Archiv für Januar 2019

Journal Mittwoch, 30. Januar 2019 – Ein Tag für Suppe

Donnerstag, 31. Januar 2019

Der Anfang des Arbeitstags verdrosch mich erst mal. Allerdings freute ich mich über schlagartige Entspannung, als ich kurz vor zehn entdeckte, dass der in meiner Abwesenheit hereingekommene Mittwochtermin um zehn nicht jetzt gleich, sondern erst nächste Woche stattfand.

Zumindest hatte mein Unterbewusstsein das nicht kommen sehen und mich gut schlafen lassen.
Und auf dem Weg in die Arbeit bekam ich die Bavaria vor einer sehr ungewöhnlichen Hintergrundfarbe präsentiert.

Temperaturen leicht über Null, diesiger Himmel.
Mittagessen: Auflaufreste vom Vorabend. Vormittags eine Hand voll Nüsse, nachmittags ein Apfel und ein paar Nüsse (mir reicht das Mittagessen nie bis Feierabend, spätestens um vier habe ich Hunger).

Nach Feierabend war ich mit Herrn Kaltmamsell auf eine Suppe in Max Beef Noodles verabredet. Als Vorspeise probierten wir „Rinderblätter“ – die sich als Kutteln herausstellten.

Deutlich weniger knurpslig, als ich sie in chinesischen Restaurants bekommen habe, sehr wohlschmeckend.

Suppe diesmal in sehr scharf mit Hühnerhack für Herrn Kaltmamsell, in etwas scharf mit Rindfleischwürfeln für mich. Beides sehr gut.

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Dass ich über Herrn Kaltmamsell nur engagierte, fachkundige, kinder- und menschenfreundliche Lehrerinnen und Lehrer kenne, fällt mir immer nur dann auf, wenn ich in anderen Zusammenhängen auf die faulen Bürokratinnen und Bürokraten im Lehrpersonal treffe. (Das ist heilsam, weil ich dann weniger vehement behaupte, der Berufstand insgesamt sei völlig verkannt.) Bloggende Lehrerinnen und Lehrer gehören wenig überraschend zur ersten Sorte. Ich finde interessant, welche Gedanken ich hier zu den schulrechtlichen Konsequenzen der „Fridays for Future“-Demos finde, für die Schülerinnen und Schüler ja Unterricht schwänzen. Zum Beispiel bei kubiwahn, der nicht nur Lehrer, sonder auch Schulleiter ist (lesen Sie bitte auch seine Antrittsrede als Schulleiter):
„Ein Kind hält den Mund – eine Entgegnung für Herrn Rau“.

Was ist ein Streik wert, der erlaubt ist? Das nennt man einen Ausflug.

Journal Dienstag, 29. Januar 2019 – Berlin-München und Das deutsche Krokodil

Mittwoch, 30. Januar 2019

Ich habe den Eindruck, Sie wissen die Lebensweisheit, die den gestrigen Text abschloss, nicht ausreichend zu würdigen. Auch auf Twitter war das Echo eher verhalten. Wenn Sie bitte nochmal nachlesen, ich warte so lange.

Immer noch nicht?
Andere würden 200-seitige Lebenshilfe-Bestseller drumrum schreiben! Und eine Netflix-Serie!

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Der Dornröschenschlosszauber wirkte kein zweites Mal, nach einer unruhigen Nacht wachte ich gestern früh auf. Das gab mir aber Gelegenheit für eine Plauderei über Morgenkaffee mit der Gastgeberin, von ihrer Tochter ließ ich mich über die Mathematikerin Sophie Germain informieren (Schulprojekt).

Zum Bahnhof rollkofferte ich wieder zu Fuß (frische Luft! die Sehnsucht danach ist möglicherweise das ultimative Erwachsenenkriterium). Es war frostig und glatt geworden, zum Glück hatte ich reichlich Zeit für den Weg einkalkuliert.

