Journal Samstag, 14. Oktober 2023 – Wetterergrauung, fesselnder Corona-Podcast, Helen Rebanks, The Farmer’s Wife

Sonntag, 15. Oktober 2023 um 8:57

Gut und lang geschlafen, der Zauber mit dem herabgelassenen Rollladen um fünf wirkte. Ich zog ihn zu düsterem und windigen Wetter hoch, doch mild war es noch immer.

Die Erkältung klang weiter ab, doch meine Augen waren immer noch gerötet und verschleimt.

Gemütlicher Vormittag. Als Sporteinheit absolvierte ich nach Langem mal wieder richtiges Krafttraining inklusive Hanteln mit einer Folge Fitnessblender; anders als bei Kraftaufbau durch Yoga kam ich hier ordentlich ins Schwitzen (hatte aber keine Schwierigkeiten mit Durchhalten). Bei den Criss Cross Crunches rumpeln meine Lendenwirbel inzwischen so laut, als werkle gerade die Müllabfuhr vorm Haus. (Das geht wohl nicht mehr weg.)

Im milden Wind machte ich mich auf eine Erledigungs- und Spazierrunde durch die Fußgängerzone.

Den edlen irischen Tweed-Rock brachte ich dann doch in eine Änderungsschneiderei, um ihn passend machen zu lassen und damit ich nicht wieder einen Winter lang einen dicken Pulli in den Bund stopfen muss. Von Plakaten und aus Tweets der Stadt München wusste ich, dass sich gestern die verschiedenen Bereiche der Stadtverwaltung auf und um den Marienplatz präsentierten: Durch diese Stände schlenderte ich, informierte mich durch Blicke auf Plakate vor allem über die Verantwortlichkeiten der Referate. Das Angebot wurde gut angenommen, gerade Spiele und Quizes waren frequentiert, am großen Stand des Sozialreferats nutzten viele die Beratungsangebote.

Es blinzelte sogar ein wenig die Sonne durch, meine Jacke steckte ich bald ein.

Daheim frühstückte ich um zwei Äpfel, außerdem aufgetautes selbstgebackenes Brot mit Parmaschinken.
Nächster Programmpunkt: Bügelberg abtragen.

Als Unterhaltung hatte ich das Coronavirus-Update von NDR Info – Folge 118 eingemerkt:
“Empowerment: Mit dem Virus leben lernen”.

Redakteurin Korinna Hennig unterhält sich mit Immunologin Christine Falk unter anderem darüber, wie man sein Covid-Risiko am besten selbst einschätzen kann und welche Bedeutung die Impfung für Langzeitfolgen hat.

Über eine Stunde hörte ich gefesselt zu, lernte viel über die Mechanismen unseres Immunsystems (unter anderem wie ein Immunsystem altert) und was das mit der Weiterentwicklung des Corona-Virus zu tun hat. Zur Fesselung trug die fachliche Leidenschaft von Prof. Dr. Falk bei (“Die Schwangerschaft ist immunologisch ein total spannender Zustand.” – Sie riss dann nur kurz den Hintergrund an: Beitragendes Immunsystem des Vaters / der Körper der Mutter müsste eigentlich den Fremdkörper Foetus abstoßen.), die sehr pragmatische Bilder zur Erklärung verwendete. Es ging auch um methodische Probleme bei der Forschung an Long Covid (u.a.: keine Vergleichsgruppe) und überhaupt an SARS-CoV-2 – das kündigte Korinna Henning als Thema der nächsten Folge an.

Ich war sehr froh, dass ich die Zeit zum Anhören gefunden hatte, Empfehlung.

Allerdings war mit Ende des Podcasts noch nicht das Tal des Bügelbergs erreicht. Was ein Glück hatte ich mir eine Folge “Denk ich an Deutschland” des Deutschlandfunks eingemerkt, nämlich die mit Comicautor Flix:
“Deutschland hat so tolle Fenster”.

Es ging weiter mit Gemütlichkeit, ich las Helen Rebanks, The Farmer’s Wife: My Life in Days aus.

Ich lernte in Helen Rebanks’ Autobiografie eine deutlich andere Frau kennen, als ich sie aus ihrem instagram-Auftritt konstruiert hatte. Sie gehört einer Kultur an, die ich in den vergangenen Jahrzehnten häufig antraf, immer wieder neu erstaunt und verständnislos, die ich aber mit der Erkenntnis “Menschen sind verschieden” anzunehmen lernte.

