Journal Donnerstag, 6. April 2023 – Großfamilienurlaub 5: Madrider Stadtgeschichte, Parque del Retiro, ein bisschen Museo Reina Sofía

Freitag, 7. April 2023 um 9:29

Plan für gestern Morgen: Ausschlafen. Ich tat das sogar bis neun, langsam komme ich in einen lokalen Rhythmus. (Spanien gehört ja eigentlich zur falschen Zeitzone, mit der Stunde Verschiebung, die das ähnlich gelegene England hat, würde sich alles korrekt anfühlen.)

Gestern teilten wir uns nach dem Frühstück (keine Churros und Porras, alle noch voll vom Abendessen) von Anfang an in verschiedene Interessen und Ziele. Ich besuchte mit meinem Vater und anderen zunächst das nahe gelegene Museo de Historia de Madrid. In der Nähe hatte meine Großtante gewohnt, tía Vitória, Schwester meiner Yaya, an die ich liebe Erinnerungen von der Sommerfrische auf dem Dorf habe.

Auf dem Weg dorthin sahen wir bereits Absperrungen für die nächste Karwochen-Procesión. Das Museum erwies sich als nett, aber dann doch eher nüchtern zur Geschichte Madrids – zumal es beim Ersten Weltkrieg endet (Darstellung der Zeit danach zu politisch heikel und umstritten?). Im Eingangsbereich gab es eine Sonderausstellung zu 120 Jahren Policía municipal mit zahlreichen historischen Fotos: Die setzten bei meinem Vater am meisten Erinnerungen frei (unter anderem dass man die weißen Helme der Verkehrspolizisten, die vor der späten Einführung von Ampeln in den Kreuzungen standen, “urinales” genannt habe).

Als wir wieder hinaustraten, hatte die Sonne auch die Luft gewärmt, die Jacke konnte offen bleiben. An der Plaza de Barceló entdeckte ich zu meiner Überraschung Bauhaus-Architektur: Das Teatro Barceló von 1930.

Nach ein wenig Recherche: Vielleicht doch nicht Bauhaus, sondern “Racionalismo madrileño”?
Jetzt vereinzelte ich mich und spazierte Richtung Parque del Retiro. Auf dem Weg dorthin setzte ich mich zu einem Mittags-Cortado.

Er schmeckte mir sehr gut. Der Gründonnerstag ist hier wie der Karfreitag Feiertag (nicht aber Ostermontag, der hiesige Katholizismus feiert ausufernd Leid und Tod Christi, die Auferstehung eher nicht).

Straßen und Plätze waren voll, nicht nur voller Touristen.

Beim Kreuzen der Plaza de Cibeles entdeckte ich ein Denkmal für die Todesopfer der COVID-19-Pandemie.

Der Parque del Retiro so gut besucht wie der Englische Garten in München bei solchem Wetter, ich spazierte ausgiebig.

Pavo real – Königstruthahn.

Das Dunkelpink der Judasbäume sticht in der ganzen Stadt heraus.

Endlich bekam ich ein wenig Appetit, und zwar auf Quark mit Joghurt und vorhandenen, sehr süßen Mandarinen. Kurz vor der Ferienwohnung bog ich also in einen Supermarkt für den Kauf von Zutaten. Der queso fresco erwies sich als sturzfest gelatiniert, ich bekam also nur eine Annäherung an meinen Wunsch, doch mit einem Apfel vorab wurde ich um halb fünf gut satt (um diese Uhrzeit greife nicht mal ich mehr zu Bezeichnung “Frühstück”).

Später war ich nochmal mit der verwandten Reisegruppe verabredet: Einige von uns nutzten den freien Eintritt, den das Museo Reina Sofía in den letzten beiden Öffnungsstunden von 19 bis 20 Uhr gewährt. Ich spazierte von der Ferienwohnung rüber, der andere Familienteil hatte sich bereits in die lange Schlange am Eingang gestellt.

Sie ging fast einmal um den ganzen Platz.

Um Punkt sieben begann der freie Einlass, ab dann ging es sogar recht zügig.

Ich hatte Lust auf Zeitgenössisches (außerdem hatte ich die “Ach-da-hängt-das!”-Gassenhauer Picasso/Cubismus bereits ausführlich gesehen), konzentrierte mich auf den 1. Stock mit den derzeitigen Ausstellungen politischer Kunst und mit der Sammlung Susana y Ricardo Steinbruch, die mir Zeitgenössisches aus Brasilien nahebrachte.

Die Eröffnung neuer Perspektiven, das Ankratzen unhinterfragter Blicke und Annahmen, also was ich mir von zeitgenössischer Kunst erhoffe – das schaffte dann der Museums-Shop, genauer: deren großer Teil mit Guernica-Merchandise.

Guernica auf Hoodie, als 1000- oder 3000-Teile-Puzzle, auf Fächer, Einkaufstasche groß oder klein, Untersetzer, T-Shirt, Kaffeetasse, Platzdeckchen, Schreibheft.

