Archiv für April 2026

Journal Ostermontag, 6. April 2026 – Familienostern

Dienstag, 7. April 2026

Erst in der zweiten Hälfte der Nacht richtig gut und durch geschlafen.

Auch gestern drehte das Wetter der sehr durchwachsenen Tagesschau-Vorhersage vom Vorabend eine lange Nase: Es blieb herrlich sonnig und fast schon gruslig warm.

Mit dem am Sonntag gebackenen Brot und Herrn Kaltmamsell bestieg ich eine Regionalbahn nach Ingolstadt: Auch dieses Jahr fand unser Familienostern am Ostermontag bei meinen Eltern statt. Wir waren eingeladen zu polnischem Osterfrühstück um halb elf sowie spanischem Ostermittagessen um drei. Traditionell wird der multikulturelle Hintergrund unserer Familie opportunistisch ausgespielt – was uns grad am besten in den Kram passt. (Ich erwähne das deshalb, weil sich andere Menschen durch ihre Wurzeln unter dem Druck fühlen, Traditionen weiterzuführen. In unserem Fall half vermutlich besonders das multi- – wir bedienen uns einfach fallweise aus allem.) (Aber bei so mancher Tortilla- oder Gazpacho-Freizügigkeit hört der Spaß auf und wir protestieren vehement.)

Die Bahnfahrt war wegen wechselnder Verspätung spannend: Da ich diesmal eine Verbindung für exakt pünktliches Eintreffen rausgesucht hatte, sah ich uns schon deutlich zu spät kommen. Doch die Verkürzung eines langen, Fahrplan-gemäßen Zwischenhalts in Ingolstadt Hauptbahnhof holte fast alles wieder rein.

Osterdeko meiner Mutter im Windfang des Hauses.

Großartigerweise waren auch meine lieben Schwiegers angereist: Mit steigendem Alter wird das ja immer mühevoller, umso mehr freute ich mich, dass sie diese Mühe auf sich genommen hatten. Die Bruderfamilie kam minus Nichte, plus Schwägerinnenmutter, die Tafel war voll und fröhlich. Es gab Schinken, Wurst, Käse, eine vegane Platte, Brot und Hefezopf, für die besonders polnische Note sorgten frisch pürierte Rote Bete und frisch von Bruder geriebener Meerrettich. Getränk dazu (auch eher polnisch) Tee, aber auch Wasser.

Im Garten meiner Eltern blühte es bereits wunderbar frühlingshaft, die Sonne schien eisern weiter: Die Hälfte der Frühstücksgruppe ging hinaus auf eine Spazierrunde durch den Ingolstädter Ortsteil Unterhaunstadt.

Mehr Gespräche in verschiedenen Konstellationen, ganz wunderbar.

Foto: Herr Kaltmamsell

Spanische Zeit fürs Mittagessen: Um halb vier servierte meine Mutter Altmühltaler Lamm auf kastilische Art aus dem Ofen mit den Beilagen Karotten, Petersilienwurzeln, Paprikakraut, außerdem gab es für den Veganer am Tisch einen Seitanbraten. Mein Job war das Zerteilen des Lamms, siehe Foto oben, mein Vater schenkte dazu Rotwein aus.

Mehr Gespräche, unter anderem über Schattenseiten der bitter armen Kindheit meines Vaters in Madrid. Sogar Nachtisch gab es noch: Aprikosenkuchen und Aprikosencreme.

Abendliche Heimfahrt mit erneuter deutlicher Verspätung, aber wir saßen gut und hatten reichlich zu lesen dabei. An diesen sonnigen Ostertagen wird mir klar, wie viele Schlehenbüsche in meiner Heimat stehen. (Die blühen nämlich gerade.)

Schokolade ging aber als spätes Dessert schon noch. Im Fernsehen ließen wir den Nachklapp zum letzten München-Tatort mit Batic und Leitmayr laufen – fesselte mich aber nicht genug zum Durchhalten. Ich ging ins Bett zum Lesen, mein erster isländischer Romen, Eden von Auður Ava Ólafsdóttir, ist amüsant und schildert Island genau wie ich es mir immer vorgestellt hatte.

Journal Ostersonntag, 5. April 2026 – Sonne und Wärme, Raviolibasteln

Montag, 6. April 2026

Erst nach Veröffentlichen gemerkt, dass ja der 5. des Monats war, an dem Frau Brüllen fragt: Was machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag? #WMDEDGT – da mache ich doch nachträglich mit.

Unruhiger Schlaf, vor allen wegen zuschwellender Nase – aber es dauerte bis in die Morgenstunden, dass ich davon endlich wach genug war, um zum Nasenspray zu greifen. Schön beim Fast-Aufwachen: Anblick des Monds am Himmel, der wieder aufs Bett schien.