Ein bekanntes Muster dieser Kultur: Frau wünscht sich als Lebensziel Kinder, Ehemann, Haus, erwartet aber, dass dieser Ehemann für die Kosten aufkommt (“Ich bekomme doch nicht Kinder, damit jemand anders sie aufzieht.” taucht wörtlich mehrfach im Buch auf – das habe ich nicht nur von einer Frau auch in Echt gehört und mich jedesmal gefragt: “Aber der Vater schon?”). In diesem Fall umfasst das vom Ehemann zu finanzierende Lebensziel auch innerhalb weniger Jahre immer wieder neue Häuser samt komplettem Umbau und teurer Einrichtung. Rebanks berichtet von regelmäßigem Streit mit ihrem Mann ums Geld.

Was ich mittlerweile ebenfalls als Bestandteil dieser Kultur kenne: Frau mit leidenschaftlichem Kinderwunsch stellt nach erster Niederkunft (nach eigenen Aussagen) überrascht fest, dass Mutterschaft komplette Fremdbestimmung bedeutet, Dauerbeschallung durch Babygebrüll, Schlafentzug, keine Sekunde für sich selbst, sie ist bis ins Mark erschöpft und ausgelaugt. Findet das aber so erstrebenswert (Helen Rebanks betont mehrfach, dass sie sich das schließlich selbst ausgesucht hat), dass sie weitere Kinder bekommt.

Doch The Farmer’s Wife hat ein Happy End: In der Gegenwart bewirtschaftet Helen Rebanks mit ihrem Mann einen Hof und lebt auch dort (die Kombination ist hart erarbeitet, vorher pendelte James zum Hof), jetzt kann sie ihre Vorstellung von 100 Prozent Mutterschaft mit vier Kindern umsetzen und gleichzeitig zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.

Interessant fand ich auch, wie Helen Rebanks schildert, sie habe sich als junge Frau auf dem Land mit ihren Lebenswünschen Kinder, Ehemann, Haus immer als Außenseiterin gefühlt: Alle Altersgenossinnen hätten Autarkie und finanzielle Unabhängigkeit priorisiert, zum Beispiel durch eigenes Einkommen und Bankkonto auch in der Partnerschaft. Denn mir ging es umgekehrt in der Stadt: Ich fühlte mich als junge Frau mit meinem Autarkie-Wunsch in der Minderheit, als meine Alters-Kohorte (zumindest in der Geburtsstadt) Hausbauen, Baumpflanzen, Kinderkriegen priorisierte.

Sehr nachvollziehbar und berührend waren für mich Helens Kindheits-Erinnerungen: Schon als Kind nimmt sie einen Teil des Familienlebens in die eigene Hand, sorgt dafür, dass es statt Fertiggerichten und Tütenessen von ihr gekochte richtige Mahlzeiten gibt – das gibt ihr das Gefühl, schon als Kind ein wenig selbst über ihr Leben zu bestimmen. Rezepte ziehen sich durch das ganze Buch (allerdings mit den für mich haarsträubenden typisch englischen Mengenangaben in Hohlmaßen, bis hin zu krummen “2 cups plus 2 tablespoons” – wieg’s halt ab!), eingebettet in Geschichten, und es gibt einen Anhang mit Alltagstipps für Mütter von einem Leitfaden für Vorratshaltung bis Rezept-Kategorien wie “Creative lunchbox ideas”, “Easy ways to feed little ones”, “Meals for when I’m in survival mode”.

Zurück zu unserem gestrigen Essen: Herr Kaltmamsell verwandelte den grünschaligen Hokkaido-Kürbis aus Ernteanteil in einen meiner Lieblingssalate. Vorher machte er aus dem restlichen Kakao-Gin Martinis, zum Essen öffnete ich einen Chardonnay, den ich eventuell mal zu Lamm servieren wollte (werde ich nicht, den hatte ich ganz anders in Erinnerung – womöglich meine ich aber auch einen anderen Chardonnay vom Paul Achs im Burgenland).

Eigentlich war ich zu voll für Nachtisch, doch dann ging noch erstaunlich viel Schokolade.

Im Bett Start einer neuen Lektüre, schon lang auf meiner Leseliste: Paula Hawkins, The Girl on the Train.

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Schönes Interview mit einer Ikone im Guardian:
“Dolly Parton on style, stardom and sexists: ‘I know how to push men off and get the hell away’”.

Dolly Parton gehört zu dem Menschen, die mir Toleranz und Freude an Vielfalt beigebracht haben. Und so kann ich mich heute an den langen Glitzernägeln der Kassendame eines Supermarkts freuen, ihr ein Kompliment dafür machen – und mir aufgeregt Details dazu erzählen lassen. (Es gibt in mir noch genug restliche Vorurteile, Gehässigkeiten und Gemeinheit, an denen ich arbeite.)

Parton has always been sure of her look, even when she was young, a look – as she has said before – modelled on the “town tramp”, a local woman who wore high heels and tight skirts, who Parton would look out for on trips into town. “She was flamboyant. She had bright red lipstick, long red fingernails. She had high-heeled shoes, little floating plastic goldfish in the heels of them, short skirts, low-cut tops, and I just thought she was beautiful. When people would say, ‘She ain’t nothing but trash,’ I would always say, ‘Well, that’s what I’m gonna be when I grow up.’”

