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Journal Sonntag, 8. Februar 2026 – Langsames Milderwerden, endlich mal wieder Kino

Montag, 9. Februar 2026

Mit Unterstützung herabgelassener Rollläden lang geschlafen, aber ich war lange nicht eingeschlafen (der wunderbare Espresso bei der Samstagabend-Einladung war das wert gewesen) und brauchte nachts gegen zugeschwollene Nasenschleimhäute wieder Spray.

Draußen war es weiter mild, für meine mittägliche Laufrunde reichten Lauf-Hoody und Weste – leichte Mütze und Handschuhe waren aber recht.

U-Bahn zum Odeonsplatz, von dort ab an die Isar.

Ich gönnte mir den Ausblick vom Monopteros.

Recht versunkenes Laufen fast ohne Fotografieren.

Mein Körper machte mittel mit, störte mal mit Fußschmerz rechts, mal mit Schmerzen um den Hüftgürtel und die Lendenwirbel, meldete auch die letzte halbe Stunde Erschöpfung, doch mein Geist hatte noch nicht genug.

Heimweg ab Tivoli mit Bus bis Giselastraße und von dort U-Bahn.

Frühstück kurz nach zwei: Apfel und zwei dicke Scheiben selbstgebackenes Roggenbrot mit Butter und Zuckerrübensirup/ Lemon Curd. In Köln hat’s bereits Brutalstfrühling, in München nicht mal grüne Spitzen von Schneeglöckchen.

Nachmittags ging ich endlich mal wieder ins KINO! (Punkte auf dem Kultur-Tracker.) Im City-Kino ums Eck sah ich Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (und fand es mal wieder cool so zu wohnen, dass ich fast im Bademantel ins Kino gehen könnte; außerdem kaufte ich nach Langem mal wieder die Eintrittskarte vor Ort an der Kinokasse – hatte mich allerdings vorher auf der Website versichert, dass noch reichlich Plätze frei waren). Eine wirklich schöne filmische Umsetzung des Romans, der mir ja gefallen hatte. Senta Berger hinreißend, Bruno Alexander als Hauptdarsteller bezaubernd. Und das Drehbuch ist mehr als in Ordnung: Nachdem ich mich zunächst an sprachlichen historischen Ungenauigkeiten wie “Hey!” als Begrüßung oder “genau” gestoßen hatte, weil man das in den 1980ern ganz sicher nicht sagte, beschloss ich, dass der Film sich ja zeitlich gar nicht explizit festlegt (ein wenig in der Technik mit Telefon und Fernseher, doch Münchner Außenaufnahmen wurden in der Jetztzeit gelassen) und dass das nicht so wichtig ist.

Eine ruhige, kurze Folge Yoga. Zum Abendessen briet Herr Kaltmamsell aus Ernteanteil-Karoffeln Reiberdatschi.

Klassisch bei uns mit Apfelmus – aber im Ruhrgebiet hatten wir vor anderthalb Jahren gelernt, dass sie dort mit Zuckerrübensirup gegessen werden. Wir kommen beide aus kulinarisch überdurchschnittlich aufgeschlossenen Familien, haben ja bereits vorbehaltlos Exoten wie Grie Soß oder Himmel und Äd in unseren Speiseplan integriert: Wir testeten Zuckerrübensirup, er stellte sich als echte Bereicherung heraus und passt super.

Im Bett die nächste Lektüre: Fatima Daas, Sina de Malafosse (Übers.), Die jüngste Tochter – fragmentarische Schlaglichter auf das Leben einer jungen Einwanderertochter in Paris.

§

Für mich aus persönlichen Gründen interessant (mein Vater, also nicht himmlischer, sondern biologischer Vater, heißt Jesús – und obwohl mit einer gehörigen Portion Schabernack auf die Welt gekommen, scheut er sich meist, auch damit Schabernack zu treiben):
“Warum (fast) niemand Jesus heißt – außer in spanischsprachigen Ländern”.

via @wolfseule

Familien-Details: Außerdem heißt einer meiner spanischen Kusins Jesús, wurde aber in Abgrenzung zu meinem Vater, also seinem Onkel, von Klein auf “Jesusito” gerufen, mit Diminutiv. Was zeitweilig bis zu “Susi” (bitte mit zwei scharfen, also stimmlosen S) verballhornt wurde.

Journal Samstag, 7. Februar 2026 – Wie ich lernte, dass auch Schwimmbrillen sich auflösen können

Sonntag, 8. Februar 2026

Recht lang geschlafen, ich fühlte mich aber nicht ganz ausgeruht.

Meine ersten Handgriffe galten dem Brotteig, für den ich am Vorabend den Sauerteig angesetzt hatte: Es sollte dieses Roggenmischbrot 79/30 geben. Das verzögerte mein Bloggen, der Post über den Vortag ging erst deutlich nach neun online.