Ich hatte mitternächtliches Ostergebimmel von St. Matthäus befürchtet, das kam aber erst morgens.

Die Wettervorhersage der 20-Uhr-Tagesschau hatte mich am Karsamstag noch erschreckt, denn sie kündigte für den Süden Deutschlands Regen an. Doch das Wetter orientierte sich zum Glück an der Vorhersage seit vielen Tage: Der Ostersonntag startete sonnig und wurde warm. Ich freute mich sehr auf den geplanten Isarlauf.

Erstes Mal in der Saison kurzbeinige und -ärmlige Laufkleidung – und ich lag damit genau richtig. Der Lauf wurde sogar wärmer als erwartet, ich genoss den frischen Wind.

Meine Strecke: Von Haustür über Alter Südfriedhof bis Großhesseloher Brücke, zurück bis U-Bahn Thalkirchen. Der Körper machte erfreulich gut mit, ich lief beschwingt bis kurz vor Ende (diesmal nur ca. 5 Minuten zu viel). Auf den Wegen war weniger los als befürchtet; erst am Ende sah ich aus dem U-Bahnhof große Mengen Spaziervolk strömen – ich war wohl einfach vor der Osterwelle.

Frühling im Nußbaumpartk.

Alter Südfriedhof

Frühling am Westermühlbach.

Frühling in Thalkirchen.

Blick von der Großhesseloher Brücke nach Norden.

Fertiggelaufen. Das Oberteil aus Merinowolle roch auch nach diesem siebten oder achten Einsatz ohne Waschen nicht nach Schweiß, ich bin beeindruckt.

Frühstück um zwei: Apfel, Marmeladenbrot, ein Stückchen Cheese and Spinach Pie vom Vorabend. Das machte mich müde genug für ein Stündchen Siesta.

Zum großen Familien-Osterfrühstück am Montag steuere ich das Brot bei. Damit ich nicht zu echten Bäckerzeiten aufstehen muss, buk ich es gestern am späten Nachmittag: Schnelles Weizenmischbrot.

Das Brot gelang.

Das Wetter war sonnig und warm geblieben, ich setzte mich zum ersten Mal im Jahr zum Lesen auf den Balkon. Neue Lektüre: Auður Ava Ólafsdóttir, Tina Flecken (Übers.), Eden. Die Balkontür hatte ich ab Heimkommen vom Laufen offen gelassen und war gespannt gewesen, welche Tiere dadurch als erste in die Wohnung dringen würden: Wanzen.

Ruhige Yoga-Einheit, dann bastelte ich mit Herrn Kaltmamsell das Abendessen: Seit einer halben Ewigkeit steht Raviolimachen auf unserer Liste, gestern setzten wir den Plan endlich um. Nudelteig ohne Ei, Hartweizengries dafür stand sogar noch rum. Und eine Nudelwalze (-maschine) gehörte schon zu meiner studentischen Haushaltsausstattung. Herr Kaltmamsell hatte eine Käsefüllung vorbereitet, bei der Herstellung folgten wir der Anleitung von @giardinos Möwe: Auf einen langen Streifen Teig aus der Nudelwalze setzte Herr Kaltmamsell Bröcklein Füllung, klappte den Streifen längs darüber und drückte ihn fest, schnitt die Ravioli mit einem Teigradl aus.

Das dauerte allerdings länger als erwartet, Abendessen wurde spät (merken: von rohem, geruhten Teig bis Servieren mindestens eine gute Stunde).

Sehr gute Ravioli, eierfreien Pastateig mag ich deutlich lieber als selbstgemachte Eiernudeln – die werden immer so hart. Jetzt, wo wir Übung haben, sollten wir das so bald wie möglich wiederholen.

Nachtisch Ostersaurier mit Saurier-Eiern. Wenn wir als Gesellschaft mittlerweile vergessen haben, dass der Samstag vor Ostersonntag Karsamstag heißt (“Ostersamstag” ist der nach Ostersonntag/-montag), ist’s auch schon wurscht.

Abendunterhaltung: Münchner Abschieds-Tatort mit den Kommissaren Batic und Leitmayr, nach 35 Jahren gehen sie in Rente. Solider Tatort mit vielen schönen München-Bildern. (Ostermontag gibt’s noch einen Nachklapp in Form von Teil 2.)

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Dasnuf war mit über 50 zum ersten Mal in einem klassischen Konzert – und macht leider gut nachvollziehbar, wo die Hürden selbst für Interessierte liegen.
“Konzert zum Karfreitag”.