Ich bin noch in erster Linie innerlich am Stolpern, kann mir aber vorstellen, dass hier eine ganze Seminararbeit drinsteckt (Kunstgeschichte? Kulturwissenschaften? Soziologie?).

Nach Museumsschließung spazierten wir in die Ferienwohnung zurück, die Abendrosa-beleuchteten Straßen der Innenstadt wimmelten vor Menschen in Feierabend-/Feiertagslaune.

Herr Kaltmamsell hatte bereits Teile des Abendessens vorbereitet, gemeinsam komplettierten wir es, so dass es für alle neun Heimgekehrten gab: Tortillas, Wok-Gemüse mit Reis und Tofu-Topping, Salat, Brot. Schmeckte alles sehr gut, tat gut, danach wurden noch geröstete Maiskörner und Mandelschokolade geknabbert.

Während ein Teil der Gruppe zu Bett ging, räumte und spülte der andere – das funktionierte ohne weitere Absprachen (<3).

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 5. April 2023 – Großfamilienurlaub 4: Kein Relevo Solemne, aber Madrid Río, Größerfamilenabend

Donnerstag, 6. April 2023 um 10:54

Nach einer Pause nach halb sechs schlief ich lange – bis halb neun.

Goldenes Morgenlicht beim Blick aus unserem Schlafzimmerfenster.

Ich erschrak ein wenig über das späte Aufwachen, denn auch gestern hatten wir etwas Konkretes vor: Nach dem linksalternativen Erlebnis am Dienstag wollten wir den Relevo Solemne am Palacio Reál ansehen (Zusammenhang eben erfunden), den großen, fast einstündigen Wachwechsel im Außenhof, der jeden ersten Mittwoch im Monat um 12 Uhr stattfindet. Da die Madrider Familie uns mit anderen Zeitangaben verunsichert hatte, recherchierten wir besonders gründlich: Vier verschiedene offizielle Quellen gaben als nächstes Termin 5. April, 12 Uhr an. Alles klar.

Wir brachen mit viel Zeit bis dahin auf, waren schon wieder überrascht, wie scheißkalt ein wolkenlos sonniger April-Vormittag in Madrid ist. Zeitiger Aufbruch, denn wir wollten früh am Veranstaltungsort sein: Alle Reiseführer weisen darauf hin, dass man die beste Sicht von den Stufen der benachbarten Kathedrale hat, die wollten wir uns sichern.

Wir spazierten über die Plaza de España, und nach dem Abbiegen zum Palacio Reál war ich dann doch beeindruckt: Dieses Zwischenstück, das ich nur als mehrspurige Autobahn kenne, ist wirklich schön geworden.

Jardines de Sabatini. Auf der Tonspur jetzt Elstern und Papageien, aber kein Autolärm.

Wir positionierten uns auf besagten Stufen, unterhielten uns, beobachteten ein professionell Salsa tanzendes Paar bei Handy-Filmaufnahmen, machten Abstecher zum Blick über Casa Campo.

Als 12 Uhr immer näher kam und der Platz immer noch nicht geräumt wurde, die Stufen der Kathedrale sich auch nicht füllten, wurden wir misstrauisch: Konnten sich alle vier Quellen geirrt haben? Stellte sich heraus: Ja, konnten sie. Kurz nach zwölf stand auf einer davon plötzlich, der nächste relevo solemne finde am 12. April statt (was ganz klar nicht der erste Mittwoch im Monat ist).

Schade, aber wir machten uns eher verdutzt als verärgert einfach zum nächsten Programmpunkt des Tages auf: Ein Spaziergang die neue Uferpromenade des Flusses Manzanares entlang, den Parque Madrid Río.

Auf dem Weg dorthin Abstecher in die Almudena-Kathedrale, dann bot bereits der Abstieg zum Puente de Segóvia herrliche An- und Ausblicke.

Wir kamen am Club La Riviera vorbei – und es stellte sich heraus, dass meine Eltern dort schon 1966 zum Tanzen ausgegangen waren.

Madrid Río beeindruckte mich sehr. Der Park entstand zwischen 2006 und 2012 (hier ein Artikel in der Welt zur Eröffnung). Das Fußballstadion, unter dessen Tribüne man zu meinem Entzücken als Kind durchfahren konnte, steht nicht mehr, dort wird gebaut. In den gut zehn Jahren seit Eröffnung ist der Fluss (weiterhin eingemauert, doch mit viel Platz für Uferbänke und Inseln) ein idyllisches Biotop mit Pflanzen- und Vogelreichtum geworden, wahrscheinlich auch weil Menschen nicht rankommen – man sieht wie im Zoo darauf hinunter.

Alle Anlagen wunderbarst gepflegt und sauber, es ist eigentlich ein Rätsel, dass und wie das funktioniert.