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 13. Oktober 2023 – Schleimaugen und Sommerabschied

Samstag, 14. Oktober 2023 um 9:31

Gute Nacht, doch ich wachte mit jetzt zwei schleimig verklebten Matschaugen auf (ich assoziieren immer die Szene aus Matrix, in der Agent Smith Neos Mund zuwachsen lässt und Neo verzweifelt versucht, ihn zu öffen, Gewebefäden ziehend). Die Nasendusche entschleimte, doch Augen-Make-up ließ ich weiterhin bleiben. Jetzt plante ich dann doch, in der Apotheke nach einem Gegenmittel zu fragen, auch wenn die Ärztin am Montag die Augenverschleimung ja als Folge des jetzt verschwindenden grippalen Infekts eingeordnet hatte.
(Weiterhin täglicher Coronatest, eh.)

Draußen noch ein Sommertag, jetzt aber möglicherweise der letzte. Am Samstag soll es regnen (dringend nötig), für Sonntag ist ein Temperatursturz auf die jahreszeitlich angemessenen 10 Grad angekündigt, dabei soll es dann auch bleiben. Ich plante also am Wochenende eine weitere letzte Wäsche aller hellen Sommerkleidung (meine weiße Jeansjacke nun zum dritten Mal).

Emsiger Arbeitsvormittag. Auf einen Mittagscappuccino ging ich nach Langem mal wieder tief ins Westend.

Blick auf das Töpfer-Atelier, aus dem der Becher kommt.

Ein herrlicher Sommertag, ich genoss den Spaziergang. Auf dem Rückweg Abstecher in eine Apotheke für Augentropfen: Ich entkam knapp dem “anthroposophischen” Mittel (“viele Kollegen schwören drauf!” – auch Apothekerinnen sind keine Wissenschaftlerinnen) und bekam echte Medizin, doch antibiotische Tropfen sind verschreibungspflichtig. (Ich hoffe auf Selbstheilungskräfte, macht hinne!)

Mittagessen am Schreibtisch: Apfel, mit Haferflocken in Wasser eingeweichtes Muesli mit Joghurt, ein wenig von Kollegin spendierte Wassermelone.

Der Nachmittag wurde ruhiger und gab mir Zeit für konzentrierte Recherchen. Pünktlicher Feierabend, um nochmal durch die Sonne spazieren zu können.

Der Spielplatz auf dem Georg-Freundorfer-Platz wuselte – ich mag das Westend gern.

Nussbaumstraße.

Auf dem Heimweg ein inzwischen seltener Abstecher in den Süpermarket Verdi, doch dort gibt es “süße Zwiebel”, die beim ersten Test tatsächlich an die vermissten spanischen solchen rankam.

Daheim Räumen, eine Einheit Yoga-Gymnastik, dann läutete ich das Wochenende mit Whiskey Sours mit Saft einer Meyer Zitrone ein.

Vorspeise waren köstliche (vermutlich letzte) Tomaten aus Ernteanteil mit der eben gekauften süßen Zwiebel.

Dann Freitags-Entrecôte mit Ernteanteil-Zucchini, dazu eine schöner Lemberger-Merlot-Cuvée. Nachtisch Süßigkeiten. Um neun Uhr hatte es draußen noch 19 Grad.

Derzeit brummt die Luft vor Diskussionen über den Nahost-Konflikt (meine Haltung? ich bin dagegen) – und es gibt strukturell kaum ein schwierigeres politisches und historisches Thema. (Im Ernst und zur Sicherheit: Ein gewaltsamer Überfall mit brutalen Morden wie der durch die Hamas auf israelische Orte, Tanzfestivals, Kibbuzim lässt sich nicht rechtfertigen, mir graut vor den weiteren Entwicklungen. Und ich bin zutiefst überzeugt vom Existenzrecht Israels.) Doch ich bekomme immer wieder mit, wie über die “eigentlich Schuldigen” gesprochen wird, und dann gehen so viele Jahrzehnte Geschichte durcheinander, für jedes “aber DIE haben” in Epoche X gibt es ein “aber DIE haben” in Epoche Y, und blöderweise ist die eigentliche, (so weit überhaupt möglich) verbriefte historische Abfolge der Ereignisse im Grunde dann doch irrelevant für die extrem komplexe, extrem verschissene, extrem furchtbare derzeitige Situation. Auch bei diesem Thema fühle ich mich so hilflos.

§

Linda Schneider hat für Volksverpetzer anhand von Studien untersucht, ob die deutschen Medien aus einem eher linken oder rechten Blickwinkel berichten:
“Was man dir über die deutschen Medien verschweigt”.