Verwunderung beim Nachlesen meiner Mastodon-Timeline: Darin interessierten sich deutlich mehr Menschen für die frisch gestarteten olympischen Winterspiele, als ich prognostiziert hätte. Schnittmenge mit Menschen, die sich für den European Song Contest interessieren? Weil irgendeine Art große, internationale Show?

Wohl geraten.

Pläne für den Tag nach Brotbacken:
– Radeln (!!!) zur
– Schwimmrunde
– Kauf von Kochschinken auf dem Rückweg fürs Frühstück
– aushäusiges Abendessen bei privater Einladung

Nachdem ich mein Radl seit September nicht mehr genutzt hatte, checkte ich es erstmal. Ergebnis: Es wurde nichts mit dem Radeln, denn mein Aufpumpversuch scheiterte, der Vorderreifen ist platt. Also
– U-Bahn zur Schwimmrunde
Die Luft gestern angenehm mild, noch aber ohne Frühling in den Düften.

Geduscht und mit Schwimmbrille in der Hand trat ich an ein sensationell dicht beschwommenes Becken. Ein Grund war vermutlich, dass die äußersten beiden Bahnen für Vereine gesperrt waren – das hatte ich am Wochenende noch nie erlebt. Hier, aber auch an allen anderen Bahnen war der Rand unpassierbar vollgestellt mit Schwimmspielzeug aller Art, ich balancierte dazwischen ins Becken.

Gleich nach dem Abdrücken hatte ich Wasser in der rechten Seite der Schwimmbrille, nach der ersten Bahn setzte ich sie schnell neu an. Doch auch jetzt stand diese rechte Seite voller Wasser. Nach der zweiten Bahn stellte ich mich also fest hin und nahm sie ab – um zu entdecken, dass sich der Dichtungsgummi halb vom der Plastikschale gelöst hatte.

(Foto nach Schwimmrunde)

Völlig entgeistert hielt ich die Brille den fremden beiden Frauen am Rand der Nebenbahn hin (gestern wurde viel am Rand gestanden): “Was mach ich jetzt?!” Sie lachten und wussten natürlich keine Antwort. Außerhalb der Bezahlschranke hätte ich am Kiosk eine Schwimmbrille kaufen können, aber nicht hier.

Also versuchte ich, so zu schwimmen: linkes Auge geschützt, rechtes verkrampft zugekniffen. So schaffte ich 2.000 Meter, die eigentlich sehr gut taten, doch dann sorgte ich mich um mein Auge und brach ab.

Dass ich mit dem armen Auge nur verschwommen sah, legte sich zum Glück bald.

Vor der BMW-Welt wurde fotografiert, eine Gruppe aus fast ausschließlich Frauen. (?)

Eher enttäuscht als verärgert saß ich in der U-Bahn nach Hause. Ich guckte nach E-Mails – und jetzt machte mich traurig, dass ich auf eine künstlich generierte alte Frau reingefallen war. In meinen Augen ist das aktiver Betrug: Der Text unterm Video behauptet zunächst lange und detailreich, es handle sich um einen ganz konkreten Menschen und “Real takeaways. No pretending.” Erst ganz weit unten steht dann: “The person in this video is AI-generated, not a real individual.” Die Kommentare unter dem Video zeigen, dass niemand davon so weit gelesen hat.

Am Sendlinger Tor kaufte ich noch im Alnatura ein, ich wünschte mir aufs frischgebackene Roggenbrot dick Butter und gekochten Schinken. Dieses Frühstück gab es nach einem Apfel um kurz nach zwei.

Nachmittag mit Lesen: Zum einen die Wochenend-Süddeutsche, zum anderen las ich Ursula K. Le Guin: Tehanu: The Fourth Book of Earthsea aus. Es gefiel mir bis zum Ende gut, ich ließ mich in dieser klugen Variante in eine Märchen-Zeit und -Welt mitnehmen mit Zauberern, Hexen, Machtkämpfen. Und mir fiel auf, wie viel dieser 1990 veröffentlichte Roman der sieben Jahre später erschienenen Harry-Potter-Welt vorweg nimmt: Es gibt eine Zauberer-Schule (die in diesem Band allerdings nicht gezeigt, sondern nur erwähnt wird), konstruktive und zerstörerische Zauber-Menschen, eine magische Sprache (allerdings nicht mit Schlangen, sondern Drachen), magische Wesen, und der Graben zwischen verschiedenen Zaubermensch-Herkünften verläuft nicht zwischen Witches und Muggles, sondern zwischen Männern und Frauen.

