Journal Freitag, 1. März 2019 – Brutalarbeit

Samstag, 2. März 2019 um 6:00

Der März begann in der Arbeit, wie der Februar aufgehört hatte: Brutal. Und so ging es BÄM! BÄM! BÄM! doch bis nach sechs. Der Tag enthielt Aufgaben und Begegnungen für eine ganze Woche. Ich war so durch, dass ich nicht mal mehr Vorfreude auf den Urlaub aufbrachte.

Vielleicht sollte ich die Urlaubswoche in Brighton dazu nutzen, in mich zu gehen: Kann ich meine materiellen Ansprüche nicht vielleicht doch so weit herunterschrauben, dass ein einfacher Verkaufsjob in einer Bäckerei zur Abdeckung reicht? Ich mag Backwaren, kenne mich ein wenig damit aus, das Personal in Bäckereien wirkt fast durch die Bank sympathisch. (Gleichzeitig weiß ich natürlich, dass man da nicht gut behandelt wird.)

Daheim weiter geschäftelt, bis alles aufgeräumt und der Koffer gepackt war. Dann tatsächlich Feierabend. Herr Kaltmamsell hatte Sushi kommen lassen und die Milch im Kühlschrank für Schokoladenpudding aufgebraucht.

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Die Bloggess ist durch Arthritis bewegungseingeschränkt und zeigt auf instagram, wie sie dennoch stricken kann, mit einem loom – was sonst auch Deutsch Webstuhl heißt, aber in diesem Fall wahrscheinlich eine andere Bezeichnung hat.

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Bisschen was Lustiges zum Wochenendeinstieg: Grauenhafte Fotos von Immobilien.
“30 Terrible Pictures Taken By Real Estate Agents”.

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 28. Februar 2019 – Ackern

Freitag, 1. März 2019 um 6:46

Nochmal früh aufgestanden für Frühsport, wieder Bauch und Rücken.

Mit dem Fahrrad in die Arbeit, weil ich es nach Feierabend brauchte. Handschuhe waren eine gute Idee, aber Mütze brauchte ich keine. In der Arbeit hatte ich wie schon am Mittwoch fast den ganzen Tag das Bürofenster gekippt – im Februar!

Die Arbeit selbst kam bis nachmittags im Brutaltakt, ich versteckte mich dazwischen ein Viertelstündchen bei Kolleginnen zum Durchschnaufen und Rumblödeln.

Als Mittagessen rote Paprika mit der Resthälfte Manouri, dessen andere Hälfte ich am Vortag mit einer Orange gegessen hatte.

Am Nachmittag wurde es ruhiger, ich konnte die Liste mit Dingen abarbeiten, die ich vor meiner Urlaubswoche noch anschieben musste.

Nach pünktlichem Feierabend radelte ich zum Abholen der Ernteanteilkiste, Herr Kaltmamsell war verhindert. Daraus wurden die Karotten Brotzeit für Freitag, Lauch und Salat unser Abendessen.

Letzte Maschine Wäsche vor Urlaub.

die Kaltmamsell

Twitterlieblinge Februar 2019

Donnerstag, 28. Februar 2019 um 19:04

Mehr Lieblingstweets hat Anne Schüßler gesammelt.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 27. Februar 2019 – Februarfrühling

Donnerstag, 28. Februar 2019 um 5:58

Auf dem Weg in die Arbeit (blauer Himmel, Morgenrot), eine Krähe beobachtet, die ganz tief über der Theresienwiese flog und dabei aussah, als drücke sie sich mit gespreizten Flügeln bei jedem Schlag von einem Magnetfeld ab.

Die Arbeitssituation hatte sich beruhigt, ich konnte vor mich hin machen. Dass ich mich schwer konzentrieren konnte und nur ein Drittel der vorhergehenden Tage schaffte, war nicht schlimm.

Heimweg in milder Luft und vorbei an Menschen in Straßencafés und Biergärten (es ist erst Februar!).

Auch vorbei an Märzenbechern.

Ernteanteil war weggegessen, wir hatte frei. Herr Kaltmamsell wollte daheim bleiben und hatte Pilze eingekauft, aus denen er mit Crème fraîche, Sherry, Wochestersauce und ein paar weiteren Saureien eine großartige Nudelsoße kochte.

die Kaltmamsell

1000 Fragen 681-700

Mittwoch, 27. Februar 2019 um 13:29

681. Was war deine letzte gute Tat?
Mir will nichts Getanes einfallen. Es fällt mir nur Gutes ein, das mir getan wurde: Der Kollege, der sich schier ein Bein ausriss, als er merkte, dass mein Anliegen dringend war. Ein völlig überwältigendes Paket Blumen in der Post.

682. Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?
Nein.

683. Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr?
Seife statt Duschgel.

684. Was war das beste Konzert, das du jemals besucht hast?
Am meisten Spaß haben mir die Konzerte gemacht, die ich mit dem Jugendkammerchor selbst gegeben habe. Die musikalisch besten waren das allerdings sicher nicht.

685. Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?
Mit Nicht-Arbeit.

686. Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht?
Absichtlich? Nein.

687. Zählt für dich Qualität oder Quantität?
Kommt ganz darauf an, worum es geht.

688. Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer?
Gute Freundinnen und Freunde.

689. Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun?
Besteck, Teller, Gläser, Servietten, Lebensmittel.

690. Hast du viel Selbstvertrauen?
Nein.

691. Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst?
Das kommt aufs Fachgebiet an.

692. Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen?
Abends: Feierabend zu haben. Nach dem Sport: Ein Glas Wasser. Nach dem Ausgehen: Mein Bett. Nach dem Einkaufen: Die schweren Taschen abzulegen. Im Sommer oft: Schuhe ausziehen.