Graureiher unter der Baustelle, wo einst das Fußballstadion lag.

An der spacigen Brücke Arganzuela wurde uns um halb drei mittagshungrig. Wir entschieden uns für Supermarkteinkäufe und Picknick im Schatten, denn zu neunt ist Einkehren in einem Bar eher anstrengend.

Wir kauften wie für eine Großfamilie ein – aber das waren wir ja auch, es blieb nach einem gemütlichen Picknick auf Steinbänken unter Kiefern tatsächlich nur wenig übrig. Ich aß Brot mit Manchego, dann ein ganzes Töpchen Hummus.

Wir kreuzten die Brücke und liefen weiter zum ehemaligen Schlachthof, aus dem ein beeindruckend vielfältiges Kulturzentrum Matadero Madrid geworden ist und das unter anderem das spanische Nationalballet beherbergt.

Interessante Akzente-Typografie.

Jetzt verteilten wir uns wieder, Herr Kaltmamsell und ich nahmen den Fußweg zurück nach Hause und lernten beim Folgen des von Google vorgeschlagenen Wegs unter anderem in Lavapiés die afrikanisch beeinflusste und wuslige Calle del Mesón de Paredes und die Plaza Nelson Mandela kennen.

Zum Abendessen waren wir mit Madrider Familie in einem Restaurant verabredet, nämlich mit einem Teil der meines tío Felix, Bruder meines Vaters. Wir neun nahmen eine U-Bahn in die Nähe der Stierkampfarena Las Ventas, dort hatte mein Cousin einen Tisch in einem andalusischen Restaurant reserviert (die vertrauenserweckend kleine Speisekarte unterschied sich in nichts von der des baskischen Restaurants am Abend zuvor, ich bleibe dabei: die angeblich so regionaltypische Küche Spaniens ist es nicht). Mein Onkel und meine Tante standen schon davor, ich hatte die beiden ebenso wie einen weiteren ihrer Söhne mehr als zehn Jahre nicht mehr gesehen – das Ganze wurde sehr emotional. Kurz darauf trafen der vertrautere Cousin und seine Frau vom Sonntag ein.

Über die nächsten zweieinhalb Stunden schlemmten wir, mein Cousin und seine Frau fragten nur kurz Vorlieben ab (Grillgemüse für die Veganer*innen, huevos rotos für den Vegetarier) und bestellten für alle Platten mit Fisch und Meeresfrüchten, a la plancha und frittiert, Pimientos de padrón, croquetas, frittiertes Wammerl, wir tranken dazu Rotwein (u.a. ich), Bier, Soft Drinks. Ich saß neben meinem Vater und seinem Bruder, gegenüber meine Tante – ich freute mich sehr.

Zum Nachtisch stellte der Wirt, der wohl Spaß an unserem Besuch hatte, drei Fläschchen mit Likören (Hierbas, Kaffee-Sahne-Likör, Pacharán) auf den Tisch, außerdem Eiskonfekt, und dann orderte mein Cousin auch noch Platten mit gemischten Desserts: jahreszeitliche torrijas, eine Platte mit Flan, Vanilleeis und Schokoladentorte, eine Platte mit Crêpes – es kam alles weg.

Ich hatte mich gerade zu dem lang nicht gesehen Cousin gesetzt, da begann bereits der Aufbruch: Die Metro fährt nur bis Mitternacht, und das (sehr herzliche) Personal des Restaurants war nur noch wegen uns da – da in Spanien ja erst nach 21 Uhr zu Abend gegessen wird, überaschte mich das. An der Metro trennten sich unsere Wege, es war viel Herzens und Küssens.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 4. April 2023 – Großfamilienurlaub 3: Museo del Prado, Fortsetzung Vaters Vergangenheit, Tabacalera

Mittwoch, 5. April 2023 um 9:40

Gestern hatte ich mir den Wecker gestellt, ich hatte für alle Neune Tickets fürs Museo del Prado gekauft.

Zum Frühstück hatten die Frühstücker und Frühstückerinnen wieder Churros und Porras (bestehen nur aus Mehl und Wasser, werden in Pflanzenöl frittiert, sind also immer schon vegan – haut rein, Veganist*innen!), diesmal brachten meine Eltern aus der Churrería/Chocolatería auch einen Liter fertige heiße Schokolade zum Eintunken mit.

Zum Museum spazierten wir durch die erwachende Altstadt von Madrid unter strahlend blauem Himmel.

Spanischer Humor (ich brauchte ein bisschen).

Typoliebe (links stark angeschnitten Neffe 2).

Am Museo del Prado standen wir dank bereits gekaufter Karten nur kurz an und verteilten uns je nach Neigung.

Ich nahm mir erst “El Prado en femenino” for, “The female perspective”.

It draws our attention to the women who commissioned, collected or inspired some of the most important works of art in the Museum’s collection.