Vor der Abendeinladung turnte ich noch Yoga: Ich nahm die übernächste, sportliche Folge vorweg, weil ich gestern bei weitem nicht ausgepowert war; die ruhige nächste Folge hob ich für Sonntagabend auf, wenn ich nach einer geplanten Laufrunde dankbar dafür sein würde (für diese Einblicke klicke ich die Folgen vorher durch).

U-Bahn nach Bogenhausen, wo ich mit Herrn Kaltmamsell einen sehr schönen Abend mit zwei interessanten Frauen verbrachte (beruflicher Kontakt über den Herrn), von einer der beiden köstlich italienisch bekocht: Zu einem Glas Ferrari Spumante gab es Antipasti in Form von Wurst, Schinken, Käse, gegrilltem Gemüse, dann als Primo Pasta mit selbstgemachtem Pesto, Wein ab jetzt ein eleganter Roter aus der Maremma, als Secondo Hühnchen cacciatore, und nach einem richtig guten Espresso als abschließende Sensation Mandelkuchen mit Vanille-Orangencreme und karamellisierten Pinienkernen.

Dazu angeregte Unterhaltung, unter anderem über den Alltag einer Orchestermusikerin.

U-Bahn nach Hause, es war immer noch mild. Gegen Mitternacht im Bett.

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Alle medizinischen Diagnosen und Tipps zu meinem Fuß unter dem Post zum Freitag habe ich dann doch gelöscht.

(Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)

steht über dem Kommentarfeld (Serviceblog mit betreutem Lesen).

Sollte mein Hausarzt hier in den Kommentaren damit auftauchen, überlege ich, ob ich eine Ausnahme mache.

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Bei geschichtlichen Meilensteinen lohnt sich immer wieder der feministische Blick. Dieser ist von Barbara Vorsamer:
“Unsichtbare Erfinderinnen: Wie Frauen die Medizin revolutionierten”

Journal Freitag, 6. Februar 2026 – Abenteuer Körper

Samstag, 7. Februar 2026

Unruhiger Schlaf (wirbelnde Party-Eindrücke), eine Stunde vor Wecker aufgewacht.

Körper sind seltsam, neue Runde: Donnerstagabend hatte mein rechter Vorderfuß auf dem Heimweg von der Party beim Gehen stark geschmerzt, ich hinkte. (Dabei ist schmerzender Vorderfuß eigentlich linke Sache, der rechte ist für Fersen-/Plantarfaszien-Gezicke zuständig.) Morgens hinkte ich immer noch und sah diesen blauen Fleck prangen.

Zwar bekomme ich viele Rempler und Dotzer nicht mit, bin aber sicher, dass mir nichts auf den Fuß gefallen war. Auch gestern auf dem Fußmarsch in die Arbeit hinkte ich zunächst, zwang mich aber zu symetrischem Gang, um meine LWS-Probleme nicht zu verstärken. Das in Kombination mit der Kälte beseitigte den Fußschmerz erstmal. Über den Tag Schmerzen nur beim Gehen, die aber deutlich und unangenehm. Wenn die Anwort eines der vielen Orthopäden in meiner Vergangenheit, woran ich bei Körperschmerzen denn erkenne, ob etwas kaputt ist, nämlich “Ruheschmerz”, korrekt war, war nichts kaputt, denn in Ruhe schmerzte da gar nichts.

Der Winter besann sich auf sein Hauptthema in dieser Münchner Runde: eisiger Nebel. Beim Einstempeln im Bürohaus Fehlermeldung: Angeblich fehlende Zeitmeldung (ich bin sehr sicher, dass ich am Vorabend korrekt ausgestempelt hatte, inklusive Ziffern der Uhrzeit 17:23 vor meinem inneren Auge – weil mir noch zum wiederholten Mal aufgefallen war, wie viel Zeit zwischen “heute gehe ich Viertel nach” und tatsächlichem Verlassen des Hauses lag).

Diese Woche hatte ich gelernt, dass Menschen, die wegen Jugend mit der Vorläufertechnik “Stempeln” keine Berührung hatten, das Wort “einlesen” für den Vorgang verwenden. Na ja: Zumindest ein Mensch. Selbst kenne ich echtes Zeitstempeln auf Papierkarten ja auch nur aus Filmaufnahmen, dokumentarisch oder fiktiv: Nach Angestelltenverhältnissen ohne Arbeitszeiterfassung bei Zeitung, Radio, in der Uni funktionierte meine erste solche 2003 bereits mit elektronischem Einlesen.
Moment: 1986 bei Audi, als ich nach dem Abi einige Wochen lang einen Brotzeitkiosk in der Produktion führte, müsste ich eigentlich auch gestempelt haben. Daran erinnere ich mich aber nicht mehr – ich freue mich schon aufs hohe Alter, wenn mir solche Details hoffentlich wieder einfallen.