Ereignislose ICE-Fahrt, wir erreichten München fast pünktlich (können Sie eine Autofahrt von Berlin nach München auf zehn Minuten genau planen? eben). Dank funktionierendem WLAN konnte ich bloggen, dann las ich Mangolds Das deutsche Krokodil aus. Ich hatte es gern gelesen, verfolgte interessiert die Lebensschilderung des Heidelberger Feuilletonisten, dessen nigerianischer Vater (der allerdings erst in sein Leben trat, als Mangold bereits 22 war) ihm zu einem bunten Hintergrund verholfen hat. Und doch ist die zentrale Figur des Buches seine auf vielfältige, leise und eindringliche Weise unkonventionelle Mutter, die ihn stärker prägte, als es ihm lang bewusst war. Sehr gut nachvollziehen konnte ich das Spiel mit Identitäten, das Ijoma Mangold genießt – weil auch ich es mit meinem spanischen Namen früh zu genießen gelernt habe. Bei mir ist es halt das Spiel mit u.a. deutsch, Ingolstädterin, Bildungsbürgertum, Feministin, Griechischabiturientin, Gastarbeiterkind, Anglistin, Frau, Literaturwissenschaftlerin, Technikoptimistin. Und ich bilde mir ein, dass uns die reflexhafte Gegenwehr bei Vereinnahmungsversuchen verbindet. Ich mochte auch die persönliche und manchmal sehr eigene Sprache der Autobiographie, die Mangold mindestens so erlebbar macht wie der Inhalt seiner Geschichten.

Daheim ruhte ich mich aus (für die Siesta, auf die ich mich im Zug noch gefreut hatte, war ich dann doch zu wenig bettschwer), bis Herr Kaltmamsell aus der Arbeit kam. Er hatte noch am Schreibtisch zu tun, ich nutzte den Urlaubsnachmittag für eine Runde Sport: Crosstrainer und Rumpftraining – beides strengte mich an.

Zum Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell einen Lauchauflauf.

In einer Wohnung über uns wurde menschenreich ein Fest gefeiert, ich ging mit Ohrstöpsel ins Bett.

§

Die Tagesschau erklärt mit einem kurzen, praktischen Film:
Wann ist Israelkritik antisemitisch?

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Wie so Vieles (…) ist auch das Wegerecht in England sehr eigen gelöst: Zwar ist fast der gesamte Grund und Boden in privater Hand, doch wenn ein Weg hindurch von der Öffentlichkeit belegbar genutzt wird, darf er genutzt werden. Bis 2026 sollen nun alle erfasst werden, danach gelten nur noch diese. Darüber schreibt der New Yorker: „The Search for England’s Forgotten Footpaths“.

In England, public paths are made by walking them. You can make a new, legally recognized footpath by simply treading up and down it, with a few friends, for a period of twenty years.

(…)

Until 2026, any public path can be reinstated, as long as there is documentary evidence that it used to exist. But, after the deadline, old maps and memories won’t matter any more. “This is a one-shot thing, really,” Cornish said. “So we need to make sure we do it right.”

Journal Montag, 28. Januar 2019 – Goldene Blogger 2019 und sonstige tolle Menschen

Dienstag, 29. Januar 2019

Ich schlief wunderbar, hatte mir gegen eventuelle Störungen auch die Ohren verplöppelt. Als ich mich ausgeschlafen fühlte, durchaus aber bereit war, weit vor der angepeilten Aufstehzeit um acht noch ein wenig zu ruhen, sah ich auf die Uhr. Und blickte auf „10:51“. Fast elf Stunden am Stück hatte ich zuletzt im Spanienurlaub vor anderthalb Jahren geschlafen, auf dem Grund dieses Hauses muss einst das Dornröschenschloss gestanden haben.

Mit der bezaubernden Gastgeberin und der anderen Übernachtungsgästin trank ich Kaffee, plauderte und erfuhr Interessantes unter anderem über Fotografie. (Tolle Menschen sind toll.) Irgendwann verließen die beiden Damen für ihre Tagesgeschäfte das Haus, ich bloggte und las im Internet herum, bis ich dann doch mal Frühstückshunger bekam. Zur inneren Auswahl standen das Mogg in der Ehemaligen jüdischen Mädchenschule und der Berliner Ableger des Tel Aviver Benedict. Ich entschied mich fürs Benedict, unter anderem weil ich das Mogg schon kannte.

Um halb vier bekam ich problemlos einen Tisch und ließ mir meinen Liebling Eggs florentine servieren. Ich las, fühlte mich wohl, wurde freundlich bedient – wenn auch konsequent auf Englisch mit verschiedenen unenglischen Akzenten. Ein erstes Mal für mich.

Da ich das Bedürfnis nach Bewegung und Durchlüftung hatte, ging ich zur abendlichen Verleihung der Goldenen Blogger zu Fuß. Ich sah nach Langem mal wieder die Gedächtniskirche, spazierte an Zoo und Tiergarten entlang – in leider immer stärkerem Regen. Aber die Bewegung tat mir tatsächlich so gut wie erhofft.

