten-Rundum-Krafttraining mit Hanteln von Fitnessblender. Es war ordentlich anstrengend und ich schwitzte.

Duschen, danach war auch das Abendessen fertig: Herr Kaltmamsell hatte aus unserem Ernteanteil-Kürbis Kürbislasagne gemacht.

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Der Deutschlandfunk warnt vor manipulierenden PR-Begriffen in der Politik und erklärt, warum die Presse sehr darauf achten muss, sie nicht zu übernehmen:
„Warum wir nicht vom „Gute-Kita-Gesetz“ sprechen“.

Nützlich auch der Hinweis, dass genau die Verwendung solcher manipulierender Begriffe framing ist.
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„Wenn Klimaforscher die Welt regieren würden“.

Autos abschaffen, Wald aufforsten, vegetarisches Essen – was muss der Mensch sofort tun, um die Erderwärmung zu stoppen? Neun führende Forscher antworten auf ZEIT ONLINE.

Journal Dienstag, 11. Dezember 2018

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Nach sehr unruhiger Nacht (Schmerzen, Sorgen) völlig durch den Wind aufgewacht. So merkte ich erst beim Verlassen des Hauses, dass es wohl ein wenig geschneit hatte: Autos und Bäume waren angezuckert über nassen Straßen.

Auf dem Weg in die Arbeit begann es zu schneien. Die Flocken wurden immer größer und dichter, bis ich zugeben musste: JAHA, SCHÖHÖN. Kurz vor Erreichen des Büros war der Schneefall allerdings zu einem veritablen Gestöber angewachsen, das ich wegen nasser Brille nicht mehr sah.

Brutaltag in der Arbeit. (Aber ich bekam hinreißend von Indien erzählt, unter anderem Mumbai als ideal zum Einstieg empfohlen. Außerdem retteten mich die beiden Floristinnen am Heimeranplatz, die ohnehin für mich München vom Feinsten sind.) An dessen Ende war ich so erschöpft, dass ich kaum auf den Heimweg kam. Schaffte ich aber doch, wie halt immer alles dann doch irgendwie.

Unterwegs noch ein Einkaufsabstecher. Jetzt flogen nur noch hin und wieder ein paar Alibi-Schneeflocken, liegen geblieben war ohnehin fast nichts.

Zum Abendessen war ich mit Herrn Kaltmamsell auf den Christkindlmarkt am Sendlinger Tor verabredet. Mit viel Hunger holte ich uns Regnschburger spezial, in die wir neben dem Wurststand bissen. Doch dort durften wir nicht stehen, Security-Menschen baten uns nachdrücklich fort, weil wir angeblich Stau verursachten. Es waren wenige Menschen unterwegs, ich sah keinen Stau, mich nicht als Hindernis, kapierte verärgert nicht, wo man in diesem Jahr auf einem Weihnachtsmarkt (!) stehen darf und wo nicht – mein Appetit war weg.

Meine Twittertimeline ist alt.


1000 Fragen 481-500

Dienstag, 11. Dezember 2018

481. Bei welcher Fernsehsendung schaltest du sofort um?
Bei allem, was unter Reality TV läuft.

482. Wann hast du zuletzt jemandem vorgelesen?
Am Wochenende Herrn Kaltmamsell aus einem Zeitungsartikel.

483. Bist du gut in Small Talk?
Ja, seit ich darin geschult wurde.

484. Welche Nachricht hat dich in letzter Zeit stark berührt?
Der Abschied von Angela Merkel.

485. Welche Sprache würdest du gerne gut beherrschen?
Französisch. Oder nein, doch Italienisch. Oder doch Französisch?

486. Kannst du Kaugummiblasen machen?
Ja.

487. Welcher deiner Geburtstage hat dir am besten gefallen?
Der 25. war schon besonders schön: Den Tag mit den damals gesamten Star Trek-Filmen im Kino verbracht, abends kamen meine Eltern und luden mich zum Essen in das Edelrestaurant ein, auf dessen Innenhof die Fenster meiner Studentinnenwohnung gingen.

Geburtstagskerzen ausblasen – auf der Treppe zu meiner Wohnung.