Ich freute mich sehr auf das Ende der Arbeitswoche, spürte bereits vormittags Anspannung abfallen, konnte nur hoffen, dass Querschüsse sie nicht wieder anziehen würden. Nächste Folge der abfallenden Anspannung: aufsteigende Müdigkeit, na super.

Mittagscappuccino im Westend, Mittagessen später am Schreibtisch Apfel sowie eingeweichtes Muesli mit Joghurt.

Auch der Nachmittag verschonte mich mit Querschüssen, ich konnte ruhig abarbeiten. Zudem legten sich die Fußschmerzen beim Gehen auf ein Maß, bei dem ich nicht mehr zum Hinken neigte, es blieb seltsam.

Heimweg über Lebensmitteleinkäufe beim Vollcorner. Zu Hause eine Runde Yoga. Beim Umziehenn zeigte sich, dass der blaue Fleck auf dem rechte Fuß deutlich größer geworden war.

Körper! Doch der Schmerz behinderte mich beim Yoga nicht, auch nicht bei Balance- oder Zehenspitzen-Übungen.

Zum Anstoßen auf das Wochenende schenkte ich Herrn Kaltmamsell und mir Calvados-Tonic ein, apfliger kenne ich Calvados in keinem Drink. Dazu arabische Nüsschen, die auf dem Heimweg in der Landwehrstraße gekauft hatte.

Knollen aus Ernteanteil (rote Bete, Karotte, Pastinake) verwendete Herr Kaltmamsell für ein Rezept, das ich ihm zugeworfen hatte: Eine Art Toad in the Hole. Als Vorspeise gab es aber erst mal nachgereifte Crowdfarming-Avocados.

Das Rüben-Gericht war ok, der Teig deutlich herzhafter als im klassischen Toad in the Hole, der ja eigentlich leichter Yorkshire Pudding ist. Wissen wir das also. In der Weinbegleitung hatte ich mich geirrt: Zu den durchwegs süßlichen Lager-Rüben hatte ich als Gegensatz einen mineralischen Gallo aus Sizilien gewählt – doch der schmeckte in dieser Kombination vor allem bitter.

Abschluss des Freitagabend-Festmenüs war Grießflammerie mit Armagnac-Zwetschgen aus eigener Produktion, sehr gut.

Früh ins Bett, wir waren beide von der Woche erledigt. Zumindest ich war noch wach genug für eine Runde Lesen.

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Die US-Amerikanerin Lorraine ist 92 und gibt in diesen 20 Minuten sehr persönlich und sehr nachvollziehbar weiter, was sie sich wünscht, schon in ihren 50ern und 60ern gewusst zu haben.

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https://youtu.be/vVk2rfkaD5w?si=o0TfvL0lgBf74TRT

via HotelMama

Nicht alles davon wird für jede passen, doch vor allem den Nutzen, gerade jetzt aktiv neue Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen, sehe ich und möchte ich beherzigen. (Andere Erkenntnisse wie die Kürze des restlichen Lebens kommen allerdings bei mir völlig anders an als beabsichtigt, Zwinkersmiley.)

Nachträgliche Warnung: “The person in this video is AI-generated, not a real individual.” steht sehr weit unten im Text unter dem Filmchen. Nun bin also auch ich auf eine künstlich erzeugte Figur hereingefallen. Es gibt keine Lorraine, nichts an den 20 Minuten ist persönlich. Sondern im Gegenteil der Durchschnitt von allen Äußerungen alter weißer US-Amerikanerinnen zu dem Thema (ich nehme an, so ungefähr lautete der Prompt), die sich im Internet finden ließen. Was auch interessant ist, aber auf eine komplett andere Art und Weise, als ich das zunächst wahrnahm.

§

Apropos:

Weil ich grundsätzlich keine Kontakte aus meinem Adressbuch lösche, tauchen in Signal und WhatsApp viele Leute auf, an die ich mich nur noch vage erinnern kann. Das lasse ich wegen der Apokalypse so. Sollte ich mal alleine auf diesem Planeten sein, wird dieser Tag kommen, an dem ich mein komplettes Adressbuch durchpingen werde. Hallo, bist du noch da? Wenn dann niemand antwortet, sieht es wirklich düster aus.

Schreibt Mek, und ich verstehe ihn völlig.

Aus Anlass mal wieder darüber nachgedacht, dass es immer noch für Überraschung sorgt, wenn die Antwort auf die Frage, woher man Freundin X oder Freund Y kennt, “aus dem Internet” lautet.