Wenn deutsche Medien und auch der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk nicht neutral genug berichten, dann nachweislich zu RECHTS. Verschiedene Studien zu verschiedenen Themengebieten haben die Berichterstattung der Medien über Jahre beobachtet und dokumentiert. Und es zeigte sich darin, dass die Medien tatsächlich zu rechts berichten. Gleichzeitig verbreiten Rechte das Märchen der „linken Medien“ – um den Diskurs immer weiter nach Rechts zu verschieben. Und viele Journalisten fallen darauf herein. Langzeitstudien zur Berichterstattung über Flucht und Migration zeigen, dass grundsätzlich zu negativ über diese Themen berichtet wird.

Als Gegenbeispiel verbreite ich hier gern diesen Artikel auf tagesschau.de:
“Hebertshausen
Ein Dorf ohne Panik”.

Die bayerische Gemeinde Hebertshausen hat in den vergangenen Monaten mehr als fünfmal so viele Geflüchtete aufgenommen wie vorgesehen. Sorgen bereitet das dort kaum jemandem. Warum?

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 12. Oktober 2023 – Nichts Neues, aber immer noch richtig Sommer

Freitag, 13. Oktober 2023 um 6:34

Zum Weckerklingeln fühlte ich mich zwar nicht topfit, aber arbeitsfähig, nach einer Kopfdruck-lösenden Nasendusche umso mehr.

Meine erste Ferienwohnungsanfrage Berlin erntete schon mal eine Absage “ah nee, an dem Termin doch nicht frei”, ich fragte die nächste an.

Draußen war es warm bis bacherlwarm. Angenehmer Marsch in die Arbeit.

Im Büro gab es erst mal viel wegzuschaffen, dann eine lange Info-Veranstaltung bis fast Mittag – in der ich unter anderem von einem neuen Anreiz erfuhr, weniger Überstunden zu machen, der bei mir funktionieren sollte.

Ich hastete auf den Westend-Wochenmarkt, kaufte Äpfel und Birnen. Es war sonnig und nochmal sommerlich warm, Sandalen- und Kleidchenwetter.

Mittagessen: einer der Äpfel (Rubinette ftw!), eine Scheibe selbstgebackenes Brot (das Schweineschmalz schmeckte mir zu sehr vor, lasse ich das nächste Mal einfach weg), Hüttenkäse. Zu meiner großen Erleichterung fühlte ich mich immer gesünder, mein Matschauge hatte seit dem Vorabend nicht mehr gematscht, mittlerweile verschwand auch die Rötung.

Der Arbeitsnachmittag war wieder emsig, doch der Feierabend nicht zu spät. Mittlerweile war der Himmel bedeckt, die Luft immer noch für die Jahreszeit zu warm. Ich nahm einen Umweg über den U-Bahnhof Hauptbahnhof und machte nach Monaten mal wieder erfolgreich ein Automatenfoto für mein Langzeitprojekt.

Von der Schwanthaler- zur Landwehrstraße durchs Deutsche Theater.

In der Apotheke kurz vor daheim füllte ich unsere Hausapotheke wieder mit Erkältungslikör, Nasenspray, Ibu auf.

Daheim eine Runde Yoga-Gymnastik, eher fad – Adrienes Yoga Camp mache ich recht sicher nicht nochmal.

Herr Kaltmamsell hatte den Ernteanteil geholt, darin ein Kopf wunderschöner Radicchio Castelfranco.

Es gab ihn mit einem Kirschbalsamico-Walnussöl-Dressing, ein paar gerösteten Walnüssen und ein wenig Schimmelkäse. Sehr köstlich. Nachtisch Schokolade.

Abends dann die Unterkunft für den Berlin-Urlaub zwischen Weihnachten und Silvester fix gemacht. Nachdem auf meine zweite AirBnB-Anfrage auch nach 12 Stunden keine Reaktion gekommen war, hatte ich ein bisschen durch meine Hotel-Lieblings- und Hotel-Merkliste für Berlin geklickt und dabei festgestellt, dass Hotel-Übernachtung mittlerweile günstiger als Ferienwohnung ist (ohne Frühstück, aber das nehme ich ja eh nicht, und Herr Kaltmamsell versicherte mir auf Nachfrage, dass ihn der Verzicht nicht schmerzt). Wir werden also in einer Hotel-Legende nahe Ku’damm wohnen, deren Website ein herzwärmendes Vorzeige-Beispiel ist, wie man die angestrebte Atmosphäre auf den Online-Auftritt überträgt (Design, Typo, Text-Tonalität). Konkreter werde ich ein ander Mal.