Zu meiner Überraschung konnte ich fast alle ihre Fragen beantworten (allerdings nicht so routiniert wie Kommentator Yendolosch): Mein (teils von Mutter ererbter) Snobismus schlug meine Gastarbeiterkind-Herkunft so deutlich, dass ich ab Gymnasialzeiten (ich hatte auf einem humanistischen bestanden) klassische Musik hörte, spielte, besuchte, wovon mir persönliche Freundschaften mit klassischen Musiker*innen blieben – und wenn man mal die Fakten-Matrix dazu hat, bleibt alles Folgende natürlich gut hängen. So lernte ich erst kürzlich eine Berufsgeigerin kennen, die ihr Geld als Springerin in Orchestern verdient.

Mein eigener Besuch eines klassischen Konzerts ist allerdings Jahrzehnte her, und mein Wissen über diese Musik ist vor etwa ebenso vielen Jahrzehnten stehen geblieben.

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Juna bloggt über die Entstehung einer neuen Biografie über den Fotografen Fred Stein (1909-1967), und ich blieb an den verlinkten Fotografien aus dem Paris der 1930er hängen – so großartig! Auch das New York Portfolio finde sehenswert, gerade weil es so viele Fotografien aus der Hand europäischer Exilant*innen in dieser Zeit gibt; Steins Blick ist ein ganz eigener.

Journal Karsamstag, 4. April 2026 – Schwimmen zu zweit im Dantebad

Sonntag, 5. April 2026

Gut geschlafen, erholt aufgewacht – kein Alkohol macht halt doch einen Unterschied. Etwas stimmungstrübend: Draußen pritschelte laut Regen.

Lang bevorfreut: Baseler Besuch war in der Stadt, ich hatte mich zum Schwimmen im Dantebad verabredet. Die leise Hoffnung war gewesen, dass es wie so oft um Ostern schneien würde und wir die kalten Flocken auf den nackten, wassergewärmten Schultern spüren würden, doch dieses Schneepulver hatte München bereits am Sonntag zuvor verschossen. Zumindest hörte der Regen deutlich vor unser Verabredung um zehn auf.

In der U-Bahn zum Westfriedhof merkte ich: Ich hatte meine Mitgebsel daheim vergessen. Wie schade, aber zu spät. Dennoch herzliches Wiedersehen. Und dann zeigte ich der Besucherin das schöne Dantebad.

Bei mir war das Bahnen-Schwimmen herrlich, endlich mal wieder ein echter Bewegungsgenuss, elegantes und kraftvolles Gleiten durchs sehr warme Wasser. Ich plante umgehend einen Feierabendschwumm in der Folgewoche.

In der Sammelumkleide gleichzeitiges Spiegelstehen an der Föhnstation mit jemandem, den ich kannte – das hatte ich schon seit so vielen Jahren nicht mehr, dass ich mich schier nicht erinnerte. Vergleich unserer Kopfwolle: Wir brauchen beide dringend einen Schnitt unserer kurzen Haare (sie hat ihren Friseurtermin zehn Tage vor mir).

Fürs anschließende gemeinsame Frühstück hatte ich endlich das Café Nini in der Borstei ausprobieren wollen. Ich hätte direkt davor besser nochmal alle von deren Online-Kanälen abgeklappert: Wie befürchtet war es geschlossen. Allerdings weiß ich jetzt, dass es absolut entzückend liegt, vor allem der Außenbereich, und werde es nochmal gezielt in Draußensitzwetter ansteuern.

Also Plan B: Tram-Fahrt zum Café Puck in der Maxvorstadt – umständlicher als auch schon, weil wir zwischen den beiden Tramlinien ein Stück SEV mit Bus fahren müssten. ABER! Ich lernte von der Besucherin, dass es einen papierlosen Weg durch den Münchner Öffi-Tarifdschungel gibt: Eine MVV-App bietet Tickets per Swipe an. Allerdings, so Besuch, müsse das gut vorbereitet werden inklusive Konto-Anlegen und Zahlungsdaten hinterlegen. Doch damit checkte sie sich beim Einsteigen in die Tram ein, beim Aussteigen am Ziel aus. Mitfahrende kann man manuell hinzufügen. Am Ende des Tages (hihi) errechnet das System den günstigsten Tarif für die Summe der Fahrten. Korrektur: Gestern war sie noch mit Gruppenticket unterwegs, hatte sich lediglich über diese Möglichkeit informiert. Mittlerweile erinnere ich mich, dass eine Freundin vor zwei, drei Jahren am Pilotprojekt beteiligt war, als wir zusammen mit der S-Bahn zum Wandern fuhren – und ich schon damals vom Konzept begeistert war.

Selbst freute ich mich wieder am Luxus meines Deutschland-Tickets, mit dem ich mich nie mit Öffi-Tarifen befassen muss. Schon lange rechne ich nicht mehr nach, ob die 39,72 Euro monatlich (mein Arbeitgeber schießt einen Teil zu) weniger sind, als ich für Einzeltickets im Nahverkehr gezahlt hätte. Autobesitzer*innen rechnen ja auch nicht monatlich die Vollkosten inklusive Anschaffung und Wartung mit Öffi-Tickets gegen, oder?