As such, the route encourages us to explore new narratives and discover unique and surprising accounts in which women are subjects in their own right: artistic promoters, patrons of the arts, the women who lie behind the Museo del Prado and who made such a vital contribution to the formation of its collections during a specific chronological timespan, from 1451 to 1633, in other words the lifetimes of Isabella the Catholic to Isabel Clara Eugenia.

Markierte Tafeln vor Kunstwerken erklärten die Bedeutung der abgebildeten Frauen oder die Rolle von Frauen bei der Entstehung oder der Erwerbung – jede davon hochspannend. Ich freute mich sehr über diesen Ansatz.

Nach einer Pause mit Café von leche und Wasser nahm ich mir mit Herrn Kaltmamsell Goya vor. Ich hatte gelesen, dass das Museum über die Corona-Schließung alles neu gehängt hatte und war gespannt darauf. Das Ergebnis gefiel mir sehr gut: Goyas Werk ist jetzt in seine Schaffensphasen thematisch zusammengefasst und nutzt architektonische Eigenheiten des Baus. So sind zum Beispiel die heiteren ländlichen Szenen, Vorlagen für Tapisserien, im obersten Stockwerk unter Glasdach mit natürlichem Licht zu sehen. Und die düstersten Bilder aus Goyas letzter Schaffensphase hängen ebenerdig in fensterlosen Räumen.

Was mir ebenfalls gut gefiel: Im Museo del Prado darf nicht fotografiert werden. Ich nehme an, dass das nichts mit Urheberrecht zu tun hat, sondern mit dem Fluss der Besucher*innenströme. In den vergangenen Jahren waren meine Besuche in Kunstmuseen davon geprägt, dass die meisten Menschen mit ihren Handys fotografierten, manche machten sogar nichts anderes, oft in Form von Selfies. Das beeinflusste den Aufenthalt, den Blick und die Bewegungsmöglichkeiten von allen Besuchenden – und nicht unbedingt positiv. Wenn einfach niemand fotografiert, so mein Eindruck, ist die gesamte Atmosphäre entspannter und offener.

Drittes Lob: Die wenigen Zeilen Textinformationen zu den Bildern auf Spanisch und Englisch. Ich lernte aus jeder davon über Kunst, denn die Texte wiesen mich auf Besonderheiten wie Gesichtsausdruck oder Komposition hin, ordneten diese Besonderheiten in Gesamtwerk oder in die Zeit ein, oder sie rissen die Rezeptionsgeschichte an – ohne mir Interpretationen oder Reaktionen vorzugeben. (Allerdings lernte ich daraus auch, dass die Spanier, die fremdsprachige Wörter ja ohne Rücksicht auf Verluste hispanisieren, aus Dürer ernsthaft “Durero” gemacht haben. Brutal.)

Um halb drei trafen wir uns draußen mit allen, der größte Teil ging einen Happen essen: Pinchos, Bierchen, Raciones – in einem Lokal, in dem laut meinem Vater bis in die 1970er die Bank war, bei der seine jugendlichen Ersparnisse lagen.

Danach spazierten wir wieder alle zusammen, und zwar zur Salesianerschule, die mein Vater seinerzeit besucht hatte und die es immer noch (völlig umgebaut) gibt.

Ohne familiären Bezug gingen wir weiter zur Tabacalera – ich hatte die Geschichte des Orts erzählt. Diesmal ergab sich durch Zufall (Spruch in Spanien: “El mundo es un pañuelo.” – Die Welt ist ein Taschentuch.) die Möglichkeit, auch mal reinzuschauen.

Auf den Wändern wurde getanzt, unter anderem eindeutig Jota.

Jetzt teilten wir uns wieder auf, ich spazierte mit Herrn Kaltmamsell in der endlich auch wärmenden Sonne über die Calle de la Ribera de Curtidores (wo sonntags der Flohmarkt Rastro) zur Wohnung zurück.

Tagesgesicht der Fassade.

Das Nachtgesicht, am Morgen fotografiert.

Zum Abendessen zu fast spanischen Zeiten um 21 Uhr überließen wir die vegane Jugend sich selbst und gingen zu sechst ums Eck in eine urige Wirtschaft, die madrilenische und baskische Küche servierte.

Es gab ganz hervorragende Tomaten, aromatisch und mit recht harter, dunkelgrün gestreifter Schale.

Und für mich wie einige andere Kutteln nach Madrider Art, callos a la madrileña. Mit einem Glas jungen basikschen Weißwein Txakoli.

die Kaltmamsell

Journal Montag, 3. April 2023 – Großfamilienurlaub 2: Vaters Vergangenheit und Iglesia patólica

Dienstag, 4. April 2023 um 8:39

Eine gute Nacht, der Schlaf hätte allerdings länger dauern können.

Morgentoilette, ich machte erst mal Café con leche.