Im Telefonica Barcamp verbrachte ich die nächsten Stunden sehr vergnügt, traf Blogger meiner Pleistozän-Generation, dazu etwas später dazugekommene.

Mit einer wieder gleichzeitig albernen, angemessenen und professionellen Show wurden die Goldenen Blogger vergeben, hier das Ergebnis. Besonders freute ich mich für Frau Nessy und Augen geradeaus, u.a. weil ich die Menschen dahinter kenne und schätze, aber auch für Juramama, deren hier bereits verlinkter Text „Raus aus meinem Uterus. Der § 219a und seine Freunde.“ zum Blogtext des Jahres gekürt wurde.

Gleich nach der Show machte ich mich auf den Weg zu meiner Unterkunft: Ich wollte unbedingt noch ein wenig Zeit mit meiner Gastgeberin verbringen. Das war wieder eine sehr schöne Zeit, ich nahm mir (neben dringend ersehnten Lebensdatenabgleich) viel Liebe und Flausch mit, aber auch einige kluge und daher zwickende Hinweise, die ich verarbeiten muss (ich habe irgendwann mal gelesen, dass der Weg zu Genesung immer durch schlechtes Gewissen führt – und ein solches versuche ich doch mit viel Aufwand zu vermeiden, weil es ohnehin einer meiner Grundbausteine ist).

Beste weitergereichte Lebensweisheit dieses Abends aber, zu sticken aufs nächste Sofakissen:
„If you hang around long enough, you become a legend by default.“

Wenn das mal nicht für uns Dinosaurierblogger und -bloggerinnen gilt.

Journal Sonntag, 27. Januar 2019 – Berlin gibt mir zu essen

Montag, 28. Januar 2019

Gemütlicher Morgen, gemütliche ICE-Fahrt nach Berlin mit ausgesprochen herzlichem und jovialen Zugchef (Lektüre: Wochenend-SZ, Ijoma Mangolds Das deutsche Krokodil; Proviant: Nussschnecke, Frischkäsesemmel, Mango mit Joghurt), pünktliche Ankunft.

Berlin empfing mich mit nassen Straßen, aber trockener Luft, die gastgebende Freundin mit einem weiteren, sehr kennenlernenswerten Übernachtungsgast und Törtchen von Du Bonheur.

Abends war ich mit Frau Indica verabredet. Sie hatte ein sehr vokalarmes Lokal für unser Treffen vorschlagen, das Brlo Brwhouse – das sich als echter Volltreffer herausstellte (was Wunder: die Dame isst von Berufs wegen auswärts und weiß, wo es sich lohnt). Nicht nur gab es eine große Auswahl selbst gebrauter Biere – mit eingehender Beratung, die für mich auf der Basis der Ansage „bitte ein IPA, ich mag’s gerne sehr hopfig“ ein sehr schönes, laut Herrn Bedienung mit Hanfblüten gebrautes Bier ins Glas brachte. Sondern auch eine ganz bemerkenswerte Speisekarte, die sich auf abgefahrene Gemüsegerichte konzentrierte:

Ich entschied mich für den gebackenen Sellerie mit Erdnusscrumble und Mayonnaise aus fermentiertem Lauch, dazu die Quark-gefüllte Pirogge mit roter Bete und den Japanischen Eierstich mit Mangold und gepufftem Malz.

Hier übrigens ich beim Posten der Aufnahme.
Es schmeckte sensationell: Rauchig-cremiger Sellerie! Dazu die Majo und Erdnussknusper! Und der würzige Eierstich mit bitterem Mangold! Ich frage mich ja ohnehin seit Jahren, warum ambitionierte Restaurantküche sich nicht viel mehr und hauptsächlich um Gemüse kümmert – einfach weil sich so viel Aufregendes damit machen lässt. Im gestrigen Fall hatten die Gerichte auch definitiv genug Umpf für das IPA als Begleitung. (Die Frau Bedienung, die ich beim Zahlen vollschwärmte, merkte an, dass es durchaus Gäste gebe, die sich eine Brauereigaststätte nur mit Schweinshaxen vorstellen könnten und unzufrieden seien.)