693. In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut?
Religion.

694. Wann hast du zuletzt ein Baby in den Armen gehalten?
Es ist so lange her, dass ich mich nicht daran erinnere.

695. Würdest du jemanden wie dich gern zur Freundin haben?
Um Himmels Willen nein. Ich fände mich vielleicht aus der Ferne ganz interessant und würde hin und wieder in mein Blog gucken.

696. Kannst du gut warten?
Wenn ich genug zu lesen dabei habe, ja.

697. Welches Problem würde dich veranlassen, zum Psychologen zu gehen?
Ganz, ganz schlimmes Schlechtgehen.

698. Was möchtest du irgendwann noch lernen?
Rückenkraul.

699. Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten?
Aus dem Bett aufzustehen.

700. Wie oft beginnst du einen Satz mit: „Als ich so alt war wie du …“?
Nie.

Quelle: Flow-Magazin.

Zu den Fragen 661-680.
Zu den Fragen 701-720.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 26. Februar 2019 – Rosaroter Feierabend mit Blumen

Mittwoch, 27. Februar 2019 um 6:56

Mich früh wecken lassen, um vor der Arbeit eine Runde Bauch- und Rückentraining einzuschieben. Lief gut, aber die reverse crunches bleiben mein Endgegner, dabei fühle ich mich immer, als hätte ich null Kraft (Seitstütz ist ebenfalls ein Endgegner, aber wegen einer laut mit Schmerz protestierenden LWS).

Höllisch viel Arbeit, auch mit losen Enden, auch noch durcheinander. Hoffentlich litt meine Freundlichkeit nicht bei den zahlreichen ambulanten Querschlägern, hoffentlich ist mir nichts durchgerutscht.

Abends war ich auf Cocktails verabredet. Auf dem Fußweg dorthin wundervolle Ansichten im letzten Abendrot.

Ich dachte, die Kollegin dürfte auch Feierabend machen. Doch kurz darauf ging die Beleuchtung der Ruhmeshalle an – die arme musste Spätdienst schieben.

Sehr schöner Abend im Auroom (selbst an einem ganz normalen Dienstagabend voll), viel zu hören, viel zu erzählen.

Daheim wartete eine liebe Überraschung auf mich: Blumen im Paket.

Ich freute mich sehr und versorgte die Blumen gemäß Spielanleitung: Sortieren, Schutzhülle von Blütenköpfen entfernen, zuschneiden, in Vase arrangieren.

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Werner Bartens schreibt in der Süddeutschen über die Zunahme der selbst zu zahlenden “Gesundheitsleistungen” mit fragwürdigem Nutzen in Arztpraxen:
“Wie Patienten beim Arzt abgezockt werden”.

Was ich mir allerdings seit einiger Zeit denke, immer wenn ich wieder bei einem Arzt oder einer Ärztin diplomatisch Selbstzahler-Chichi ablehne: Wie deprimierend es für die Damen und Herren sein muss, dass sie mit ihrem Wissen aus 15 harten Jahren Ausbildung weniger verdienen als mit dem aus einem Wochenendseminar.

die Kaltmamsell

Journal Montag, 25. Februar 2019 – Feierabendausflug nach Schwabing

Dienstag, 26. Februar 2019 um 5:54

Zum einen, weil ich beim Einschlafen zweimal von herunterknallenden Rollläden aufgeschreckt wurde (gibt es Eltern, die ihren Kindern nicht geräuscharmes Rollladenherablassen andrillen?), zum anderen, um nicht von Vogelgebrüll geweckt zu werden, hatte ich Ohropax eingestöpselt. Und überhörte meinen Wecker fast zehn Minuten lang, Herr Kaltmamsell musste mich wecken.

Heftiger Arbeitstag, ich werde mir meinen Urlaub wieder mit Anstrengung freischaufeln müssen.

Zum Glück hatte ich recherchiert, dass Dr. Orth. montags lange offen hat. So konnte ich auch nach spätem Feierabend in der Praxis vorbei schauen, Einlagen abholen und Reha-Antrag abgeben. In mittelmilder Abendluft ging ich unter klarem Himmel den Weg von der Münchner Freiheit nach Hause zu Fuß – das war schön.

Herr Kaltmamsell servierte Matjes mit gemischten Beten und Kartoffeln, dazu genoss ich ein Glas rheinhessischen Weißwein.

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Till Raether wird mit dem Frauenbild junger Mode konfrontiert:
“‘Einfach nur verletzend'”.

Denn:

Unser Autor geht mit seiner elfjährigen Tochter Jeans kaufen – und alle sind ihr zu eng. Über den Moment, wenn einem Kind von einer Modekette gesagt wird, dass es nicht dazugehört.

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Dass die Marketing- und PR-Chefin der Deutschen Bahn, Antje Neubauer, aufhört, hatte ich den Branchenmedien entnommen. Doch sie wechselt nicht etwa: Sie hört wirklich auf. Die Zeit hat sie interviewt:
“‘Wenn man meinen Job richtig machen will, geht das nicht in Teilzeit'”.

Neubauer: Ich finde es super, dass sich die neue Generation mit 25 Jahren hinstellt und sagt: “Ich arbeite für dich, aber auf eins kann ich nicht verzichten”, ob das jetzt der Sport oder die Familie ist. Ich wünschte, ich hätte das damals schon verstanden und so kommunizieren können.

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Die Oscar Acceptance Speech von Olivia Colman ließ mich dann doch bedauern, dass ich nicht live geguckt hatte:

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https://youtu.be/vIXN4fi_6xE
die Kaltmamsell