Im Café Puck gab’s Frühstück und ausführliches Reden, das war sehr, sehr schön. Außerdem bekam ich aus der Schweiz Weine – dass dafür direkte Kontakte viel wichtiger sind als für Schokolade, ist wenig bekannt – und, noch weniger bekannt, einen Oster-Schoko-Dinosaurier samt Schoko-Dino-Eiern. Plus Patisserie-Schokoeier. Ich fühlte mich rundum versorgt.

Am Nachmittag, das Wetter war stabil geblieben, trennten sich unsere Wege wieder. Ich ging zu Fuß nach Hause, las dort Wochenend-Süddeutsche und Internet.

Fürs Abendessen durfte ich kochen, es gab frühlingshaften Cheese and spinach pancake pie. Während der Pie im Ofen garte, turnte ich eine sportliche Einheit Yoga. Aperitif Brandy Alexander, weil es einen offenen Becher Sahne gab.

Englisches Rezept – englischer Wein, ich wandelte die italienische Regel für Weinbegleitung ab: What grows together goes together.

Von meinem Englandurlaub im Herbst 2025 hatte ich eine Flasche Grauburgunder aus West Sussex mitgebracht, den gab es dazu: Leicht animalisch, ordentlich Säure, hintenraus eher flach, passte ganz wunderbar zum Essen. Nachtisch Schokolade – aber den Ostersaurier würde es erst zu Ostern geben.

Im Bett las ich Siri Hustvedt, The Summer Without Men aus. Schon nett, interessante Gedanken zu Literatur und Lyrik untergebracht (unter anderem spielt ein Lyrik-Workshop für Teenager eine Rolle, die konkreten Aufgaben und Beispiele fand ich klasse), an einigen Stellen überraschende Ansprache der Lesenden, auch lernte ich einige kennenlernenswerte alte Frauen kennen. Doch wahrscheinlich hatte ich mir etwas weniger Leichtfüßiges vorgestellt. Ich werde mehr von Hustvedt lesen müssen.

Journal Karfreitag, 3. April 2026 – Lauf in Frühlingsfarben, das Glockenrätsel

Samstag, 4. April 2026

Gut und lang geschlafen, bei einem nächtlichen Aufwachen den Mond gegrüßt, der volle Kanne aufs Bett schien.

Zu Sonnenschein aufgestanden, wohlige Aussicht auf einen freien Tag.

Verdutzt war ich über das besonders heftige Geläute von der benachbarten Kirche St. Matthäus: Dass die evangelischen Glocken an Gründonnerstag nicht nach Rom fliegen, war mir schon klar, aber auch hier hatte ich gelesen, dass sie bis zur Osternacht verstummen würden.

Für gestern hatte ich ohnehin eine Laufrunde geplant, und die Sonne zog mich mit Macht raus. Ich nahm eine U-Bahn zum Odeonsplatz und freute mich sehr auf die Frühlingsfarben im Sonnenschein.

Ich brauchte gut 20 Minuten Traben, bis das Laufen mir Freude bereitete, die letzten 20 Minuten fühlten sich ebenfalls beschwerlich an (nach sehr Langem mal wieder starke Schmerzen im linken Vorderfuß) – aber die mittleren 60 Minuten waren echt super und ein Genuss.

Ich finde ja, zur Entwinterung der öffentlichen Brunnen sollte es ein eigenes Fest geben, gerne kurzfristig angesetzt – im Hofgarten entdeckte ich nämlich, dass sie wieder sprudeln.

Hin und wieder roch ich Bärlauch – diesen Geruch im Freien mag ich sogar. Den Geschmack wiederum finde ich scheußlich, jeder Vergleich mit Knoblauch beleidigt die Knolle.

Auf die Tram nach Hause musste ich nur kurz warten.

Frühstück um halb zwei: Mango mit ein wenig Joghurt, zwei Scones mit Butter – ich war den Scones beim Einkauf in einem Discounter begegnet und nahm sie sofort zum Testen mit. Na ja, doch sehr weit von selbst gebackenen entfernt, vor allem viel zu süß; ordnungsgemäß kommt die Süße ja von der roten Marmelade, mit der Scones gegessen werden.

Jetzt aber dann doch mal gebügelt, so viel war es doch gar nicht. Und tatsächlich kam ich in unter zwei Stunden durch, begleitet von Musik über Lautsprecher – ich wollte Herrn Kaltmamsell nach all den Kopfhörer-Jahren mal wieder daran teilhaben lassen, welche Musik ich eigentlich höre (und erhoffe mir das auch von ihm).

Lesen, Yoga, Nachtmahl – dafür hatte ich am Donnerstag Käse besorgt, außerdem gab es den ersten kleinen Kopf Salat aus Ernteanteil – noch aus Folientunnel statt Freiland, aber hochwillkommen (Zitronensaft-Olivenöl-Vinaigrette und plus Ruccola ebenfalls aus Ernteanteil).

