Journal Freitag, 18. Juni 2021 – Vorgezogene Mittsommerfeier
Samstag, 19. Juni 2021 um 7:01Die Nacht eher auf der besseren Seite, Rückenschmerzen nach orthopädischer Behandlung ein wenig besser. Nach meinem Balkonkaffee (wieder kurz nach sechs warm genug draußen) nahm ich mir Zeit für die neuen Orthopäden-Übungen. Außer der einen, für die ich meinen Sportpark mit einer Pilatesrolle aufrüsten muss – mache ich sogar, denn in der Nach-Reha gab es damit eine besonders schöne Stabilisierungs-Übung.
Herr Kaltmamsell musst sehr früh in die Arbeit, also übernahm ich vor meinem Abmarsch die Wappnung der Wohnung gegen Hitze: Fenster in den kühlen Innenhof gekippt, alle anderen zu, Rollläden zur Südseite runter. Der sonnige Weg in die Arbeit war mit Morgenbrise noch angenehm, doch schon im Büro brach ich in Schweiß aus.
Danger and excitement! Meinen Vormittags-Cappuccino bestellte ich diesmal mit Hafermilch – schmeckte mir tatsächlich sehr gut (die vorherige Erfahrung mit Mandelmilch in einem Brightoner Café hatte mich abgeschreckt).
Mittagessen war Hüttenkäse mit Joghurt und mittelguten Aprikosen.
Medizinische Telefonate: Den ersten möglichen Termin zur Blutuntersuchung bekam ich in einer Woche – ich hoffe noch mehr als eh, dass da keine Entzündung ist, die eine weitere Woche Zeit zum Wüten hätte. Sogar den ersten Physio-Termin bekam ich früher (wenn mich diese Praxis überzeugt, bitte ich um Behandlung meines Rückenproblems zum Selberzahlen).
Draußen stieg die Hitze, doch im Büro war es erträglich – auch wenn ich wieder im 20-Minuten-Wechsel saß und stand.
Nach Feierabend ging ich langsam heim, die Theresienwiese in gleißender Sonne recht leer: Bei diesem Temperaturen hatten wenige Lust auf Sport.
Ich war mit Herrn Kaltmamsell zum Mitsommeressen verabredet (Sonnwend ist erst am Montag, aber die Umstände): Wir hatten wie schon ein paar Mal zuvor einen Tisch in der Acetaia reserviert, dieses Jahr war das Wetter passend für den wunderschönen Außenbereich.
Das erste Mal Lippenstift seit – ich kann mich nicht erinnern.
Wir radelten raus nach Neuhausen, auf der Hackerbrücke saß noch kaum ein junger Leut – zu heiß. Ich träumte von einer Radl- und Fußverkehr-freundlichen Nymphenburger Straße (rechts von den Bäumen breiter Fußweg, links davon breite Fahrradspur und nur eine Autospur).
Die nächsten Stunden ließen wir uns in der Acetaia mit Menü plus Weinbegleitung verwöhnen. Zunächst war ich sehr froh, dass ich daran gedacht hatte, einen Fächer mitzubringen, doch dann kühlte es endlich ein wenig ab.
Geschmortes Rind mit Reiskrokette.
Mein Lieblingswein des Abends: Sizilianischer Nozze d’oro 2016 aus der Magnumflasche.
Bonito-Tartar mit Limette und Gurke.
Die Ravioli mit Schafskäsefüllung wurden wie immer mit altem Balsamico überträufelt.
Wunderbarer Seeteufel.
Das Sößchen am Blätterteig-Dessert hatte bereits Café enthalten, damit war unser Espresso-Bedürfnis gedeckt.
Beim Heimradeln nach zehn war immer noch ein heller Schein am Himmel, die Hackerbrücke wurde jetzt deutlich lebhafter genutzt. Erstmals roch ich Lindenblüten; davor hatte der Liguster dominiert, die Robinienblüte hatte ich dieses Jahr fast gar nicht erschnuppert. Dafür blüht hier der Holler so dick wie nie.
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@giardino erinnerte gestern an einen Sommerhit meiner Jugend, den ich vergessen hatte – und der mich plötzlich ungeheuer mitnahm. Alices “Summer on a solitary beach”.
https://youtu.be/SIC70AJ2Li8


