Frau Indica und ich brachten einander auf neuesten Stand – unter anderem erfuhr ich, dass sie keineswegs gar nicht mehr bloggte, sondern lediglich ihren RSS-Feed wieder zum Laufen bringen muss.

Selig und entspannt schaukelte ich in der U-Bahn zurück in die Unterkunft, freute mich über ein letztes Stück Fußweg durch die Nacht.

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Heute Abend werden wieder die Goldenen Blogger verliehen, das sehe ich mir dieses Jahr auch ohne Nominierung wieder live an. Hier finden Sie die Liste der Nominierungen für das Jahr 2018. Und wenn Sie mögen, können sie von der Ferne per Stream zugucken.

Journal Samstag, 26. Januar 2019 – Lauf im Winterregen

Sonntag, 27. Januar 2019

Schon die ganze vergangene Woche hindurch denke ich: Wie lang ist noch Januar? Noch zwei Wochen?! Ach ja, der Januar ist ja der längste Monat im Jahr – diesmal merke ich das nicht erst in der letzten Januarwoche.

Morgens im Bett überlegte Tante Migräne, ob sie nicht doch nochmal zu Besuch kommt, waren ja diesen Januar erst drei Mal. Doch nach einer Tasse Milchkaffee trollte sie sich zum Glück.

Brot gebacken, mit Herrn Kaltmamsell recherchiert, wie ich die Adware auf meinem Rechner (Macintosh!) wegkriege – sehr friedlich und ohne gegenseitiges Anfauchen (das sind die einzigen Situationen, in denen wir einander nicht mit humorvollem Wohlwollen behandeln). Es wird sich zeigen, ob wir den Bösewicht gefunden haben.

Draußen tropfte und schneite es, dennoch hatte ich große Lust auf einen Lauf – erst den zweiten in diesem Januar. Ich ging raus über den Südfriedhof zur Isar und lief Richtung Thalkirchen. Draußen verschwand aus dem Schneeregen bald der Schnee, zum Ausgleich wurde er stärker. Er tropfte meine Brillengläser voll, dann beschlugen sie auch noch – schon vor Thalkirchen steckte ich sie weg: Auf den mit festgetretenem Schnee glatten Wegen brauchte ich unbedingt Sicht.

Die letzte halbe Stunde tröpfelte es nur noch, es wurde dann doch nicht der vielleicht allererste Isarlauf komplett ohne Foto.

Wasserstand immer noch sehr niedrig.

Nachmittags Bügeln und Lesen, bis es Zeit war zu einer Geburtstagsfeier aufzubrechen: Ein Fünfzigster wurde bejubelt, mit vielen erstklassigen Musikbeiträgen der Gäste von Geschichten und Diashow über Jazz und Gemeinschaftsgesang bis Querflötenduett.

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Götz Alys Rede im Thüringer Landtag zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2019. Aly greift ein paar Einzelbiografien von ganz normalen Wehrmachtsoldaten heraus und belegt, dass die Täter fast alle waren, dass die schweigende Mehrheit und die Mitläufer die vielfältigen Grauen des Nationalsozialismus erst ermöglichten.

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Noch was Leichtes zum Wochenende: Der instagram-Account von Kevin Meredith aka lomokev aus Brighton ist für mich immer wieder Quell der Freude. Unter anderem weil er die Mitglieder seines Swimming Club fotografiert, bei ihren täglichen Schwimmrunden auch jetzt im Winter. Zum Beispiel gestern die „Brighton Swimming Club Angels“. Ich kann einen Kommentar unter dem Foto nachvollziehen: „can’t believe how your photos make me want to join the winter swimming gang.“

Journal Freitag, 25. Januar 2019 – Das Lied der Magnete

Samstag, 26. Januar 2019

MRT-Termin in Arbeitsnähe um 6.45 Uhr – Frühaufsteherinnen warten auch als Kassenpatientinnen nicht lang auf Hightech-Diagnostik. Verzichten aber auf Kaffeetrinken daheim.

Obwohl ich nur anderthalb Stunden vor meiner üblichen Zeit unterwegs war, sah ich eine andere Welt: Keine Schulkinder, alles deutlich stiller (im Bavariapark hatten sich in den Tagen davor die Vögelein trotz Schnee und Frost bereits an Frühlingsgesängen versucht), die Herrschaften, die in der Unterführung an der Theresienwiese übernachten, schliefen alle noch, von deren sonst immer friedlichen Hunden war einem meine Nähe verdächtig und er schlug Alarm.