Zum Nachtisch hatte Herr Kaltmamsell Kodafa in Einzelportionen gemacht.

Mal gestürzt, mal aus der Form – hm, war nicht so gut wie die große Version, aber jetzt wissen wir das, war den Versuch wert. Dann noch ein wenig Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen. Als die Glocken von St. Matthäus auch nach 22 Uhr, sonst letzter Uhrschlag bis 7 Uhr morgens, den einen oder anderen Schlag taten, schlief ich lieber mit geschlossenem Fenster und Ohrstöpseln: Entwedern man pflegt dort eine extrem individuelle Kar-Liturgie oder die Gemeinde hat ihre Technik nicht im Griff.

§

Antje Schrupp ungewöhnlich pessimistisch (auf Mastodon begründete sie das mit Karfreitag, sie ist ja unter anderem gläubige Christin):
“Zehn Jahre nach 2016: Warum ich mich nicht mehr empöre”.

Ich habe mich inzwischen mit der Erkenntnis abgefunden, dass Argumentieren in der Politik viel weniger hilft, als ich vor 2016 geglaubt habe. Populistische Dynamiken haben eine faktische Wirkmacht, der gegenüber sachliche Gegenargumente machtlos sind. Eine gute Politikanalyse muss das einkalkulieren, statt immer wieder erstaunt zu sein.

(…)

Ich glaube, wir müssen uns von zwei Illusionen verabschieden.

Erstens: dass die westlichen Gesellschaften wirklich so aufgeklärt, freiheitlich und feministisch sind, wie sie getan haben. In Wahrheit war das immer nur oberflächlich. Was wir als Fortschritt erlebt haben, war eigentlich nur ein Lippenbekenntnis, das in guten Zeiten wenig kostete. Jetzt ist die Maske gefallen.

Zweitens: dass Menschen rational nach ihren Interessen handeln. Das tun sie nicht. Sie folgen Stimmungen, Zugehörigkeitsgefühlen, emotionalen Angeboten. Seit Corona denke ich, dass das keine moralische Schwäche ist, sondern schlicht, wie Menschen funktionieren. Eine Politik, die ausschließlich auf Aufklärung und rationale Argumentation setzt, muss unweigerlich verlieren.

§

Beruflich habe ich Parlamentarische Anfragen zu fürchten gelernt – ich habe erlebt, wie viele Kapazitäten die Datenrecherche dafür verschlingen kann und dass sie oft Unterstellungen ausdrücken sollen, nicht etwa Erkenntnisgewinn erzielen. Doch das Ergebnis dieser speziellen ist überraschend und wichtig (auch wenn, siehe oben, Fakten die Politik nur zu einem winzigen Teil leiten).
“Rentenalter und Lebenserwartung
Länger arbeiten, aber nicht länger leben?”

Das Rentenalter steigt derzeit schneller als die Lebenserwartung. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor.

(…)

Laut Statistik hatten 65-Jährige zuletzt Aussicht auf weitere 19,4 Lebensjahre. Dieser Mittelwert der Jahre 2022 bis 2024 lag nach einigen Schwankungen auf demselben Niveau wie zehn Jahre zuvor. Das gesetzliche Alter für eine abschlagsfreie Rente wurde hingegen seit 2012 schrittweise um mehr als ein Jahr angehoben. Auch der tatsächliche Rentenstart verschob sich binnen zehn Jahren im Schnitt um gut 1,3 Jahre nach hinten.

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Die Cartoon-Serie “Foxes in love” hat immer wieder allerbeste Beziehungstipps, zum Beispiel hier.
(Und so entspannend Klischee-frei, allein schon dadurch, dass die beiden Figuren sich lediglich durch die Farben unterscheiden, nach denen sie auch heißen.)

Journal Gründonnerstag, 2. April 2026 – Bekleidungsdinge, Osterferienfeiern georgisch

Freitag, 3. April 2026

Ganz aufgewacht nach einem Traum, in dem ein 2010 verstorbener (ich musste sein Todesjahr nachschlagen – so lang ist das schon wieder her…) Freund der Familie vorkam: Wir machten uns ganz sachlich in denselben Räumen fertig zum Gang in die Arbeit. Beim Fast-Aufwachen während des Traums fiel mir mit Trauer auf, dass ich nie herausfinden konnte, wie dieser hübsche Mann alt aussah.

Zu Vollmond aufgestanden – und noch schnell zwischen den Zweigen kurz über den Hausdächern vor Untergang fotografiert, falls der ferienhabende Herr Kaltmamsell nicht rechtzeitig aufstehen würde (er hatte den Vollmond am Vorabend vergeblich gesucht, es war zu bewölkt).