488. Welche Floskel benutzt du zu oft?
Gut!

489. Kannst du dich leicht in Zeichentrickfilme hineinversetzen?
Nein, ich konnte noch nie nachvollziehen, wie sich ein Zeichentrickfilm wohl so fühlt.

490. Suchst du dein Waschmittel nach dem Duft aus?
Meistens.

491. Kommt es dir so vor, als wäre das Gras des Nachbarn immer grüner?
Nein.

492. Welchen gesunden Snack magst du am liebsten?
Richtig gutes Obst.

493. Wie fest ist dein Händedruck?
Zu fest: Ich schüttle meist sehr enthusiastisch und habe schon so manches Gesicht schwerzverzerrt gesehen.

494. Schreibst du häufig etwas auf, damit du es dir besser merken kannst?
Ja. Täglich.

495. Worauf hast du zuletzt mit Ja geantwortet?
Auf Frage 494.

496. Welche Mahlzeit am Tag magst du am liebsten?
Abendbrot.

497. Schläfst du manchmal beim Fernsehen ein?
Nein, noch nie im Leben.

498. Wie stark ist deine Sammelleidenschaft?
Unter der Nachweisgrenze.

499. Hältst du dich immer an den Plan, den du gemacht hast?
Tendenziell ja, je offizieller der Plan und je mehr Leute involviert sind und sich darauf verlassen, desto mehr.

500. Welches Kunstwerk hat dich stark beeindruckt?
Die Cholmondeley Sisters. Es war mein erster Besuch in der Tate Gallery, im ersten Saal das erste Bild, das ich sah – und ich ging erst mal nicht weg.

Quelle: Flow-Magazin.

Zu den Fragen 461-480.

Journal Montag, 10. Dezember 2018 – Dunkle Weihnachtspflichten

Dienstag, 11. Dezember 2018

Windig und regnerisch war mein Weg in die Arbeit, ich hielt beim Kreuzen der Theresienwiese meinen Schirm wie einen Schild vor  mich.

Viel Arbeit, viel Gewusel, viel Orga. Deshalb und wegen Dezember und unerledigten Weihnachtspflichten fühlte ich mich wieder grau und gehetzt, sehnte den Januar herbei.

Abends nahm ich eine S-Bahn zum Isartor, um im Wanderkaufhaus etwas zu besorgen, ohne Regen und Wind schlenderte ich über den schon fast geschlossenen Viktualienmarkt und die Sendlinger Straße nach Hause.

Dort entkernte ich einen Granatapfel für die Dienstagsbrotzeit und gab dem Gelüst nach Prosecco nach, das mich seit dem Freitagabend im Weinkeller des Eataly verfolgte. Zum Abendessen gab es den Rest der Madrider Kutteln und gebratene Puntarelle aus dem Ernteanteil, reichlich Plätzchen zum Nachtisch.

§

Ein Guardian-Artikel von 2013 über Diäten im Lauf der Jahrhunderte – und was man daraus über Wissenschaftlichkeit lernen kann.
„Diets, fads and the methods of science“.

via @dalkashdvinski

But clearly some of the people involved believed that they were right, and that they were doing important scientific or medical work. They had been trained in the same institutions and taken the same exams as their critics. So how could they disagree over whether they were ‚faddists‘ or ’scientists‘? And how can we as lay people tell the difference?
Part of the problem is the difficulty in defining science. While it’s practised by all sorts of different people, with different qualifications in different places, one thing that’s supposed to be constant is the scientific method. Many scientists, and most of us who study science, recognise that there isn’t actually a single, unifying ‚Scientific Method‘, but that doesn’t stop people trying to find it, and there’s a ‚common sense‘ version that’s often suggested, which runs something like this:
(1) Form hypothesis (2) design experiment to test hypothesis (3) run experiment (4) adjust hypothesis according to results

Journal Sonntag, 9. Dezember 2018 – Verregnete Häuslichkeit

Montag, 10. Dezember 2018

Ausgeschlafen, zu Regenprasseln aufgewacht.