Journal Donnerstag, 5. Februar 2026 – Neuhausen alpin

Freitag, 6. Februar 2026

Sehr gut und tief geschlafen, der Wecker holte mich gemeinerweise aus einem besonders interessanten Traum, in dem mal wieder das Haus mit der einst schönsten Wohnung der Welt eine Rolle spielte (meine Wohnung während des Studiums in Augsburg): Sie war wieder frei, jetzt mehr als doppelt so groß, in erbärmlich baufälligem Zustand (ein paar Bodenbretter weggebrochen), doch die Besitzer planten gründliche Instandsetzung und sagten mir die Wohnung zu. Ich war gerade dabei, Herrn Kaltmamsells Einwilligung zu erbitten, mit ihm dort einzuziehen.

Es tagte zu fahlem Licht und kalter, aber nicht allzu kalter Luft.

In der Arbeit Arbeit. Zu einem grundproblematischen Thema zeichnet sich grundlegende Verbesserung ab, das ist eine große Erleichterung.

Auf Mastodon wurden weiter #HerzSoliSneaker gesammelt: Frau Herzbruch steht vor ihrer hoffentlich letzten (zwölften) OP, viele Menschen sorgen sich und wollen irgendwas tun.

Meinen Mittagscappuccino holte ich in der Cafeteria (lauwarm, ich verliere langsam die Geduld), Bewegung in aufkommendem Sonnenschein holte ich mir mit einer Einkaufsrunde auf dem Markt. Das Draußen roch immer noch leer nach Winter, ich kaufte Pinowa-Äpfel vom Bodensee.

Später gab es als Mittagessen Mango mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot.

Emsiger Nachmittag, nach Feierabend marschierte ich direkt nach Hause: Abends war ich mit Herr Kaltmamsell eingeladen, davor sollte noch eine Einheit Yoga passen (ging gut, sogar eine Balance-Übung).

Eingeladen waren wir zu einer Geburtstagsfeier unter dem Motto “Alpin”. Dazu waren mir als Allererstes Hüttenschuhe eingefallen, und zwar die aus meiner Kindheit: dick gestrickt, vor meinem inneren Auge unbedingt in Blau, Rot und Weiß, als Sohle Kunstleder aufgenäht – Nachbarskinder trugen die in den frühen 1970ern, selbst hatte ich als Kind aber richtige Hausschuhe und neidete sie lediglich (ich glaube, meine Mutter wies zurecht darauf hin, wie rutschig und unpraktisch Hüttenschuhe waren). Doch meine Online-Suche hatte nichts gefunden, selbstverständlich gab es auch im Hüttenschuh-Sektor in den vergangenen 50 Jahren enorme Entwicklungen. Am Styling Hütten-Look hielt ich gestern dennoch fest:

Mit Schüttelbrot und Alpenveilchen als Gastgeschenke machte ich mich mit Herr Kaltmamsell auf den Weg ins alpine Neuhausen. Und es gab durchaus Gäste, die das Party-Thema gründlich durchzogen und mit umfassender Kletterausstattung aufkreuzten. Zu Essen gab es unter anderem nepalesischen Sherpa-Eintopf (köstlich!) und Alpenspeisen von herzhaft bis süß, ich unterhielt mich unter anderem mit lebender Münchner Geschichte ab den 1970ern. Ein Thema auch: Die unterschiedliche Wirkung von Hochgebirge. Ein gebürtiger Garmischer war so früh wie möglich weggezogen, weil er sich sich (wie ich tendenziell) von den umgebenden Felsmassiven bedrängt und eingesperrt fühlte, seine Geschwister, so erzählte er, empfinden die Berge (wie Frau Brüllen) “beruhigend und beschützend”.

Herr Kaltmamsell und ich brachen schweren Herzens als erste auf, während neue Gäste gerade erst eintrafen: Wir müssen halt am heutigen Freitag früh in die Arbeit.

§

The kids are alright.
“Skelette an Schulen
Woher stammen die Menschenknochen?”

via @jens2go

Journal Samstag, 31. Januar 2026 – Wie Joggen echt keinen Spaß macht

Sonntag, 1. Februar 2026

Nur wenig unruhig geschlafen (der Alkohol), durch rechtzeitiges Herablassen des Rollladens gegen Morgenhelle aber ausreichend lang.

Ich hielt mich ein bisschen ran mit Bloggen und Kaffee-/Wasser-/Teetrinken, sandelte nicht zu sehr: Draußen schien die Sonne, ich wollte nicht zu spät zu meinem Isarlauf loskommen. Was ich dann ab Haustür tat.

Eines der prominentesten Gräber auf dem Alten Südfriedhof, in 1A Lage am Mittelgang: Das der Familie Pschorr. Als Brauereien die Macht in der Stadt waren.