Sah in Echt natürlich viel größer aus. Und wir haben schon wieder Baustellenleitungscontainer vor der Haustür stehen – zumindest ohne lärmige Baustelle.

Die Vollmondsichtung klappte aber: Als ich Licht unter Herrn Kaltmamsells Zimmertür sah, klopfte ich und zog ihn ohne viel Erklärung ans Fenster.

Hoffentlich vorerst letzte Winterausstattung für den Weg in die Arbeit.

Unterwegs begegnete ich einer selten gesehenen Grußbekanntschaft – die mir ganz außer der Reihe ein “Schöne Ostertage!” zurief.

Dieses Jahr keine große Magnolienpracht vor der Villa Wagner: Die Blüten wurden braun vom Frost, bevor sie die Chance zum Aufblühen hatten.

Emsiger Arbeitsvormittag; während ein Teil des Teams bereits in Osterurlaub waar, versuchte ein anderer, für diesen den Schreibtisch leer zu bekommen. Mittagscappuccino aus der Cafeteria, die Mittagspause nutzte ich für Käsekauf am Markt auf dem Georg-Freundorfer-Platz. Mittagessen nochmal Birnchen und Quark mit Leinsamenschrot.

Kleidungskauf steht bei mir derzeit unter keinem guten Stern: Sie erinnern sich an den hart erkämpften Online-Kauf einer Strickjacke? Das Paket steckt seit einer Woche in einem “Paketverteilungszentrum” fest. Zumindest meldete sich der Versender gestern mit einer Entschuldigungsmail, der ich vor allem entnahm: Sie haben das Problem auf dem Schirm.1

Da ich aber nicht in dieser Weise abergläubisch bin (sondern in anderer), bestellte ich gestern einen dunkelblauen Baumwollrock im Spanien, den ich mir seit einem Jahr wünsche und zu dem mir schon wieder neue Kombinationen einfielen. In diesem Fall wird es spannend, ob ich die richtige Größe auf der Umrechnungstabelle Europe/Germany/Italy/UK/USA erwischt habe – Nachmessen, wie auch dieses Mal, hatte in einem anderen Fall schonmal in die Irre geführt.

Recht pünktlicher Feierabend, die Luft war wie angekündigt milder geworden. Bei der Änderungsschneiderin holte ich meine geflickte Jeans ab, dann noch Einkäufe fürs Osterwochenende im Vollcorner.

Geflickte Jeans von außen.

Geflickte Jeans von innen. Ich kann mir vorstellen, dass das sehr gesellschaftsfähige Ergebnis auch davon abhing, dass ich gleich bei den ersten Auflösungserscheinungen einschritt und kein großes Loch entstehen ließ.

Fürs Abendessen war ich mit Herrn Kaltmamsell aushäusig verabredet, er hatte sich georgisches Essen gewünscht und im sendlinger Vazi reserviert. Ich hatte noch bequem Zeit für eine Yoga-Einheit, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg dorthin machten.

Schon ein paar Meter die Implerstraße rein fühlt ich mich in einem völlig unbekannten Teil Münchens: Dieses Sendling kannte ich nicht, mochte es aber sofort – ich nahm mir gezielte Spaziergänge hier vor.

Als Wein zum Essen suchte ich einen Kakheti aus, der zu 100 Prozent aus der autochthonen Rkatsiteli-Trauben bestand: Entpuppte sich als dunkler Weißwein, kräftig, würzig und ganz unblumig. Da wir beide diesmal genug Hunger für eine Hauptspeise aufbringen wollten (bei fast allen bisherigen georgischen Essen waren wir bei Vorspeisen hängen geblieben), bestellten wir nur wenige Chinkali und ein kleines Imeruli Khatschapuri.

Beides schmackhaft.

Und so schafften wir noch (gegenüber) Chakapuli, also geschmortes Lamm mit Mirabellen und Estragon in Weißwein, sowie bei mir Chanachi, einen Lamm-Eintopf mit Tomate und Aubergine. Wir waren beide zufrieden. Und sehr voll.

Nach Hause nahmen wir die U-Bahn, daheim zur Abrundung des Mahls sehr wenig Schokolade.

§

Damit werde ich auf der re:publica auf einer Bühne sitzen:
“Mythos Blogosphäre – Wie war es damals wirklich?”

Ich befürchte ja, dass ich das Bloggen gar nicht nachträglich verkläre – sondern es vom ersten Moment der Entdeckung an verklärt habe.
Wenn sich bitte alle von damals ganz nach vorne setzten, damit wir winken können?

§

Falls Sie mal ein Beispiel brauchen: Es gibt zumindest einen Menschen auf der Welt, der gerne Sprachnachrichten bekommt.

§

Der wahrscheinlich lustigste Moment des Artemis-2-Starts.