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Wie ich einmal lernte, dass nicht nur die Bundeskunsthalle beim Abhängen einer Ausstellung ein zusätzliches Bild fand, sondern durch die Kommentare darunter, dass Leute anscheinend regelmäßig Bilder in Ausstellungen schmuggeln.

via @sinnundverstand

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 11. Oktober 2023 – Genesend bei Sandalenwetter

Donnerstag, 12. Oktober 2023 um 6:29

Wieder verhinderte Schluckweh wirklich tiefen Nachtschlaf, ich sah bereits eine Verlängerung des Krankenstands auf mich zukommen (echt schlecht getimet!).

Auch gestern legte ich mich nach Milchkaffeekochen und Nasendusche wieder ins Bett, schlief allerdings nur noch eine weitere Stunde. Nach dem Aufstehen und über den Tag ging es mir immer besser, vielleicht sind ja nur die Nächte das Problem. Jetzt war ich wieder auf Arbeitsrückkehr am Donnerstag eingestellt.

Am Vorabend hatte ich ein schlichtes Weizenmischbrot angesetzt, jetzt Teigkneten. Nach dem Bloggen fuhr ich den Arbeitsrechner hoch (nur kurzer Check!), doch das VPN ließ mich nicht einloggen. Ich konnte also nur nach E-Mails sehen, beschloss dann, dass auch die Technik mich energisch auf den Krankenstand verwies und packte den Rechner wieder weg.

Oft sage ich Herrn Kaltmamsell Dinge, und zwar nicht, damit er sie weiß, sondern damit ich sie zu jemandem gesagt habe und sie mir dadurch besser merken kann. Zum Beispiel dass der Vinzenz Murr am Anfang der Sendlinger Straße gar keine Metzgerei ist, sondern ein Brotzeitladen. Oder dass ich Backbleche nach Nutzung immer reinigen muss, auch wenn ich Backpapier verwendet habe, sonst greife ich beim nächsten Bedarf zu einem verschmutzten Backblech und ärgere mich, dass ich es erst mal schrubben muss. Nicht immer tritt der gewünschte Effekt des Jemanden-Sagens ein, ich teste jetzt als Verstärkungsstufe das Festhalten im Blog. Weil ich gestern beim Leerräumen des Backofens fürs Brotbacken entdeckte, dass eines der Backbleche darin unterm Backpapier schmutzig war, ich es offensichtlich eben nicht nach Nutzung sofort gereinigt hatte. Gestern brauchte ich es nicht und konnte das Reinigen mit Scheuermilch nachholen, doch ich möchte bitte immer daran denken, Backbleche nach Nutzung sauber zu machen.
(Allerdings bin ich nicht sehr optimistisch, was die Verankerung durch Posten im Blog angeht: Ich entdecke zu oft Passagen in alten Blogtexten, an die ich keinerlei Erinnerung habe.)

Das Brot gelang nach Langem endlich mal wieder ganz hervorragend. (Anschnitt vom Nachmittag.)

Das Wetter war noch schöner als am Dienstag, jetzt nämlich wolkenlos sonnig. Auf meinen Genesungsspaziergang machte ich mich in Sandalen, am Vortag waren mir Turnschuhe zu warm gewesen.

Ich ging um die Theresienwiese zum Westpark, diesen einmal durch und zurück – in milder Luft mit immer wieder Brise (Kastanien-Alarm!) ein Genuss.

Kaiser-Ludwig-Platz

Im Westpark. Gegenüber das Lokal Gans am Wasser.

München versucht Skyline.

Zurück nach Hause ließ ich mich vom Bus der Linie 62 schaukeln.

Kurz vor halb drei gab’s zum Frühstück Apfel, dann zwei mächtige Scheiben frisches Brot, eine mit Schwarzwälder Schinken, eine mit Butter. Dazu Zeitungslektüre.

Mittlerweile war auch Herr Kaltmamsell aus der Schule gekommen, arbeitete nach ebenfalls zwei Scheiben Brot weiter. Ich legte mich zu einem weiteren Genesungsschlaf ins Bett.

Danach ging eine Runde Yoga-Gymnastik mit viel Schnaufen. Und ich buchte unseren Berlin-Urlaub zwischen Weihnachten und Silvester: Unter anderem möchte ich den Kabarettistischen Jahresrückblick endlich mal live sehen. Mal sehen, wie lang der Kampf um eine Ferienwohnung diesmal dauert: Ich schickte eine erste Anfrage los, befürchte aber, das die Anbieter in dieser Zeit auf eine längere Buchung als nur für vier Übernachtungen spekulieren.

Nachtmahl war der restliche Ernteanteil: Kartoffeln, Karotten, Kohlrabi, all dies gekocht und mit Einbrenn sowie gehackter Petersilie vermischt. Wohlfühl-Essen. Nachtisch Schokolade.