Scheiß Winter: Die ersten 20 Minuten hatte ich wenig Probleme mit eisigen Stellen, die Innenstadtwege waren völlig frei. Doch dann kam ich an unasphaltierte Wege und musste genau hinschauen, um nicht von Eisglätte überrascht zu werden. Echter Horror begann hier hinterm Tierpark:

Geforener Matsch. Ich rutschte bei fast jedem Abdrücken ein Stück nach hinten, verlegte mich auf mehr Hüpfen als Joggen, glitschte und balancierte (es fühlte sich an wie Gymnastikübungen auf der Halbkugel bei der Physio – WEHE das war nicht zumindest gesund!). Das war ein 20-minütiger, sehr anstrengender Horror, den ich ganz sicher nicht nochmal zurück laufen wollte. Ich plante also um und wechselte über die Großhesseloher Brücke auf die andere Isarseite.

Um auf die Brücke zu gelangen, zog ich mich am Geländer hoch: Die Stufen waren lückenlos scheiße rutschig.

Auf dem Isarhochufer und um den Hinterbrühler See hatte ich mit einer Mischung aus Eis und Matschdreck zu tun, die nicht ganz so anstrengend war, aber auch keinen echten Spaß machte. Ich lief ein paar Umwege und stückelte, um insgesamt auf meine gewünschte Lauflänge von 1 Stunde 45 Minuten zu kommen.

Nach Eis kommt Matsch.

Außen und innen.

Bevor ich eine U-Bahn nach Hause nahm, holte ich noch Frühstückssemmeln.

Die gab’s nach einem Apfel um zwei mit Frischkäse und Bergamotte Lemon Curd.

Gebühr für ein weiteres Jahr Münchner Stadtbibliothek gezahlt: 20 Euro. (Tiefe Dankbarkeit, dass ich in einer Gesellschaft lebe, die das ermöglicht.)

Gemütliches Zeitunglesen, das Wohnzimmer wurde dabei gestern endlich warm genug, dass ein dicker Pulli und zwei Paar Socken gegen Frieren reichten.

Bei (deutlich nach hinten geschobenem) Einbruch der Dunkelheit kochte ich das Dessert fürs Sonntagessen mit allen Eltern: Englische Orangencreme. Herr Kaltmamsell hatte bereits den Großteil des Nachmittags in der Küche verbrachte, um das Bœuf bourguignon und die Spätzle für Sonntag zuzubereiten. Die schlichte Vorspeise kam wieder von mir: Makrelen-Peté nach Delia Smith (wenn ich am Sonntag an ein Foto denke, stelle ich das Rezept in meine Rezepte-Ecke).

Dann war Zeit für einen Aperitif: Den letzten Saft der direktimportierten Bergamotte verschüttelte ich zu einem Whiskey Sour. So ein Naturalientausch erzeugt eine ganz eigene Art von Nähe und wärmt mir ja immer besonders das Herz, auch unter Kolleginnen in der Arbeit, dort z.B. Quitten gegen Ajvar gegen Orangenmarmelade gegen Honig gegen Rakija gegen Zwetschgen etc. Vielleicht weil bei den Beteiligten die landwirtschaftlichen Wurzeln durchschlagen, die wir auf lange Sicht zurück ja dann doch fast alle haben?

Als Nachtmahl verwertete Herr Kaltmamsell die Hälfte des Ernteanteil-Blaukrauts und servierte es mit Linsen (und ein paar missratenen Spätzle), darüber geröstete gehackte Mandeln – sehr gut. Dazu ein Glas Burgunder, der vom Kochen übrig war. Nachtisch Schokolade.

Im Fernsehen ließen wir Tropic Thunder von 2008 laufen – eine Vietnamkriegverfilmung-Actionkomödie mit sensationeller Starbesetzung (die die Filmhandlung spiegelt), von der ich noch nie gehört hatte: Komplett wahnsinnig mit immer noch einer Metaebene.

Früh ins Bett zum Lesen einer ganz anderen Darstellung von Erlebnissen im Vietnamkrieg, nämlich der von Sigrid Nunez.

Journal Donnerstag, 29. Januar 2026 – Erneuter Winterausbruch, keine Schwimmrunde

Freitag, 30. Januar 2026

Eine Stunde vor Weckerklingeln aufgeweckt worden durch Schneeräumfahrzeuglärm – der einfach nicht aufhören wollte: Wie lang kann es dauern, das Stück Straße und Gehweg vor unserm Haus zu räumen?!

Aufgestanden zu diesem Anblick. Dieser Winter wird NIE enden.

Für den Arbeitsweg in die Schneeschuhe geschlüpft, Kapuze der dicken Winterjacke hochgeklappt, in leichtem, nassen Schneefall (den meine Wetter-App “Dunst” nannte – ?) losgestapft.