  1. Wie man lange nur floskelhaft und metaphorisch sagte, was mittlerweile aber technisch zutrifft, weil Computerbildschirm. []

Journal Mittwoch, 1. April 2026 – Herausforderung Jeanskauf

Donnerstag, 2. April 2026

Wieder ein Monat geschafft, in der Arbeitswoche war allerdings erst Mittwoch. Auf den hatte ich eher durchwachsen geschlafen, unter anderem unterbrochen von einem Krampf in linkem Fuß und Unterschenkel.

Für den Weg in die Arbeit nochmal in die ganz dicke Winterjacke geschlüpft, Stirnband aufgesetzt, in dicke Handschuhe geschlüpft: War genau richtig.

Sehr emsiges und vertieftes Arbeiten, als ich nach drei Stunden den Kopf Richtung Fenster hob, war ich verdutzt: Blauer Himmel, Sonnenschein.

Dorthin ging ich hinaus auf meinen Mittagscappuccino, wusste aber schon vorher, dass es weiter scheißkalt sein würde (ab Donnerstagnachmittag sollen die Tagestemperaturen steigen).

Zurück am Schreibtisch heftige Termin-Klöppelei (immer innere Stress-Totalverkrampfung zwischen Auftrag und erlösender Annahme des Terminvorschlags). Mittagessen: Birnchen (ich bin überrascht, wie gut derzeit die europäische Lagerware schmeckt), Quark mit Leinsamenschrot.

Plan für nach Feierabend: Jeanskauf. Ein besonderer Albtraum (oder gibt es Leute, für die der Kauf einer blauen Standard-Jeans entspannte Routine ist?), aber half ja nichts. Technically besitze ich drei Stück, aber:
– Meine Levis 501 (für die ich mindestens zehn Jahre Leben einkalkuliert hatte) musste bereits nach zweieinhalb Jahren zum Flicken, auf die ist kein Verlass.
Die vier Jahre alte Jeans vom Konen selig (*SCHLUCHZ*), Marke Angels, geht zwar noch durch, doch fühle ich mich derzeit in Skinny Jeans auf unattraktive Weise altmodisch.
– Die dunkelblaue Jeans von C.O.S., Anfang 2025 gekauft, entpuppte sich im Alltag als nicht etwa oversized wie geplant, sondern schlicht als zu groß und unförmig.
Ich brauchte also eine Jeans, tiefer Seufzer.

Nach Beratung mit einer Kollegin, an der ich eine besonders gut sitzende und offensichtlich neue Jeans bewundert hatte, ließ ich mich dann doch zum Bekleidungskaufhaus Breuninger schicken – das ich aus Trauer um seinen Vorläufer Konen bislang gemieden hatte. Leise Hoffnung, dass dort zumindest einige der früheren legendären Konen-Verkäuferinnen arbeiten würden.

U-Bahn zum Odeonsplatz, von dort zum ehemaligen Konen. Ich drehte eine Runde im 1. Stock bei der Damenbekleidung: Alles sortiert nach Herstellern, davon einige, die auch Jeans anzubieten schienen, für mich war es unmöglich, einen Überblick zu bekommen. Also bat ich eine Angestellte um Hilfe, brachte sie aber bereits mit meinem Wunsch in Schwierigkeiten, dass die Jeans nicht getragen aussehen sollte: Damit schieden 80 Prozent des Angebots aus, das sehr nach Second-Hand-Laden aussah (meine Überlegung neben ästhetischer Abneigung: Dieser Look ist ja nur durch abnutzende Behandlung zu erzielen, die Hose ist also bereits verschlissen und hält nicht so lange wie eine unabgenutzte). Ansonsten versicherte ich ihr, dass ich für alle Schnitte mit bequemer Beinweite offen sei und ließ mir Modelle in die Umkleide reichen.

Zum Beispiel war ich bereit, eine Barrel Jeans zu probieren – warum nicht, ich tendiere ja eher zu X-Beinen, warum nicht mal O-Beine simulieren? Ich schlüpfte rein. Ob der Bund nicht etwas weit sitze?, fragte ich die Fachfrau. Aber nein, beteuerte sie, dieser Hersteller schneide auf tiefen Bund. Erst als ich ihr vorführte, dass ich die Jeans ohne Öffnen von Knopf und Reißverschluss ausziehen konnte, ging sie eine kleinere Nummer holen. Was mein Vertrauen in ihre Fachkompetenz stark beschädigte. Ja, Barrel Jeans sieht lustig aus. Doch ich probierte auch andere Schnitte, selbst in diesem abgetragenen Look – nichts davon fühlte sich nach Einfach-eine-Jeans an.