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Formschub sammelte viele Jahre lang auf Twitter schöne neue Wörter unter @wortgeburt. Mit dem Account ist er auf Mastodon umgezogen, doch aus dem Twitter-Archiv hat er in seinem Blog eine wohlsortierte Sammlung gebastelt – vielleicht mögen sie mal stöbern:
“Das Wortgeburt Twitter-Archiv”.

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Architekturfotografie vom Feinsten:
Ximo Michavila

via @ichichich

Besonders interessant fand ich Aufnahmen von Bauten, die mir vertraut sind:
Die Fußgängerbrücke Arganzuela in Madrid Río.
Das jüdische Museum in Berlin.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 10. Oktober 2023 – Krank im Oktobersommer

Mittwoch, 11. Oktober 2023 um 9:08

Was auch gegen die übliche Erkältung sprach: Der Erkältungslikör Wick Medinait zeigte keine Wirkung (außer vielleicht beim raschen Einschlafen), meine Nacht wurde sehr beeinträchtigt durch Schluckschmerzen, morgens auch durch Husten. Ich hatte den Wecker fast so früh wie üblich gestellt, um mit Herrn Kaltmamsell Morgenkaffee zu trinken, stand auch auf. Doch ich servierte nur seine Tasse, selbst legte ich mich nach einer erlösenden Nasendusche wieder ins Bett.

Am unangenehmsten waren weiterhin die Halsschmerzen, ich bewarf sie mit allem, was mir einfiel: gegurgelter Salbeitee, Lutschtabletten, Ibu. Zusammen bewirkte das zumindest Linderung.

Ich schlief bis halb zehn, dann fühlte ich mich bereit für den Tag. Als ich den Rollladen hochzog, sah ich die Menschen draußen in kurzen Ärmeln: Ein weiterer sonniger Spätsommertag, ich öffnete Fenster und Balkontüren. Das Wetter ist dieses Jahr so durcheinander, dass mich die Gleichzeitigkeit von wunderbarem Sommerwetter und Krankheit nicht mal belastete. Keines von beidem gehört sich für 10. Oktober, aus.

Kurz vor Mittag ging ich raus auf einen Spaziergang (doch, das darf man arbeitsrechtlich auch mit Krankschreibung, man darf alles, was zur Genesung beiträgt) (selbstverständlich habe ich das schon vor Langem nachgesehen, Paranoia gehört bei uns zur Unternehmenskultur). Ich kürzte die geplante Strecke schon nach wenigen Schritten, weil halt spürbar krank. Also spazierte ich lediglich um die Theresienwiese, auf der Oktoberfest abgebaut wurde, und den Bavariapark, erledigte ein paar Einkäufe im Vollcorner.

Trompe-l‘œil 2023: Die Ventilatoren sind aufgemalt (Teil eines abgebauten Oktoberfest-Karussells).

Im Bavariapark viel Mittagspausen-Spaziervolk mit angehängtem Firmenausweis, meist in Berufsgespräche vertieft.

Erfreuliche Entdeckung im Vollcorner: Die Meyer-Lemon-Saison hat begonnen! Ich nahm gleich eine mit, Einsatz wird sich schon finden.

Garantierte Laune-Aufhellung: Knabberndes Einchörnchen über mir im Baum.

Zum Frühstück kurz nach zwei kochte ich mir Porridge, dachte “Porridge for the people” und mal wieder traurig an das Fräulein, das nun schon über vier Jahre nicht mehr lebt.

Herr Kaltmamsell kam aus der Arbeit – vorläufig, denn er hatte dort einen Abendtermin. Ich legte mich nochmal Schlafen, war halt doch krank.

Nachmittags traf wie angekündigt eine Kiste Crowdfarming-Papayas ein, zwei Kilo erwiesen sich als zwei Stück, noch komplett grün.

Zeitunglesen auf dem Balkon, Salbeibonbons lutschend (war mir lieber als das Gurgeln mit dem wirklich greislichen Salbeitee).

Als ich sah, dass die nächste Yoga-Folge aus Adrienes Yoga Camp nur 15 Minuten lang war, probierte ich sie, vor allem um dem Zwicken im Kreuz gegenzuarbeiten, wir wollen ja den nächsten Krankheitsausfall wegen Rücken verhindern: Ging gut, tat gut.

Abends war Herr Kaltmamsell beruflich unterwegs, zum Essen machte ich ein Restl Tscholent vom Sonntag warm, kochte Nudeln dazu. Nachtisch Schokolade.

Nach einer weiteren Nasendusche und einem Stamperl Erkältungslikör ins Bett.