Frostig war es aber nicht. Ich kam in meiner dicken Jacke ins Schwitzen, brauchte aber die Kapuze gegen den anhaltenden Schneefall. Und ich freue mich sehr auf eine Zukunft, in der die kleinen Rad- und Gehwegräumfahrzeuge (in der Münchner Innenstadt gründlich im Einsatz, bravo!) nicht mehr von Verbrennungsmotoren angetrieben werden und uns Fußgängerinnen nicht mehr in Abgaswolken hüllen.

Als ich Lust auf meinen Mittagscappuccino bekam, suppte, matschte und schneeregnete es draußen gerade, mir verging jede Lust auf frische Luft und Bewegung. Also Abstecher in die eigene Cafeteria.

Später gab es zu Mittag eine Orange (von der ich lernte, dass ich immer noch sauer-empfindlich bin), außerdem eingeweichtes Muesli mit Joghurt.

Während der Online-Infoveranstaltung ab zwei begann ich Krampf-präventive Dehnung und Mobilisierung von Beinen und Hüfte für mein Feierabend-Vorhaben: Ich wollte ins Dantebad zum Schwimmen.

Doch auch diese Woche wurde nichts damit, diesmal aber, weil ich nicht aus der Arbeit wegkam, sondern mich ein akutes Termin-Tetris am Schreibtisch festhielt: Es dauerte lange, bis ich alle dafür notwendigen Menschen erreichte. Diesmal ärgerte ich mich sehr über den verpassten Sport.

Zumindest hatte ich Gelegenheit, auf dem Heimweg (der Schnee war fast verschwunden) schon mal erste Lebensmittel fürs Wochenende einzukaufen: Am Sonntag treffen wir uns mit meinen Eltern bei den lieben Schwiegers, kochen dürfen Herr Kaltmamsell und ich.

Zuhause knurrte ich kurz Herrn Kaltmamsell an (ich hatte ihm angekündigt, dass ich wegen ausgefallenem Schwimmen zur üblichen Zeit heimkommen würde, wegen des Ausfalls noch schlechter gelaunt als üblich – um ihm die Chance zu geben, sich in seinem Zimmer zu verschanzen), packte meine ungenutzten Schwimmsachen aus, turne eine Folge Yoga – in meiner Gereiztheit fiel mir besonders auf, wie oft Adriene in diesem 30-Tage-Programm (“True”) Einatmen ansagt, aber dann kein Ausatmen, statt dessen nach drei weiteren Bewegungen nochmal Einatmen.

Nachtmahl war zusammengestückelt: Feldsalat aus Ernteanteil, Guacamole aus den nächsten nachgereiften Crowdfarming-Avocados, die aktuell letzten Kartoffeln aus Ernteanteil als patatas bravas, ein Stück Taleggio. Nachtisch Schokolade.

Sehr früh ins Bett zum Lesen: Ich wollte zurück in Sigrid Nunez’ For Rouenna nach Staten Island und in den Vietnamkrieg.

Journal Sonntag, 25. Januar 2026 – Erneute Winterrunde, Beifang aus dem Internetz

Montag, 26. Januar 2026

An diesem Wochenende bekam ich kein Ausschlafen geschenkt: Auch gestern wachte ich viel zu früh auf, noch vor fünf, und konnte dann nicht mehr recht einschlafen. Kurz nach sechs gab ich auf.

Sowas wie Tag wurde es zu eisigem Nebel, und es war schon wieder schwer, das Wohnzimmer warm zu bekommen, beide großen Heizkörper auf volle Pulle und sorgfältig geschlossene Zimmertüren halfen nicht.

“In Bayern bleibt es weiterhin frostig kalt.” Ach meia.

Lust auf einen Isarlauf hatte ich dennoch. Diesmal fuhr die Tramlinie 16, die mich Richtung Tivoli brachte, ich stieg an der Paradiesstraße aus.

Körperlich passte alles während der folgenden eindreiviertel Stunden, die Bewegung tat gut, auf den Wegen nur vereinzelt eisige Stellen. Aber zu sehen gab es bei diesem eisigen Nebel halt wenig.

Hier hatte eben noch ein Kormoran das Motiv interessanter gemacht. Aber bis ich das Handy hob, war er abgetaucht.

Zurück daheim wärmte ich mich mit heißer Dusche auf. Doch zum Frühstücken kurz nach eins musste ich wieder im lauwarmen Wohnzimmer frösteln. Es gab zwei dicke Scheiben Brot vom Samstag, eine mit restlicher Guacamole, eine mit Butter und Orangenmarmelade.

Für den Nachmittag hatte ich vage Kino-Pläne, nach einer Runde Bügeln am Fenster im fahlen Winterlicht aber doch keine Lust. Statt dessen las ich herum und ärgerte mich über die nicht wirklich warm zu kriegende Wohnzimmer-Temperatur – die wohl wieder auf unbeheizte, weil unbewohnte Wohnungen über und unter uns zurückzuführen war.