Churros und Porras zum allgemeinen Frühstück (später wurde noch ein Glas Zucker zum Reinstippen dazugestellt) – ich bedauerte wirklich, dass ich morgens kein Essen runterbringe, denn ich erinnerte mich an den Genuss, den mir dieses Gebäck einst zum Frühstück bereitet hat.

Schließlich zogen wir als Großfamilie zu neunt los: Wir wollten uns vom Papá/Abuelo Stätten seiner Kindheit und Jugend zeigen lassen. Auf dem Weg ins Viertel Atocha, wo diese lagen, meanderten wir erst mal durch unsere Wohngegend nördlich der Gran Vía, also durch Malasaña und Chueca. Zwei bis vier aus der Gruppe fotografierten heftig, jeder und jede entdeckte ständig Sehenswertes, blieb stehen und zeigte es den anderen, meinem Vatern fielen Details seiner Madrider Kindheit und Jugend ein, die er erzählte, dann stoppte wieder jemand an einem interessanten Laden und wollte reingucken, kurz: Wir verhielten uns genau wie jede andere entsetzliche Tourist*innengruppe, die wir Bewohner*innen touristischer Gegenden so fürchten.

Gleichzeitig mussten wir immer wieder zur Seite gehen: In den schmalen Gassen zwischen den herzerfrischend vielen kleinen alten Handwerksläden war bei aller Verkehrsberuhigung viel vor allem Lieferverkehr per Auto unterwegs.

Hier hatte mein Vater morgens die Churros und Porras gekauft, frisch zubereitet: Er hatte sich durchgefragt, wo es die besten gebe.

Weiter unter anderem zur Plaza Mayor – wo ich meine ersten Schwalben des Jahres sah, sie hatten unter den Balkonen an der Plaza bereits Nester gebaut.

Überraschend voll hier.

Typoliebe mal wieder, sie bekommt in Madrid besonders viel Futter. Ohnehin fasziniert mich, dass die Altstadtgassen ein Tag- und ein Nachtgesicht haben: Die Rolläden, die nach Geschäftsschluss vor die Ladenfronten gezogen werden, verändern den Anblick völlig – zumal sie heutzutage praktisch alle bunt besprayt sind.

Mein Vater zeigte uns, wo er ein paar Jahre bei seinem Onkel gewohnt hatte, in der Nähe von dessen Bodega – auch dort spazierten wir vorbei.

Es gab auch Typo-Merkwürdigkeiten.

Weiter nach Lavapiés und zu dem Haus, in der die ausbildende Werkstatt meines Vaters gelegen hatte – heute zu einem der vielen kleinen Theater umgebaut.

Auch hier glich er seine Erinnerungen mit den Veränderungen des Orts bis heute ab.

Mittlerweile war es nach drei, wir erklärten den Besichtigungstag für beendet und verschoben weitere Stationen aus Papas Madrider Vergangenheit auf den Dienstag. Die einen nahmen eine U-Bahn zur Ferienwohnung, die anderen spazierten besichtigend zurück, Herr Kaltmamsell und ich steuerten eine besonnte gastronomische Draußensitzgelegenheit an. Nachdem ich mich bis zu diesem Zeitpunkt auch in Pulli, Jacke und Schal bei jeder Möglichkeit in die Sonne gestellt hatte, weil die Luft dann doch ganz schön frisch war, legte ich jetzt endlich die Schal ab und öffnete meine Jacke.

Aber noch vor dem Niederlassen an einem Tischchen bog ich kurz in ein spannend wirkendes Seitengässchen – und stieß auf dieses.

Die Iglesia Patólica, gegründet vom Clown Leo Bassi, verehrt Gummienten (pato spanisch für Ente), wir standen vor ihrem Zentrum, dem Paticano – hier ein paar englischsprachige Informationen.

Appetit hatte ich immer noch nicht, aber jetzt musste ich wirklich mal was essen. Es wurde eine Tosta mit Lachs, ein Pincho mit sauer eingelegtem Gemüse (das in Spanien ganz anders schmeckt als irgendwo anders) und ein Glas Fanta limón (mein Muss in Spanien).

Zurück zur Wohnung machten wir einen großen Umweg über möglichst viel Gran Vía bis zur frisch fertig umgebauten Plaza de España.

Ich war nur mittel angetan: Ja, der meiste Autoverkehr ist weg – aber er wurde ersetzt vor allem durch eine Steinfläche, die sich im Sommer sicher irre aufheizt.

Über ein paar Lebensmitteleinkäufe fürs Abendessen (Herr Kaltmamsell würde kochen) gingen wir zurück in die Ferienwohnung. Diese ist weiterhin feudal, allerdings mit einigen Anstrengungen: Wir mussten die Ausstattung aus allen Küchenzeilen zusammenlegen, denn die zentrale Küche verfügte über exakt einen Kaffeelöffel, außerdem stellten wir fest, dass die Geschirrspülmachine nicht funktioniert, die wir bei neun Mitwohnenden sehr gerne zur Verfügung gehabt hätten.

