Journal Sonntag, 24. Februar 2019 – Schwimmrunde und keine Oscarnacht
Montag, 25. Februar 2019 um 7:00Auch gestern wachte ich ausgeschlafen zu strahlendem Sonnenschein auf, aber diesmal fiel ich nicht darauf rein: Zum Radeln ins Olympiabad trug ich Mütze, Schal und Handschuhe – die ich sehr brauchte.
Bei Ankunft waren alle fünf Bahnen gut beschwommen (durchschnittlich sechs Menschen pro Bahn) (ja, ich habe gezählt – um die am wenigsten belegte wählen zu können), darunter viele Spielzeugschwimmerinnen und -schwimmer. Erst in den dritten tausend Metern wurde meine Bahn leerer; jetzt machte das Schwimmen richtig Spaß, ich legte ein paar Runden drauf.
Ich trug einen der in Franken gekauften neuen Schwimmanzüge, einen Speedo (schon immer gute Erfahrungen). Es saß super, doch beim Duschen stellte ich fest, dass er den inneren Oberarm rechts aufgescheuert hatte – wie ich es bislang nur von den Bügel-Enden meiner Schwimmbikinis kannte (reiben beim Durchziehen des Kraularms). Liebe schwimmende Leserinnen: Kennen Sie das? Sollte ich den Arm vielleicht nicht so eng am Körper entlang führen?
Beim Heimradeln war es nur wenig wärmer geworden.
Daheim Frühstück mit Semmeln und Tee.
Formulare der Deutschen Rentenversicherung für den Reha-Antrag ausgefüllt, dabei nur wenig Absurdem begegnet: Wieder wurde gefragt, ob ich schon mal in einem anderen Staat Sozial- und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt habe. Ja, habe ich, während meines Studiums ein halbes Jahr in UK, für meinen Job als Bedienung im Pub. Das hat schon bei der Berechnung meiner Rentenversicherungsansprüche vor ein paar Jahren für lustige Kapriolen gesorgt, auch diesmal wollte ich nicht lügen und habe korrekte Angaben gemacht – schließlich versichere ich per Unterschrift die Richtigkeit meiner Angaben. In der letzten Runde hatte das zur Jagd der Rentenversicherung nach Belegen in UK geführt und zu einigem Schriftverkehr – bis ich in einem Formular handschriftlich irgendwo betonte, dass ich keine Ansprüche darauf erhebe. Das Ursprungsformular hatte nur nein/ja-von bis abgefragt, wie diesmal auch. Gestern schrieb ich gleich dazu, dass ich keine Ansprüche erhebe.
Dann eine Runde Bügeln zum Soundtrack von Green Book, letztes Bügeln vor dem Urlaub.
SZ Magazin vom Freitag ausgelesen – nach vielen Jahren ein Modeheft, das mich wirklich interessierte. Weil nämlich Personal der Münchner Kammerspiele darin über das eigene Verhältnis zu Kleidung erzählte, und diese Menschen sind ja für mich ein bisschen Familie. Die präsentierte Modemacher-Kleidung war mir auch diesmal egal.
Ruhiger Sonntagsausklang. Mir war schon im Lauf der vergangenen Woche klar geworden, dass ich dieses Jahr keine Lust auf Oscarnacht hatte: Kaum Filme gesehen, kaum Interesse.
Zum Nachtmahl hatte sich Herr Kaltmamsell gewünscht, Salzburger Nockerl zu machen, also tat er das.
Während er in der Küche wirbelte, hatte ich mein Glas Met-Tonic über die vollgestellte Arbeitsfläche gekippt – so war ich partnerschaftlich gut beschäftigt.
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Ein Twitterfaden über die wissenschaftlichen Methoden der Erziehungswissenschaften, was sie können und was nicht.
Mein Liebling:
Manchmal ist ein Verhalten gar kein Teil eines diagnostizierbaren Bildes, sondern die Person ist einfach ein bisschen komisch. Wirklich.
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Ein Fall von “WAS?! Der hat noch gelebt?!”, aber dennoch ein guter Anlass an Regisseur und Choreographen Stanley Donen zu erinnern, der hinter einigen meiner allerliebsten alten Musicals steht:
“Stanley Donen: a Hollywood blueblood treasured for Singin’ in the Rain”.
Dabei erwähnt der Guardian einen meiner Favoriten nicht mal, über den ich hier im Blog schon mal ausführlich geschwärmt habe: It’s always fair weather.
https://youtu.be/8hs6iXpInTA


