Bis nach dem morgentlichen Bloggen und Kaffeetrinken hatte ich noch eine Schwimmrunde im Olympiabad vor, Anfahrt bei Regen halt wieder per U-Bahn. Doch dann merkte ich, dass mir ein ruhigerer Sonntag lieber war – ich hatte ja Backpläne. Also strich ich Laufen.

Statt dessen machte die Dukatenplätzchen nach Rezept meiner Taufpatin Irmi fertig. Von der Füllung blieb etwas übrig, was ich später am Tag auf frisches Roggenbrot strichen: Ganz köstlich, ich glaube, das kann man gut als Brotaufstrich extra produzieren und gläserweise verschenken.

Dukatenplätzchen

Ein bisschen Sport wollte ich aber doch treiben, also gönnte ich mir eine Runde Bauch- und Rückentraining von Fitnessblender.

Nach dem Duschen kochte ich Porridge und aß es mit Joghurt und Kompott.

Draußen war es immer noch greislich, doch ich wollte eine kleine Runde spazieren. Beim Überlegen, welche Schuhe ich bei diesem nassen Sauwetter anziehen sollte, fielen mir meine lange unnötigen Gummistiefel ein.

Wer hätte das gedacht: Gummistiefel bleiben auch an Erwachsenenfüßen magische Schuhe, man muss damit durch Pfützen platschen.

Ich spazierte zur Bank und holte im Hauptbahnhof Brot und Milch (am Samstag vergessen einzukaufen).

Daheim Sonntagszeitung gelesen, noch eine Sorte Weihnachtsplätzchen gebacken: Kaffeenusskrapferl.

Kaffeenusskrapferl

Das Abendessen wärmte Herr Kaltmamsell auf: Die Callos a la madrileña, die er am Vortag gekocht hatte, schmecken so halt am besten.

§

Ein kleines Fest für Typografie-Fans im Blog Typeset in the future:
„WALL·E“.

Es geht schon mal los mit

Before we get started, there is an important detail we must clear up. Our hero’s name is not, as you might think, WALL-E. Moreover, it definitely isn’t WALL•E. His name is WALL·E, and that dot is an interpunct, not a hyphen or a bullet.
An interpunct is, of course, a vertically centered dot originally used to separate words in Latin and ancient Greek. (Spaces weren’t invented until several centuries later.)

Of course.

via @alexmatzkeit
(Of course.)

(Erster mit der neuen WordPress-Layout-Oberfläche erstellter Post. Ich seh sie halt als Spiel.)

Journal Samstag, 8. Dezember 2018 – Walnüsseknacken

Sonntag, 9. Dezember 2018

Bei Sonnenaufgang zeigte sich blauer Himmel überm Wind, ich freute mich auf einen Lauf an der Isar – der dann auch ziemlich windig war.

Nach dem Duschen radelte ich mit Rückenwind in die Maxvorstadt, um bestellte Bücher abzuholen, mit Gegenwind und schwerer Tasche zurück.

Frühstück, Umstellen des Blogs auf die neue WordPress-Version. Ich sehe es ja durchaus als Sport für die geistige Beweglichkeit an, mich hin und wieder an neue CMS-Oberflächen zu gewöhnen, doch das Schreiben im HTML-Modus ist jetzt schon deutlich mühseliger: Ich muss wirklich jeden Tag manuell eintippen (Bilder! Links!). Mal sehen, wann ich einknicke und zum Schreiben und Bauen der Posts auf die Layoutansicht wechsle. (Allerdings hakt bei mir in der Layoutansicht das Linkeinbinden in der „Optionen“-Ansicht.)

Plätzchen gebacken, zumindest die ersten Schritte (Kekse gebacken, Füllung gerührt, die zum Füllen allerdings erst fest werden musste). Klassische Ausstecherl habe ich schon so lange nicht mehr gemacht, dass ich ein Highlight vergessen hatte: Restteig naschen!

Und dann nahm ich mir den Korb mit den Walnüssen aus Schwägerins Garten vor, hörte dabei Musik.

Das waren dann doch zwei Stunden Knackens.