Herr Kaltmamsell kochte wegen der Zusammensetzung der Gruppe vegan mit zusätzlichem Fleisch: Es gab Mejadra (mit den eingeschränkten Mitteln, also praktisch aus der Feldküche), dazu briet er Rindfleisch (ich verzichtete problemlos), ich machte dazu den klassischen spanischen Salat aus Romana-Salat, Tomaten und den wunderbaren süßen Zwiebeln, das alles mit Balsamico-Vinaigrette.

Den Nachtisch hatte die Bruderfamilie am Sonntag auf einem Zwischenstopp nördlich von Madrid in einer vertrauten Konditorei besorgt: Ponche segoviano.

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 2. April 2023 – Großfamilienurlaub 1: Ankunft in Madrid, eine neue Welt des Öffentlichen Nahverkehrs

Montag, 3. April 2023 um 9:25

Huiuiui: So schlecht hatte ich schon lang nicht mehr geschlafen, mit zwei Stunden wach ab Lichtaus, mit nur vier Stunden leichtem Schlaf, dann war ich schon wieder wach.

Egal, das gab mir Zeit für gemütliche Morgenroutine, dann weckte ich meine Eltern. Mit genug Zeit fuhren wir hinaus zum Flughafen (Herr Kaltmamsell reiste separat). Dort Morgen-Cappuccino, reibungsloses Einsteigen in ausgebuchtes Flugzeug (ich war nicht die ganz einzige Maskenträgerin), reibungsloser Flug. Einzige Irritation: An keiner Stelle wollte irgendwer unsere Ausweise sehen und verifizieren, dass wir die Menschen waren, deren Namen auf den Flugtickets standen.

Wie seit dem Vortag waren alle reisenden Einheiten des Großfamilienurlaubs über WhatsApp in Kontakt, wir tauschten Status aus.

In Madrid war Sonne angekündigt, und Barajas lieferte.

Einer meiner spanischen Cousins,1 der zusammen mit seiner Frau und einer großen Tochter unweit wohnt, holte uns vom Flughafen ab, nahm uns mit heim. Wir lernten Menschen und Katzen kennen, bekamen nochmal wohltuenden Café.

Cousin-Familie erklärte das Metro-System und dass ja kürzlich die Preise für Öffentliche Verkehrsmittel gesenkt wurden, für die Verbindungen aus den Vorstädten sogar halbiert, damit die Leute weniger Auto fahren. Mir war bis zu diesem Augenblick nicht klar gewesen, dass eine Senkung von Öffipreisen physikalisch möglich ist.

Und so luden wir in der nächstgelegenen Metro-Station an einem Automaten die Öffikarte mit dem extrem uncoolen Namen “tarjeta transporte público” auf und zahlten für zehn Fahrten so weit wir wollten (fast) – wait for it – 6,10 Euro. Ja, ich weiß, entsetzliche Zustände, linksgrün versiffter Kommunismus, muss ja scheitern, und wenn es nur wegen dem fehlenden Marketing-tauglichen Namen ist (lässt sich ja nicht mal schmissig abkürzen). Das Ganze übrigens finanziert durch die Übergewinnsteuer. (Gegen die derzeit durchaus auch geklagt wird.)

Fahrt in die innere Innenstadt, die Metro wurde immer voller mit herrlicher Menschenvielfalt (das hätte es unter Franco NICHT gegeben!). Wir fanden gut zu unserer Ferienwohnung an einer Nebenstraße der Gran Vía, trafen uns nach ein wenig Hin und Her in den Tagen davor und bis dahin mit einer Angestellten der Ferienwohnungsagentur. Sie erklärte und zeigte alles, stellte sich als charmante Analusierin heraus (Markenkern Andalusierinnen: graciosa).

Die Ferienwohnung erwies sich als sehr schön, das Foto oben zeigt das schönste Schlafzimmer mit Flügeltür, Stuck, verzierten Eisenträgern, Sprudel-Badewanne, links separatem Klo, rechts separater Dusche, noch rechtser begehbarem Kleiderschrank (Kammerl halt). Für instagram habe ich einen Film über die Wohnung aufgenommen, wenn Sie schaun mögen.

Meine Eltern gingen die erste Runde einkaufen, kamen mit Brot, Chorizo, Jamón, Blauschimmelkäse und Weißwein zurück, jetzt machten wir in der Küche erst mal Brotzeit. Dann tauchte Herr Kaltmamsell auf, machte ebenfalls Brotzeit, und schließlich traf das fünfköpfige Rollkoffergeschwader der Bruderfamilie ein (hatte das Anreise-Auto am Stadtrand beim Cousin gelassen, weil sie damit gar nicht zur Ferienwohnung fahren durften, Madrid schränkt die Auto-Zufahrt in die Innenstadt stark ein – ich nehme an, die haben hier nicht mal eine FDP).