§

Auf Mastodon Vorschläge gegen die Hilflosigkeit nach den Wahlergebnissen vom Wochenende:

die Kaltmamsell

Journal Montag, 9. Oktober 2023 – Krankmeldung mit Ansage

Dienstag, 10. Oktober 2023 um 9:59

Ich stellte meinen Wecker eine Stunde später, aber für die Arbeit: Plan war, im (derzeit allein besetzten) Büro das Dringendste wegzuarbeiten, mich dann krank zu melden und den Rechner mit heim zu nehmen (nur für den inneren Frieden, dass nichts anbrannte: es ist gerade personell ein sehr ungünstiger Moment für Krankwerden). Auf dem Weg nach Hause wollte ich in meiner Hausarztpraxiskette vorbeischauen, ob mich dort zufällig Arzt/Ärztin kurz untersuchen und mit Tipps versorgen konnte, auch für ein gerötetes und schleimig suppendes Auge, ganz neues Feature. Alternativ würde ich mich in einer Apotheke beraten lassen, das verschiebt sich ja seit Jahren bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden.

Die Nacht war ok gewesen, und ich fühlte mich auch nur mittel krank, doch ohne Stimme bin ich halt original arbeitsunfähig. (Teste weiterhin auf Corona, nicht dass sich dieses Virus unter dem Schutz einer anderen Krankheit einschleicht.)

Problemloser Marsch in die Arbeit, aber eine Stunde später als gewohnt durch eine andere Welt. Dringendes weggearbeitet, meine Umgebung darauf vorbereitet, dass ich mich nachmittags in den Krankenstand verabschieden würde. Mit Belustigung auf allen Seiten wieder mal erlebt, wie alle mitflüstern, wenn man selbst zum Flüstern gezwungen ist.

Mittagessen: ein Apfel (Rubinette – gekauft wegen des Namens, doch die Sorte schmeckt mir überdurchschnittlich gut: eher auf der süßen Seite, würde ich nicht zum Backen verwenden), eingeweichtes Muesli mit Joghurt. Da ein Teil meines vielteiligen Wesens sich dann doch eingestehen musste, dass dieses Körpergefühl “Krankheit” bedeutete, hängte ich mich nochmal ins Terminbuchungssystem meiner Hausarztpraxiskette und erklickte einen Nachmittagstermin in der Filiale im Lehel.

Ich nahm die U-Bahn, stieg aber schon am Stachus aus, um zu ein wenig Luft und Bewegung zu kommen. Die Jacke überm Baumwollpulli brauchte ich bald nicht mehr, es war schwül unter düsterem Himmel.

Die Ärztin diagnostizierte grippalen Infekt, Rachen sehe “nicht schlimm” aus (sie gab allerdings zu, dass sie nicht bis zum Kehlkopf sehen konnte), das verschleimte Auge sei ebenfalls Folge der Erkältung. Ich bekam die Hausmittel-Tipps, die auch in Frau im Spiegel stehen, ließ mich bis Mittwoch krank schreiben (Ärztin: “Mindestens!”, also gutes Gewissen), holte mir das Ok für meinen Erkältungslikör vorm Schlafengehen.

Heimweg mit Tram und zu Fuß, unterwegs noch ein wenig Lebensmitteleinkäufe, es regnete ein wenig.

Daheim ruhige Häuslichkeiten, wie empfohlen Salbeitee gegurgelt, Lesen, ich legte mich mit den empfohlenen Salbeitee-getränkten Wattebäuschen auf den Augen ein wenig hin. Kleine Slapstick-Einlage, als das Stationär-Telefon klingelte, ich sah, dass der Anruf von meinen Eltern kam und ranging – dabei vergaß, dass ich ja keine Stimme habe.

Herr Kaltmamsell war aushäusig, ich musste selbst für mein Abendessen sorgen. Er hatte extra den Radicchio vom Ernteanteil dafür eingeplant, ich machte ihn mit Balsamico-Dressing, Schimmelkäse und ein paar gebratenen Champignons an.

Zum Nachtisch war noch reichlich Schokolade im Haus, diesen Gang nahm ich mit dem eben heimgekehrten Herrn Kaltmamsell ein.

Paradoxe Nebenwirkung des Wahlhelfens: Ich bekomme Ergebnisse deutlich später mit als früher, nämlich erst nach Dienstende. Gestern versuchte ich bis zur mittäglichen Zeitungslektüre woanders hinzusehen, verschob den Schmerz. Wie Herzbruch hatte ich vergeblich auf ein Wunder von Bern gehofft.

Früh ins Bett, die Erkrankung fühlte sich nicht wie der gewohnte grippale Infekt an mit seinen Schluckschmerzen bis in die Ohren seit fünf Tagen – aber wenn die Ärztin meinte.

§

Eine der vielen Einordnungen des brutalen und massiven Angriffs der Terrororganisation Hamas gezielt auf die Zivilbevölkerung Israels, doch dieses Interview mit Martin Indyk, ehemaliger US-Botschafter in Israel und Experte für Nah-Ost-Politik, fand ich besonders interessant:
“Why Hamas Attacked—and Why Israel Was Taken by Surprise”.