Die Mitarbeiterinnen der Radiologie sahen allerding nicht anders aus als Personal mit Arbeitsbeginn zwei Stunden später.

Wieder fiel mir auf, dass das Geräusch der MRT designt klingt, vor allem weil ich mindestens fünf deutlich verschiedene hörte. Aber wenn man es designen könnte, würde eine Ingenieurin es doch eher möglichst leise machen. Klopfen, Brummen, Schnarren, Surren, Fauchen – vor allem die letzten beiden klangen wie Star Trek.

Später fand ich auf spektrum.de eine Erklärung: „Warum ist ein Kernspintomograf so laut?“ Doch wie so oft in der Physik fehlen mir die Basics, um sie wirklich zu verstehen (dass man die Vibration der Spulen hört, kann ich noch nachvollziehen, aber: Magnete machen Geräusche?).

Kurzes Befundgespräch mit dem Radiologen: Keine Veränderung meiner vorgefallenen Bandscheiben im Vergleich zu den Aufnahmen vor drei Jahre. Das ist einerseits gut, weil keine Verschlechterung sichtbar. Andererseit sind ja die Ausfälle mehr geworden.

(Und ich habe mal wieder aktuelle Fotos von mir.)

Das war alles wohl organisiert und flink verlaufen, so kam ich deutlich früher als sonst in die Arbeit – und holte erst mal den Morgenkaffee nach. Martina Schwarzmanns „Deaf’s a bissal mehra sei“ verfolgte mich als Ohrwurm durch den Vormittag.

Das Wetter machte auf Winter, warf hin und wieder mit Schneeflocken um sich, Temperaturen aber nur knapp unter Null.

Feierabend machte ich noch bei Tageslicht, nachdem ich meine Umgebung rundum und mehrfach auf meine Urlaubsabwesenheit Montag und Dienstag vorbereitet hatte. Einkaufsabstecher in einen Edeka für Süßkram und assortierte Wochenendbeginnsdrinkmöglichkeiten: Saftorangen, Sahne, verschiedene Tonic Waters. Damit bot ich Herrn Kaltmamsell bei der Heimkehr an: Mimosa (mit vorrätigem Prosecco), Gin & Tonic, Green Monkeys – oder vorrätige Weine. Er entschied sich für Mimosa, wollte aber erst noch kochen (es war noch nicht mal sechs), ich plante ja auch Brotbackschritte.

Also guckten wir Vorabendkabarett aus dem Internet: 45 Minuten aus Martina Schwarzmanns aktuellem Programm „Genau richtig“ (indem sie unter anderem darlegt, wie nützlich es ist zu lügen).

Dann gab’s Mimosa (der uns ein wenig enttäuschte, weil wir beide etwas entweder Süßeres oder Frischeres erwartet hatten), und zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell das vor einer Woche eingelegte Corned Beef-Fleisch gegart – eine Hälfte gekocht (links), die andere im Ofen gebraten.

Schmeckte sehr unterschiedlich, beides aber sehr gut.
Zum Nachtisch viel Süßkram.

Journal Donnerstag, 24. Januar 2019 – Nur Arbeit

Freitag, 25. Januar 2019

Gut geschlafen, das war schön.

Wieder Frost, gestern kam zwischen dem Hochnebel allerdings manchmal die Sonne heraus. Auf dem Heimweg schneite es eine Runde.

So eine Woche, in der ich gar nicht zum Sport komme oder sonst irgendwas abends unternehme, besteht ja dann nur noch aus Arbeit. Das fühlt sich traurig und grau an.

Vormittags eine Hand voll Dörrpflaumen, mittags rote Paprika mit Manouri, schon drei Stunden später wieder Hunger: Hüttenkäse und Granatapfelkerne. Abends gabs Zuckerhut aus dem gestrigen Ernteanteil, mit Räucherlachs und Mandarinenstücken, davor machte uns Herr Kaltmamsell Martinis aus dem aktuellen Lieblingsgin Botanist – dafür ist er sogar zu blumig.

Fernseher lief nach dem donnerstäglichen Quer weiter, gezeigt wurde ein Auftritt der Kabarettistin Martina Schwarzmann. Die hatte sich mir mit ihrem seinerzeitigen (2006) Metzgereifachverkäuferinnenhit „Deaf’s a bissal mehra sei?“ eingebrannt. Vorsatz, Martina Schwarzbauer dringend mal live zu sehen.


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