Liebevolles Zimmerverteilen, Bestandsaufnahme in allen Küchen, Erstellen der Einkaufsliste, eine weitere Einkaufstour. Draußen war es mild geworden, aber nur in praller Sonne wirklich warm.

Fürs Abendessen hatten wir Aufteilung vereinbart, das Jungvolk zog allein los. Und schickte kurz darauf einen Restauranttipp mit Foto der Speisekarte – ob wir auch kommen wollten? Diese Hummusería sah ganz ausgezeichnet aus: Während meine Eltern bereits müde die Segel strichen, machten wir vier uns auf den Weg dorthin.

Wir spazierten durch Chueca, stellten fest, dass wir die Begeisterung der jugendlichen Cousin-Tochter über dieses wuslige, bunte und schicke Viertel (Indiz: jedes zweite Lokal vegan) nachvollziehen konnten.

Ich hatte eine Bohnen-Gemüsesuppe mit Reis (Khoresht Sabzi), dazu einen Rosenwasser-Gin-Tonic, sonst wurden Shakshuka-Variationen, Hummus und Salat gegessen.

Auf dem Rückweg zur Wohnung holte uns die Jahreszeit ein: Wir gerieten dann doch in eine Semana-Santa-Prozession und musste drumrum gehen.

  1. Service-Fußnote zum familiären Hintergrund, grob vereinfacht: Mein Vater ist gebürtiger Madrilene, kam 1960 als Gastarbeiter nach Bayern, heiratete in Ingolstadt meine Mutter, blieb dort. Er hat einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester in Madrid, alle zwei Jahre verbrachten wir in meiner Kindheit die Sommerferien in Spanien, sahen dort auch Familie. Den Kontakt bis heute hat mein Bruder gehalten, am intensivsten zu dem ältesten Sohn meine Onkels – zu eben diesem. []
die Kaltmamsell

Journal Samstag, 1. April 2023 – Reisevorbereitungen für den Großfamilienurlaub

Sonntag, 2. April 2023 um 5:10

Nach Bloggen und Morgenkaffee, erst beim Sammeln von zu packender Kleidung auf meinem Bett merkte ich: Lieblingstweets/-tröts März 2023 vergessen. Nun, gibt’s halt Ende April eine Doppelfolge.

Draußen sah ich zwar düstere Wolkentürme am Himmel, aber keinen Regen, nur ordentlich Wind. Da ich nachmittags noch einen Abholtermin am Stadtrand hatte und ohnehin Reise-unruhig wurde, strich ich alle Druck erzeugende Zusatzpläne wie Sport. Die Bruderfamilie war am frühen Morgen zu fünft im Auto Richtung Zentralspanien gestartet, es gab erste Meldungen von der Fahrt.

Vormittags bügelte ich das Ergebnis der freitäglichen Waschladung, holte Koffer aus dem Keller (der Zettel am Briefkasten hatte gewirkt, keine Zeitung!), packte weiter, verließ das Haus für einige Besorgungen.

Zum Beispiel: Seit nach den Corona-Reisebeschränkungen der Flugverkehr wieder losging, häuften sich Meldungen über herumirrendes Gepäck, zum Teil für immer verloren. Um meinen Koffer wenigstens orten zu können, erwarb ich im Apple Store am Marienplatz einen AirTag: Dieses 5-Mark-Stück große Teil würde ich in meinen Koffer legen, über Bluetooth und die iphone-App “Wo ist?” weiß ich dann zumindest, wo ich ihn bei Verlust suchen muss. Außerdem besorgte ich Frühstückssemmeln – und Thermacare für Herrn Kaltmamsell, der sich an diesem Tag den ersten Hexenschuss seines Lebens eingefangen hatte. Ich wiederum geriet in Regentröpfeln.

Frühstück kurz vor zwei: Semmel mit Walnusskäse, Brot, Mango mit Joghurt.

Der Abholtermin war draußen in Moosach für das griechische Olivenöl aus Solidarischer Landwirtschaft. Da ich drei Drei-Liter-Kanister bestellt hatte, fuhren wir zu zweit raus, Herr Kaltmamsell hielt sich trotz Hexenschuss wacker (es schien eine Übungsversion des LWS-Malheurs zu sein, noch nicht die Vollversion). Doch wir mussten mit leeren Händen heimfahren: Für Besteller*innen aus dem Kartoffelkombinat gab es eine andere Abholungsorganisation, von der ich nichts wusste (sofort schlechtes Gewissen, weil ich wohl an entscheidender Stelle nicht aufgepasst hatte) – und jetzt bin ich ja auch erstmal nicht da.

Daheim mehr aufgeregtes Vorbereiten: Meine Eltern übernachteten bei uns, weil der Flughafen von der Münchner Innenstadt aus am Sonntagmorgen mit Öffentlichen Verkehrsmitteln viel einfacher zu erreichen ist als von Ingolstadt aus. Ich holte sie vom Münchner Hauptbahnhof ab, in leichtem Regentröpfeln rollkofferten wir zu uns.