Die Entscheidung auf Vertagen des Kaufs fiel aber, als ich auf die Preisschilder guckte: 250 oder 260 Euro für Jeans die aussahen, als hätte sie jemand bereits seit Jahren getragen? Entgeistert fand ich mich damit ab, eine echt uncoole alte Frau zu sein, aber das machte mich doch fassungslos. Ich dankte also für die Beratung, die mir zumindest klarer gemacht hatte, was ich mir vorstellte, und verließ den Laden hosenlos.

Auf dem Weg nach Hause schalt ich mich für meine Luxusweibchen-Anwandlungen: Jetzt wurde erst mal aufgetragen, was im ich im Schrank hatte! Man muss ja nicht immer gut aussehen!

Daheim ruhiges Yoga, Herr Kaltmamsell rettete mal wieder meine Laune mit wunderbarem Abendessen.

Auf meinen Wunsch gab es die jährliche Grie Soß, diesmal mit besonders aromatischen Kräutern (Herr Kaltmamsell hatte sie wieder auf dem Viktualienmarkt bekommen). Nachtisch Schokolade.

Sehr früh ins Bett zum Lesen.

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Das aktuelle Magazin fluter hat das Thema “krank” – und wieder viele gute Texte dazu. Unter anderem:
“In der Regel”.

Vielleicht kann Periodenblut Krankheiten heilen.

Oder worüber ich mir nie Gedanken gemacht hatte:
“Das hat System”.

Damit Krankenhäuser abrechnen können, übersetzen Codierfachkräfte jede Diagnose und jede Behandlung in Codes. Die bestimmen auch, was als krank gilt und was nicht.

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Der geschätzte Politik-Redakteur der Süddeutschen Ronen Steinke spricht im Interview über sein Buch Meinungsfreiheit und was sich aus seiner Sicht als Jurist derzeitig fehlentwickelt:
“Immer Ärger mit der Obrigkeit”.

§

Endlich nimmt die Forschung eines meiner Haupt-Ärgernisse im häuslichen Alltag ernst: Kalkreste durch Duschen. Ich bin immer noch der Überzeugung: Wenn das Abziehen von Kacheln und Duschwand nach dem Duschen länger dauert als das Duschen selbst, ist der menschliche Fortschritt irgendwo falsch abgebogen.
“Why Shower Screens Get Water Marks So Quickly”.

Die schlechte Nachricht: Es gibt noch keine echte Lösung.

Journal Dienstag, 31. März 2026 – Es wird erstmal nicht spannender

Mittwoch, 1. April 2026

Gut geschlafen, trotz nächtlicher Störung durch lautes Rufen vorm Schlafzimmerfenster.

Aufgestanden zu nassem Winterwetter, Marsch in die Arbeit in frostiger Luft und zwischen Schneefetzen auf Dächern und Wiesen – auch wenn der grüne Schleier in den Bäumen dichter wird und ich in den Schneefetzen Blümchen sah.

Im Büro vom frisch gestarteten Computer gleichmal die Info zu einer Änderung der Tagesplanung. Erster Job demnach, die Planung den neuen Umständen anzupassen.

Emsiger Vormittag, anstrengend wegen gleichzeitigen fast durchgehenden Telefonaten in meinem Büro. Ich riss mich los auf einen Mittagscappuccino im Westend, wurde in eisigem Wind nur leicht angegraupelt. (Ist gut jetzt.)

Die Perspektive des Mittagscappuccinos ist bislang sträflich unterrepräsentiert.

Zurück im Büro musste ich eine halbe Stunde zu dem durchgehenden Telefonat gegentelefonieren, ebenfalls anstrengend. Zu Mittag gab’s dann (gekauftes!) Kimchi mit deutlicher Ingwernote sowie Linsenreste vom Vorabend (mit roter Paprika und Spinat – Linsen funktionieren meiner Meinung nach fast immer auch kalt, wie ja überhaupt Hülsenfrüchte und Körndln).

Emsiger Nachmittag, darin aber auch ein schönes Gespräch, es wurde später als geplant.

Auf dem Heimweg lediglich ein Abstecher in den Drogeriemarkt. Die Luft war weiter winterlich, zumindest erwischte ich ein paar blasse Sonnenstrahlen und wurde weder angegraupelt noch
-geschneit.

Daheim Häuslichkeiten und Yoga. Außerdem erreichte mich die höchst erfreuliche Ankündigung eines München-Besuchs.

Herr Kaltmamsell hatte bereits am Montag den Jamón-Knochen vom Tier zu Brühe ausgekocht, darin garte er Kichererbsen und servierte die Suppe mit Nudeln und ausgelösten Schinkenresten.

Schmeckte hervorragend, ich genoss besonders den intensiven Kichererbsengeschmack. Nachtisch Schokolade.

Zur Abendunterhaltung folgte ich einem weiteren Tipp von Joël: Wir guckten in der arte-Mediathek eine Dokumentation über Shirley MacLaine.
Welch eine großartige Künstlerin – und welch ein beneidenswerter Charakter.