Herr Kaltmamsell war unterwegs, ich machte mir zum Abendbrot Ofengemüse aus Restkartoffeln, Karotten, Rosenkohl, Lauch aus Ernteanteil, außerdem gab’s Mutters Plätzchen.

§

Passt zu Geschichten, die mir persönlich erzählt wurden:
„Schülerinnen wird vom Informatikstudium abgeraten“.

Ja, es geht um Österreich – aber Sie werden mir doch nicht erzählen wollen, dass das in Deutschland anders ist.

§

Und weil wir gerade dabei sind: Für die FAZ schreibt Julia Bähr in der Kolumne „Wie erkläre ich’s meinem Kind“:
„Woran man Sexismus erkennt“.

§

Niemand schreibt so schön über CDU/CSU und Angela Merkel wie Mely Kiyak für die Zeit:
„Sie steht noch einmal auf und winkt“.

§

„‚Letzte-Hilfe-Kurs‘ Wie Angehörige lernen, Menschen in den Tod zu begleiten“.
via @claudine

Journal Freitag, 7. Dezember 2018 – Besuch aus Luxemburg

Samstag, 8. Dezember 2018

Um halb fünf von migränalen Kopfschmerzen geweckt worden, aber ich konnte nicht schon wieder krank sein. Zähne zusammengebissen, 600 mg Ibu genommen, die Tasse Milchkaffee blieb schon mal drinnen. Der Vormittag im Büro würde halt sehr, sehr unangenehm werden, ab Mittag würde das Befinden erfahrungsgemäß erträglich.

Doch dann ging es mir schon auf dem milden Weg in die Arbeit besser, am Schreibtisch saß ich voll funktionsfähig – so großartig! Der postmigränale Enthusiasmusschub (viele Migränikerinnen kennen ihn) führte dazu, dass ich in einer Besprechung mein (eh nie erreichtes) Ziel Kopf-unten- und Klappe-halten in weitem Bogem über Bord warf.

Doch auch die lyrische Phase nach einer Migräne nahm ich mit – und jetzt erwischte mich dann doch noch der Dezember mit den emotional besetzten Erinnerungsfluten, die ich aus den vergangenen Jahren kenne.

Abends waren Herr Kaltmamsell und ich verabredet mit Besuch aus Luxemburg, der eine Freundin und ihre Kollegen auf Berufswegen begleitete.

Die Chanukkia vor der Neuen Synagoge am St.-Jakobsplatz.

Wir trafen uns zu einem Aperó im Eataly, in der Vinoteca im Untergeschoss gab es guten Prosecco und dazu ein bisschen Panetone. Zum Abendessen hatte ich uns einen Tisch um die Ecke im Pschorr reserviert, wo wir einen sehr angeregten Abend hatten – wenn auch ob des Lärms mit erhobener Stimme.

Blogger im Restaurant.

Da die Berufswege der Gruppe aus Luxemburg die Geschichte des 20. Jahrhunderts betrafen, drehten sich die Gespräche viel um die schulische Vermittlung historischer Fakten der jüngeren Geschichte. Und um eine große Gruppe meist ungehörter Stimmen unter Zeitzeugen – nämlich die der Ehefrauen all der bedeutenden Männer, die im Mittelpunkt historischer Betrachtungen stehen.

Heimspazieren im leichten Regen, um einige schöne neue Bekanntschaften reicher.

Nachtrag: Fotos von der Bloggerbegegnung gibt’s hier.

§

Der Kinderdok weist im Tagesspiegel darauf darauf hin, dass Homöopathie dann doch eine gefährliche Nebenwirkung haben kann:
„Warum Homöopathie abhängig machen kann“.

Seine Beobachtung: Glaube an Globuli verleitet Eltern,

bei jedem kleinen Wehwehchen ein Medikament zu geben – genau das, was diese bewusst lebenden Menschen eigentlich vermeiden wollen: mehr Medizin. Produkte wie Notfall-Etuis mit zig Globuli, wie sie in Apotheken angeboten werden, suggerieren Notwendigkeit. Eine Globuligeneration von Eltern wird Kinder zur Medikamentenabhängigkeit erziehen.


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