Herr Kaltmamsell bereitete unser Nachtmahl zu: Rindfleisch aus der Pfanne, Panisse, grüner Spargel in Folie aus dem Ofen (der war von mir), dazu Rotwein aus Navarra. Ich huschte nochmal kurz raus: Es hatte sich eine Abholmöglichkeit fürs Olivenöl eröffnet. Wir aßen mit Genuss, danach noch ein Schnapserl. Frühes Zu-Bett-Gehen.

Ab jetzt wird die Berichterstattung nur ausgewählt: Alle Beteiligten sind ja identifizierbar, und deren Geschichten gehen Sie nichts an – oder sie müssten sie Ihnen selbst erzählen.

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 31. März 2023 – Noch ein verregneter Urlaubstag, dieser mit Isarlauf und Pediküre

Samstag, 1. April 2023 um 8:30

Nach guter Nacht früh aufgewacht, draußen Regen.

Aber ein Isarlauf war geplant, also würde isargelaufen werden. Ich änderte lediglich die Route: Statt Geld für eine Tram zum Tivoli und zurück auszugeben, um mal wieder an der nördlichen Isar nach dem Frühling zu sehen, lief ich direkt von daheim über Alten Südfriedhof nach Thalkirchen – viel gucken würde ich bei Regen unter dem Schirm meiner Mütze eh nicht.

Tatsächlich regnete es dann den größten Teil der Strecke nicht, lediglich die ersten 15 Minuten und dann am Ende nochmal eine Weile. Und ich wurde mit Menschenleere belohnt.

Oh, so viel Wasser in der Isar – dachte ich, bis ich die Kiesbänke sah. Nein, keineswegs viel Wasser, sondern einfach nur kein extremes Niedrigwasser, das ich in den vergangenen Jahren gewohnt war.

Bärlauchfreund*innen aufgemerkt: Der Alte Südfriedhof ist erntereif.

Es machte Spaß zu laufen, erst am Ende spürte ich Anstrengung – und hatte zu meiner Überraschung 110 Minuten sowie (laut eher unzuverlässigem iphone-Tracker) fast 18 Kilometer zurückgelegt. Ich dehnte lieber mal besonders sorgfältig.

Nach dem Duschen erstmal Erledigungen: Ich brachte ein neues Sommerkleid und eine Sommerhose vom vergangenen Jahr zum Kürzen in eine Änderungsschneiderei im Westend, besorgte frische Lebensmittel im Süpermarket Verdi.

Nach der relativen Trockenheit auf meinem Isarlauf bekam ich auf den letzten 300 Metern nach Hause eine richtig heftige Regendusche ab, auch schon egal.

Frühstück um halb zwei: Apfel, selbstgebackenes Brot, Mandarine.

Nachmittags verließ ich das Haus nochmal für Pediküre und Kosmetiktermin (und wenn die Presse fragt: “Fünf Liter Wasser pro Tag und gute Gene.”), meine Füße waren dringend dran. Auf dem Weg dorthin erwischte ich eine Sonnenphase und entdeckte, dass meine Referenzzierkirschen im Münchner Kleinbonn zu blühen beginnen!

Zwei Stunden ausgiebiges Verwöhntwerden bei der Kosmetikerin, meine Füße rufen jetzt nach Sandalen – ungehört, auch in Madrid ist der Frühling erst bei 20 Grad Höchsttemperaturen. Zurück daheim Yoga-Gymnastik. Ich spürte die Schwimmerei vom Vortag im Oberkörper, war zudem lange Laufen gewesen, also wollte ich vor allem Dehnung. Genau dafür hatte ich eine Adriene-Folge mit dem Kommentar (“Dehnung rundum”) eingemerkt.

“Last orders!” rief ich Herrn Kaltmamsell zu und forderte ihn auf, dunkle Schmutzwäsche herauszurücken: Letzte Waschmaschinenladung vor Abreise.

Dann ein weiterer Versuch, die Lieferung der gedruckten Süddeutschen zu stoppen:

Zettel am Briefkasten.

Nachtmahl war eine Kooperation: Verdi-Doraden von mir (gestern war die Fischtheke prächtig bestückt gewesen), Kartoffeln mit Lauch (Ernteanteil-Reste) und Petersilie von Herrn Kaltmamsell.

Dazu Alkohol, auf den ich mich sehr gefreut hatte: Galicischen Weißwein Marisa. Auch richtigen Nachtisch gab es: Stracciatella-Eis mit Eierlikör. Dazu ließen wir im Fernsehen “Let’s dance” laufen, obwohl ich von einem ersten Reinsehen bereits wusste, dass nur zu einem Bruchteil der Sendezeit Tanzen gezeigt wurde.

die Kaltmamsell