Was ich als Erklärung sehr gut nachvollziehen kann: Die Illusion, dass Menschen/Organisation sehr wahrscheinlich nicht Dinge tun werden, die ihnen selbst massiv schaden. Weil das verkennt, dass Menschen/Organisationen auch andere Prioritäten haben könnnen. (Brexit anyone? AfD-Wähler?)

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 8. Oktober 2023 – Hilfe bei Landtags- und Bezirkstagswahlen

Montag, 9. Oktober 2023 um 7:52

Sehr schlechte Nacht mit Halsweh, Husten, verstopfter Nase. Im Halbwachen überlegte ich, dass ich unbedingt als Wahlhelferin antreten musste, weil als Schriftführerin besonders schwer zu ersetzen, mir aber Krankmeldung am Montag in der Arbeit vorbehielt. (Weiterhin Corona-negativ.)

Das noch frühere Weckerklingeln fühlte sich wie eine Erlösung an. Nach schnellem Milchkaffee mit Herrn Kaltmamsell verließen wir das Haus rechtzeitig, um kurz nach sieben zum Aufbauen am bislang unbekannten Wahllokal einzutreffen. Wir gingen durch überraschend warme Luft, und ich fühlte mich überraschend gesund und fit nach der schlimmen Nacht.

Einsatz-Adresse war eine große Klosteranlage, die jetzt als Altenheim fungiert, darin drei Wahlräume. Es dauerte eine Weile, bis wir jemanden gefunden hatten, der uns unseren zeigen und aufsperren konnte: Ein Gruppenraum des Altenheims, den wir schnell beherzt komplett umbauen mussten, damit er Wahl-tauglich war. Irgendwann musste ich mich ausklinken, um den Schriftführungs-Computer fürs Protokollieren startklar zu machen. Wir öffneten pünktlich.

In den folgenden fünf Stunden der Schicht war ich sehr froh um meine halbwegs gründliche Vorbereitung: Es traten einige Sonderfälle auf, die ich mit vorbereitetem Nachschlagen lösen konnte. Ich hatte mit einem super Team zu tun, um das ich mindestens so froh war, denn fast ab der ersten halben Stunde strömten Wähler*innen in den Raum, davor stand durchgehend eine Schlange. Als ich am Vormittag kurz meinen Platz verließ, um meine Wasserflasche nachzufüllen, wurde es schon eng. Zusätzlich verabschiedete sich nach ein paar Stunden meine Stimme komplett, ich konnte nur noch flüstern. Zusammen mit den seit Tagen andauernden Schluckschmerzen tippe ich dann doch auf Kehlkopfentzündung. Zefix.

Schichtwechsel um eins. Da mich diesmal der ebenfalls wahlhelfende Herr Kaltmamsell nicht mit einem Sonntagsbraten bekochen konnte, waren wir auf einen Sabbat-Trick verfallen: Er hatte einen Tscholent vorbereitet, der über Nacht im Ofen gegart hatte, jetzt nur noch aufgewärmt werden musste.

Obenauf der Kneidel. Schmeckte sehr herz- und nahrhaft.

Den Nachmittag nutzte ich zum Ausruhen: Ich legte mich eine Stunde ins Bett, konnte tatsächlich schlafen, las danach die Wochenend-Süddeutsche.

Zum Schließen des Wahllokals und zum Auszählen traten wir wieder an.

Hinweg durchs ganztägig düster-warme Wetter am Westermühlbach entlang.

Der komplizierte Weg über den Hof zum Wahllokal.

Die Nachmittagsschicht war ebenso gut beschäftigt gewesen wie wir am Vormittag – und die Ärmsten hatten jetzt nicht mal eine Pause.

Für das Auszählen der Erst- und Zweitstimmen bauten wir den Raum wieder um. Die nächsten Stunden waren anstrengend weil hochkonzentriert, selbst bei dieser hervorragenden Zusammenarbeit. Für mich kam als Schriftführerin erschwerend hinzu, dass ich nicht sprechen konnte, mich also auch nur schwer bemerkbar machen, wenn Abläufe und Reihenfolgen nicht den Vorgaben des erfassenden Computers entsprachen. In wichtigen Fällen schnappte ich mir einen Kollegen oder eine Kollegin und bat darum, meine geflüsterten Hinweise laut zu sprechen. Ich war immer froh, wenn ich gerade nichts zu schriftführen hatte und mich am Auswerten und Zählen beteiligen konnte.

Es wurde spät. Abschließend brachten wir den Raum annähernd zurück in Originalzustand.

Zu Hause aß ich völlig erschlagen und ohne Appetit einen Teller Apple Crisp, um nachts nicht von Hunger geweckt zu werden, plante den Arbeitsmontag vor mit wahrscheinlicher Krankmeldung.

die Kaltmamsell