Dafür freute ich mich an den Lilien, die ich mir gegönnt hatte.

Freunde brachten zwei Bergamotten aus Direktimport vorbei, ich freue mich schon sehr auf die Verarbeitung. Draußen begann es zu schneien.

Es fällt mir schwer, bis nach Fasching mit dem Winter-Maulen zu warten.

Fürs Sonntagsessen hatte ich zwei dicke Scheiben Schweinenacken besorgt, Herr Kaltmamsell übernahm die Zubereitung nach Art meiner polnischen Oma. Sogar für Kopytka aus Ernteanteil-Kartoffeln sorgte er, während ich eine Runde Yoga turnte.

Ich steuerte Salat aus den Ernteanteil-Ringelbete bei. Richtiges Sonntagsessen. Nachtisch Schokolade. Draußen schneite es weiter.

Im Bett begann ich neue Lektüre: Sigrid Nunez, For Rouenna.

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Die protestantische Arbeitsethik erreicht Stellen im Hirn, da kommt bloße Motivation gar nicht hin.

Schreibt Maximilian Buddenbohm. Und es ist ganz erstaunlich, was sie sich unterwegs alles unter den Nagel reißt, was irgendwann mal eigentlich als Vergnügen begonnen hat.

§

Solidarisches Preppen – ich versuche mich in jüngster Zeit zu zwingen, über Katastrophenvorsorge nachzudenken. Nicht weil ich mich um mich fürchte (obwohl ich wirklich sehr, sehr ungern in Winterfrost tagelang ohne Strom auskommen müsste wie die Berliner Verwandtschaft von Herrn Kaltmamsell), sondern um hilfsbereit sein zu können. Für Krautreporter hat Nicole Kauer recherchiert:
“In der Katastrophe retten dich Nachbarn, nicht die Dosensuppe”.

Solidarisch wird das Preppen für Gerriet auch durch eine einfache Tatsache: Wer Wasser oder Lebensmittel hat, benötigt keine Hilfe und bindet keine Rettungskräfte. „Die eigene Vorbereitung bedeutet sogar, im Fall der Fälle selbst helfen zu können.“

Meine ersten Schritte: Aus diesen Tipps von Thomas Wiegold im Techniktagebuch habe ich eine Einkaufsliste erstellt. Mal sehen, wann ich mich dazu bringe, sie auch abzuarbeiten.

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Eine Liebeserklärung ans Zugreisen:
“Warum wir mit dem Zug reisen”.

Bei mir fängt es mit zwei Zielen beim Verreisen an: 1. möglichst nicht fliegen, 2. nicht autofahren. Und bei der resultierenden Wahl zwischen Fernbussen und Bahn ist mir Zugfahren erheblich lieber. Allerdings profitiere ich davon, dass mich europäische Länder mehr interessieren als weit entfernte. Tagesaktuelle Wunschliste (zufällig gereiht):
– Sizilien
– Bulgarien (eng abgestimmt mit meiner bulgarischen Kollegin)
– Georgien
– Straßburg
– Marseille
– Paris
– Neapel
– Rom
– Kopenhagen
– Belgien (vielleicht angefangen mit Brügge)
– Slowenien
– Steiermark

§

Vanessa Giese schreibt über “die Jugend von heute” (Anführungszeichen im Original):
“‘Wie erlebst du die Jugend von heute?'”

Ich schließe mich ihren Beobachtungen komplett an und freue mich über ihre schlüssige Erklärung dafür. Und auch das erlebe ich und lasse mich manchmal davon verunsichern.

Die Jugendlichen, die heute 16 und 17 sind, haben gesellschaftlich bereits Einiges vollbracht: Sie haben Tausende minderjährige Geflüchtete in ihre Schulklassen und Sportvereine integriert, haben eine Pandemie mit zwei Jahren Unterrichtseinschränkungen, Sorgen und Unsicherheiten kompensiert, waren mit einem Kriegsausbruch in Europa konfrontiert, haben erneut Tausende Geflüchtete integriert – und nebenbei mit einiger Wahrscheinlichkeit die Scheidung ihrer Eltern erlebt und eine neue Form von Familie aufgebaut. Über diese Leistungen spricht niemand.

Zumindest widerspreche ich bei manchem Bashing von Älteren: “Die Jugend” ist mit der Lektüre von Lessing überfordert? Das halte ich für keinen Grund zu lästern, denn ich bin sicher, dass “die Jugend” sehr vieles kann und weiß, von dem die bashenden Älteren mindestens so überfordert sind, show some respect!

§

Ziviler Widerstand in Minneapolis: Drummers against ICE. Meine tiefe Bewunderung.